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Dänemark Stempel

  • DKKW
  • 12. Dezember 2010 um 12:39
  • DKKW
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    9.354
    • 1. Januar 2011 um 12:50
    • #21

    Hallo zusammen,

    heute mache ich mich an ein Thema, zu dem ich zwar etliches schreiben, aber nur wenig zeigen kann. Es geht um die älteste Form der dänischen Posthilfsstellenstempel.

    Die Einführung der Briefmarke brachte in Dänemark einen enormen Aufschwung des Postwesens mit sich. Die Zahl der durch die Post beförderten Sendungen erhöhte sich sprunghaft. Dies trifft sowohl auf die Städte zu, aber auch auf das "flache Land" Demzufolge wurden in den Jahren nach 1851 sukzessive neue Landpostrouten eingerichtet. In den von den Landpostboten angelaufenen Ortschaften mit etwas größerem Postaufkommen wurden Posthilfsstellen (dänisch: brevsamlingsteder) eingerichtet. Ab ca. 1860 erhielten die Posthilfsstellen Annullierungsstempel. Es handelte sich um Dreiringstempel mit dem Ortsnamen (meist abgekürzt) in der Mitte. Diese Form bewährte sich nicht, der Platz für den Ortsnamen war zu klein. Bereits 1867 wurden eine neue Stempeltype eingeführt, der sogenannte Sternstempel 1(STJ1) auch Taarbæk-Type genannt.

    Folgende Postrouten mit Posthilfsstellen wurden eingerichtet:
    1) Helsingør - Frederiksværk: Esrom - Maarum - Helsinge (Hels. 2 Typen) -Ramløse (Raml.)
    2) Faxe - Vemmetofte: Faxe - Faxe Ladeplads (Faxe L) - Vemmetofte (Vtofte).
    3) Præstø - Stege: Mern - Kallehave (KLH.)
    4) Roskilde - Skibby: Skibby (Skby)
    5) Slagelse - Kalundborg: Philipsdal (Phldl)
    6) Slagelse - Beks Kro: Sæby - Vedby
    7) Odense - Middelfart: Gribsvad (Grbsv.) - Indslev (Indsl.)
    8) Middelfart - Assens: Udby - Gammeldams Mølle (Gldam) - Stubberup (Stbrp.)
    9) Ribe - Tønder/Tondern: Reisby(Reisb.) - Brøns (Brns) - Skjærbæk (Skjbk) - Døstrup (Dstrp) - Bredebro (Bbro)
    10) Aarhus - Grenaa: Løgten Kro (Løgtn) - Rønde - Thirstrup (Thrst)
    11) Jernbanen Nyborg - Strib: Nørre Aaby (Aaby)

    Die Stempel der Landpostroute Ribe - Tønder sind nach wie vor nicht unumstritten, sie sind ausschliesslich auf losen Marken sowie auf Briefvorderseiten (Empfänger ist immer der Müller Høyberg in Visby Mølle) bekannt (z. T. auch auf SH)

    Ich kann nur wenige Abschläge und eine Postkarte zeigen. Vorwiegend von Vemmetofte "VTOFTE" Dieser Stempel kann die längste Gebrauchszeit aller Esrom-Type Stempel vorweisen. Abschläge sind vom 11.02.1863 bis 23.07.1917 bekannt.
    (Quelle: Kern/Bendix: Stjernestempler - Brevsamlingsstempler samt deres forløbere og afløsere)

    edit: Ich habe bei der Landpostroute Ribe - Tønder/Tondern den Stempel Døstrup vergessen und nachträglich eingefügt! Sorry. Vielen Dank an Nordlicht, der mich auf den Fehler aufmerksam gemacht hat.

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

    • DK Posthilfsstellenstempel Esrom-Type.jpg
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    2 Mal editiert, zuletzt von DKKW (1. Januar 2011 um 22:22)

  • DKKW
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    9.354
    • 8. Januar 2011 um 15:01
    • #22

    Hallo zusammen,

    ich greife heute der Zeit etwas vor und stelle die Annulierungsstempel der Kopenhagener Briefsammlungen vor, die - obwohl zeitlich später angesiedelt - meist zu den Esrom-Type Stempeln gezählt werden.

    Insgesamt 7 verschiedene, wobei bei zwei Stempeln jeweils 2 Typen unterschieden werden.
    Dem Postamt København K (Købmagergade) waren die Briefsammlungen
    K1 in der Adelgade 113
    K2 in der Sølvgade 85 und
    K3 in der Nybrogade unterlegt.
    Dem Postamt København N (Nørrebro) waren die Briefsammlungen
    N1 Griffenfeldsgade und
    N2 (Type 1) am Nørrebro Runddel (bis 1888) sowie
    N2 (Type 2) Ryesgade/Fredensgade 4 (ab 1895 bis 1933!) unterlegt.
    Dem Postamt Frederiksberg war die Briefsammlung
    V1 in der Vesterbrogade 75 unterlegt
    Dem Postamt København Ø (Østerbro) war die Briefsammlung
    Ø1 (Type 1) in der Ryesgade 32 (bis 1895) und
    Ø1 (Type 2) im Freihafen (Frihavnen von 1895 bis 1903) unterlegt.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • DK Briefsammlungsstempel Kopenhagen Esrom-Type.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (8. Januar 2011 um 15:18)

  • DKKW
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    • 17. Januar 2011 um 19:44
    • #23

    Hallo zusammen,

    ich setze heute meine Reihe Dänemark-Stempel mit den Sternstempeln der Taarbæk-Type fort, auch als "STJ1" bezeichnet.
    In meinem Beitrag zu den Stempeln der Esrom-Type hatte ich schon geschrieben, dass sich dieser Typ nicht bewährte, da maximal 5 Buchstaben im Ringinnenraum Platz fanden. Ab dem Jahr 1867 schaffte man einen neuen Posthilfsstellenstempel an. Es handelte sich hierbei um einen kleinen Zweiring - Annullierungsstempel mit dem Ortsnamen und einem Stern im Innenraum. Daneben war, wie schon beim Esrom-Stempel, der Datumstempel des übergeordneten Postamts auf der Postsendung abzuschlagen. Insgesamt kamen 31 Stempel des Taarbæk-Typs zum Einsatz, die letzten drei waren Rungsted, Skodsborg und Vedbæk, die im Jahr 1873 zugeteilt wurden. Am längsten waren die Stempel von Haarby (bis 1906) und Halvrimmen (bis 1908) im Einsatz. Einige Orte sind sehr selten auf Marke und natürlich noch viel seltener auf Brief oder Karte.
    Neben einem Taarbæk-Stempel auf grausig erhaltener Afa (Mi.) Nr. 13 zeige ich Haarby und Skodsborg auf Wappentype-Marken und Halvrimmen auf der König Frederik VIII-Ausgabe sowie Haarby auf Postkarte.
    (Lit. deutsch: Mickel, Dänische Nummern- und Sternstempel, 4. Auflage 1986, über FG Nordische Staaten erhältlich, € 9,00) ansonsten dänisch: Jan Bendix, Jerry Kern: Stjernestempler, 1998, Forlaget Skilling.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Sternstempel Taarbaek Type.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (17. Januar 2011 um 19:45)

  • DKKW
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    • 27. Januar 2011 um 20:50
    • #24

    Hallo zusammen,

    im Jahr 1870 erschien ein neuer Annullierungsstempeltyp für Briefsammelstellen. In Dänemark wird dieser Typ als STJII oder Faarevejle-Typ bezeichnet. Der namensgebende Stempel Faarevejle wurde im Juni 1870 ausgeliefert.
    Bis zum Ende der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurden hunderte Stempel abgeliefert. Im Juli 1929 wurde die Anweisung herausgegeben, dass die Sterne in der Mitte der "Sternstempel" zu entfernen seien. Einige wenige Posthilfsstellen hielten sich allerdings nicht an diese Anweisung.

    Ich zeige im Anhang eine kleine Auswahl an Sternstempeln des Faarevejle-Typs. Der letzte, EJDE, stammt von den Färöer-Inseln.

    Sternstempel auf 1 Öre Marken stehen immer im Verdacht, Gefälligkeitsentwertungen zu sein.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • DK Sternstempel Faarevejle-Typ STJII.jpg
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  • DKKW
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    • 2. Februar 2011 um 22:17
    • #25

    Hallo zusammen,

    wie bereits in meinem letzten Beitrag geschrieben, erging an die dänischen Briefsammlungen im Jahr 1929 die Aufforderung, die Sterne aus den Annullierungsstempeln zu entfernen.
    Die allermeisten Briefsammlungen befolgten diese Anordnung und liessen bei lokalen Handwerkern (oder in Heimarbeit) die Ziersterne in der Stempelmitte herausschleifen. Die Dänen bezeichnen diese Stempel als "Udslebene" (wörtlich: Ausgeschliffene). Für neue Annullierungsstempel, die im Anschluss an diese Anordnung gleich ohne Zierstempel ausgeliefert wurden, passt die Bezeichnung natürlich nicht, aber sie hat sich so für alle Briefsammlungsstempel ohne Stern eingebürgert. "Sternstempel ohne Stern" klingt ja auch ziemlich albern.

    Die Verwendung der Udslebene endet in den Jahren 1947 bis 1949. Sie wurden dann durch die sogenannten PR-Stempel abgelöst. Aber davon in einem späteren Beitrag.

    Im Anhang noch einige Beispiele für Udslebene, der letzte gezeigte Stempel ist wieder EIBY von den Färöer-Inseln.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Dänemark Briefsammlungsstellenstempel - Udslebene.jpg
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  • DKKW
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    • 12. Februar 2011 um 18:42
    • #26

    Hallo zusammen,

    nicht allen Posthilfsstellen in Dänemark wurden Annullierungsstempel zugeteilt, kleinere Stellen blieben stempellos. Manche nutzten die L1-Stempel (Büro- oder Kontorstempel), andere liessen von örtlichen Stempelschneidern "unoffizielle" Stempel herstellen.

    Ich zeige hier eine kleine Auswahl aus Eiby und Holmstrup (L1-Stempel) sowie Greve und Jerslev (unoffizielle Posthilfsstellenstempel). Außerdem den L1-Stempel Møldrup auf Ortspostkarte im Landbestellbezirk.

    Eine ausführliche Darstellung dieser Sonderformen hat Vagn Jensen in der NFT 3-2006 veröffentlicht. Die beiden großen philatelistischen Bibliotheken in München und Hamburg haben die NFT in ihrem Bestand.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Dänemark Briefsammlungsstellenstempel - Sonderformen.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (12. Februar 2011 um 18:45)

  • DKKW
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    • 20. Februar 2011 um 20:06
    • #27

    Hallo zusammen,

    im Jahr 1947 wurden die ausgeschliffenen Sternstempel nach und nach durch Datumbrückenstempel ersetzt, die ähnlich unseren ... über ... -Stempeln aufgebaut waren. Zunächst war die Posthilfstelle im oberen Stempelbogen zu finden, das Leitpostamt mit dem Zusatz pr. im unteren Stempelbogen, z. B. "Spangsbro // pr. Kalundborg".
    Später tauschten Leitpostamt und Posthilfsstelle die Plätze jetzt sah der Stempel folgendermassen aus, z. B. "Svaneke //(Christiansø)"

    Es gibt den Stempelkatalog von Klaus E. Eitner "Die PR.-Stempel von Dänemark" nach wie vor für kleines Geld (8,00€) bei der FG Nordische Staaten.

    Wie üblich einige Beispiele (diesmal ohne Färöer-Inseln)

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 26. März 2011 um 15:00
    • #28

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich Landungsstempel auf dänischen Briefmarken. Landungsstempel wurden von Hafenpostämtern benutzt. Mit Ihnen wurden die ungestempelte Postsendungen von den Fährschiffen entwertet.
    Altmeister Svend Arnholtz beschreibt in seinem Grundlagenwerk "Danske Poststempler" aus dem Jahr 1953 die verschiedenen in Dänemark verwendeten Landsstempel. Es handelt sich um L1- oder L2-Stempel, die immer mit dem Wort "Fra" (Aus) beginnen und dann das Herkunftsland oder den Herkunftshafen bezeichnen: Also beispielsweise Fra Sverige, Fra Tyskland, Fra Island oder bei Inlandsfährverbindungen Fra Bornholm, Fra Aarhus oder Fra Anholt.
    Dänische Marken kommen meist mit den Stempeln Fra Island, Fra Færøerne oder mit Stempeln der Inlandsfährverbindungen vor (insbesondere von und nach Bornholm/Rønne). Die Stempel mit dem Hinweis auf das Ausland kommen logischerweise auf Marken/Belegen der Herkunftsländer vor. Ein interessantes und beliebtes Sammelgebiet.

    Ich zeige einige Beispiele auf Marken und einen Inlandsbrief mit dem L1-Stempel "Fra Aalborg" der beim Postamt København K verwendet wurde.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 7. Mai 2011 um 15:55
    • #29

    Hallo zusammen,

    bevor ich mich an das Mammutthema Datumstempel heranwage, zeige ich noch ein paar Fremdentwertungen. Also ausländische Stempel auf dänischen Marken.
    Am häufigsten sind schwedische Stempel, aber auch deutsche und finnische Stempel sieht man. Englische und norwegische Stempel sind meiner Meinung nach schon seltener und alles andere wohl richtig rar (und Zufall).

    Ich zeige eine allseitig angeschnittene 2 Sk der Ausgabe 1854 (Afa/Mi. Nr. 3) mit einem Teil des deutschen Landungsstempels "Aus....per Dampfschiff" der in Stettin verwendet wurde. Außerdem eine 8 Sk. Marke der Ausgabe 1854 (Afa/Mi. Nr.5) mit norwegischem Roststempel.
    Zudem drei Wappentype-Marken mit verschiedenen schwedischen Stempeln (Landscrona, Malmö-Köbenhamn und PKXPA No.83c) letzterer ist ein Bahnpoststempel. Zudem drei Briefe mit deutschem Bahnpoststempel (Berlin-Warnemünde), sowie schwedischen und finnischen Landungsstempeln.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Afa 3,5,34,35,36 mit ausländischen Entwertungen.jpg
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  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 30. Juni 2011 um 14:17
    • #30

    Hallo zusammen,

    generell begann man in Dänemark erst sehr spät mit der Einführung von Poststempeln. Viele Inlandsbriefe blieben bis zur Einführung der ersten Briefmarken ungestempelt da man aufgrund der Einzelkartierung jeden Brief jederzeit einem Absender bzw. einem Absendepostamt zuordnen konnte.
    Erst wiederholte Beschwerden der Thurn & Taxis'schen Postverwaltung führten 1842 zu der Vorschrift, Auslandsbriefe mit einem Poststempel zu versehen. Daraufhin erst erhielten viele dänische Postämter erstmals einen Stempel zugeteilt, es handelte sich dabei um 1 1/2 Kreis Antiqua-Stempel.
    Nach Einführung der Briefmarken 1851 wurde diese nach und nach durch Einkreis-Antiqua-Stempel ersetzt. Diese wurden teils bis zu den Marken der Wappenausgabe (Mi. Nr 32-33 und 34-36) benutzt.
    Stempelabschläge mit Datumstempel auf den Klassikmarken (Skilling-Währung, Mi. 1-21) sind selten und begehrt, denn nach Postvorschrift waren die Briefmarken mit den Annullierungsstempeln (insb. Nummernstempeln) zu entwerten!
    Etwas häufiger findet man Marken, auf denen der Datumstempelteil eines Duplexstempels abgeschlagen ist, da darf man sich nicht täuschen lassen (Ich zeige einen solchen Teilabschlag auf einer 3 Sk. Krone-Szepter-Ausgabe)
    Ich zeige eine 4 Sk. Marke (Afa/Mi. 7) mit K1-Stempel Faaborg, eine 4 Öre Marke (Afa/Mi. 23) mit K1-Stempel Samsø und ein Paar der 20 Öre Marke Wappenausgabe (Afa/Mi. 36) mit einem schon stark abgenutzten K1-Stempel Marstall vom 8.1.1888 (Ablösung im Juli 1888 durch einen K1-Lapidarstempel).

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 2. Oktober 2011 um 14:46
    • #31

    Hallo zusammen,

    den Antiqua-Stempeln folgten Einkreisstempel mit Grotesk-Schrift, die in Dänemark Lapidarstempel genannt werden, ich übernehme diese Bezeichnung.
    Es gibt mindestens 11 Haupttypen mit einigen Untertypen. Der Lapidar-Stempelkatalog von Jan Bendix nennt 509 Lapidarstempel von dänischen Provinzorten, etwa 125 Lapidarstempel aus Groß-Kopenhagen, 67 Bahnhofsstempel 107 Bahnpoststempel und 3 Schiffspoststempel (Nicht alle sind verwendet worden).
    Ich zeige Lap.I (nur Ort und Datum), Lap. II (Ort, Datum und x. Post), Lap. III (Ort, Datum und x. Zug), Lap. IV (Ort, Datum, Uhrzeit), Lap. V (Ort, Datum, Zierelement), Lap. VI (Ort, Datum, Jahr), Lap. VII (wie Lap. II, x. Post im Bogen), Lap. VIII (wie Lap. III, x. Zug im Bogen).

    Nicht gezeigt werden Lap. IX (wie Lap. IV, Uhrzeit im Bogen), Lap. X (Ort, Datum, x. Briefkastenleerung) und Lap. XI (Ankunftstempel: Ort, Datum und x. Ombæring = x. Verteilung bzw. Zustellung)

    Viele Grüsse
    DKKW

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    • Dänemark Lapidarstempel.jpg
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  • Nordlicht
    aktives Mitglied
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    • 30. Juni 2018 um 14:41
    • #32

    Hallo allerseits,

    kann jemand beantworten, ab wann dieser Stempel-Typ zur Ausgabe kam und vielleicht sogar, von wann bis wann dieser in Aarhus verwendet wurde?

    Viele Grüße
    Nordlicht

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  • Wolffi
    Moderator
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    • 1. Juli 2018 um 17:05
    • #33

    Wenn DKKW das nicht mal eben nachschaut, lasse ich mir von daheim die Zugangsdaten zu kpk.dk senden: die haben das bestimmt in ihrer Stempeldatenbank.

    Bis denne sagt Wolfgang
    Meine Literaturliste - September 2023
    Linkliste im Philaforum - Stand 17.02.2026

  • Wolffi
    Moderator
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    • 2. Juli 2018 um 13:44
    • #34

    Nordlicht

    Bitte sende mir (D)eine Mailadresse...

    Nordlicht hat das zulässige Limit für Konversationen bereits erreicht und kann an keinen neuen Konversationen teilnehmen.

    Bis denne sagt Wolfgang
    Meine Literaturliste - September 2023
    Linkliste im Philaforum - Stand 17.02.2026

  • kartenhai
    Stamm Mitglied
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    • 17. Oktober 2018 um 10:30
    • #35

    Gerade bei Ebay im Angebot für nicht gerade billige 390,- EUR Startpreis: Ein Bedarfsbrief von Stettin nach Kopenhagen vom Jahre 1897 mit dem seltenen Stempel: "FRA TYDSKLAND"

    https://www.ebay.de/itm/FRA-TY…a97bed:g:p60AAOSwArFbug5e (Affiliate-Link)

    Gruß kartenhai

  • Nordlicht
    aktives Mitglied
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    • 20. Juli 2019 um 12:42
    • #36

    Hallo,

    in einem der ersten Beiträge hat DKKW den Duplex-Stempel 34 gezeigt.

    Weiß jemand, in welchem Zeitraum dieser Stempel auf welcher Bahnstrecke verwendet wurde?
    Ist es ein Stempel, der fest auf einem Bahnhof eingesetzt war oder im Zug mitgeführt wurde?

    Über weitere Informationen würde ich mich freuen.

    Viele Grüße
    nordlicht

  • Tucholsky
    aktives Mitglied
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    • 20. Juli 2019 um 15:58
    • #37

    Lt. Dieter Mickels "Dänische Nummern- und Sternstempel" war dieser Duplexstempel von 1860-1884 im Einsatz.

  • erron
    Moderator
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    • 20. Juli 2019 um 18:12
    • #38

    @Nordlicht,

    ist zwar nicht mein Gebiet, kannst du mit diesen Infos was anfangen.


    mfg

    erron

    http://www.philadb.com

  • Nordlicht
    aktives Mitglied
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    • 21. Juli 2019 um 11:31
    • #39

    Hallo,

    vielen Dank für eure Informationen!
    Das hilft schon mal sehr weiter: demnach wurde der Stempel auf einem Bahnhof (und über einen ziemlich langen Zeitraum) eingesetzt.
    Da das "SJ." im Stempeltext vermutlich für Sjælland (Seeland) steht, tippe ich auf Kopenhagen.

    Gruß
    nordlicht

  • Tucholsky
    aktives Mitglied
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    440
    • 21. Juli 2019 um 16:36
    • #40

    Das paßt, denn es gibt auch die Stempel "34" mit "KJØBENHAVN JB. P." und "34" mit "KJØBENHAVN JB.".

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