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  4. Junge Briefmarkenfreunde unter sich

Wie man es nicht macht...

  • ja2911
  • 5. Mai 2013 um 19:05
  • ja2911
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    29. November 1991 (34)
    • 5. Mai 2013 um 19:05
    • #1

    Hallo zusammen,

    die Messe in Essen ist vorbei, aus meinen zwei Tagen dort nehme ich viele tolle Eindrücke und Erinnerungen, viel neues Wissen, nette Kontakte zu anderen Sammlern, einige Marken und Belege sowie einen ziemlich leeren Geldbeutel mit ;)

    Neben den positiven Seiten bleibt aber doch wieder der Eindruck, als junger Sammler nicht überall willkommen zu sein. Das soll nicht verallgemeinernd sein, es gibt viele Händler, die nett sind, sich gerne und offen mit einem unterhalten und einen als normalen Kunden akzeptieren oder sich sogar darüber freuen, dass der Altersschnitt am Stand zwischenzeitlich um knapp 20 Jahre gesenkt wird. Aber zurück zur anderen Seite, besonders ein Stand ist mir negativ in Erinnerung geblieben. Es war gerade ein Platz frei und ich habe mich hingesetzt um mir das Album mit den Bund-Marken anzuschauen. Von der ersten Sekunde an wurde ich argwöhnisch angeschaut und ständig beobachtet. Keine Begrüßung, keine kurze Frage was ich denn suche, nur argwöhnische Blicke und das Gefühl nicht willkommen zu sein. Da ich mit Bund-Standardmaterial zu 50% Michel nichts anfangen kann kam ungefähr folgender Dialog zustande:

    Ich: Hi, haben Sie noch weitere Alben mit Bund-Marken, zum Beispiel auch mit Rändern, Formnummern, Einheiten oder ähnlichem?
    Er: Ja, da müsste ich was haben...
    Ich: Dürfte ich da bitte mal einen Blick reinwerfen?
    Er: Naja, das ist schon eher...also da sind eher ausgesuchtere Stücke drin.

    Eigentlich hätte ich danach aufstehen und gehen sollen, allein die Betonung der ausgesuchteren Stücke sagte mal wieder schon alles. Ich bat trotzdem darum das Album sehen zu dürfen. Und wurde von den ach so ausgesuchten Stücken enttäuscht. Mit gefalteten Rändern und Abklatschen von Druckerzeichen für 50€ kann ich gar nichts anfangen - weil das nicht meinem Qualitätsanspruch gerecht wird! Hätte er irgend etwas gutes zu einem fairen Preis in dem Album gehabt hätte ich es gekauft, allein schon um ihm zu zeigen, dass nicht jeder unter 60 nur Schrott sammelt. Leider hatte er nur Schrott zu Mondpreisen. Das schlimme daran ist, dass er sich dadurch dass ich nichts gekauft habe wahrscheinlich auch noch bestätigt fühlt. Solche Erfahrungen sind nervig, auf jedem größeren Tauschtag findet man mindestens einen solchen Händler.

    Leider gibt es solche Erfahrungen auch aus diversen Internet-Foren. An all diese Leute, die die jungen Sammler nicht akzeptieren und respektieren: Wenn es nur Leute wie euch gäbe, dann würde die Philatelie aussterben. Und aus eurer Sicht wären wohl auch noch die jungen Leute daran schuld, die einfach nicht sammeln wollen und heutzutage nur Blödsinn im Kopf haben...Das ist erbärmlich und traurig!

    Daher an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die den jungen Leuten den Rücken stärken, die mit ihnen reden, sie unterstützen und sie mit Wissen versorgen. An dieser Stelle dürfen finde ich auch Namen genannt werden: Danke an Bernd_HL, mx5schmidt und Kontrollratjunkie für die Unterhaltungen und die Zeit in Essen, Danke an wolleauslauf für alle seine unterstützung für die Jugend hier im Forum, Danke an alle, die ich jetzt hier nicht namentlich erwähne und die sich angesprochen fühlen dürfen! Ihr macht es richtig! So geht es und so hat die Philatelie eine Zukunft! Leider verstehen das zu viele Leute nicht! Und leider gibt es für jeden von euch einen, der als Beispiel dafür taugt, wie man es nicht macht.

    In diesem Sinne Danke an alle Unterstützer der Jugend und die Bitte um mehr Respekt an alle unverbesserlichen, vorurteilsgeladenen alten Besserwisser!
    Gruß Jonas

  • olivia
    aktives Mitglied
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    18. August 1963 (62)
    • 5. Mai 2013 um 19:27
    • #2

    Hallo Jonas!

    Ich war letztes Jahr zum ersten Mal auf der Briefmarkenmesse in Essen. Auch als Frau fühlte ich mich an manchen Ständen einfach nicht ernstgenommen, deshalb kann ich Dein Gefühl der Zurückweisung gut nachvollziehen.
    Frauen müssen anscheinend Motive sammeln, denn auch in diesem Jahr wurde ich an zwei Ständen nach meinen Motivwünschen gefragt.
    Die Stände die mich letztes Jahr links liegenlassen haben, habe ich dieses Jahr erst gar nicht besucht.

    Geh Deinen Weg, älter wirst Du schon noch.
    Ich denke dann oft an die Eintrittspreis-Liste beim hiesigen Fußballplatz:
    Eintritt: 4,-Euro,
    Schüler, Frauen und Behinderte: 1,-Euro
    Vorurteile sind überall.

    Viele Grüße Olivia

  • Briefmarkentor
    Stamm Mitglied
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    • 5. Mai 2013 um 19:46
    • #3

    Hallo Jonas,

    traurig, das sich einige Händler immer noch so verhalten. Mir ging es in deinem Alter ähnlich (ist 15 Jahre her). Aber selbst heute werde ich von einigen Händlern schief angesehen, zumal ich sehr gezielt sammle und auch danach frage. Scheinbar meinen solche Händler, das deine und meine Altersgruppe grad mal die Marken der Bundesrepubilk zusammenträgt. Das wir schon sehr viel weiter sind und auch über umfangreiches Wissen (inkl. der Marktpreise) verfügen, traut man uns nicht zu. Das sind dann aber auch die Händler, die über sinkende Umsätze klagen.

    Zum Glück gibt es auch Händler mit offenen Ohren, die Kunden gewinnen und Geld verdienen wollen.

    Viele Grüße

    Marko

    https://www.dropbox.com/scl/fo/831ungh…t=zbkbzwpv&dl=0

  • sebastian
    aktives Mitglied
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    • 5. Mai 2013 um 19:49
    • #4

    Da kann ich auch ein Lied singen, als ich vor Jahren das erste mal auf einer Briefmarkenmesse war (und bis jetzt auch das letzte mal). Ein großer Stand mit vielen Ansichtskarten, als ich so beim Durchsehen nach einer Karte meines Heimatortes war, fauchte mich der Verkäufer an "das ist nichts für dich, ich solle die Karten wieder zurückstecken". Tja ich dachte mir das, was man nicht sagen darf und bin gegangen.
    Gleiche Messe anderer Stand, voll netter Verkäufer, der kein Problem mit meinem Alter hatte und bei dem ich dann auch mit Freude eine Karte kaufen konnte.

    Wie schon olivia schrieb, da muss man darüber stehen ;)

    mfg

    Sebastian

  • Online
    DKKW
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    • 5. Mai 2013 um 20:27
    • #5

    Hallo ja2911,

    die Erfahrung, die Du in Essen gemacht hast, ist keine moderne Zeiterscheinung. Ich bin inzwischen jenseits der 50 und damit in einem Alter, in dem man sich offenbar ernsthaft mit der Philatelie beschäftigen darf.
    Ende der 80er bzw. Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war ich noch Student bzw. ganz am Anfang meiner beruflichen Laufbahn und jede Mark für Briefmarken war mühsam zusammengespart.
    Messen waren damals nicht so mein Ding aber ich war schon damals Kunde bei etlichen Auktionshäusern. (Maximale Gesamtgebotssumme DM 300,00 oder so ähnlich).
    Von manchen deutschen, auch heute noch sehr bekannten Auktionshäusern bekam ich schon nach kurzer Zeit trotz regelmässiger Gebote (und Zuschläge) keine Kataloge mehr, ich war nicht wichtig genug.
    Beim damals größten dänischen Auktionshaus wurde ich, als ich einmal zu einem Auktionstermin Urlaub in Kopenhagen machte, von einem Auktionsmitarbeiter dem Chef als junger aufstrebender Dänemarksammler aus Deutschland vorgestellt. Auch wenn dieses Auktionshaus inzwischen in einem anderem Auktionshaus aufgegangen ist, mit vielen ehemaligen Mitarbeitern inkl. Chef stehe ich heute noch in Kontakt.
    Ich würde an Deiner Stelle diese aufgeblasenen Typen ignorieren und den Händlern treu bleiben, die Dich auch als "Jungsammler" ernst nehmen (vorausgesetzt sie bieten gute Ware an).

    Viele Grüße
    DKKW

  • JoshSGD
    aktives Mitglied
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    30. März 1983 (42)
    • 6. Mai 2013 um 07:18
    • #6

    Grüß dich Jonas,

    ja, das sind auch Erfahrungen, die ich machen musste und z.T., wenn auch weniger, machen muss.

    Ich habe bereits mit 14 Jahren angefangen, Inflation zu sammeln, noch recht breit gestreut, aber immerhin wusste ich, was ich wollte. Auf Flohmärkten meist ignoriert, einmal weggeschickt mit dem Kommentar: "du machst das nur kaputt beim Anschauen...". Auf Tauschtagen war zwischen wirklichem Interesse und absoluter Ignoranz alles vorhanden. Einmal habe ich die Sache dann kommentiert mit dem Satz: "Dann nehmen SIE es eben mit in's Grab." und bin aufgestanden und gegangen. Ich bin bei sowas schmerzfrei :)

    In meiner Heimatstadt Dresden gab es einen Händler, bei dem ich oft war im Alter von 16-20 Jahren, viel verdienen konnte er an mir nicht, aber er hat sich oft Zeit genommen, was ein positiveres Licht auf diese Gilde geworfen hat.

    Mittlerweile bin ich etwas älter, das Geld ist auch nicht so pralle, aber das Wissen extrem vertieft. Damit kann man manchmal schon punkten. ich bin Mitglied bei INFLA-Berlin und war vor meinem ersten Regionaltreffen in Leipzig sehr skeptisch, da ich den Altersschnitt erheblich senke :-). Ich bin dort jedoch gut aufgenommen worden und habe das Gefühl, das einige der Herrschaften doch ganz froh über "Nachwuchs" sind. Mit einem Sammler, mindestens das 2,5fache Alter von mir stehe ich in regelmäßigem Kontakt mit Besuchen. Von ihm lerne ich derzeit sehr viel (Druckverfahren, Farben etc.).

    Von daher, lasse dich nich beirren; sammle, was dir Spaß macht; eigne dir Wissen an und lass solche "Händler" und "Sammler" links liegen, den Rest regelt die Zeit...

    Gruß,
    Josh

  • saeckingen
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    • 6. Mai 2013 um 08:04
    • #7

    Das Problem mit manchen(!) Händlern auf Messen hatte ich leider bis vor einigen Jahren auch. So wollte man mir dann das Album mit den "besseren Belegen" nicht zeigen, ich sollte mit der Wühlkiste vorlieb nehmen. Als ich dann doch durch das Album sehen durfte, habe ich nachgefragt, ob es denn das richtige sei, da ich keine "besseren Belege" meines Sammelgebietes sehen würde. Als man mich dann barsch fragte, ob ich blind sei und man mich auf teure - aber weder seltene noch gut erhaltene Stücke hinwies, habe ich ihm einfach mal gezeigt, was ich unter "besseren Belegen" verstehe. Dann musste er eingestehen, dass er so etwas nicht hat - das wäre ja Auktionsware.

    Es gab aber auch viele Händler, die das genau Gegenteil waren. Komischerweise waren da etliche Amerikaner daraunter, bei denen ich heute guter Kunde bin. Die haben mir damals schon problemlos Stücke gezeigt, die im vierstelligen und fünfstelligen Bereich lagen. Auf meinen bescheidenen Hinweis, dass ich mir so etwas nicht leisten kann, hat man nur geantwortet "Heute noch nicht!". Das nennt man langfristiges Denken!

    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

  • Saguarojo
    Gast
    • 6. Mai 2013 um 08:52
    • #8

    Vor über 30 Jahren hatte ich das gleiche Problem. Jung und Motivsammler -- scheiß Kombination. Heute kann ich nur drüber lachen.

  • JoshSGD
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    • 6. Mai 2013 um 09:22
    • #9

    @säckingen:

    Glaube mir, ein Amerikaner denkt nicht wirklich langfristig. Ich war lange genug dort. Was ein Amerikaner aber macht: er denkt fast immer positiv. Zudem glaubt er immer daran, noch eine Stufe höher zu kommen und es mit harter Arbeit und Sachverstand zu schaffen. Das ist der "American way of life". Ich habe dort genug Leute kennengelernt bzw. habe noch mit ihnen zu tun, denen es zwar nicht wirklich pralle geht, aber die immer noch der Überzeugung sind, es eines Tages zu schaffen.
    So eben bei dir mit dem Album: heute nicht, morgen vielleicht auch noch nicht, aber wenn du weiter fleißig bist, dann übermorgen!

    Gruß

  • Online
    heckinio
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    • 6. Mai 2013 um 09:55
    • #10

    Hallo Jonas,
    ich finde es toll, dass Du so einen klugen Sach- und gesunden Menschenverstand besitzt und in Deiner Denkweise vielen Älteren voraus bist. Wie in jedem Beruf gibt es auch bei Briefmarkenhändlern Nieten und Leute, die nicht nur von ihrem Fach etwas verstehen, sondern sich auch im täglichen Umgang mit anderen Menschen durch positive Eigenschaften auszeichnen. Ich habe oft bemerkt, dass Leute, die wirklich etwas auf dem Kasten haben, besonders angenehm und kameradschaftlich mit anderen Menschen umgehen, Ausnahmen bestätigen die Regel ;)

    Gruß heckinio

    Einmal editiert, zuletzt von heckinio (6. Mai 2013 um 11:12)

  • ja2911
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    • 6. Mai 2013 um 16:22
    • #11

    Davon beirren oder von irgend etwas abbringen lasse ich mich sicher nicht. Ich finde es muss nur gelegentlich erwähnt werden, dass der vermeintliche Rückgang der Zahl junger Sammler nicht immer zwingend die Schuld der Jugend ist. Ich finde das Verhalten des erwähnten Händlers - und das vieler anderer - schlichtweg unmöglich und respektlos. Und da sollte sich finde ich etwas ändern. Alle jungen Sammler die ich kenne sind bereit den Schritt auf die "Alten" zu zu gehen und neues zu lernen und das vorhandene Wissen aufzunehmen und damit fortleben zu lassen. Aber das funktioniert nur, wenn beide Seiten dazu bereit sind. Viele sind es, aber wie ich geschrieben habe, auf jeden Sammler der bereit ist, sein Wissen zu teilen und weiterzugeben, auf jeden, der auch die jungen Sammler respektiert, kommt ein Vollidiot der alle unter 50 über einen Kamm schert. Ich hoffe einfach dass ein paar dieser Leute hier mitlesen und zum Nachdenken angeregt werden. Es ist einfach bitter zu sehen, dass das eigene Wissen von vielen nicht anerkannt wird, weil sie sich selbst schlichtweg für besser halten - nur weil sie 30 Jahre älter sind. Der Sachverstand wird nicht erkannt und erst recht nicht anerkannt. Das nervt einfach. Und musste jetzt einfach mal gesagt werden, manchmal muss man dem Frust einfach freien Lauf lassen ;)

    An dieser Stelle sei aber auch nochmal erwähnt dass es zum Glück genug Gegenbeispiele gibt! Ich habe auch schon Händler erlebt, die sich super mit mir unterhalten haben und die sich schlichtweg gefreut haben, dass jemand Junges mit zumindest ein bisschen Ahnung was er da tut und sucht an ihrem Stand war.

  • saeckingen
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    • 6. Mai 2013 um 16:32
    • #12

    Es gibt übrigens auch noch eine andere Diskriminierung bei Briefmarkenhändler und diese ist von Ladenhändlern.

    Ich besuche routinemäßig wenn ich in eine Stadt komme und die Zeit habe die örtlichen Briefmarkenläden um zu sehen ob die für mich etwas haben. Dabei bin ich schon mehrfach auf Nachfrage nach Material meiner Sammelgebiete sehr unfreundlich abgefertigt worden. Einmal hat mich ein Händler aus Düsseldorf auch ganz direkt aus dem Laden geschmissen mit der Begründung "So Kunden wie mich kennt er - die suchen nur seltenes und gutes Material wollen Ihn ausnutzen! Auf solche Typen kann er verzichten, da wäre eh kein Geld zu verdienen."

    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

  • Saguarojo
    Gast
    • 6. Mai 2013 um 16:43
    • #13
    Zitat

    Einmal hat mich ein Händler aus Düsseldorf auch ganz direkt aus dem Laden geschmissen mit der Begründung "So Kunden wie mich kennt er - die suchen nur seltenes und gutes Material wollen Ihn ausnutzen! Auf solche Typen kann er verzichten, da wäre eh kein Geld zu verdienen."

    Dergleichen habe ich auch schon erlebt, und das ist noch gar nicht so lange her.

  • wolleauslauf
    Gast
    • 6. Mai 2013 um 17:55
    • #14

    Hallo Forumsfreunde,

    ehe ich meinen Tschechenopa vor 3 Jahren intensiver kennenlernte, hat er eine komplette Tschecheisammlung ( lückenlos mit allen Blöcken, mit Ledergebundenen Alben, natürlich Vordruck, etc. ) sowie zusätzlich hunderte Belege FDC an einen namhaften Händler in Schwaig bei Nürnberg verkauft und 550 Euronen cash bekommen !!!!!!!

    Als ich das erfuhr, kamen mir die Tränen, denn da hätte ich lieber hier im Forum mit Euch eine Aktion gestartet, als ein Lebenswerk zu verschleudern !!!!

    ( Soll nicht gegen alle Händler sein, aber ich werde NIE zu einem Hädler gehen, denn er WILL und MUSS ja was verdienen :D )

    Den Erlös kann ich mir ja ausrechnen ;), da gehe ich gleich zum Griechen in den Biergarten und meine Kinder müssen halt noch warten, was der Verwalter dann erwitschaftet :D :bier:

    Sammlergrüße von Wolle

  • Ron Alexander
    Stamm Mitglied
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    • 6. Mai 2013 um 18:25
    • #15

    Das kann ich so leider alles bestätigen... Diese Erfahrungen habe ich leider auch schon zur genüge gemacht und auch genügend Händler erlebt die mir Massenware als etwas besonderes verkaufen wollten und nicht mal PF richtig bestimmen konnten. Einer wollte mir doch glatt einen PF andrehen (es war eine bekannte Druckabweichnung) und nachdem ich ihm dann die genaue Feldbezeichnung genannt hatte + Bogen wo dieser angebliche PF vorkommt hat er die Backen aufgeblasen und nach meinem Kommentar das wenn ein Händler nicht mal in der Lage ist einen PF von einer Druckzufälligkeit zu unterscheiden muss ich auch nicht seine restlichen PF sehen wurde ich rausgeworfen :D. Wobei die anderen um mich rum doch grinsen mussten und einige haben dann auch die Alben zurückgelegt, dass wars mir schon wert. Werde auch immer wieder belächelt aber nicht nur von Händlern sondern auch älteren Sammlern die mich auch schon mal von einem Stand weggestoßen haben... Ok mein Kommentar war auch nur, dass wenn einem nicht mehr so viel Zeit bleibt sich dann wohl etwas mehr beeilen muss vl. zu treffend...

    Grüße

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

  • Bernd HL
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    • 6. Mai 2013 um 20:45
    • #16

    Jonas, tröste Dich, auch "alten Säcken" wie mir begegnen manche Händler und Sammler so, wie Du das beschrieben hast. Aber unser Vorteil ist, dass man sich halt aussuchen kann, bei wem man kauft oder mit wem man tauscht. Ich kann mich auch noch gut an einen Vorfall erinnern, der so ca. 3 Jahre her sein muss. Da hat mir ein Sammler auf einem Tauschtag Dauerserien mit Rändern gestempelt angeboten und auf meine Frage nach dem Tauschausgleich gemeint, wir finden schon was. Na ja, meine Fehlliste hätte man mit so manchen Stücken verkleinern können, also kräftig im Album bedient. Der "Haufen" entnommener Marken wurde grösser und als ich fertig war, meinte er dann ganz ungeniert: Betrag X in bar! Auf meinen Einwand "wir wollten doch tauschen" kam nur "Du hast ja doch nix für mich, lass mal bar rechnen". Das Ende vom Lied war, ich habe mich umgedreht und ihm gesagt, er könne alles wieder einpacken. Die Gesichtszüge entgleisten ihm und von mir gab es nur noch ein Wort: Tschüss! Ichweiss nicht mehr wie viele Marken das waren, aber so um die 200 dürften das gewesen sein, die er dann fluchender Weise wieder einsortieren durfte. Unnötig zu erwähnen, das die umstehenden Sammler sich da auch noch einen gefeixt haben... :D

    Ähnliches Ding im Hamburger CCH: Da meinte ein Händler für relativ einfache Ware (also Heinemann und Technik-Serien, noch nicht mal Ecken oder bedruckte Ränder) auch zu überhöhten Preisen abgeben zu müssen. Der durfte auch alles wieder einpacken. Aber wie schon geschrieben, man kann sich glücklicher Weise die Leute aussuchen, mit denen man "handelt".

    Zum Thema "Geheimniskrämerei" will ich mich nicht weiter auslassen. Ich finde es aber auch falsch, keine Infos an interessierte Sammler weiter zu geben. Man muss sich immer vor Augen halten: Im Team ist man stark! Ich habe auch schon so manches schöne Stück auf Hinweis von Sammlerfreunden erhalten können, die durch Offenlegung meiner Sammelgebiete mit entsprechenden Hintergründen eben auch für mich die Augen offen halten. (Umgekehrt natürlich auch ;) )

    Das soll es von mir dazu gewesen sein.


    Beste Grüsse

    Bernd

    PS: Jonas, die Mail mit den erbetenen Bildern der Randbesonderheiten ist an Dich raus!

    Zackige Sammlergrüsse aus Lübeck sendet Bernd HL ;)!

  • Kontrollratjunkie
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    7.075
    • 6. Mai 2013 um 22:16
    • #17
    Zitat

    Original von heckinio
    Ich habe oft bemerkt, dass Leute, die wirklich etwas auf dem Kasten haben, besonders angenehm und kameradschaftlich mit anderen Menschen umgehen, Ausnahmen bestätigen die Regel ;)

    Es gibt immer "solche und solche". Aber diese Aussage kann ich nur bestätigen. Ein Mensch, der in sich ruht und selbstbewusst ist, muss sich seine Bestätigung nicht in der Diffamierung angeblich fachlich minderbemittelter Sammlerfreunde oder Kunden suchen.
    Allerdings muss ich zugeben, dass ich noch keine Vorkommnissen der geschilderten Form erleben musste.
    Ich kann in dieser Hinsicht aber von einem ganz frischen Erlebnis berichten, bei welchem ich sehr an dieses Thema und die Aussagen von Jonas denken musste.
    Ich hatte ein sehr langes und sehr persönliches Gespräch über aktuelle gesellschaftliche Probleme mit einem mittlerweile 75jährigen Philatelisten aus Sachsen-Anhalt. Es war schon sehr spät, selbst für meine Verhältnisse und trotz unser beiden Zustandes ergab sich ein sehr angenehmes Gespräch über ein philateliefremdes Thema, das ich mir mit nicht allzu vielen Menschen vorstellen könnte. Ich habe bewusst von einem Philatelisten geschrieben. Der Herr versteht wirklich etwas vom Fach und erweckt nicht nur den Eindruck. Und nicht nur davon, das Wissen und die Erfahrung waren beeindruckend.
    Insofern kann ich nur jeden ermutigen, weiterhin vorurteilsfrei auf den Mitmenschen zuzugehen und einfach das Gespräch zu suchen. Wenn man allerdings auf keine Gegenliebe stößt, sollte man seine Lebenszeit auch nicht verschwenden. Insofern finde ich das geschilderte Vorgehen von Jonas und Josh auch völlig in Ordnung.

    Gruß
    KJ

  • Lumpus2000
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    30. September 1968 (57)
    • 7. Mai 2013 um 07:22
    • #18

    Hallo Jonas,

    wie schon mehrfach geschrieben wurde, es gibt "Solche" und "Solche" Verkäufer ;)
    Ich werde es aber nieeeeemals begreifen warum es anscheinend immer noch Händler gibt die irgendwie nicht kapieren was auf dem Sammlermarkt los ist.
    Ich war auch in Essen und beim Kaffetetrinken mit meinem Außendienstler von Lindner wurde mir dann erzählt das diese Messe mal 2 Hallen gefüllt hat.
    Wenn das die Händler nicht sehen und kapieren, na dann gute Nacht ...
    Händeringend wird Nachwuchs gesucht ... und dann solche Eierköpfe !!
    Zum Glück kann ich nur sagen das man aus den Kommentaren ja herausliest, das dieses Verhalten richtig gedeutet wird und zum Glück sind ja nicht alle so.

    Zu der Messe muß ich aber sagen, das man den wirklich großen Fund oder das Schnäppchen nur in den Wühlkisten machen kann, wenn man sein Sammelgebiet exzellent kennt und mit etwas Glück den Stempel entdeckt .... alles andere ist bei Hood, delcampe, eBay günstiger bzw zum gleichen Preis bequemer von Zuhause aus zu ordern. Das Einzige was sich für Sammler wirklich gelohnt hat, waren die teilweise günstigen Albenpreise (Einsteckbücher) bei Neuware ;)

    Viele Grüße
    Swen

    DDR-Homepage (inkl. Bestimmungshilfen für 5-Jahr-Plan und Dienstmarken)
    DDR-Plattenfehlerübersicht (Sondermarken, Dauerserien, Dienstmarken)

  • Werner Briefmacker
    neues Mitglied
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    70
    • 7. Mai 2013 um 13:12
    • #19

    Ich kann auch alles nachvollziehen, was Jonas sagt. Auch wenn ich inzwischen schon gut jenseits der 50 bin.

    Was die Amerikaner angeht - auch ich bin amerikanisch aufgewachsen. Der Unterschied ist die Servicementalität und die Offenheit im Geschäftsleben. Das betrifft nicht nur Marken - wenn ich in den USA etwas kaufe, bin ich in aller Regel König Kunde. Hier fühle mich oft als erbärmlichen Störenfried, den man u.U. und wenn man Lust hat gerade noch so in Kauf nimmt. Auch wird ein Angestellter eines Ladens in den USA für ein in D übliches Gebaren sofort gefeuert, wenn der Chef es merkt. Man kann den Amerikanern viel nachsagen, aber im Kundenservice sind sie top und wir sind absolut flop - vielleicht nur noch untertroffen von den Parisern (ich will nicht alle Franzosen in einen Topf werfen). Naja, ein paar andere Mitteleuropäer konkurrieren auch noch mit uns um die letzten Plätze in Kundenfreundlichkeit.

    Gruß,

    Werner

  • uli
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.817
    Geschlecht
    Männlich
    • 7. Mai 2013 um 13:31
    • #20

    "Wer kein freundliches Gesicht machen kann, sollte kein Geschäft eröffnen." (chin. Sprichwort)
    Gruß
    Uli

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    Meine Tausch- und Verkaufsangebote im Philaforum --->  Ulis Flohmarkt

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