Für die Nachdrucktheorie spricht, dass man sich sonst die polnischen Marken hätte kaufen müssen. Die Personen, die diese Stücke in Umlauf gebracht haben, waren aber die letzten, die "dem Feind" auch nur einen Pfennig hätten zukommen lassen...
Abstimmungsgebiet Oberschlesien
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Zitat
Original von Pete
Andere Quellen sprechen davon, dass für die Herstellung dieser Vignetten extra Marken von deutscher Seite nachgedruckt wurden - es kamen keine original polnischen Urdruckmarken für die Aufdrucke zur Verwendung.
Gruß
PeteHallo Pete,
von dieser Theorie habe ich auch schon einmal gehört, aber bisher dazu keine Quelle gefunden. Kannst Du da Licht in die Sache bringen ?
Es würde mich auch interessieren, ob diese Marken, wenn sie denn Nachdrucke sind, ursprünglich auch gummiert waren.
Gruß
KJ -
@ Kontrollratjunkie:
Laut des Handbuch des Abstimmungsgebietes Oberschlesien, dem Grundlagenwerk für dieses Sammelgebiet, Abteilung E II 2., Seite 3 (Ausgabe 1974) wurden die Urmarken von deutscher Seite nachgedruckt und mit entsprechendem Aufdruck versehen. Man kann diese Aufdrucke nach 2 Schrifttypen und 3 Neigungswinkeln unterscheiden. Eine Quelle ist nicht angegeben.
Im Rundschreiben Nr. 71 (ca. September 1984) der ArGe Oberschlesien, Beitrag 81, Seite 1 wird erwähnt, dass die Nachdrucke "mit z.T. anderen Abbildungen (wie bei den Originalmarken), Farben, Papieren und Zähnungen und mit einem dreizeiligen Aufdruck" hergestellt wurden. Dadurch lässt sich wohl erkennen, dass es sich bei den Marken nur um Nachdrucke handeln kann.
Es sind Aufdruckwerte bekannt zu 1Mk; 1,50Mk; 2Mk; 3Mk in 2 Farben; 6Mk; 10Mk und 20Mk; verausgabt zu Bogen à 50 Stück (5x 10 Marken).
Die Marken erschienen um 1920/21 in 4 Auflagen, definitiv aber vor der schicksalsträchtigen Abstimmung vom 20.03.1921.
Der mir aktuellste Stand der Zähnungsauflistung erschien 1991 im Rundschreiben 132, Beilage 5, S. 59 der ArGe Dt. Ostgebiete.
Es ist übrigens eine gute Frage, ob die Marken jemals gummiert waren. Mir liegt nur ein ungebrauchtes Stück ohne Gummierung vor, was aber nichts zu heißen hat.
Ich nehme an, dass die Marken gummiert waren. Sonst müsste zumindest im Handbuch von Oberschlesien etwas gegenteiliges dazu stehen.Gruß
Pete -
Vielen Dank Pete,
für die ausführlichen Informationen. Das hilft doch schon einmal ein ordentliches Stückchen weiter.
Meine Frage nach der Gummierung kam auf, weil ich bisher nur ungummierte Marken gesehen habe. Vielleicht finde ich auch einmal Falzmarken oder "postfrische" Marken.
Gruß
KJ -
Überhaupt nicht spektakulär, aber einfach mal als Anregung hier reingestellt:
heute machte ich mich mal wieder über eine Seite mit Dienstmarken-Aufdrucken von Oberschlesien. Diese Aufdrucke kamen ja in 20 verschiedenen Stellungen vor, auch schräg - gesichert sind aber nur ein Dutzend davon, der Rest sei spekulativ hergestellt.Frage an die Gemeinde:
hat jemand weitere Aufdrucke zum Herzeigen? -
Als ich diese Marken vor vielen Jahren erwarb, dachte ich, sehr interessant.
Heute kann ich darüber lächeln.Mit besten Grüssen BaD
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Oh, BaD - mit diesen schönen ver-rückten Aufdrucken zauberst du aber auch heute noch ein Lächeln in mein altersnarbiges Antlitz...!
Ist doch schön, sowas!
Freundliche Grüße
von Abarten-Hannes -
Schöne Sachen die ihr da zeigt
Einige habe ich auch noch zum zeigen
Gruß Frank
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Hallo,
kann jemand etwas zur Bewertung des angehängten Briefausschnittes sagen.
Mach dies im Auftrag meines Briefmarkenclubs. Danke schonmal für jede Hilfe.
Danke
dietbeck -
Hallo dietbeck,
bei Oberschlesien gibt es sehr viel und ebenso viel ist auch Mache.
Diese Halbierungen kommen vor und werden auch bewertet. Deine 10 Pf - Halbierung (Mi.Nr. 4 H) wird aktuell auf Briefstück mit 25 EUR bewertet. Das gilt allerdings nur für aktuell geprüfte Stücke.
Derzeit ist Gunnar Gruber im BPP für diese Stücke zuständig.
Vielleicht gibt er Dir eine erste Einschätzung per PN.Wenn Du seinen Nick benötigst, bitte PN.
Gruß
KJ -
@ dietbeck:
Halbierungen dieser Machart gibt es quasi wie Sand am Meer. Die echten Halbierungen sind wesentlich seltener, auch wenn der Michelwert nicht sonderlich hoch ist.
Das Datum des zur Entwertung der Fälschung verwendendeten Stempels aus Landsberg lautet 03.03.1920.
Der Stempel "LANDSBERG *(OBERSCHL)b" ist als echter Stempelabschlag mit Frühdatum vom 28.07.1921 belegt.
Quelle:
Gunnar Gruber (BPP-Prüfer für Oberschlesien): "Stempelkatalog Abstimmungsgebiet Oberschlesien 1920-22" von 2004 (1. Auflage)
Klassische Fälschungen von Halbierungen aus Oberschlesien betreffen die Mi-Nr. 4; 6; 11 und 16; i.d.R. entwertet durch bestimmte Stempel von Oppeln bzw. diesen Stempelkandidaten von Landsberg.
Gruß
Pete -
@ dietbeck:
den Ausführungen von Pete ist nichts hinzuzufügen. Alles richtig. Der Stempel Landsberg ist rückdatiert.
Gruß
cihs -
Nachtrag:
Im Scan einmal ein Beispiel für eine echte Halbierung der Nr. 4H, Stempel von Oppeln **c; Briefstück Kurzbefund Gruber BPP.
Gruß
Pete -
Hallo zusammen,
ich forsche beim Abstimmungsgebiet Oberschlesien und suche Mitstreiter die mit mir die Forschung, im Bereich Philatelie und Geschichte, voranbringen. Ich stelle mir einen losen Zusammenschluß von OS-Sammlern vor, die alle ein Ziel verfolgen. Die neuen Erkenntnisse, Meldungen, Fragen und mehr werden in einem Rundbrief bekanntgegeben. Hierbei sind auch schreibende Mitarbeiter sehr willkommen.
Bei Interesse meldet Euch per PN oder direkt bei mir (Ich glaube, ich dürfte so manchem auf dem Gebiet bekannt sein
ich sage nur BPP) -
Vorstellung der Interessengemeinschaft Abstimmungsgebiet Oberschlesien 1920-1922
Liebe Sammlerfreunde,
ich schreibe hier die ersten Zeilen für den ersten Rundbrief der Interessengemeinschaft Abstimmungsgebiet Oberschlesien, genau 20 Jahre und einen Tag nach der Auflösung der Arbeitsgemeinschaft Oberschlesien am 31.12.1988.
Aus den letzten Rundschreiben der damaligen Arbeitsgemeinschaft Oberschlesien entnahm ich, daß der 1.Vorsitzende, Rolf Ritter, keinen Nachfolger als 1.Vorsitzenden fand und sich unter anderem aus diesem Grund die Arbeitsgemeinschaft auflöste. Einige Mitglieder traten der Arge Deutsche Ostgebiete und andere der Barge Polen bei.
Bei der Arge Dt.Ostgebiete wurde zum Thema Abstimmung Oberschlesien nur noch sporadisch etwas veröffentlicht. Bei der Barge Polen sieht es mit Veröffentlichungen noch schlechter aus.Nachdem ich 1997 zum Prüfer für das Abstimmungsgebiet Oberschlesien bestellt wurde, befaßte ich mich immer mehr und intensiver mit der Geschichte Oberschlesiens und der oberschlesischen Philatelie. Mein Vorhaben wurde durch das Internet sehr stark gefördert, so daß ich heute, wie auch eigentlich Niemand mehr ohne Internet sein kann. Durch die Globalität des Internets, ist es ab Mitte der 1990er Jahre viel einfacher geworden, an neues, bisher unbekanntes Briefmarkenmaterial - in unserem Fall von Oberschlesien - zu kommen. Was ich bis heute an neuem Material gesehen und bekommen habe, ist einfach phänomenal.
Bei der Durchsicht alter Rundbriefe kam ich auf den Gedanken, die weitere Erforschung des Abstimmungsgebietes Oberschlesien durch einen eigenen Rundbrief intensiver zu gestalten und neue Mitstreiter und Interessenten für das Vorhaben zu finden.
Meine ersten Versuche, Mitstreiter zu finden, blieben leider erfolglos. Da entschloß ich mich dieses Vorhaben alleine zu bewerkstelligen.
Der Rundbrief wird Meldungen / Fragen / Antworten, neue Literatur, Fälschungen, Forschungsbeiträge und einfach alles Neue und alles Wissenswerte aus Oberschlesien beinhalten. Es soll aber nur ausschließlich der Zeitraum der Abstimmung behandelt werden. Als Ausblick für die kommenden Jahre kann ich schon berichten, daß ich angefangen habe das „Handbuch vom Abstimmungsgebiet Oberschlesien 1920-1922“ neu zu schreiben und auf den heutigen Wissens-stand zu bringen. Auch hierfür suche ich noch Mitstreiter.So starte ich einen Aufruf an alle Oberschlesiensammler und die, die es noch werden wollen, sich bei mir zu melden und die Oberschlesien Forschung wieder voranzutreiben.
Der erste Rundbrief ist fertig und kann beim Herausgeber für 10,--€ incl. Verpackung und Versand bestellt werden.
Der Rundbrief beeinhaltet:
Inhaltsverzeichnis
Vorstellung der Interessengemeinschaft Abstimmungsgebiet
Oberschlesien 1920-1922 Seite 3Inhaltsverzeichnis Seite 4
1) In eigener Sache Seite 5
2) Neue Literatur Seite 5
3) Meldungen / Fragen / Antworten Seite 8
Meldung 1 Neuer, unbekannter
französischer Feldpoststempel?? Seite 8
Meldung 2 Neuer Stempel Abstimmungsge-
biet Oberschlesien Seite 94) Fälschungen Seite 10
5) Vermischtes Seite 11Forschungsbericht 1 Seite 13
1. Die italienischen Truppenformationen in Oberschlesien
2. Die italienischen Formations- Dienst- und Absenderstempel
3. Die Post der italienischen Truppen in OSForschungsbericht 2 Seite 26
Die verborgenen, unentdeckten Überraschungen in Briefen
Forschungsbericht 3 Seite 28
Der Bahnpoststempel „BP EXP KAT 2 (Datum)“ ???Literaturangebot Seite 32
Mit freundlichen Sammlergrüßen
Ihr
Gunnar Gruber
Herausgeber: Gunnar Gruber, Fritz-Reichle-Ring 4, D-78315 Radolfzell
Tel. 0049(0)7732-52412
Fax. 0049(0)7732-929741
Email. os-gruber@web.de -
Bevor keiner antwortet, versuche ich es mal.
Vorweg: Ich sammel nicht Oberschlesien. Mein Plaisir gehört aber einem nicht minder seltenen Gebiet: Sudetenland.
Von daher weiß ich, wie schwierig es ist, Kollegen zu finden, die das gleiche Interesse für kleine Gebiete intensiv pflegen. Nach zwei schwierigen Jahren habe ich immerhin drei
Sammelfreunde gefunden, die sich auch für die Forschung interessieren.Ich wünsche Herrn Gruber viel Glück. Ein Tip: Versuchen Sie mal mit Pete hier im Forum Kontakt aufzunehmen. Den habe ich auf der letzten Messe Essen kennengelernt. Er ist ein leidenschaftlicher OS-Sammler.
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@ Max und Moritz
Vielen Dank für den Hinweis. Ich bin für alles offen.
Gruß
cihs -
Hallo Gunnar,
wie du weist, ich sammele kein OS, bin aber jederzeit bereit Dich und Dein Vorhaben zu unterstützen, wenn ich kann

Wenn du also mal etwas aus dem KOS Archiv benötigst, melde dich, scanns kommen unverzüglich und kostenlos

Gruß
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Hallo Dieter,
gratuliere zu Deinem tollen Ergebnis für die Gotwin Zenker Stiftung. Echt klasse.
Vielen Dank für Deine Unterstützung, vielleicht komme ich gerne einmal darauf zurück. (Ich denke aber es ist eher umgekehrt
)Gruß
Gunnar
PS: Habe übrigens eine Postkarte von Marklowitz (Kr.Rybnik) gefunden, mit KOS aus dem Jahre 1911?? -
Hallo und Guten Abend Sammler!
Habe dieser Marken von Oberschlesien in meine Sammlung. Es sind die Ausgaben der französichen Besatzungsbehörde mit Handstempelaufdruck CIHS.
Die Aufdrücke lassen sich relativ leicht falschen denke ich, und auch im Michel Spezial ist erwähnt das es Falschungen gibt. Ich vermüte darum selber auch diese Aufdrücke sind falsch, aber bin einer Laie auf diesem Gebiet.
Gibt es hier noch Experten die vielleicht etwas mehr über die Echtheit von diesen Aufdrücken sagen können?
Gruesse aus die Niederlande,
Wickster -