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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Warum sind so viele Briefmarkenhändler unfreundlich ?

  • toxc
  • 2. Oktober 2008 um 11:20
  • toxc
    aktives Mitglied
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    Geburtstag
    2. September 1966 (59)
    • 2. Oktober 2008 um 11:20
    • #1

    Hallo,

    Ich habe soeben ein Telefonat beendet (genaueres siehe unten) das bei mir das Fass zum Überlaufen brachte, weshalb ich hier jetzt mal dieses Thema starte.

    Es geht wie der Titel schon sagt um das Verhalten vieler professioneller Händler, das ich Kunden gegenüber unmöglich finde.
    Ich bin öfters im Raum Süddeutschland unterwegs und besuche wenn möglich die örtlichen Briefmarkenhändler. So habe ich in den letzten Jahren viele Ladengeschäfte kennenlernen können, ich spreche also nicht von wenigen Einzelfällen.
    Sehr oft wird mir schon beim Betreten des Ladens das Gefühl vermittelt ich würde den Besitzer gerade bei einer wichtigen Tätigkeit stören, mürrisch wird aufgeschaut, die Pinzette weggelegt und zur Theke gegangen. Dann meistens gleich die Frage 'Was brauchen Sie ?' oder 'Was suchen Sie ?' , ich meine wie wärs mit Guten Tag oder vielleicht sogar einem Lächeln, wenn ich bei MC Donalds einen Kaffee für 1 Euro bestelle bekomme ich beides...
    Jetzt wirds dann für den Verkäufer so richtig unangenehm, ich brauche nämlich nicht die neuesten Nachträge, Bundmarken oder Michel sondern frage in der Regel ob von Bayern bessere Marken oder interessante Belege im Angebot sind. Einige können dann schon ihre Genervtheit kaum mehr verbergen, kramen dann wenn überhaupt irgendein Album hervor mit der Bemerkung 'schauen's halt mal durch' , drehen sich ab und beschäftigen sich mit anderen Dingen. HALLO, wie wär's mit Beratung nach dem Motto :
    -'Welche Bereiche interessieren Sie den besonders'
    -'Ich zeige Ihnen gerne mal einige von meinen besseren Bayern-Marken'
    -'Ich habe gerade eine schöne farbfrische 26x , geprüft von ... '
    -'Hier sind meine Belege, sehen Sie sich die in Ruhe an, Sie können mich gerne dazu fragen'
    - natürlich gilt auch 'Tut mir leid, da bin ich ganz schlecht sortiert, aber ich zeige Ihnen mal das wenige was ich habe'
    -usw...
    Ich denke es ist jetzt klar worauf ich hinaus will, man vergleiche das einfach mal mit der Behandlung/Beratung in einem Juweliergeschäft. Beide verkaufen relativ hochpreisige Artikel, beim einen ist der Kunde König beim anderen sehr oft lästig.

    Nun zu dem Telefonat das der Anlass für dieses Thema war:
    Es geht um einen Hamburger Händler den ich selbstverständlich hier nicht namentlich nennen werde.
    Bei diesem habe ich per mail ein Foto oder Scan von einer bestimmten Marke angefordert, Da der Händler nicht die technischen Möglichkeiten dazu hat, hat er mir eine Fotokopie zugesandt, was ja auch völlig in Ordnung ist.
    Da die Marke auf der Kopie als etwas höher geprüft erkennbar ist, habe ich beschlossen telefonisch nachzufragen woran das liegt (Hinterlegt, Bug, Schürfung, hell, dünn...). Also habe ich mir die Telefonnummer herausgesucht (war nirgends im Brief angegeben) und angerufen. Der Händler an der Leitung war von Anfang an absolut genervt, auf meine Frage kam die Antwort ' das liegt dran daß sie keinen Gummi hat, mehr weiss ich jetzt auch nicht, ich hab' hier viele Marken, da weiss ich nicht wovon Sie genau reden'.
    Auf meine Frage was noch an Kosten dazukäme (Aufgeld, Versandkosten) kam 'das steht doch auf der Liste (die ich nicht habe) oder auf der Homepage, schauen Sie doch da nach, wollen Sie jetzt die Marke oder nicht ??'
    Tja bei diesem Ton wollte ich nicht, ich hatte dann auch genug Informationen um eine Entscheidung zu treffen...es handelte sich übrigens um einen Wert von mehreren hundert Euro.

    So, jetzt hab' ich mir den größten Ärger mal von der Seele geschrieben, nun würde mich natürlich interessieren ob ihr da ähnliche Erfahrungen macht oder ob nur immer ich das Pech habe ?

  • Manowar
    erfahrenes Mitglied
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    Geburtstag
    7. Juli 1983 (42)
    • 2. Oktober 2008 um 12:03
    • #2

    Hallo toxc,

    na, dass hört sich ja wunderbar an! Wenn ich jetzt daran denke, dass ein 15 jähriger alleine in so einen Laden kommt, ich glaube dann gibt es ganz schnell einen Sammler weniger....

    Ich selber war vor mehr als 5 Jahren einmal in einem Briefmarkenladen, wollte mich da über Hawid-Taschen für ein Vordruckalbum informeren. Ich wusste nix, ich dachte, die Wissen schon was ich haben will, kann ja schließlich nicht sooo viel geben. naja, dem war nicht so, ich bekam gesagt, dass ich schon wissen müsste wechle Größe, welche Farbe, und wieviel ich haben möchte.
    Gut, da dass Angebot doch sehr viel größer war als ich dachte, ist die Antwort soweit noch nachvollziehbar. Der Händler kann ja auch nicht hellseherisch Wissen, was jeder Kunde braucht.
    ABER anstatt mich mal zu fragen, wofür ich denn die Taschen genau brauche usw. bekam ich nur den Werbeprospekt und die Information, dass da alles drin steht. Es war wohlgemerkt ein kleiner Laden und ich war der einzige Kunde. Habe mich dann einfach noch ein wenig im Laden umgesehen und bin dann wieder gegangen.

    Zu Hause habe ich mir den Prospekt angesehen und mich dann dazu entschlossen, lieber im Internet zu bestellen, da steht wenigstens auf der Bestättigungsmail "Vielen Dank" am Anfang......

    Ich bin immer auf der Suche nach Tauschpartnern. Schaut euch doch mal meine Fehl- und Dublettenlisten an, vielleicht ist ja was dabei!

    Bei BRD: 90% von dem, was nicht in der Fehlliste auftaucht, habe ich mehrfach. Falls Interesse, einfach melden!

  • Bernd HL
    Stamm Mitglied
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    • 2. Oktober 2008 um 12:32
    • #3

    Tja, es gibt solche und solche. Leider überwiegen die solchen... :oneien: Berichten könnte ich auch viel aus der hiesigen Region, allerdings hätte ich bei Wiedererkennung der Betroffenen eine Klage am Hals, daher lasse ich das lieber. Aber ich finde einige Aussagen hier wieder, die ich auch schon erlebt habe. Dazu kämen dann noch solche Sachen wie "Chips essen und gleichezitig mit diesen fettigen Fingern die Marken anfassen" oder "Leute aus dem Laden ekeln" usw. Aber es gibt auch andere positive Beispiele: Händler, die auch auf Tauschtagen auftauchen und immer freundlich sind, die auch gerne mal Sonderwünsche erfüllen. Oder falls sie mal etwas nicht dabei haben, in ihr Ladenlokal einladen und gleich eine Wegbeschreibung und Prospekte mitgeben. Sogar Fehllisten werden erbeten, ggfls. auch auf Internetauftritt verwiesen. Es ist halt wie im Fernsehen: Schlechte Zeiten - Gute Zeiten (oder wie auch immer die Sendung heisst, kenne sie nur aus der Zeitung) Problem ist halt nur, das Schlechte bleibt länger hängen...

    Zackige Sammlergrüsse aus Lübeck sendet Bernd HL ;)!

  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. Oktober 2008 um 12:53
    • #4

    Nach meiner Erfahrung gibt es kaum einen (Berufs-) Stand, der soviele Käutze aufweiset, wie der hier besprochene des Briefmarkenhändlers.

    Die meisten sind im pensionsnahen Alter, einige auch darüber, und ihre Umgangsformen, hier zu Recht kritisiert, tragen diesem Umstand ein Stück weit Rechnung.

    Über die (leider) wenigen anderen freuen wir uns daher umso mehr. :)

    Denn wenn es sie nicht mehr gäbe, wäre unsere philatelistische Welt um einiges ärmer ... und kämpfen müssen wohl alle Ladengeschäftshändler, damit ihnen nicht die Puste ausgeht.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Abarten-Hannes
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    30. März 1939 (86)
    • 2. Oktober 2008 um 13:05
    • #5

    toxc, da hast du mit Erfolg in ein Wespennest gesochen, wie du an den Antworten siehst!
    Auch ich vermisse das freundliche Werben um den Kunden sehr, Beratung ist in aller Regel ein rätselhaftes Fremdwort geworden. Der Kunde hat heute gefälligst selbst zu wissen, was ihm fehlt/welche Kleidergröße er hat/wo sein Kfz-Defekt steckt/wo seine Krankheit sitzt/welches Buch er lesen möchte.

    Auch ich habe Markenhändler schon sichtlich gestört - wie ich annehme, bei eBay-Tätigkeiten - und wurde so abgefertigt, dass ich offensichtlich das Gefühl bekommen sollte, doch bitte nächstens tunlichst wo anders hinzugehen.

    Das ist aber auf anderen Gebieten oft genauso. In einer Fachabteilung für Modellbahnen "beriet" mich ein Mädelchen (400-€-Basis?) fortwährend über die "Spur HO" - also O wie Obstsalat - weil sie von der Spur HNull noch nie was gehört hatte; ich war da schon ein wenig enttäuscht...
    Aber deshalb sind wir ja hier in diesem Forum, um uns gegenseitig zu schulen, damit wir unsererseits die Händler gut beraten können!

    Schönen Gruß von Abarten-Hannes

  • bettina
    aktives Mitglied
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    • 2. Oktober 2008 um 13:26
    • #6

    toxc, du sprichst mir aus der Seele. Auch mir ist das schön öfter passiert. Die Händler sind echt total genervt, wenn man bei der Tür reinkommt und noch dazu was kaufen will! Was für unverschämtheit von uns Käufern * ironisch gespochen.
    Beratung bekommt man sowieso keine! Man muss schon ganz genau wissen was man will und nach dem Preis darf man sowieso nicht fragen. Pah ich hab mich geärgert! X(

    Ich kenne bis jetzt nur einen einzigen echt netten Händler, der mir sogar schon mal ein Säckchen Motivmarken dazugeschenkt hat. Ich gehe nur mehr dort hin oder bestelle über ebay.

    Bettina

    Einmal editiert, zuletzt von bettina (2. Oktober 2008 um 13:27)

  • Bayern-Nils
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    • 2. Oktober 2008 um 13:31
    • #7

    Hallo.
    Ich möchte auch hier zustimmen. Also, ich habe fast nur schlechte Erfarungen bei den Händlern gehabt. Meine Erfarungen sind dass die gar nicht interessiert sind; weder zu verkaufen noch Rat zu geben. Meine Erfahrungen sind am meisten mit jungeren Händlern.

    Aber es gibt bei mir ein Ausnahme, der Händler am München Bahnhof. Die sind sehr nett, war schon drei mal da und habe nur gute Erfahrungen.

    Viele Grüsse
    Bayern-Nils

    NEH

    2 Mal editiert, zuletzt von Bayern-Nils (2. Oktober 2008 um 13:33)

  • SammlerBernd
    Gast
    • 2. Oktober 2008 um 13:51
    • #8

    Meine Erfahrungen sind im Gegensatz zu hier genau umgekehrt- liegt vielleicht am Alter & an der Sozialisierung. :D:D
    Hier bei uns in Potsdam gibt es schon immer einen Sammlerladen, der neuerdingst einem bek. Auktionator aus Berlin gehört. :jaok:
    Also ein nettes Schwätzchen & ein Fachsimpeln ist immer ´drin- obwohl ich ja "nur" Motive sammele. In vielem/ fast allem bin ich mir meistens auch mit dem Verkäufer einig- insbes. über die Preisexplosion auf dem Zubehör/ Katalogmarkt. Neulich durfte ich mir sogar den neuen eingeschweißten Mi.-Kat. 1/2 ansehen & wurde beraten, ihn mir zu ersparen. Die 59,- würden ob der wenigen Änderungen zum Vorgänger, sich nicht lohnen.
    Allerdings beziehe ich in diesem Laden nur regelmäßig die MiR (Abo), Zubehör (Hawid-Taschen...), sowie früher Kataloge.
    Bin also durchaus kein A- Kunde.
    Den Briefmarken-Bezug realisiere ich außerhalb herkömmlicher Ladengeschäfte, siehe auch meinen entsprechenden Thread. ;) :)

    Gruß SB

    Einmal editiert, zuletzt von SammlerBernd (2. Oktober 2008 um 14:00)

  • phila4ever
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    15. März 1972 (53)
    • 2. Oktober 2008 um 14:17
    • #9

    Da möchte ich doch etwas positives beitragen, wenn auch der Grundtenor hier seine berechtigung hat - hatte erst in Rostock ein etwas ungewöhnliches Zusammentreffen mit einem Händler...

    Aber das Positive bei "meinem" Händler ist genau das was @SammlerBernd etwas vorsichtig als Motivsammler anspricht

    ich kann in aller Seelenruhe in Duzenden von (sauber nach Motivthemen und/oder Länder sortierten) Steckkartenkästen nach meinen Motivmarken suchen, oder eben in den Briefwühlkisten nach günstigen Belegen suchen (mein phila-girl war gestern alleine 4 Stunden dort um zu "fachsimpeln" und gleichzeitig ihre Motivsammlung (günstigst) zu erweitern.)

    Als Händler ist er jedes Jahr auf Duzenden von Tauschtagen/GTT und Veranstaltungen zuzr Philatelie präsent, in mehreren Vereinen Mitglied (klar - er will ja auch was verkaufen ;) ) und sponsert nebenbei noch diverse Vereine im Bereich Werbung/Mitgliederwerbung usw.

    Aber auch hier gäbe es das eine oder andere zu bemängeln
    - aber der Kunde wird bedient, Extrawünsche werden wo möglich im Rahmen der Vernunft realisiert

    Also - es geht auch anders ! :jaok: - wenn ich den o.g. Geschichten auch entnehme, daß wohl die Mehrheit sich nicht wundern braucht, daß ihre Läden pleite machen, ist es im Allgemeinen schwer für den Einzelhandel dem Internet paroli zu bieten - obgleich hier die gezielte Beratung der Händler (zu Gunsten des Sammlers!) genau DER Ansatzpunkt wäre sich hier positiv ggü dem Web abzusetzen
    In diesem Sinne

    Philagruß aus der Weltstadt mit Herz (und dem Oktoberfest auf das ich mich jetzt verziehe - ausnahmsweise mal ohne Briefmarken obwohl es dort ein Sonderpostamt gibt ;) )

    phila4ever


    Verbinde 2 Hobby's miteinander - dein Hobby auf einer BM
    http://www.metrophila.mpsns.de < > U-Bahn trifft Philatelie

  • toxc
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    • 2. Oktober 2008 um 15:18
    • #10

    Hallo :)

    Schon mal Danke für die vielen interessanten Antworten.
    Wie ich sehe können viele meine Eindrücke nachvollziehen und haben ähnliche Erfahrungen machen müssen.

    Natürlich habe ich auch wenige Ausnahmen erlebt, bei denen man freundlich behandelt wird, vor allem der Händler den phila4ever wohl meint (ich hatte erst eine Großbaustelle gegenüber seines Ladens zu betreuen) setzt sich angenehm von den vielen Grantlern ab.

    Natürlich lese ich gerne weitere Erfahrungsberichte, und vielleicht schaut ja sogar ein Händler mal hier rein und überdenkt sein Verhalten... ;)

  • Hen.Ben
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    • 2. Oktober 2008 um 16:02
    • #11

    Hallo,
    im besagten Laden in Potsdam ( siehe SammlerBernd ) bin ich mit einer Fehlliste an einem Samstag gegen 10 Uhr rein und konnte die Marken gegen 11.30 abholen. Eine Marke hatte eine kleine Macke und wurde nicht berechnet. Kleines, nettes Gespräch gabs dazu. Das nenn ich mal Service und Freundlichkeit.
    Viele Grüße Hen.Ben

  • thjohe
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.175
    • 2. Oktober 2008 um 16:13
    • #12

    von den Ladengeschäften in der Stadt kann ich nur gutes berichten.

    Gruß

    Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von thjohe (2. Oktober 2008 um 16:14)

  • DrMoeller_Neuss
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    805
    • 2. Oktober 2008 um 19:48
    • #13

    Mein Händler aus Neuss passt äusserlich zur Kategorie "Kauz", ist aber soweit umgänglich.
    Dieser Händler bringt mich auf ein anderes Thema ist: Müssen Briefmarkengeschäfte immer so abschreckend aussehen? Ich lebe seit 30 Jahren in Neuss, und die Schaufensterauslage links neben dem Eingang hat sich in der ganzen Zeit nie verändert. Gezackte, ausgeblichene Papierschnipsel, Katalog- und Verkaufspreis wahrscheinlich noch in DM, spielt aber auch keine Rolle mehr. Das Interieur hat Sperrmüllcharakter, der Textilfetzen auf dem Boden war mal ein Teppich. Schade, so kann man auch Kunden abschrecken. Die Lage ist recht zentral, man könnte aus dem Laden etwas machen. Welches zweite Standbein empfehlt Ihr Briefmarkenhändlern? Vielleicht Münzen oder Antiquitäten oder einfach tägliche Artikel, wie Schreibwaren ?

    Die zentrale Frage ist natürlich: Brauchen wir überhaupt noch Briefmarkengeschäfte, dank Internet und Ebay? Lohnt sich der Briefmarkenhandel überhaupt noch? Neuheiten abonniert man über die Versandstellen, Kataloge und Nachträge kann auch der Buchhändler bestellen, und Marken kauft man über das Internet. Der Käufer erwartet eine gute Beratung, und vergleicht die Verkaufspreise dann mit denen von Ebay. Fair ist das nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von DrMoeller_Neuss (2. Oktober 2008 um 19:50)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. Oktober 2008 um 20:04
    • #14

    Hallo,

    ich denke, dass es schon eine Lebensberechtigung für Ladengeschäfte gibt.

    Dass sie innen aussehen, wie von meinem Vorschreiber geschildert, ist eine bedauerliche Tatsache. Dass ihre Auslage aussieht, als würde man in einen Puppenladen des vorvorigen Jahrhunderts blicken, ist bedauerlich, hat aber auch den Charme vergangener Zeiten ...

    Wenn man etwas Pepp in seinen Laden brächte, konsequent die breiten, aber zahlungskräftigen Sammlerschichten anspräche, gleichzeitig ein echter Partner wäre und etwas Ahnung von der Materie hätte, dann könnte man auch heute noch ganz gut von dem Mix Neuheiten, Zubehör, Standardmaterial und "mal sehen, was für ein Erbe mit heute vorbeigebracht wird" leben.

    Münzen werden in jedem 2. Briefmarkengeschäft auch angeboten - warum auch nicht? Ich schätze jeden Numismatiker, egal was er sammelt.

    Zeitschriften usw. mag ich nicht - das riecht zu sehr nach Kiosk.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    651
    • 2. Oktober 2008 um 20:51
    • #15

    Als Potsdamer kann ich mich dem oben geäußerten Lob an unserem hiesigen Fachgeschäft nur anschließen - hier wird man immer freundlich und kompetent bedient. Um auf den unmittelbaren Vorgängereintrag überzuleiten: Äußerlich hat sich an/in dem Laden aber auch nicht viel verändert, seit ich ihn kenne. Darin sehe ich zumindest aber nicht das Problem.

    Was mich persönlich in vielen Briefmarkengeschäften immer wieder stört, sind fehlende Sitzgelegenheiten und ein schummeriges Funzellicht, so dass man gezwungen ist, sich im Stehen über den Ladentisch gebeugt und im Halbschatten Ware anzusehen. Was beispielsweise bei Juwelieren oder Optikern geht - also Sitzplätze an einem Tisch -, müsste auch in Briefmarkenläden machbar sein.

    Was die Wettbewerbsfähigkeit des Ladeneinzelhandels gegenüber dem Internet anbetrifft, so wollen oder können die Mehrzahl der Briefmarkenhändler ihre Vorteile (z. B. Beratung; Kunde kann Ware besichtigen, kauft nicht nur gezielt, was er ursprünglich wollte, sondern auch noch anderes; Vertrauensbonus ...) nicht wirklich ausspielen. Meiner Meinung nach liegt das nicht unbedingt an den geizigen Sammlern, die lieber bei eBay kaufen, sondern (auch) an allzu bequemen und wenig anpassungsbereiten Ladeninhabern, die wohl bessere Zeiten gewöhnt waren, als der Umsatz ohne großes Fingerkrümmen praktisch von selbst erzielt wurde und nach Abzug aller Betriebskosten ein ordentlicher Gewinn für sie übrig blieb.

    Ein letzter (Kritik-)Punkt: Mit Erstaunen - oder besser gesagt: Erschrecken - betrachte ich als Sammler von nur gestempelten Marken oftmals die Qualität (Echtheit, Erhaltung) bzw. die Preisforderungen der Angebote - sei es im (Internet-)Versandhandel, sei es auf Briefmarkenbörsen/-messen. Da werden für unlesbar gestempelte Marken oder höchst dubiose Entwertungen munter 40 % vom Katalogwert und mehr verlangt, während die Nachfrage nach geprüften Werten mit einem Achselzucken oder "Viel zu hohe Prüfgebühren!" beantwortet wird. Bei den gefragten Sammelgebieten wie Klassik ist das Angebot meistens sehr bescheiden bis überhaupt nicht vorhanden. Sicherlich ist der Postfrisch-Abverkauf moderner Marken an reine Vordruck-Alben-Füller weniger aufwendig für einen Händler, aber dann sollen sie sich bitte auch nicht über Umsatzrückgänge beklagen, wenn sie lukrative Marktsegmente den Internet- oder Realauktionen überlassen.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. Oktober 2008 um 21:00
    • #16

    Hallo philnum,

    100% Zustimmung.

    Vor über 15 Jahren führten 2 ältere Herren in Münsters Fußgängerzone ein feines Geschäft. AD in allen Variationen, auch Postgeschichte in guter Qualität und Menge. Nach 45 nur das, was lohnte und gut war.

    Seriös und nett - so stelle ich mir einen Händler vor. Mit denen konnte man reden, und sie wußten auch, was sie hatten und verkauften. Nah am Sammler eben, mit echter Beratung, auch ohne Katalog in der Hand.

    Und die Licht- und Sitzverhältnisse waren auch bestens.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • shqip
    Stamm Mitglied
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    Weiblich
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    23. Juni 1952 (73)
    • 3. Oktober 2008 um 03:56
    • #17

    Ich kann mich diesbezüglich nicht beklagen, denn in den Anfangsjahren der Wiederaufnahme des Sammelns war ich oftmals vielen bei Händlern hier in Berlin und habe dabei überwiegend gute Erfahrungen machen können.

    Es gab allerdings einige Läden, die ich ziemlich schnell wieder verliess, weil

    a) mir die Preise unangemessen hoch erschienen

    b) ich nicht frei stöbern konnte

    c) die Händler sich offenbar gestört fühlten

    Doch die überwiegende Erfahrung war einfach positiv, ich bekam Informationen, konnte über den Preis verhandeln und war dann auch treue Kundin, zeitweilig mit Abos.

    Meine Sammlungen habe ich im Laufe der Jahre aus sehr unterschiedlichen Bezugsquellen zusammengestellt.

    Dazu zählen :

    Händler, Trödelmärkte, Auktionen, Tausch, Kauf von Privatpersonen, Ebay, Delcampe, Briefmarkenmessen, Vereinsauktionen, Blindkäufe bei Auktionshäusern wie Veuskens, Bühler, Aixphila usw., also die ganze Palette der Angebote.....

    Zu Händlern gehe ich jetzt nur noch auf Messen. Mein Favorit ist ein Schwabe aus Stuttgart, welcher mir schon oftmals preislich entgegengekommen ist.

    Hier in Berlin gab und gibt es ja viele Möglichkeiten, doch die Verlagerung der Briefmarkenvermarktung aufs Internet ist unverkennbar und Händler werden infolge dieser Entwicklung sicher bald aussterben...

    Da hatte ich so eine Erfahrung in einem Berlin Neuköllner Briefmarkengeschäft , ich durfte dort in aller Ruhe suchen und stöbern , denn der Chef hing die ganze Zeit am PC ( wahrscheinlich Ebaygeschäfte ) und nach einigen Monaten gab es den Laden nicht mehr, da der Besitzer beschloss, nur noch über das I - net zu verkaufen.

    Schade eigentlich, denn eine für eine lange Zeit war ich gern regelmässig in Läden, welche heute nicht mehr existieren.

    Gruss Shqip :rolleyes:

  • concordus
    Concorde Admirateur
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    4. Mai 1962 (63)
    • 3. Oktober 2008 um 08:20
    • #18

    :bier: Hi toxc

    Kenne ich das unangenehme Problem. Ist aber dummerweise eine realer Beschreib eines Philateliehändler oder Experten. Ich kenne nicht ein einziger Philatelie Händler der ein angenehmer aufgestellter Zeitgenosse ist. Die Ausnahme stellt ein Holländer dar, der immer in Sindelfingen sein Stand aufbaut und hammermässig edle Concorde und U-Boot Philatelie Produkte sein Eigen nennt.
    Einer der :jaok: Hauptgründe, wieso ich immer nach Sindelfingen komme, :D neben Kauli, Abarten Hannes, Manaro, Fredi, Steppenwolf, Shqip...usw. Freue mich wieder riesig die tollen Typenzu treffen und die zweitschönste Nebensache der Welt so richtig zu geniessen. Der einzige Händler der freundlich war, hat meine Unerfahrenheit bei den Marktpreisen innerhalb der Concorde Philatelie am Anfang meiner Philatelie Leidenschaft hinterhältig ausgenützt ......... Die Händler kämpfen sehr, dass das Geschäft läuft, denn das Internet ist eine reale Bedrohung für Ihre Existenz. Also, Euphorie und Freundlichkeit ist nicht angesagt. Ich persönlich kaufe keine Philatelie Produkte übers Internet, da ich ein persönliches Interesse habe, dass die Händler Überleben. Es gibt ein paar Ausnahmen, aber die wickle ich über ein guten Freund ab, der viel Erfahrung auf diesem Gebiet besitzt. Ansonsten sind aber Philatelie Experten oder Händler eher introvertierte und ernste Menschen, die ihr schönes Hobby ernst und mit grosser Leidenschaft betreiben. Die Kameradschaft und Lebensfreude kommt halt vor lauter Faszination zur Philatelie manchmal zu kurz. (Ausnahmen bestätigen die Regel) Das beste ist, Du lässt Dich nicht anstecken und ziehst Dein sonniges Gemüt durch......Für die einen Menschen ist das Glas glücklicherweise halb voll und für die anderen Menschen ist das Glas immer dummerweise halb leer.


    Ich hoffe, Du lässt Dich von dieser unfreundlichen Erfahrung nicht einschüchtern und bleibst weiterhin bei halb vollen Glas........

    Mit fliegerischen Grüssen Thomas :concorde:

    [Blockierte Grafik: http://concorde.philadb.com/concordebanner.jpg]

    Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zu kämpfen.

  • duphil
    neues Mitglied
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    • 3. Oktober 2008 um 11:20
    • #19

    Hallo zusammen!

    Auch ich habe so manche positive wie auch negative Erfahrungen mit Briefmarkenhändlern in ihren Ladengeschäften gemacht ( die negativen vor allem als Anfänger).
    Ich wohne im Ruhrgebiet und besuche regelmäßig eigentlich nur noch 2 Händler. Bei beiden besteht die Möglichkeit, sich in einem einigermaßen gut beleuchteten Raum hinzusetzen, die Ware in Steckbüchern, Kisten und Kästen in Ruhe an zugucken und auf Fragen gibt es vernünftige Antworten.
    Preislich gibt es selten mal Meinungsverschiedenheiten, aber die sind zu klären.
    Außerdem, und das ist auch nicht unwichtig, gibt es bei den freundlichen Herren auch einen Kaffee, wenn man mal nix findet und einfach nur quatschen will.

    Ein ABER gibt es auch: Leider kommt nicht so oft Neues an Material herein, wie ich es gerne hätte. Darum besuche ich, so oft es geht, einen Großtauschtag in einer der umliegenden Städte. Dort finde ich (fast) IMMER etwas, das mich interessiert.

    Zusätzlich kaufe ich auf Briefmarkenauktionen, aber nicht blind. Ich möchte gerne die Ware sehen, gegebenenfalls anfassen und "prüfen", bevor ich ein Gebot abgebe.

    Internetauktionen nutze ich auch, aber eher selten, weil, wie gsagt, ich die Ware nicht "befingern" kann.

    Mit freundlichen Gruß
    duphil

  • Jona
    neues Mitglied
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    Divers
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    18. Januar 1973 (53)
    • 3. Oktober 2008 um 15:08
    • #20

    Hallo liebe Briefmarkenlädenbesucher, ich habe zwar schon lange keinen Laden mehr betreten, aber dafür war ich in sehr vielen kleinen spezialisierten Schallplattenläden (für Vinyl, teils Sammlerplatten, versteht sich) und habe neulich in einem anderen Forum einen ganz ähnlichen Strang wie diesen hier gelesen:


    so ab Punkt 5 in der Kommentarliste geht es los, vermutlich kommt Euch einiges bekannt vor. Manchmal mache ich mir gedanken darüber wie es sein wird wenn Plattenladenbesitzer so alt wie Briefmarkenladenbesitzer sein werden. Na das werde ich vielleicht erleben, bin sehr gespannt. Eventuell hat es was mit Sammeln und Sammelobjekten zu tun und mit Erfahrungen und Misstrauen gegenüber Sammelkäuzen und elementarem Kauzgerangel in jedem geschäftsbedingten Blickwechsel.

    Gruss, Joachim

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