ZitatOriginal von philaservice
.... das wirst Du mit diesem treuen Stammkunden mit Sicherheit schaffen
Bieten auf eigene Artikel spart Versandkosten und so bleiben die Erbstücke wenigstens in der Familie. ![]()
ZitatOriginal von philaservice
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ZitatOriginal von peterhz
Die Auktionen wurden am 11.09 beendet.Der Gesamterlös betrug ~1200 €.
Vom Gesamterlös gehen ~ 84 € (7 % Umsatzsteuer) ans Finanzamt, ~ 60 € ( ca. 5 % Verkaufsprovision) an eBay. Damit verbleiben beim Verkäufer (ohne Rückläufer aufgrund von Reklamationen) ~ 1.066 €. Einschließlich Aufgeld, Versicherung und Versand hat er ~ 766 € als Einstandspreis bei Rauhut gezahlt. Somit sind einkommensteuerpflichtige 300 € Differenzgewinn entstanden.
ZitatAlles anzeigenOriginal von peterhz
Wenn keine Rückläufer bezüglich der Farben kommen, scheint sich das für den Verkäufer gelohnt zu haben...
Einige Ergebnisse waren überraschend.
Die 2c ( wenn sie echt ist) brachte 251€
Die bekommt man mit Fotoattest oder Befund bei Realen Auktionen
günstiger!!Die 25b ( wenn sie echt ist) brachte 137,19€
auch die gibt es bei Realen Auktionen günstiger und
bestimmt auch in einer besserer Qualität. (Tief geprüft und Scherentrennung???)Insgesamt ein interessantes Ergebnis
Diese beiden Ausreißer mit Geboten von fast 50 % des Katalogwertes haben den Gesamterlös und damit den Reingewinn erheblich gesteigert - beide Artikel machen zusammen knapp ein Drittel des Gesamtumsatzes der hier betrachteten 63 Preußen-Lose und mehr als die Hälfte des daraus resultierenden Gesamtgewinns aus.
Die mit einem Katalogwert in der Überschrift versehenen Artikel (24) haben im Mittel ein Höchstgebot von 13 % der Katalognotierung erzielt. Wären die MiNr. 2c und 25b ebenfalls nur zu diesen durchschnittlichen 13 % des Katalogwertes verkauft worden, wäre der Bruttoumsatz ~ 275 € niedriger und der Nettogewinn vor Einkommensteuern ~ 250 € geringer - mit anderen Worten: Es wären nur ~ 50 € Überschuss verblieben!
Vor dem Hintergrund dieser Zahlen hat der Verkäufer offensichtlich großes Glück mit zwei überraschend sehr gut gelaufenen Losen gehabt und so gesehen sollte man den Gewinn von ~ 300 € oder eine Rendite von etwa 40 % keinesfalls als völlig normal werten, sondern als wirklich außerordentlich profitables Ergebnis.
Eine ganz andere Frage ist und bleibt natürlich, warum bei eBay mitunter für ungeprüfte oder nicht gerade Top-Luxus-Stücke soviel (mehr) Geld bezahlt wird. Vermutlich mangelt es dem einen oder anderen AD-Sammler doch an grundlegenden philatelistischen Kenntnissen und (Markt-)Erfahrung, vor allem was die Echtheits- und Qualitätsbeurteilung angeht. Diese "Marktlücke" wird offenbar von ebenso (wenig) "kompetenten" Anbietern "zu beiderseitigem Nutzen" bedient.
ZitatOriginal von Tawwa
Hätte auch noch eine Lack 80, die ich sehr gerne zum Prüfen schicken möchte.
Jemand Erfahrungen mit den DDR Prüfern?
Nachdem Henry Mayer vor kurzem aus dem BPP ausgetreten ist (er ist aber weiterhin als freier Prüfer tätig), kann man bei den Verbandsprüfern nur noch zwischen Siegfried Paul, Berlin, und Heinz-Jörg Schönherr, Leipzig, wählen. Welchen man beauftragt, ist eigentlich egal (hab mit beiden Erfahrung).
Die DDR MiNr. 339 x b (80 Pf Thälmann schwarzblau mit Lacküberzug) ist echt gestempelt natürlich eine Granate. Allerdings sind nur Stempeldaten von März (Ausgabemonat; vor 17.3.1953 ca. 200 % Aufschlag) bis 15.4.1953 (Ende der Gültigkeit) möglich.
In dem Fall würde wohl eine Signierung für € 3,- völlig ausreichen und wäre trotzdem überflüssig, da die Marke unter UV als lumogen erkennbar ist. Ein Kurzbefund wäre wohl fast teuerer als der Handelswert der Marke.
Kurzbefunde lässt man eigentlich nur bei etwas besseren, insbesondere postfrischen Stücken anfertigen, damit sie nicht durch eine Signatur in ihrer Postfrische beeinträchtigt werden.
Hallo dudeg,
das dürfte eine portogerecht mit 7 Pf frankierte Drucksache sein. Der Katalogwert ist leider gering (für die 6 Pf Heuss auf Brief € 11,- + ein paar Cent für die 1-Pf-Marke). Der reale Handelswert liegt bei um die 10 %, also +/- 1 €. Eine seltene Wasserzeichen-Variante der 1-Pf-Marke kann es leider nicht sein, da diese erst später erschienen.
Beste Sammlergrüße
philnum
Hallo Tawwa,
anhand der Stempelfarbe, Durchschlag auf Rückseite u. ä. kann ein Prüfer feststellen, ob der Wellenstempel zeitgerecht abgeschlagen wurde. Bei Berlin Schwarz- oder Rotaufdruck-Höchstwerten sieht man das gelegentlich mal.
In diesem Fall lohnt eine Prüfung wohl kaum, weil ein solcher Stempel erstens nicht gefälscht worden sein dürfte und zweitens der Wert der Marke mit so einer Abstempelung ohnehin gering ist (Katalogwert gilt ja nur für lesbare Stempel, d. h. Ort und Datum identifizierbar.
Beste Sammlergrüße
philnum
ZitatOriginal von Hangover
Im Prinzip ja - aber nur im Zuge einer Nachgummierung. D.h. wenn die Gummierung sicher echt ist, wird die Riffelung es auch sein.
Warum soll eine nicht originale Riffelung nur im Zuge einer Nachgummierung möglich sein?
Die Riffelung erfolgt in getrocknetem/trockenem Zustand der aufgebrachten Gummierung, indem die glatte Gummierung mittels kleiner Rädel gebrochen wird, damit sich die Marken(bögen) nicht mehr wellen/einrollen können. In noch feuchtem Zustand der Gummierung würde die Riffelungswalze den gewünschten Effekt nicht erzielen.
Eine postfrische, einwandfrei attestierte MiNr. 538 y hat einen vierstelligen Handelswert. In dieser Größenordnung sind ungeprüfte Stücke nicht marktfähig oder nur zu einem viel geringeren Preis absetzbar.
Sollte die y-Type echt sein, kostet die Prüfung theoretisch bis zu 3 % vom Katalogwert und ein Farbfoto-Attest nochmal € 20,- Gebühr extra, das Ganze zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer. In der Praxis sind die Prüfkosten nicht so hoch - zumindest bei Schlegels in Berlin, Herr Dr. Oechsner ist meiner Erfahrung nach Gewinnmaximierer - und in so einem Fall kann man ja auch vorher fragen/aushandeln, was die Prüfung kosten soll.
Man kann aber auch an der falschen Stelle sparen: Im Hinblick auf einen späteren Verkauf ist die Prüfung gut angelegtes Geld, auch wenn man die Marke in der Sammlung behalten will. Erstens hat man die Gewissheit der Echtheit schwarz auf weiß und ist nicht nur im guten Glauben, dass sie höchstwahrscheinlich echt sein könnte/dürfte/müsste, zweitens ist sie damit jederzeit zu marktgerechtem Preis veräußerbar und droht nicht unbemerkt/ungeprüft in einer Nachlass-Sammlung unterzugehen.
P.S. Ich habe noch einen Zeitschriften-Artikel zu dieser Ausgabe gefunden, indem berichtet wird, dass die waagerechte Gummiriffelung schon zu Zeiten der Ausgabe für Aufsehen in Sammler- und Händlerschaft sorgte. Ganz so blauäugig sollte man also nicht im Hinblick auf die Echtheit waagerechter Gummiriffelung sein, aber wenn man auch ohne Prüfung schon weiß, dass die Gummierung sicher echt ist, ist es die Riffelung eben auch.
ZitatOriginal von Rabaul
Die traditionsreiche Firma Borek war nie ganz billig mit ihren Angeboten. Bedingt durch die weltweite Wirtschaftskrise und die schon seit Jahrzehnten anhaltende Flaute auf dem Briefmarkenmarkt, können solche Firmen nur mit neuen Ideen fortbestehen. Statt die Preislisten mit Rabatten zu versehen und diese zu offerieren, gibt man unnütz Geld für eine fragwürdige Werbekampagne aus. Für manche solcher Thematik-Sammlungen bekommt der Sammler als Verkäufer nicht mal mehr ein Butterbrot.
Diese Einschätzung trifft wohl für die allermeisten Klein(st)betriebe der Branche zu, nicht aber für die großen Auktionshäuser und Versandhändler, wie beispielsweise Deutscher Philatelie Service (DPS), Borek, Goldhahn oder Sieger.
Alle deutschen Kapitalgesellschaften sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Jahresabschlüsse (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht) im Unternehmensregister zu veröffentlichen. Die Datenabfrage ist für Nutzer kostenlos und auch ohne betriebswirtschaftliche Kenntnisse aussagekräftig, beispielsweise Schlüsselgrößen wie "Jahresergebnis" bzw. "(Bilanz-)Gewinn" oder "(Bilanz-)Verlust". Nicht wenige Klein(st)betriebe weisen nachhaltig - über mehrere Jahre - "rote" Zahlen oder sogar einen "nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" auf. Was das bedeutet, muss wohl nicht erklärt werden.
Die Lageberichte geben in Textform die Meinung der Unternehmensführung über die Geschäftslage wieder. Die für erhebliche Werbeausgaben bekannten Firmen Borek, DPS und Sieger begründen den Erfolg ihrer Unternehmen gegen den Branchentrend mit einer durch Werbung möglichen Neukundengewinnung, Umsatzsteigerung bzw. zumindest -stabilisierung. Auch die Zielgruppe von Abonnement-Kunden sei eine andere, nämlich ertragsstärkere (Wo sonst sind noch über 50 % Katalogwert erzielbar?), während die demografisch bedingt schrumpfende Gruppe der Gelegenheitsbesteller immer weniger im Versandhandel kauft. Auch der nach eigenen Angaben größte Kilowaren- und Schnäppchen-Posten-Anbieter Goldhahn verfügt über eine große Stammkundschaft offensichtlich zufriedener Wiederbesteller.
Vom philatelistischen Standpunkt mag an solchen Geschäftsmodellen ("wertlose" Abonnement-Sammlungen - "wertlose" Massenware, Wundertüten etc.) Kritik angebracht sein, betriebswirtschaftlich scheint es erfolgreicher zu sein als die zeitaufwendige und kapitalintensive (Lagerhaltungskosten!) Abwicklung von geringfügigen Einzelbestellungen, Fehllistenbearbeitung oder ähnlichem. Lediglich im Zubehörhandel sind noch Gewinnmargen zu verdienen, auch wenn dieser ebenfalls rückläufig ist (Neuheitenbezug und Nachträge zu Vordrucken waren früher ein gutes Geschäft, dass fast komplett weggebrochen ist!).
In der Auktionsbranche sieht es ähnlich aus - große Firmen machen gute Geschäfte, Wald-und-Wiesen-quer-durch-den-Gemüsegarten-Versteigerer haben Probleme, an lukrative Einlieferungen und zahlungskräftige Kundschaft zu gelangen. Dafür wären u. a. erhebliche Werbeaufwendungen notwendig, für die kapitalschwachen Ein-Mann-Hinterhof-Garagen-Betrieben einfach die Mittel fehlen.
Sammelanfänger, -wiedereinsteiger und auch Sammlungserben erreicht man offensichtlich nach wie vor am besten über Werbung. An "alten" im Sinne von erfahrenen Sammlern ist nicht mehr viel zu verdienen, zumal die ihre Marken zunehmend über Internet-Auktionen beschaffen.
Hallo m.w.myname,
ein Blick in den Michel-Spezial verrät zur Gummiriffelung dieser Ausgabe Folgendes:
"Fast alle Werte auch ohne oder mit kaum erkennbarer Gummiriffelung bekannt (zu schwach eingestellte Riffelungswalze)."
Wenn man insbesondere den Katalogwert der 2-RM-Marke Lilienthal betrachtet
MiNr. 538 x (senkrechte Gummiriffelung) ** € 120,-
MiNr. 538 y (waagerechte Gummiriffelung) ** € 4500,-,
dann kann der Handelswert durch eine Verfälschung einer ungeriffelt gebliebenen oder schwach senkrecht gummigeriffelten Marke erheblich gesteigert werden. Da auch nachgummierte Marken mit Gummiriffelung versehen werden, wäre auch eine nachträglich angebrachte Riffelung von Originalgummi in einer seltenen/teuren Richtung keinesfalls auszuschließen.
Ob man hier Prüfgebühren sparen sollte, muss man abwägen: Glaubt man an die Echtheit und reicht einem das aus, dann kann man es sich sparen. Ob ein späterer Erwerber der Echtheit der teuren Gummiriffelung denselben Glauben schenkt, ist eine offene Frage.
Beste Sammlergrüß
philnum
Hallo,
die Auktion endete mit einem Höchstgebot von € 32,50, wobei lediglich zwei Bieter den Preis in 18 Schritten (!) gegenseitig in die Höhe getrieben haben.
Wenngleich Bremische Briefmarken nicht häufig sind, die Katalogwerte sicherlich weiter nach oben angepasst werden, die betreffende Marke vollrandig und in dieser Hinsicht überdurchschnittlich ist, so sind ca. 20 % vom Katalogwert in der Erhaltung ungebraucht ohne Gummi "(*)" doch ein stolzer Preis für eine ansonsten nicht einwandfreie, weil leicht fehlerhafte Marke.
Beste Sammlergrüße
philnum
Irgendwann werden solche historischen Hauptpostämter auch dem profitgeilen Verwertungsdruck privatisierter Postgesellschaften zum Opfer fallen wie hierzulande und in anderen Vorreiter-Ländern der totalen Post-Privatisierung:
Erst wird das Filialgeschäft zur Personal-Kostensenkung und Arbeitsplatz-Wegrationalisierung "outgesourct", dann werden die Immobilien im "Sale & Lease-back"-Verfahren an einen Heuschrecken-Investor verkauft und von diesem anschließend teuerer zurückgemietet (wesentliche Insolvenzursache bei Hertie und Karstadt). Schließlich müssen die Filialen (frühere Postämter) aufgrund zu hoher Mietkosten ganz geschlossen werden und werden fortan nur noch als Agentur von benachbarten Service-Partnern (Zeitungshändler, Schreibwarengeschäfte usw.) betrieben. Verdient haben daran Unternehmensberater, Investment-Banker, Post-Manager, Rechtsanwälte und Notare; das Nachsehen haben Post-Kunden und Post-Beschäftigte. Das Ganze nennt sich Marktwirtschaft.
Das Nummern-Ziehen am Eingang soll zu einer gleichmäßigen Verteilung der Kunden und damit gerechtere (gleich lange) Wartezeiten an allen geöffneten Schaltern führen: Stellen sich die Kunden von sich aus an der jeweils kürzesten Warteschlange an, tritt der bekannte "Supermarkt-Kassen-Effekt" ein, dass ein überdurchschnittlich lang dauernder "Problemfall" die Wartezeit in dieser Schlange gegenüber den Warteschlangen nebenan signifikant verlängert. Zudem kann bei plötzlichem Andrang (Massenansturm) flexibler durch Öffnung weiterer Schalter reagiert werden, weil das Nummern-System ein Signal im Back-Office auslöst, wenn die vorausberechnete Wartezeit einen maximal akzeptablen Wert überschreitet.
"Eingekauft habe man ihn - im Raum steht eine Summe von ca. 25 000 Euro - als in der Werbebranche so genanntes Testemonial für das Gebiet „Deutsches Reich”."
Zahlt der WDR so eine schlechte Pension, dass jemand sein lebenslang aufgebautes Renommée und seinen guten Ruf unbedingt mit Werbeverträgen ruinieren muss? Aber man nimmt halt mit, was man kriegen kann und will hinterher nichts davon gewusst haben oder sogar missbraucht worden sein. Und das soll man einem politischen Journalisten abnehmen? Aber Verdrängung und Dummstellen passt zum Thema Drittes Reich - da hat ja angeblich auch kaum einer etwas mitbekommen und selbst mitgemacht hat schon gar keiner, das waren nur die anderen.
Hallo Tawwa,
GB-Klassik ist schon sehr beliebt, vergleichbar mit Altdeutschland oder frühem Deutschen Reich.
Das Problem an den gezeigten Marken sind nicht Zahnfehler, sondern ein bei alten GB-Marken typischer Erhaltungsmangel, nämlich ausgeblichene/verwaschene Farben (teilweise licht- und wasserempfindlich), insbesondere bei den Spitzenwerten des Satzes. Letztere machen den Katalogwert im Wesentlichen aus, so dass es besser erhaltene Kleinstwerte auch nicht wettmachen können.
Natürlich gibt es bei eBay nicht wenige Ahnungslose und Unerfahrene, die nur auf einen hohen Katalogwert erpicht sind und nicht auf die Erhaltung der Marken schauen. Garantiert über 10 % vom Katalogwert zu versprechen, ist allerdings vermessen; außerdem muss noch die Verkaufsprovision von eBay abgerechnet werden.
Beste Sammlergrüße
philnum
Hallo nochmal,
ZitatOriginal von RobertR
Laut Michel Katalog wäre der Wert der beiden Komplettsätze 281€. Wenn du dir nun die Erhaltung der Marken ansiehst, welchen Wert würdest du als realistisch empfinden, den wir dafür bekommen könnten?
Mit etwas Glück bekommt man in dieser Erhaltung bei eBay - woanders würde man sie gar nicht los - schon einen unteren zweistelligen Betrag (~ € 15,-) dafür. Selbst in einwandfreier Qualität wäre nicht viel mehr drin (~ 10 - 20 % vom Katalogwert).
ZitatOriginal von RobertR
An sonsten wäre Großbritannien damit erledigt. Aber es sind ja noch andere Länder vorhanden, besonders hege ich bei Russland etwas Hoffnung, da dort unseren Internetrecherchen zufolge etwas Wertvolles dabei sein könnte.
Man muss ja nicht einen Sammler finden der ganz Europa sammelt, es reicht ja auch jeweils einen aus jeder Rubrik zu finden, wo interessante Marken dabei sind.
Neben Großbritannien birgt Russland in der Tat die größten Potenziale in solchen Sammlungen, da aus diesen Ländern eine rege und zahlungskräftige Nachfrage besteht. Bei den anderen europäischen Ländern ist allem Anschein nach nichts Besonderes dabei (teure Typen zu entdecken ist eigentlich der Finderlohn des Erwerbers einer solchen Sammlung, aber die Chancen auf so einen Fund sind gering - also keine großen Hoffnungen machen und jetzt Farb- oder Zähnungsforschung betreiben):
Finnland 1891 MiNr. 35 gestempelt € 9,-
Handelswert je nach Erhaltung und Stempel +/- € 1,-
Niederlande 1867 MiNr. 7 gestempelt € 2,50 (billigste Type) - € 850,- (teuerste Type)
Wenn bauchige, fette Wertziffer "5" mit links weit hervorstehendem Abstrich unten, dann lohnt Feststellung der Zähnung - aber nur am Original mit Zähnungsschlüssel machbar, mit Foto nicht möglich.
1872 5 C MiNr. 19 gestempelt € 0,30 - € 850,- (teuerste Zähnungsvariante)
dto. 12 1/2 C MiNr. 22 gestempelt € 2,50 - € 10,- je nach Zähnungsgrad
1876 1 C MiNr. 31a (hell)grün gestempelt € 0,20 bis € 3,40 je nach Zähnungsgrad (nicht mit blaugrüner MiNr. 31 b gest. € 0,20 verwechseln!)
dto. 2 1/2 C MiNr. 33a hellviolett bis lila gestempelt € 1,- bis € 11,- je nach Zähnungsgrad (falls MiNr. 33b in violett gestempelt € 0,30)
1891 25 C MiNr. 42a dunkelviolett gestempelt € 6,50
(falls MiNr. 42b lila bis dunkellila gestempelt € 5,-)
Von den folgenden Marken sind allenfalls noch die 15 C blau-rosa aus 1908/1914 in einer seltenen Zähnungsart interessant (MiNr. 77 gestempelt € 750,-) und die 50 C grau-violett (gestempelte € 22,-). Alle anderen Marken sind Massenware.
Im einfachsten Fall ist der Niederlande-Teil also praktisch nichts (€ 5,- ?)wert.
Norwegen 1877 1 Ø MiNr. 22 gestempelt € 5,-
3 Ø gestempelt € 30,-
5 Ø gestempelt € 14,- (ultramarin), 15,- (preußischblau) und 50,- (blau)
10 Ø € 2,50
1882 5 Ø MiNr. 36 gestempelt € 2,- (blaugrün) - € 30,- (graugrün)
dto. 10 Ø MiNr. 37 gestempelt € 0,80
dto. 15 Ø MiNr. 39 gestempelt € 20,- (orangebraun) - € 50,- (graubraun)
dto. 20 Ø MiNr. 40 braun gestempelt € 15,-
dto. 20 Ø MiNr. 41 gestempelt € 15,- (mattgrauultramarin) - € 15,- ([matt-]blau)
Für den Norwegen-Teil könnte man je nach Erhaltung mit rund € 10,- Handelswert rechnen.
Schweden 1872 3 Ø MiNr. 17 gestempelt € 4,- - € 6,50 je nach Zähnungsgrad
dto. 5 Ø MiNr. 19 gestempelt € 1,- - € 4,- je nach Zähnungsgrad
dto. 20 Ø gestempelt € 1,- - € 45,- je nach Farbtype und Zähnungsgrad
dto. 30 Ø MiNr. 24 gestempelt € 2,- - € 8,- je nach Zähnungsgrad
1885 10 Ø MiNr. 28 gestempelt € 0,70
Die Marken von 1891 ff. pro Stück gestempelt € 0,20.
Im einfachsten Fall ist der Schweden-Teil praktisch nichts wert (symbolischer € 1,- ?).
Zum Deutschen Reich hatte ich in dem anderen Thread ausführlich geschrieben. Bei diesem Sammelgebiet verhält es sich ähnlich - die besseren und Spitzenwerte müssten schon in guter Erhaltung (nach Möglichkeit geprüft) vorhanden sein, um einen dreistelligen Handelswert zu erreichen. Ungebraucht mit Falz oder unleserliche Stempel, Zahnfehler usw. sind zudem stark wertmindernd.
Beste Grüße
philnum
ZitatOriginal von asmodeus
Tja, die britischen Marken sind fast alle II Wahl.
Bei genauerer Betrachtung der Qualität werden Erhaltungsmängel wohl auch für Nicht-Sammler recht deutlich:
Digitalfotos und Scans liefern zwar unterschiedlich gute Abbildungen zweideimensionaler Objekte, doch erkennt man bei einer Bildbearbeitung des Sammlungsfotos und einiger zum Vergleich daneben eingefügter Scans etwas besserer Exemplare derselben Ausgabe wohl schon ziemliche Qualitätsunterschiede, die natürlich erhebliche Auswirkungen auf das Nachfragerinteresse und die erzielbaren Verkaufspreise haben. Schade, aber hier lohnt leider keine weitere Beschäftigung damit.
Hallo,
eine Erklärung habe ich auch nicht, aber ähnliche Stempel zum Vergleich - "56" von anderen Stempeltypen "(1) BERLIN SW 11" (weite Abstände) und rechts ein ähnlicher (enge Abstände) aus 1958 und 1959. Auf den oben gezeigten Marken ist meiner Meinung nach das Jahr "56" ablesbar.
Beste Sammlergrüße
philnum
Hallo RobertR,
ZitatOriginal von RobertR
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe sind Bilder folgender Marken aus Großbritannien interessant:2 1/2 P
1 P lila
Der Komplettsatz MiNr. 86-97Der 1P lila ist wohl aus 1881. Aus welcher Zeit ist die 2 1/2 P Marke die evtl. von Interesse sein könnte? 1870/77 oder 1887/92?
Die 2 1/2 P-Marke ist dort falsch eingeklebt, da es die MiNr. 51 in dunkelkobalt ist, die ab 5.2.1880 ausgegeben wurde. In einwandfreier Erhaltung wäre der Katalogwert € 20,-. Die gezeigte ist ausgeblichen, hat einen unleserlichen Stempel und Zahnfehler, was sie praktisch wertlos macht.
Die ungebrauchte 1 P-Marke ist MiNr. 65 II (mit 16 Perlen) x (weißes Papier) und keine bessere Farbe, der Katalogwert beträgt € 1,20.
Die Marke direkt darunter zu 1/2 P ist MiNr. 72 mit Katalogwert gestempelt von € 4,-.
Die 2 1/2 P-Marke im Querformat ist MiNr. 75 gestempelt im Katalogwert von € 10,-.
Die beiden Reihen bestehen aus dem Komplettsatz MiNr. 86-97 gestempelt im Katalogwert von € 180,- und MiNr. 100-101 zu € 101,-. Die Erhaltungs ist unterschiedlich (teils ausgeblichen, teils kleine Fehler), aber hier liegt auf jeden Fall der wertmäßige Schwertpunkt im GB-Teil.
ZitatOriginal von RobertRFür einen Laien ist es natürlich schwer den Wert der einzelnen Marken herauszufinden um sie einzeln zu verkaufen, jedoch glaube ich ist das Problem allgemein bekannt, dass wenn man ein Album zum Wertschätzen weggibt es meist ein klein wenig leichter wiederkommt. Und die Sammlung ist laut Schätzung dann fast nichts wert. Da wir hier keinen haben der an diesem Thema dran ist, weder hobby- noch berufsmäßig, müssen wir uns eben übers Internet schlau machen. Denn es bringt sicher wenig sich in einen Flieger nach Berlin zu setzen um letztendlich festzustellen, dass alle Alben insgesamt einen Wert von 500€ haben.
Wenn man nun, wie du vorschlägst, das Album "so wie es ist" versucht zu verkaufen, wo/wie würdest du das am besten tun? Ich habe schon von diesen Auktionshäusern gehört, aber ist das wirklich die beste Lösung? Oder sollte man lieber versuchen einen Sammler zu finden der sich das Album anschaut und überlegt, ob er es kaufen möchte??
Sicherlich hat niemand etwas zu verschenken, aber als Nicht-Philatelist ist es einigermaßen ehrgeizig, eine Sammlung durch Auflösung in bessere Einzelmarken und Komplettsätze optimal verwerten zu wollen. Dem Arbeitsaufwand dafür steht - wenn überhaupt - nur ein geringer Mehrerlös gegenüber. Die oben genannte Preisvorstellung von € 500,- halte ich für recht optimistisch - gehen wir mal von € 100,- bis 200,- aus, die bei einem Komplettverkauf realistischerweise erzielbar sind, dann würde eine Detaillierung nach Einzellosen und Restsammlung sicherlich kaum mehr erbringen. Ob es sich lohnt, für einen unteren zweistelligen Betrag diese Mühe auf sich zu nehmen, muss jeder selbst entscheiden.
Bei einem seriösen Auktionshaus wird man nicht bestohlen oder übervorteilt. Wie es scheint, reicht die gezeigte Sammlung allerdings kaum für eine Einlieferung aus, also sie würde wegen zu geringem Wert wohl gar nicht erst angenommen (insgesamt mindestens vierstelliger Handelswert wird üblicherweise schon erwartet). Der Auktionator berechnet für die Aufbereitung des Materials (Losbeschreibung, Fototafeln im Katalog, Besichtigung durch Interessenten), die Versteigerung selbst und Zahlungsabwicklung eine Provision von 10 bis 20 % des Zuschlagpreises zuzüglich Mehrwertsteuer. Für Einlieferungen im dreistelligen Bereich lohnt soviel Aufwand nicht.
Die Feststellung, dass eine Sammlung "fast nichts" wert sei, ist leider meistens zutreffend und nicht betrügerisches Kalkül. An werthaltigen Sammlungen besteht ja schließlich ein Ankaufsinteresse und bevor sich der Besitzer noch mehr Angebote einholt, wird schon ein überzeugender Betrag geboten. Dennoch sollte man sich bei verschiedenen Interessenten erkundigen, wieviel sie zu zahlen bereit sind. Privatsammler als Käufer der kompletten Alben zu finden, dürfte angesichts einer Europa-Sammlung nicht leicht sein, da heutzutage fast keine Generalsammler - die alle Länder sammeln - mehr existieren. Ein länderweiser Verkauf bei eBay scheint die einzig gangbare Alternative, falls sich nicht doch ein Auktionshaus findet, dass die Sammlung liquidiert.
Viel Erfolg und beste Grüße
philnum
Hallo,
der Anbieter ist nach eigenem Bekunden größter Altdeutschland-Verkäufer auf der marktführenden Internet-Auktionsplattform. Nicht selten gibt es auch - vorsichtig formuliert - gewisse Ungereimtheiten bei fälschungsgefährdeten oder reparaturanfälligen Artikeln, denn offenbar ist der Anbieter ein reiner Wiederverkäufer ohne tiefergehende AD-Kenntnisse.
Betriebswirtschaftlich ist die Gewinnmarge bei einer Warenbeschaffung über Real-Auktionen und dem Weiterverkauf über Internet-Auktionen, namentlich Schnäppchen-3...2...1, denkbar gering:
- Ausrufpreise auf Real-Auktionen sind durchweg höher kalkuliert als das durchschnittlich erzielbare eBay-Preisniveau; hinzu kommen erhebliche Aufgelder, Losgebühren, Versandkosten etc. pp.
- In Klassiksammlungen allgemein und hierzulande natürlich speziell in AD-Sammlungen wird häufig ein gewisses Wertsteigerungspotenzial über dem Einstandspreis vermutet, also unentdeckte Abarten oder Besonderheiten, seltene Stempel usw. In der Regel sind solche Sammlungen aber von erfahrenen Fachleuten der Auktionshäuser aufbereitet, die zwar auch das eine oder andere übersehen, die einwandfreien Spitzenwerte aber entweder entnehmen (teilweise auch gegen minderwertige "Lückenfüller" ersetzen -> Stichwort "gebastelte Sammlungen") und einzeln - als Extra-Los - offerieren oder in der Los-Beschreibung einer Sammlung ausführlich erwähnen.
- Das Fälschungs- und das Qualitätsproblem sind bei AD-Sammlungen, -Posten und dergleichen nicht zu unterschätzen: Gute und sehr gute Preise erzielen normalerweise nur einwandfreie und natürlich echte Stücke. Solche Exemplare werden auf Real-Auktionen einzeln verkauft, da das typische Saalauktions-Klientel anspruchsvoller und wohl auch etwas kompetenter ist als der gewöhnliche eBay-Schnäppchenjäger, der nur nach Katalogwerten schielt und wenig Erfahrung in Bezug auf Echtheit und Erhaltung besitzt.
Mit der letztgenannten Informationsasymmetrie lässt sich wohl der "Erfolg" des Wiederverkäufer-Geschäftsmodells auf eBay am ehesten erklären: Dubiose (ungeprüfte/unprüfbare/alt-signierte), nicht selten mangelhafte oder sogar reparierte Ware, die auf Realauktionen zu günstigen Preisen einzukaufen ist, wird als "Top-Ware", "Luxus", "signiert", "rar" und mit anderen wohlklingenden Beschreibungen unter das ahnungslose Katalognummer-Abhak-Sammlervolk gebracht.
Nicht umsonst wird von solchen Anbieter kaum etwas zum (Nach-)Prüfen bei BPP-Experten geschickt, weil das angeblich zu teuer und sowieso überflüssig sei. Diese Argumentation stimmt insofern, als dass auf eBay mitunter nicht alles honoriert wird, insbesondere nicht einwandfreie Erhaltung und attestierte Echtheit. Bei der Prüfung von AD-Exemplaren besteht aber auch immer ein Risiko, dass die Prüfung (Ver-)Fälschungen, versteckte Mängel oder Reparaturen ans Tageslicht fördert und darunter der Wiederverkaufspreis leidet, von den unwiederbringlich investierten Prüfkosten ganz zu schweigen.
Beste Sammlergrüße
philnum
Hallo,
irgendwie versuchen manche Verkäufer auf eBay am falschen Ende zu sparen:
- Einstellgebühr muss unbedingt 0,00 € sein, sonst lohnt es sich angeblich nicht.
- Versandkosten müssen maximal sein, sonst lohnt es sich ja nicht (was hier immer alles an Betriebskosten umgelegt werden soll: von Autoreparatur für die notwendige Fahrt zur Post bis Zwischenkartoneinlage, die ja soviel Geld kostet und im Endeffekt wird eine Haushalts-Verpackung wiederverwendet).
- Unverkäufliche Geringwert-Artikel müssen unbedingt für € 1,- eingestellt werden, denn Kleinvieh macht ja auch Mist.
Die Begrenzung der Versandkosten oder die Pflicht zum kostenlosen Versand dient in erster Linie dazu, Käufer vor überzogenen Versandkostenforderungen zu schützen und damit die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Der Kunde ist König und nicht der Verkäufer; das sollte auch bei eBay gelten und nicht umgekehrt.
es wird auch niemand gezwungen, alte Taschenbücher für 1,- € oder gestempelte Heuss-Dauermarken einzeln bei eBay anzubieten und dann nach Abzug von Gebühren und Versandkosten nichts daran zu verdienen. Wer kostendeckend verkaufen will, muss seinen Ramsch eben ins Altpapier geben und nur vernünftige Ware einstellen. Aber Geiz ist ja geil.
Beste Sammlergrüße
philnum
Hallo rainer,
nur so am Rande, vom Prinzip ist die Rechnung richtig, nur im Detail nicht ganz:
ZitatOriginal von rainer
Zuschlagspreis 100,- €
+ Provision 18,- €
+ Porto, Verpackung, Versicherung geschätzte 8,- €
+ MWSt (7% von 18,- €) 1,26 €
Versteigert der Auktionator Kommissionsware/im Auftrag (in eigenem Namen für fremde Rechnung), werden dem Erwerber 19 % Mehrwertsteuer auf sämtliche Nebenleistungen (auch Porto, Verpackung und Versicherung) in Rechnung gestellt:
Zuschlagpreis 100,- €
+ Provision 18,- €
+ Porto, Verpackung, Versicherung geschätzte 8,- €
+ MwSt (19 % von 26,- €) 4,94 €
Summe 130,94 €
Versteigert der Auktionator Eigenware (in eigenem Namen für eigene Rechnung), wird entweder nur der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 % auf den Gesamtpreis aus Zuschlag und Nebenkosten fällig oder die Mehrwertsteuer getrennt nach Ware (7 %) und Nebenleistungen (19 %) berechnet:
Zuschlagpreis 100,- €
+ Provision 18,- €
+ Porto, Verpackung, Versicherung geschätzte 8,- €
+ MwSt (7 % von 126,- €) 8,82 € oder (7 % von 100,- € und 19 % von 26,- €) 11,94 €
Summe 134,82 € bzw. 137,94 €
Beste Sammlergrüße
philnum