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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Ex-WDR-Intendant Nowottny wirbt für Nazi-Briefmarken

  • bjoerngerlach
  • 7. September 2009 um 09:23
  • bjoerngerlach
    Administrator
    Beiträge
    2.097
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    Männlich
    Geburtstag
    7. März 1986 (39)
    • 7. September 2009 um 09:23
    • #1

    [Blockierte Grafik: http://www.derwesten.de/static/nachric…9944_inline.jpg]

    Essen. Der bekannte politische TV-Journalist und ehemalige WDR-Intendant Friedrich Nowottny distanziert sich wenig glaubwürdig von einer zweifelhaften Werbekampagne eines Braunschweiger Händlers für zackige Wehrmachts-Propaganda. Von den Nazi-Marken will Nowottny im Nachhinein nichts gewusst haben.

    Wohl kalkuliert verschickte der Briefmarkenhändler Borek zum 70. Jahrestag des Überfalls auf Polen tausende Werbebriefe für 13 Marken mit kriegsverherrlichenden Motiven der Nazi-Propaganda. Angepriesen wird der Satz „Heldengedenktag 1944” von Friedrich Nowottny, dem ehemaligen WDR-Intendanten und ARD-Vorsitzendem, bekannt geworden als Moderator von 1000 Sendungen des TV-Dauerbrenners „Bericht aus Bonn”.


    Ebenso zerknirscht wie genervt

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  • doktorstamp
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.593
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    Geburtstag
    30. September 1955 (70)
    • 7. September 2009 um 10:43
    • #2

    Experten sehen die Briefmarkenszene grundsätzlich von einer sehr unpolitischen Betrachtungsweise der Nazi-Diktatur geprägt.


    Wie soll man das verstehen? Wird uns Sammler was unterstellt? Wer sind diese "Experten"?

    Borek hat hier was losgelassen. Heldengedenkmarken als Erinnerung an den Ausbruch des Krieges. Was haben sie sich dabei ausgedacht? Wenn überhaupt.

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • Saguarojo
    Gast
    • 7. September 2009 um 13:19
    • #3

    Friederich Nowottny ist wahrlich nicht derjenige, der Nazi-Propaganda befürwortet. Wer ihn von seinen jahrelangen Fernsehkommentaren her kennt, weiß, dass er politisch ein ganz korrekter Mann ist.
    Wem man hier auf die Finger klopfen sollte, ist der besagte Briefmarkenhändler aus Braunschweig.

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    656
    • 7. September 2009 um 15:40
    • #4

    "Eingekauft habe man ihn - im Raum steht eine Summe von ca. 25 000 Euro - als in der Werbebranche so genanntes Testemonial für das Gebiet „Deutsches Reich”."

    Zahlt der WDR so eine schlechte Pension, dass jemand sein lebenslang aufgebautes Renommée und seinen guten Ruf unbedingt mit Werbeverträgen ruinieren muss? Aber man nimmt halt mit, was man kriegen kann und will hinterher nichts davon gewusst haben oder sogar missbraucht worden sein. Und das soll man einem politischen Journalisten abnehmen? Aber Verdrängung und Dummstellen passt zum Thema Drittes Reich - da hat ja angeblich auch kaum einer etwas mitbekommen und selbst mitgemacht hat schon gar keiner, das waren nur die anderen.

  • Rabaul
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    623
    • 10. September 2009 um 11:58
    • #5

    Die traditionsreiche Firma Borek war nie ganz billig mit ihren Angeboten. Bedingt durch die weltweite Wirtschaftskrise und die schon seit Jahrzehnten anhaltende Flaute auf dem Briefmarkenmarkt, können solche Firmen nur mit neuen Ideen fortbestehen. Statt die Preislisten mit Rabatten zu versehen und diese zu offerieren, gibt man unnütz Geld für eine fragwürdige Werbekampagne aus. Für manche solcher Thematik-Sammlungen bekommt der Sammler als Verkäufer nicht mal mehr ein Butterbrot.

    http://www.the-papuan-villager.de

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    656
    • 10. September 2009 um 13:09
    • #6
    Zitat

    Original von Rabaul
    Die traditionsreiche Firma Borek war nie ganz billig mit ihren Angeboten. Bedingt durch die weltweite Wirtschaftskrise und die schon seit Jahrzehnten anhaltende Flaute auf dem Briefmarkenmarkt, können solche Firmen nur mit neuen Ideen fortbestehen. Statt die Preislisten mit Rabatten zu versehen und diese zu offerieren, gibt man unnütz Geld für eine fragwürdige Werbekampagne aus. Für manche solcher Thematik-Sammlungen bekommt der Sammler als Verkäufer nicht mal mehr ein Butterbrot.

    Diese Einschätzung trifft wohl für die allermeisten Klein(st)betriebe der Branche zu, nicht aber für die großen Auktionshäuser und Versandhändler, wie beispielsweise Deutscher Philatelie Service (DPS), Borek, Goldhahn oder Sieger.

    Alle deutschen Kapitalgesellschaften sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Jahresabschlüsse (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht) im Unternehmensregister zu veröffentlichen. Die Datenabfrage ist für Nutzer kostenlos und auch ohne betriebswirtschaftliche Kenntnisse aussagekräftig, beispielsweise Schlüsselgrößen wie "Jahresergebnis" bzw. "(Bilanz-)Gewinn" oder "(Bilanz-)Verlust". Nicht wenige Klein(st)betriebe weisen nachhaltig - über mehrere Jahre - "rote" Zahlen oder sogar einen "nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" auf. Was das bedeutet, muss wohl nicht erklärt werden.

    Die Lageberichte geben in Textform die Meinung der Unternehmensführung über die Geschäftslage wieder. Die für erhebliche Werbeausgaben bekannten Firmen Borek, DPS und Sieger begründen den Erfolg ihrer Unternehmen gegen den Branchentrend mit einer durch Werbung möglichen Neukundengewinnung, Umsatzsteigerung bzw. zumindest -stabilisierung. Auch die Zielgruppe von Abonnement-Kunden sei eine andere, nämlich ertragsstärkere (Wo sonst sind noch über 50 % Katalogwert erzielbar?), während die demografisch bedingt schrumpfende Gruppe der Gelegenheitsbesteller immer weniger im Versandhandel kauft. Auch der nach eigenen Angaben größte Kilowaren- und Schnäppchen-Posten-Anbieter Goldhahn verfügt über eine große Stammkundschaft offensichtlich zufriedener Wiederbesteller.

    Vom philatelistischen Standpunkt mag an solchen Geschäftsmodellen ("wertlose" Abonnement-Sammlungen - "wertlose" Massenware, Wundertüten etc.) Kritik angebracht sein, betriebswirtschaftlich scheint es erfolgreicher zu sein als die zeitaufwendige und kapitalintensive (Lagerhaltungskosten!) Abwicklung von geringfügigen Einzelbestellungen, Fehllistenbearbeitung oder ähnlichem. Lediglich im Zubehörhandel sind noch Gewinnmargen zu verdienen, auch wenn dieser ebenfalls rückläufig ist (Neuheitenbezug und Nachträge zu Vordrucken waren früher ein gutes Geschäft, dass fast komplett weggebrochen ist!).

    In der Auktionsbranche sieht es ähnlich aus - große Firmen machen gute Geschäfte, Wald-und-Wiesen-quer-durch-den-Gemüsegarten-Versteigerer haben Probleme, an lukrative Einlieferungen und zahlungskräftige Kundschaft zu gelangen. Dafür wären u. a. erhebliche Werbeaufwendungen notwendig, für die kapitalschwachen Ein-Mann-Hinterhof-Garagen-Betrieben einfach die Mittel fehlen.

    Sammelanfänger, -wiedereinsteiger und auch Sammlungserben erreicht man offensichtlich nach wie vor am besten über Werbung. An "alten" im Sinne von erfahrenen Sammlern ist nicht mehr viel zu verdienen, zumal die ihre Marken zunehmend über Internet-Auktionen beschaffen.

  • Rabaul
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    623
    • 17. November 2009 um 13:41
    • #7

    philnum schrieb:

    "Vom philatelistischen Standpunkt mag an solchen Geschäftsmodellen ("wertlose" Abonnement-Sammlungen - "wertlose" Massenware, Wundertüten etc.) Kritik angebracht sein..."

    Ich meine, dann sollte man die Werbemittel doch für geeignetes Material einsetzen, nicht für "Blendwerk", das sich bestenfalls dafür eignet, Konfetti für den Karneval zu produzieren.

    http://www.the-papuan-villager.de

  • harweg
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    25. Februar 1950 (75)
    • 17. November 2009 um 14:27
    • #8

    Herr Nowottny wird es nötig haben!
    schon Vespasian wusste: Pecunia non olet!

    Forschungsgemeinschaft DDR Plattenfehler

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