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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Beiträge von philnum

  • Fehldruck DDR Michel Nr.:1862 !?!

    • philnum
    • 1. Oktober 2009 um 18:12

    Hallo ricci38,

    willkommen hier im Forum! Es könnte sich bei der Marke um einen Druckausfall der gelben Farbe oder aber einen nachträglich gezähnten Phasendruck der vorletzten Phase handeln. Phasendrucke zeigen die einzelnen Druckstufen, also erst eine Farbe, dann zwei usw., sind allerdings ursprünglich nur geschnitten, nicht gezähnt.

    Bei nicht postalisch gelaufenen DDR-Marken sind solche Farb-Abarten immer mit einer gewissen Skepsis zu betrachten, da nach der Wende viel gestohlene Makulatur aus der Wertpapierdruckerei Leipzig in Umlauf gebracht wurde.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • DDR-Bfe mit Sondermarken, toll...

    • philnum
    • 30. September 2009 um 21:09
    Zitat

    Original von regiduer
    Mit dieser "Mischfrankatur" hab ich meine Erklärungsnot.


    Hallo regiduer,

    der ursprünglich als Drucksache innerhalb Westdeutschlands unverschlossen versandte Briefumschlag wurde in der DDR nochmal verwendet, weil der Brief an denselben Empfänger ging.

    Die ursprüngliche Sendungsart "Drucksache" wurde dazu gestrichen, eine Absenderangabe hinzugefügt und der Fernbrief (für Westdeutschland galt seinerzeit der Inlandstarif der DDR) mit 20 Pf portorichtig frankiert, abgestempelt und befördert.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Doktorstamp`s Jubeltag

    • philnum
    • 30. September 2009 um 08:27

    Lieber Nigel,

    herzlichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag und alles Gute, vor allem viel Freude und Erfolg bei Deinen persönlichen Spezialgebieten!

    Erfreu uns weiterhin mit Deinen kompetenten Beiträgen im Forum, viele Grüße nach GB

    philnum

  • Fernsehbeitrag über Briefmarkenläden in Berlin online als Internet-Video

    • philnum
    • 29. September 2009 um 09:07

    Hallo allerseits,

    in der Fernsehsendung "WAS! Wirtschaft Arbeit Sparen" vom 28. 9. 2009 wurde ein Beitrag über Briefmarkenläden ausgestrahlt, der auch online als

    Internet-Video

    zur Verfügung steht. Es geht u. a. um Kiloware, Belege und Seltenheiten, die von dem bekannten Auktionator, Briefmarkenhändler und BPP-Prüfer Andreas Schlegel vorgestellt werden.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • ist das deutsch?

    • philnum
    • 28. September 2009 um 18:32
    Zitat

    Original von harweg
    Hier allerdings in einer ausgeprägt schlechten Handschrift.

    Hallo nochmal,

    also das mit der ausgeprägt schlechten Handschrift kann man nicht so stehen lassen:

    Die Generation meiner Großeltern (Schulzeit 1920er/1930er Jahre) hat auch diese flüssige, rundere und weniger schnörkelhafte Schreibweise von Sütterlin gebraucht. Das lag auch an den dann schon verbreiteten Füllfederhaltern.

    Ältere Schriften sind hingegen zumeist spitzer, schärfer und formvollendeter mit der Schreibfeder ausgeführt, wo man andauernd absetzen, neu ins Tintenfass eintauchen und wieder neu ansetzen muss. Das Schreiben war dementsprechend mühsam dauerte länger.

    Wenn man sich in Sütterlin hineingelesen hat, kann man es überwiegend ganz gut entziffern. Manche Schreiber hatten aber ihre ganz eigene Art der Ausführung einiger Buchstaben, Ober- und Unterlängen, mit oder ohne Schleifen; weniger Geübten gelang wohl auch nicht immer alles perfekt. Mitunter findet man dann keinen vernünftigen Ansatz für eine Wortbedeutung und gerät ins Stocken.

    Sehr eindrucksvoll wird das in dem Film "Schtonk" demonstriert, wo die gefälschten Hitler-Tagebücher von den Erwerbern zu deuten versucht werden: Aus dem merkwürdigen "Eversack aber Mondgesicht" wird letztlich "Eva sagt, ich habe Mundgeruch" oder das rätselhafte "Birnenschorf" meint den Absturzort "Börnersdorf".

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Kiloware

    • philnum
    • 28. September 2009 um 16:20

    Hallo,

    aus der Kiloware-Sortier-und-Marken-ablöse-Zeit bin ich längst heraus, aber früher habe ich das natürlich auch gern gemacht. In Bezug auf "professionelle Anbieter" sollte man meiner Erfahrung nach unterscheiden in

    • Kiloware-Spezialanbieter: Sie kaufen tonnenweise bei karitativen Sammelstellen oder großen Firmen, sortieren grob vor nach Ländern, Sondermarken, Zuschlagsmarken, hohe Dauerserienwerte usw. Sie sorgen auch für eine gewisse Mischung unterschiedlicher Zeiträume bzw. Ausgaben, so dass eben nicht nur massenweise die gleichen Standardwerte enthalten sind. Wie schon weiter vorn jemand schrieb, kauft ein Kunde, der solche Posten angedreht bekommt, wahrscheinlich nie wieder. Aufgrund der riesigen Mengen, die Spezialanbieter umschlagen, fehlt aber auch die Zeit, um die Marken genauer zu sieben und alles Bessere herauszufiltern. Hier kann der Sammler also ihm fehlende Marken, schöne Stempel und gutes Tauschmaterial erhalten.
    • Wald-und-Wiesen-Händler und Gelegenheitsverkäufer von "Kiloware" sind da schon kritischer zu sehen: Hier kommt der Aschenputtel-Effekt vor, das heißt die guten Marken sind alle herausgefischt, mit dem nicht verwertbaren Rest soll nochmal Kasse gemacht werden. "Kiloware" im eigentlichen Sinne bezeichnet eigentlich auch nur Frankaturware auf Papier und keine losen Marken aus geplünderten Alben, eingestreute II. Wahl und andere kuriose Dinge. "Undurchsucht von Opas Dachboden" ist also wenig Glauben zu schenken, auch wenn es ja vielleicht mal vorkommt, dass eine wertvolle Sammlung einfach eingetütet und nichts ahnend verramscht wird.

    Eine höherwertige Marke habe ich jedenfalls noch nie in Kiloware gefunden und der angebliche Fund der Hepburn-Marken ist vermutlich nichts weiter als eine ganz nette Anekdote, um davon abzulenken, dass diese Marken aus dem Bundesfinanzministerium entwendet und - um sie auf Auktionen handelsfähig zu machen - abgestempelt worden sind (zufällig [?] in Berliner Briefzentren und in Kleinmachnow bei Berlin [Handabstempelung am Schalter]). Im Unterschied zur so genannten Gscheidle-Marke sind gelaufene Belege, die Rückschlüsse auf den Absender zuließen, bis jetzt nicht aufgetaucht.

    Hätte der Dieb des Hepburn-Kleinbogens versucht, die Marken als postfrische Exemplare in Verkehr zu bringen, hätte eine Beschlagnahme gedroht, weil sie nicht rechtmäßig erworben sein können. Die näheren Umstände konnten oder sollten nie aufgeklärt werden, wo bei gutem Willen praktisch jeder Bleistiftstrich im BMF nachvollzogen werden könnte. So viele Schreibtische kommen ja wohl nicht in Frage, über die unverausgabte, weil zurückgezogene Marken gewandert sein können. Irgendwann kommen die übrigen Hepburn-Marken sicher auch noch ans Tageslicht; vielleicht sogar einige postfrische, wenn die Verjährungsfrist abgelaufen ist.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • was und an wen schreibt Graf zu Stolberg?

    • philnum
    • 27. September 2009 um 21:03

    Hallo RostigeSchiene,

    "An den Königl. Ober Wagenbau Inspektor
    Herrn Freymann
    Wohlgeboren zu Deutz

    Des Königs Majestät haben auf meinen und des Herrn Finanz Mi-
    nisters Antrag zu genehmigen gewußt, daß zu den von Actien Gesellschaften
    oder von sonstigen Vereinen mit Allerhöchster Königlicher Genehmigung unternom-
    menen und durch Prämien aus Staats-Fonds unterstützten Chaussee-Bauten das
    erforderliche Material an Steinen und Sand von den an der Straße liegenden,
    im Besitze und in der Benutzung des Staats befindlichen Forstgrundstücken
    unentgeltlich abgegeben werden darf, sofern dasselbe vom Fiscus nicht zu sei-
    nen eigenen Bedürfnissen gebraucht wird, jedoch nur an den von der
    Forst-Verwaltung anzuweisenden Stellen, und unter der Maßgabe, daß
    jeder durch die, durch diese Anweisung vorgenommene Rodung, Sprengung und Ab-
    fuhr des Materials entstehende Schaden ersetzt, auch der Kostenaufwand vergütet
    werden muss, welcher durch die Planierung und Wiederherstellung der neu gemach-
    ten oder durchgefahrenen Abfuhrwege verursacht wird.
    Hieraus darf jedoch weder eine Verpflichtung für den Fiscus, noch ein Recht für die
    Interessenten auf eine solche Vergünstigung hergeleitet werden, der Verwaltung soll
    vielmehr freistehen, solche nach den Umständen zu gewähren oder zu versagen.
    Unter diesen Voraussetzungen und Maßgaben ist auch die unentgeltliche Abgabe
    des zu Chaussee-Bauten obiger Kategorie erforderlichen Rasens, insoweit derselbe
    ohne Nachteil für das Forst-Interesse zu entbehren ist, Allerhöchst genehmigt worden.
    Die Königliche Regierung wird hiervon mit der Auflage in Kenntnis ge-
    setzt, in den vorkommenden einzelnen Fällen sachgemäß und unbefangen
    zu prüfen, ob die Ertheilung der gedachten Vergünstigungen zur Förderung
    des Zweckes notwendig, oder doch besonders ersprießlich und ohne Gefährdung
    der Interessen der Forstverwaltung zulässig erscheint und als dann darü-
    ber zur defintiven Genehmigung zu berichten.

    Berlin den 9. Januar 1846

    gez. Graf zu Stolberg

    An die Königliche Regierung zu Cöln 20.206.
    Abschrift vorstehenden Rescripts zur Kenntnisnahme und Beachtung, nur
    für den Fall, daß darauf Bezug habende Anträge vorkommen sollten,
    die geeignete Anträge zu machen.

    Cöln, den 25. Februar 1846
    Königliche Regierung
    ...(Unterschrift)"

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • ist das deutsch?

    • philnum
    • 27. September 2009 um 13:58

    Hallo Larissa,

    "Mit der R. Korn stehe ich noch im Schriftwechsel. Ich habe
    nicht nur ein mir zustehendes - seit Ausscheiden -
    Zeugnis gefordert, sondern auch 1 Kontoauszug,
    aus dem ich meine Belastungen u. Gutschriften
    seit Okt. 53 ersehe zumal man mir nicht einmal
    Gehaltsstreifen u. ä. seitdem geschickt hat. Den
    Mantel habe ich auf Veranlassung Felz 's (?) nicht bezahlt
    da er mit ... (?) aus verschiedenen internen Gründen
    erneuert werden sollte und musste. Ich habe schon
    meine bestimmten Gründe für meinen Standpunkt".

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Ortsstempel auf der 1. Ausgabe von Thurn und Taxis

    • philnum
    • 27. September 2009 um 09:46

    Hallo Schnulli,

    auf Deiner vollrandigen MiNr. 2 handelt es sich wahrscheinlich um einen Einkreiser von "BREMEN TH.&TX."

    Bei der MiNr. 15 erkenne ich auch "EISENACH".

    Der Stempel auf der MiNr. 8 ist leider nicht lesbar.

    Auf der MiNr. 10 könnte es der Einzeiler "RUDOLSTADT" sein.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Bayern 9 Kreuzer grün, welcher Typ?

    • philnum
    • 26. September 2009 um 18:37

    Hallo,

    hier habe ich mal wieder drei grüne 9-Kreuzer-Marken, alle noch nicht farbgeprüft und im Tageslicht fotografiert, weil so die Farbwiedergabe den Originalen näher kommt als bei meinem Scanner. Sie sind allerdings etwas überbelichtet, wirken also in natura kräftiger und nicht so blass.

    Die Typen sind eindeutig (links II mit lediglich oben beschädigtem Wertkästchen; mittig und rechts III). Bei den Farben scheiden die typisch wässrige aa und d wohl von vornherein aus, mein Tipp wäre daher:

    links 5 c
    mittig 5 a
    rechts 5 b

    Liege ich mit dieser Einschätzung richtig?

    Vielen Dank im Voraus und beste Sammlergrüße

    philnum

  • Bayern 3 Kreuzer blau, welcher Typ?

    • philnum
    • 26. September 2009 um 14:06

    Hallo,

    handelt es sich bei der unten gezeigten Marke um eine MiNr. 2 II ... A, also um eine Abart mit ausgefüllten Ecken?

    Welche Platte (3 - 5) könnte es sein (bei farbübersättigtem Druck ist dies wohl nicht so einfach zu bestimmen)?

    Vielen Dank im Voraus und beste Sammlergrüße

    philnum

  • "Der schwarze Einser" Forschungsstudie von 1949

    • philnum
    • 26. September 2009 um 13:20

    Hallo aurelia,

    wieviel etwas kosten "darf", entscheidet allein der, der es auch bezahlt.

    Antiquarisch werden für die nicht mehr ganz brandaktuelle Forschungsstudie HESSELLE,J. de: 100 Jahre Bayerische Briefmarke. "Der Schwarze Einser" mit seinen hundert Jahre alten erst jetzt entdecken interessanten Geheimnissen im Markenbild stattliche € 50,- in beschädigtem Zustand verlangt.

    Als eBay-Artikelnummer: 220483306236 wird sie gerade in ganz passabler Erhaltung versteigert.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Aufsplittung

    • philnum
    • 26. September 2009 um 11:36

    Hallo,

    die Deutschland-Rubriken müssen seit langem berichtigt werden (siehe Screenshot als Scan unten), denn:

    • Deutsches Reich bis 1944 ist historisch und philatelistisch falsch, da bekanntlich erst 1945 das Ende ist,
    • die Alliierte Besetzung 1945-1948 vollkommen fehlt, stattdessen
    • DDR 1945-1990 existiert, obwohl sie erst 1949 gegründet wurde,
    • Berlin 1945-1990 auch Quatsch ist, da eigene Berliner Marken erst ab 1948 erschienen und
    • für BRD ab 1945 dasselbe gilt wie für die DDR, nämlich erst 1949 entstanden.

    Eine Aufsplittung der neu einzurichtenden Rubrik Alliierte Besetzung 1945-1948 wäre dennoch notwendig, aber dann bitte auch gleich eine sinnvolle. Was soll "Aufgliederung nach einzelnen Besatzungbereichen" bedeuten, etwa nach den vier Besatzungszonen?

    Bei AM-POST (1945-1946) gibt es einen amerikanischen, einen britischen und einen deutschen Druck, die zusammen ein Sammelgebiet bilden. Welcher Sammler trennt das territorial in US-Zone und Britische Zone auf? Auch die Lokalpost-Ausgaben jeweils in amerikanische und britische Besetzung zu unterscheiden, lohnt nicht.

    Die "Aufgliederung nach Michel" ist zweckmäßig und es reichen dann folgende drei Unterrubriken aus:

    • Amerikanische und Britische Besatzungszone (Bizone)
    • Französische Besatzungszone
    • Sowjetische Besatzungszone (SBZ)

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Berlin Marktpreise

    • philnum
    • 26. September 2009 um 10:06

    Spezialisierungen sind für den einzelnen Sammler vielleicht ein Ausweg, aber ein Wert(steigerungs)garant sind sie auch nicht:

    • Der Nachwuchsmangel in der Philatelie trifft auch die Spezialsammler, nur später: Niemand fängt spezialisiert zu sammeln an. Noch zehren die Spezialisten davon, dass es genügend "alte Hasen" gibt, die ihre Ländersammlungen zugunsten von Besonderheiten aufgegeben haben. Ob sich in einigen Jahrzehnten beispielsweise auch noch genügend Eckrandstück-mit-Druckvermerk-Einsteiger finden werden, wenn schon die entsprechende Ländersammlung kaum noch Interesse findet?
    • Spezialisierungen unterliegen auch gewissen Moden - irgendwann sind die Bestände abgegrast, die Abarten, Plattenfehler etc. alle entdeckt und das Gebiet ausgelutscht. Sammeln bedeutet ja in erster Linie das Zusammentragen von Einzelstücken - um beim Beispiel zu bleiben: Wer kauft denn eine Kollektion Eckrandstücke mit Druckvermerk zu den einst vom Spezialisten bezahlten 150 % vom Katalogwert (Die geht als Nachlass doch im Zweifel genauso für 10 % weg wie alles andere!)?
    • Spezialisierungen unterliegen auch noch anderen Moden - mal sind es FDCs, mal Ersttagsblätter, mal Maximumkarten, mal Numisbriefe, mal Portocards, die als zukunftsträchtig propagiert werden. Zugegeben, dabei handelte es sich um werbewirksam vermarktete Versandstellenprodukte. Aber auch mit den vermeintlich unterbewerteten, weil weitgehend unbeachteteten und vernachlässigten Sammelgebieten ist es nicht viel anders: Im Boom werden die Preise hochgejubelt, damit Leute auf den Spekulationszug aufspringen. Irgendwann platzt jede Blase und dann will das einst gefragte Material plötzlich kaum noch jemand haben - die Preise gehen in den Keller.

      Beispiele für Letzteres aus jüngster Vergangenheit und Gegenwart sind irgendwelche Lokalpost-Provisorien aus der Nachkriegszeit, die sich als "philatelistische Mache" herausgestellt haben; "seltene" (überteuert angebotene) Farben, die nicht mal (mehr) als solche BPP-geprüft werden (Besatzungszonen, DDR-Köpfeserie); spekulativ aufgekaufte CEPT-Ausgaben; Kolonialmarken und Besetzungsausgaben aus kurzzeitig bestehenden Mini-Gebieten ohne postalischen Bedarf, die auf Veranlassung von Händlern oder Sammlern hergestellt wurden (und auch fleißig gefälscht wurden).


    Jeder soll sammeln, was ihm Freude macht. Aber da hier im Forum auch diverse "Anlagetipps" für Gebiete mit vermeintlich enormem Wertsteigerungspotenzial gegeben werden, muss auch der Hinweis auf das Risiko solcher Investitionen erlaubt sein. Die Rendite sollte der Spaß am Sammeln sein und nicht der erhoffte Spekulationsgewinn.

  • Berlin Marktpreise

    • philnum
    • 25. September 2009 um 22:26

    Meiner Erfahrung nach ist das abgeschlossene, mit knapp 900 Ausgaben überschaubare und noch dazu grafisch ansprechende Sammelgebiet Berlin wenigstens überhaupt noch ein bisschen gefragt (ob für 3 % [1955-1987], 10 % [bis 1954 und ab 1988] oder 30 % [top-geprüfte Spitzenwerte oder Spezialitäten], während Standardware von Bund und DDR nach 1953 praktisch unveräußerbar ist oder allenfalls zu einem symbolischen Freundschaftspreis noch einen Abnehmer findet.

    Als Marktpreise gelten üblicherweise nur branchenweite Durchschnittswerte, nicht zufällige Ausreißer nach oben (oder unten), also beispielsweise nicht irgendwelche Mondpreise, die uninformierte Sammler teilweise auch heute noch zu bezahlen bereit sind. Marktpreise sind auch nicht einmalig erzielte Liebhaberpreise, die Opa Erwin für das letzte in seiner Sammlung noch fehlende Unterrand-Paar mit HAN und Berliner Ersttagsstempel ausnahmsweise bewilligt, weil er das bei seiner Restlebenserwartung aller Wahrscheinlichkeit nie wieder angeboten kriegt. Die Hoffnung, überdurchschnittlich hohe Ausgaben für irgendwelche Spezialitäten bei einem späteren Wiederverkauf hereinzuholen, ist reine Spekulation, die aufgehen kann, aber nicht zwingend muss. Wenn dafür zum Verkaufszeitpunkt gerade keine Nachfrage besteht, nutzt die größte Seltenheit nichts.

    Zitat

    Original von rainer
    In diesem Zusammenhang frage ich mich, wieso Michel immer noch nicht zwischen Bedarfsstempel und dem gedrucktem Versandstellenstempel unterscheidet, im DDR-Bereich ist so etwas doch auch möglich.


    Die offizielle Begründung ist: DDR-Marken mit "amtlichen (Bogen-)Entwertungen zu philatelistischen Zwecken" wurden seinerzeit vom VEB Philatelie Wermsdorf zu Spottpreisen in den Westen exportiert. Von diesen (Über-)Vorräten existieren noch heute Unmengen und drücken das Preisniveau. Bedarfsgestempelte DDR-Marken in der von MICHEL definierten Qualität (Ort und Datum eindeutig identifizierbar) sind hingegen schwerer aufzutreiben und daher höher zu bewerten.

    Die Deutsche Bundespost bzw. Deutsche Post AG hat jedoch auch Marken mit Versandstellenstempelung nie unter Postpreis (Nominalwert + eventuelle Zuschläge) verkauft, so dass der Handel diese Marken nach Erscheinen nur relativ teuer beziehen konnte, auch wenn der Markt später durch bedarfsgestempelte Exemplare aus abgelöster Kiloware überschwemmt wurde.

    Außerdem hat sich der Händlerverband dagegen gewehrt, dass MICHEL-Katalogwerte für Einzelmarken unter einem bestimmten Mindestpreis angesetzt werden, um auch den Arbeitsaufwand bei Lagerhaltung und Verkauf geringwertigster Marken zu decken. So kommen die nicht marktgerechten Katalognotierungen zustande bzw. deshalb werden sie nicht an die Marktrealität angepasst.

    Fazit: Für leidenschaftliche Sammler sind fallender Briefmarken-Preise doch goldene Zeiten, weil viel mehr Ausgaben erschwinglich werden. Kostete früher eine Komplett-Sammlung beinahe den Gegenwert eines Kleinwagens, so bekommt man heute schon einen Grundstock mit 90 % aller Ausgaben für den Gegenwert einer Tankfüllung. Und nach den 10 % besseren und Spitzenwerten kann man dann immer noch suchen.

  • DDR-Bfe mit Sondermarken, toll...

    • philnum
    • 25. September 2009 um 17:22
    Zitat

    Original von -steppenwolf
    ... aber kann mir jemand etwas zu den Beleg sagen?


    Hallo steppenwolf,

    mit insgesamt 80 Pf kann der Brief in der Portoperiode ab 1.4.1959 nicht portorichtig frankiert sein:

    - Fernbrief bis 20 g 20 Pf, bis 100 g 40 Pf
    - Einschreibgebühr 50 Pf
    - Luftpostgebühr je 20 g 5 Pf (Davor betrug die Luftpostgebühr noch 10 Pf je 20 g - der Brief wurde nur 3 Tage später abgestempelt und die Portosenkung bei der Vorbereitung vielleicht noch nicht berücksichtigt?).

    Der senkrechte Zusammendruck mit rotem Andreaskreuz (MiNr. SZ 2) wertet auf Brief € 9,- zuzüglich des Gestempelt-Wertes der beiden übrigen Marken (zusammen € 1,-). Ein schöner Erinnerungsbeleg mit Sonderstempeln und Vignette!

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Stempel auf Brustschildmarken

    • philnum
    • 25. September 2009 um 16:57
    Zitat

    Original von Totalo-Flauti
    Gehe ich recht in der Annahme, dass die Grosswerte häufiger in der Pfennigzeit anzutreffen sind?


    Hallo Totalo-Flauti,

    wenn Du mit Grosswerte die Ausgaben mit großem Brustschild meinst, dann ist die Annahme plausibel. Von Marken mit kleinem Brustschild waren 1875 ja nicht mehr sehr viele ungebraucht vorrätig, da schon 1872 durch Marken mit großem Schild abgelöst.

    Oder meinst Du den Aufbrauch von Brustschild-Marken der hohen Wertstufe 5 Groschen im Vergleich zu den gängigeren Werten 1/2 Gr, 1 Gr usw.?

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • DDR Michel Nr. 805

    • philnum
    • 25. September 2009 um 16:34
    Zitat

    Original von maurizio
    Sind aufdrucke auf Briefen, also eine Briefmarke die auch im Michel aufgeführt ist, noch etwas wet, auch wenn sie ausgeschnitten ist?
    Hab nähmlich ne minr 111 aufgedruckt sogar mit lesbarem stempel.


    Hallo maurizio,

    Du meinst sicher einen so genannten Ganzsachen-Ausschnitt, also zum Beispiel den aus einem Postkarten-Formular ausgeschnittenen Wertzeicheneindruck, der wie eine ungezähnte Briefmarke aus stärkerem Papier/Karton aussieht?

    Gestempelte Ganzsachen-Ausschnitte sind nicht wertlos, insbesondere mit klarem Stempelabschlag sind sie durchaus sammelwürdig. Einen großen Handelswert haben sie allerdings nicht, da es meistens genug einwandfrei erhaltene Ganzsachen davon gibt.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

    P.S. Anbei noch ein Scan eines Fünferstreifens der oben gezeigten DDR MiNr. 805 B mit Letzttagsstempel (Gültigkeitsende). DDR-Briefmarken feindselig gegenüberstehende Zeitgenossen halten philatelistische Abstempelungen für minderwertig.

  • Wart ihr schonmal auf Messen etc. ?

    • philnum
    • 25. September 2009 um 15:58

    Hallo,

    traditionell ist im Winterhalbjahr Briefmarken-Messezeit, doch mit Ausnahme von Sindelfingen stecken die Messestandorte offensichtlich in der Krise. Daher bietet es sich an, dieses schon vier Jahre lang in Vergessenheit geratene Thema mal wiederzubeleben.

    Die Internationale Briefmarken-Messe Berlin wird immer mehr abgespeckt und ist nur noch ein Anhängsel der inzwischen viel größeren Münzenbörse NUMISMATA. Die einst eigenständige Messe in Leipzig findet unter "Ferner liefen" bei der Modell-Hobby-Spiel Unterschlupf. Die für Herbst 2009 geplante Philatelia in Köln fällt ganz aus.

    Liegt der Erfolg von Sindelfingen am größeren Einzugsgebiet (dicht besiedelter süddeutscher Ballungsraum mit angrenzenden Nachbarländern), an der höheren Kaufkraft dort und/oder einer höheren Sammler-Dichte in dieser Region? Beispielsweise gibt es in Norddeutschland auch viel weniger (große) Auktionshäuser als im Süden.

    Haben denn fliegende Händler mit überteuerter Standardware und zigfach durchsuchten 1-€-Wühlkisten in Zeiten von eBay überhaupt noch ihren Reiz? Braucht man kunterbunte Messebelege mit Sonderstempeln für die eigene Sammlung oder als Souvenir? Wer schaut sich hunderte Ausstellungsrahmen mit spezialisiertesten Experten-Exponaten oder Kinder- und Jugend-Wettbewerbe an? Machen die vertretenen Verbände, Arbeitsgemeinschaften usw. dort wirklich gute Öffentlichkeitsarbeit - z. B. ansprechende Werbung für ihre Organisationen, interessante Vorträge - oder sind das nur Small-Talk-Funktionärstreffen außerhalb der Jahreshauptversammlung mit exklusivem Abendprogramm nur für eingeladene Mitglieder?

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • 2X oder 2Y?

    • philnum
    • 25. September 2009 um 10:06
    Zitat

    Original von christopher84
    sieht für mich recht eindeutig nach Wz 2Y aus.
    In der linken oberen Ecke glaube ich sieht man recht gut ein senkrechtes Posthorn.

    Hallo Tawwa und Christopher,

    auch meiner Meinung nach handelt es sich um Wz. 2 Y I (siehe rote Nachmalung im Scan).

    Nun interessiert uns natürlich noch die Vorderseite, damit wir wissen, um welche (seltene?) Marke es geht.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

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