Hier mal zwei Fotos des Dickemessgeräts. Chinesisches Produkt, Beschreibung auf Chinesisch, aber intuitiv. Die fragliche Briefmarke hab ich auf dem Foto eingeklemmt. Je nachdem wo man misst, bekommt man unterschiedliche Ergebnisse.
Papier-Dicke-Messgerät
-
-
Bei so feinen Messungen halte ich das für normal.... wichtig ist, dass die Ergebnisse wie bei Dir sich im gleichen Bereich befinden. Bewährungsprobe bestanden, denke ich?
-
Ja schon, Handhabung sehr einfach, drei kommastellen, das reicht schon.
-
Die Frage ist ja, ob sich die Messungen an einer Stelle unterscheiden. Wenn dies nicht so sein sollte, liegt auch erstmal kein Messfehler (Bis auf die Ungenauigkeit) des Messgerätes vor.
Magst du einen Link posten wo du das Teil her hast?
-
Hab jetzt etliche Briefmarken gemessen und festgestellt, dass bei ein und der selben Stelle Messunterschiede von 0,003 mm auftreten können. Ich denke das ist absolut vertretbar.
-
rene: Du hast Recht, die Dicke und das Flächengewicht (Grammatur) eines Papiers sind zwei unterschiedliche und zuerst einmal voneinander unabhängige Dinge. Wichtig: Von der Dicke kann man nicht auf die Grammatur schließen und umgekehrt. Grund dafür ist, dass Papier höchst unterschiedlich zusammengesetzt und aufgebaut sein kann. Dies tiefer zu erläutern würde den Rahmen hier sprengen.
Gruß
Uli
-
Hi,
3 Stellen hinter Komma, sind nach meiner Ansicht absolut vernachlässigbar.
Da würde sich doch für den ein oder anderen, der die Dicke mal nachmessen will, ein Mikrometer (Bügelmesschraube), wie ich schon weiter oben in meinem Beitrag angeregt habe, doch besser eignen, weil es erschwinglicher ist, als ein "teures" Papier-Mess-Gerät.
-
Ein Papiermessgerät ist auch ein Mikrometer. Jedenfalls in der gleichen Bauform. Das eine ist eben Digital und deins ist analog. Jedoch brauchen die Bügelmessschrauben ein festes Material um einzurasten. Das Papier wird entweder zu weich sein, oder es wird zusammengedrückt und das Messergebniss verfälscht sich.
Safe verkauft sein "Papierstärkenmessgerät" für 130€. Das selbe Gerät gibt es als Mikrometer für 35€ auf Amazon

-
-
Aber aufpassen bei der Messung, wenn man die Schraube zu fest presst, gibt es einen neuen Plattenfehler!

Gruß kartenhai
-
Mein Gerät hat eine Federung, da ist nichts zu schrauben

-
Mal noch so einen Hinweis: Die Ausgaben der Kanalinsel wurden früher auch mal in dick und dünn unterschieden.
Das wurde allerdings fallen gelassen.
Grund:
Die Gummierung wurde nachträglich aufgebracht.
-
rene: Du hast Recht, die Dicke und das Flächengewicht (Grammatur) eines Papiers sind zwei unterschiedliche und zuerst einmal voneinander unabhängige Dinge. Wichtig: Von der Dicke kann man nicht auf die Grammatur schließen und umgekehrt. Grund dafür ist, dass Papier höchst unterschiedlich zusammengesetzt und aufgebaut sein kann. Dies tiefer zu erläutern würde den Rahmen hier sprengen.
Gruß
Uli
Stehen denn im Michel, die Grammatur oder die Dicken?
-
Aber aufpassen bei der Messung, wenn man die Schraube zu fest presst, gibt es einen neuen Plattenfehler!

Gruß kartenhai
Kann eigentlich nicht passieren, weil es dafür extra die hintere Ratsche gibt.

-
reneb: Ich kenne nur Dickenangaben in mm, Grammaturangaben habe ich in unserem Hobby bislang nirgends gesehen. Um der reinen Lehre nach die Grammatur korrekt bestimmen zu können, muss man aus dem Prüfobjekt ein Stück in einer bestimmten Mindestgröße rausschneiden! Briefmarken sind dafür zu klein und würden zerstört werden. Deshalb machen Grammaturangaben hier wenig Sinn. Und wie gesagt: Die Grammatur kann trotz unterschiedlicher Dicke identisch sein. Bei Ausgaben mit unterschiedlichem, aber gleich dickem Papier würde man versuchen das Papier anders zu bestimmen, z.B. über die unter'm Mikroskop sichtbare Faseranordnung.
Gruß
Uli
-
Kannst Du mir sagen in welchen Katalogen mm Angaben zur Dicke zu finden sind? Bis jetzt hab ich immer nur "dickes Papier" gesehen

-
-
-
Michel Deutschland Spezial: für Preußen
Abarten auf dünnem, durchscheinenden Papier (bis einschl. 0,06 mm)Gruß
Michael
-
Alles anzeigen
Michel Spezial: Deutsches Reich. Krone & Adler Serie. Ausgabe 1889, Mi Nr 45 bis 52.
Und so sehen dann die jeweiligen Signaturen der einzelnen Krone & Adler Prüfer aus
Von Links nach Rechts:
Papierdicke x: 0,050 mm. Papierdicke y: 0,055 mm. Papierdicke z: 0,080 mm
mfg
erron
Also diese Katalogisierung ist ja sehr kurios. Zum einen fragt man sich, ob auch die Gummierung dann bei den Ausgaben unterschiedlich war, oder warum man diese Papierstärke nicht auch bei ungebrauchten Stücken feststellen kann. Zum anderen ist der Unterschied von 0,005 ja so gering, dass schon häufiges Waschen und ggf. Pressen einer Marke diesen Unterschied in beide Richtungen wettmachen könnte.
Noch besser wird es aber mit dem Satz darunter (in meinem Michel Spezial 2016):
"Die Papierstärke des in der Hauptkatalogisierung bewerteten Normalpapieres reicht damit von 0,051mm bzw. 0,056mm bis 0,079mm."
Will sagen: Hier kommt es dann schon auf 0,001mm Unterschied an. Das dürfte schon die Stärke der Tinte auf dem Papier sein, von den genannten Waschvorgängen ganz abgesehen.
Wie kommt diese Katalogisierung so in den Michel, gibt es da Primärliteratur dazu?
-