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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Gummiriffelung fälschen

  • m.w.myname
  • 10. September 2009 um 09:01
  • m.w.myname
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    554
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    29. September 1943 (82)
    • 10. September 2009 um 09:01
    • #1

    Hallo,
    ich weiß jetzt nicht, ob dieses Thema schon mal auf der Tagesordnung
    stand (ich bitte um Hinweise).
    Meine Frage ist also.
    Kann man die Gummiriffelung einer Marke genau so leicht fälschen, wie
    z. B. einen Tagesstempel ?
    Ich denke insbesondere an Marken, bei denen die waagerechte Riffe-
    lung deutlich mehr/weniger kostet als die senkrechte Riffelung. Nehmen
    wir den Luftpostsatz von 1934 Deutsches Reich und da besonders die
    Lilienthal-2RM-Marke.
    Könnte man z. B. aus einer x-Type eine y-Type machen, ohne den al-
    ten Gummi abzuwaschen und mit neuem Gummi mit teurer Riffelung
    zu versehen ?
    Der Grund für meine Frage ist:
    Ich habe den teuren postfrischen Luftpostsatz ungeprüft (nicht nach-
    gummiert - um das festzustellen, reichen meine Kenntnisse aus). Ich
    möchte mir ganz gerne die Prüfgebühren sparen, wenn Ihr auch
    meint, daß es nicht möglich ist, aus einer x-Riffelung so einfach eine
    y-Riffelung (oder umgekehrt) zu machen

    danke für Rätschläge

    m.w.myname

    Besonderes Interesse ? Ja......alles Besondere von DR 1933-45
    Mitglied in der ArGe "Zensurpost" im BdPh
    Überblick: http://www.phila-wietz.de (mit Beispielsammlungen)

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    656
    • 10. September 2009 um 12:10
    • #2

    Hallo m.w.myname,

    ein Blick in den Michel-Spezial verrät zur Gummiriffelung dieser Ausgabe Folgendes:

    "Fast alle Werte auch ohne oder mit kaum erkennbarer Gummiriffelung bekannt (zu schwach eingestellte Riffelungswalze)."

    Wenn man insbesondere den Katalogwert der 2-RM-Marke Lilienthal betrachtet

    MiNr. 538 x (senkrechte Gummiriffelung) ** € 120,-
    MiNr. 538 y (waagerechte Gummiriffelung) ** € 4500,-,

    dann kann der Handelswert durch eine Verfälschung einer ungeriffelt gebliebenen oder schwach senkrecht gummigeriffelten Marke erheblich gesteigert werden. Da auch nachgummierte Marken mit Gummiriffelung versehen werden, wäre auch eine nachträglich angebrachte Riffelung von Originalgummi in einer seltenen/teuren Richtung keinesfalls auszuschließen.

    Ob man hier Prüfgebühren sparen sollte, muss man abwägen: Glaubt man an die Echtheit und reicht einem das aus, dann kann man es sich sparen. Ob ein späterer Erwerber der Echtheit der teuren Gummiriffelung denselben Glauben schenkt, ist eine offene Frage.

    Beste Sammlergrüß

    philnum

  • Hangover
    aktives Mitglied
    Beiträge
    379
    Geschlecht
    Männlich
    • 10. September 2009 um 13:56
    • #3
    Zitat

    Original von m.w.myname
    Kann man die Gummiriffelung einer Marke genau so leicht fälschen, wie
    z. B. einen Tagesstempel ?

    Im Prinzip ja - aber nur im Zuge einer Nachgummierung. D.h. wenn die Gummierung sicher echt ist, wird die Riffelung es auch sein.

  • m.w.myname
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    554
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    Männlich
    Geburtstag
    29. September 1943 (82)
    • 10. September 2009 um 14:22
    • #4

    Hallo hangover,
    dies ist auch meine Meinung

    m.w.myname

    Besonderes Interesse ? Ja......alles Besondere von DR 1933-45
    Mitglied in der ArGe "Zensurpost" im BdPh
    Überblick: http://www.phila-wietz.de (mit Beispielsammlungen)

  • Max und Moritz
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.275
    Geschlecht
    Männlich
    • 10. September 2009 um 14:38
    • #5

    Das ist nicht richtig. Lest nochmals Philnums Beitrag genau. Eine grundsätzlich echt gummierte Marke, welche auch normalerweise eine Riffelung aufweist, kann gefälscht werden, wenn die Riffelung durch bspw. schwach eingestellte Riffelungswalze kaum oder gar nicht erkennbar ist.
    Eine Prüfung der teuren Variante ist damit leider nicht vermeidbar.

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    656
    • 10. September 2009 um 15:25
    • #6
    Zitat

    Original von Hangover

    Im Prinzip ja - aber nur im Zuge einer Nachgummierung. D.h. wenn die Gummierung sicher echt ist, wird die Riffelung es auch sein.

    Warum soll eine nicht originale Riffelung nur im Zuge einer Nachgummierung möglich sein?

    Die Riffelung erfolgt in getrocknetem/trockenem Zustand der aufgebrachten Gummierung, indem die glatte Gummierung mittels kleiner Rädel gebrochen wird, damit sich die Marken(bögen) nicht mehr wellen/einrollen können. In noch feuchtem Zustand der Gummierung würde die Riffelungswalze den gewünschten Effekt nicht erzielen.

    Eine postfrische, einwandfrei attestierte MiNr. 538 y hat einen vierstelligen Handelswert. In dieser Größenordnung sind ungeprüfte Stücke nicht marktfähig oder nur zu einem viel geringeren Preis absetzbar.

    Sollte die y-Type echt sein, kostet die Prüfung theoretisch bis zu 3 % vom Katalogwert und ein Farbfoto-Attest nochmal € 20,- Gebühr extra, das Ganze zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer. In der Praxis sind die Prüfkosten nicht so hoch - zumindest bei Schlegels in Berlin, Herr Dr. Oechsner ist meiner Erfahrung nach Gewinnmaximierer - und in so einem Fall kann man ja auch vorher fragen/aushandeln, was die Prüfung kosten soll.

    Man kann aber auch an der falschen Stelle sparen: Im Hinblick auf einen späteren Verkauf ist die Prüfung gut angelegtes Geld, auch wenn man die Marke in der Sammlung behalten will. Erstens hat man die Gewissheit der Echtheit schwarz auf weiß und ist nicht nur im guten Glauben, dass sie höchstwahrscheinlich echt sein könnte/dürfte/müsste, zweitens ist sie damit jederzeit zu marktgerechtem Preis veräußerbar und droht nicht unbemerkt/ungeprüft in einer Nachlass-Sammlung unterzugehen.

    P.S. Ich habe noch einen Zeitschriften-Artikel zu dieser Ausgabe gefunden, indem berichtet wird, dass die waagerechte Gummiriffelung schon zu Zeiten der Ausgabe für Aufsehen in Sammler- und Händlerschaft sorgte. Ganz so blauäugig sollte man also nicht im Hinblick auf die Echtheit waagerechter Gummiriffelung sein, aber wenn man auch ohne Prüfung schon weiß, dass die Gummierung sicher echt ist, ist es die Riffelung eben auch.

    2 Mal editiert, zuletzt von philnum (10. September 2009 um 17:09)

  • stampsx
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    507
    • 11. September 2009 um 11:17
    • #7

    Hallo,

    eine falsche Gummiriffelung kann jeder in 1 Minute ohne Werkzeug und Lupe selbst erkennen.

    Die Papierbögen wurden nicht zufällig in Riffelmaschinen geworfen, sondern die Gummiriffelung steht immer zur gleichen Laufrichtung des Papiers. Beim Wasserzeichen Hakenkreuze ist die Lage des Wasserzeichens zwar nicht so einfach zu beurteilen, aber zum Beispiel die teuren Nothilfemarken der Weimarer Republik zeigen Wasserzeichenlage und Gummiriffelung immer in einer Richtung. Mir sind keine Marken bekannt, die echt gegen die Wasserzeichenlage oder auch gegen die Laufrichtung geriffelt wäre.

    Was lernen wir daraus? Die Lage der originalen Gummiriffelung können wir aus der Papierlaufrichtung ablesen.

    Wie stellen wir diese fest? Wir legen die Marke mit der Gummiseite nach oben in die nach oben zeigende offene Handfläche und warten, bis sich die Marke wölbt. Die tiefe Linie der Wölbung zeigt die Laufrichtung. Bei der querformatigen Lilienthalmarke wäre liegende (im Michel als Y bezeichnet) Gummiriffelung eine nach unten gewölbte Waagrechte. Läuft die Wölbung so wie die sichtbare Riffelung, kann beides in Ordnung sein.

    Natürlich kann auch eine echte "Y" nachgummiert und anschließend zwangsläufig nachgeriffelt worden sein.

    Warnhinweis: Ich habe (in diesem Forum) schon gelesen, man solle die Marke in der Hand anhauchen. Das ist völlig irre und erreicht das Gegenteil von dem, wodurch der Test funktioniert. Die Feuchtigkeit der Handfläche steigt nach oben. Oberhalb des Gummis muss die Luft trockener sein. Deshalb darf von oben weder geleckt, noch gehaucht werden.

    Der Test funktioniert nicht in der Waschküche. In der Sauna kann es zu einem blitzartigen Zusammenrollen und festkleben der Marke kommen. Auf dem Balkon kann die Marke weg fliegen.

    Woher ich das weiß? Ich bin von SammlerBernd offiziell ernannter Prüfer! KRAFT MGB (ich muss mir noch den Stempel machen lassen)

    Jürgen Kraft, Apt. 17, 38612 El Medano, Spanien - Mitglied BDPH,
    AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
    kontakt@stampsx.com - Stempeldatenbank

  • asmodeus
    Moderator
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    • 11. September 2009 um 11:46
    • #8
    Zitat

    Ich habe (in diesem Forum) schon gelesen, man solle die Marke in der Hand anhauchen. Das ist völlig irre und erreicht das Gegenteil von dem, wodurch der Test funktioniert.

    Bei gestempelten Marken kann man es machen. Bei den britischen Marken der Burgen- Ausgabe ist es ein Möglichkeit den Drucker zu unterscheiden.

  • stampsx
    erfahrenes Mitglied
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    • 11. September 2009 um 12:06
    • #9

    Hallo asmodeus,

    eventuell hast du nicht genau gelesen, was ich geschrieben habe. Sinnlos ist es, die Marke in der hohlen Hand liegen zu haben und zusätzlich zu hauchen. Der pysikalische Vorgang der das Papier verbiegt, ist es, eine Seite des Papiers stärker zu durchfeuchten, als die andere Seite.

    Es geht um die Komibation Hand und hauchen. Mit den englischen Marken habe ich keine Experimente gemacht. Du kannst es aber sicher einfach testen, ob die Marke beim Hauchen in der Hand liegen muss. Du kannst ja die Michelnummer kurz schreiben und den genauen Vorgang.

    Ich erinnere mich auch noch sehr gut, wozu der damals beschriebene Test mit Hand und hauchen gut sein sollte. Es stand dabei, wenn sich die Marke diagonal wölben würde, wäre sie nachgummiert. Das war und ist falsch.

    Selbstverständlich kann man auch die Marke auf den Tisch legen und von der Bildseite aus hauchen. Es würde zum selben Ergebnis führen. Es ist allerdings für postfrische Marken sehr gefährlich. Anleitungen zum Markenzerstören gab es ja auch schon reichlich.

    Jürgen Kraft, Apt. 17, 38612 El Medano, Spanien - Mitglied BDPH,
    AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
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  • Schildescher
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    • 11. September 2009 um 13:38
    • #10
    Zitat

    Original von stampsx

    Warnhinweis: Ich habe (in diesem Forum) schon gelesen, man solle die Marke in der Hand anhauchen. Das ist völlig irre und erreicht das Gegenteil von dem, wodurch der Test funktioniert. Die Feuchtigkeit der Handfläche steigt nach oben. Oberhalb des Gummis muss die Luft trockener sein. Deshalb darf von oben weder geleckt, noch gehaucht werden.

    Nene, das mit dem Anhauchen ist lediglich der Test für fallende/ steigende Wasserzeichen bei gestempelten Marken wie zum Beispiel bei der Berliner Bautenserie (Mi.-Nr. 43, 47, 57, 58, 59). Wenn man da mal einen Masseposten erwirbt kann man die im Schnelldurchgang auf das bessere Wasserzeichen anhauchen. (Marken einzeln mit der Pinzette aufnehmen und anhauchen) Die daraus resultierende Wölbung (nach oben/unten oder links/ rechts) zeigt dann das bessere oder das normale Wasserzeichen.

    Aber wie gesagt, nicht bei postfrischen Briefmarken diesen Test durchführen.

    Edit: wegen Ergänzung

    Ich mag Vollstempel (keine Versandstellenstempel) folgender Gebiete;

    Bund (bis zum Mauerfall)
    Berlin (u.a. Berliner Bauten , Mi.- Nr. 42- 60)
    DR /Dt. Kolonien / DSWA

    Keulen/ Cöln/ Coeln/ Köln bis 1940

    rote besondere AFS/PFS

    Einmal editiert, zuletzt von Schildescher (11. September 2009 um 13:49)

  • stampsx
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    507
    • 11. September 2009 um 14:43
    • #11

    Hallo Schildescher,

    du bescheibst den Vorgang korrekt. Entweder in die hohle Hand, dann kommt die Feuchtigkeit von unten oder in die Pinzette und hauchen, dann kommt die Feuchtigkeit von oben (außer man macht dabei einen Kopfstand).

    Es geht immer darum, dass die Feuchtigkeit von einer Seite ins Papier eindringt. Wie ich schon schrieb, geht das bei allen deutschen Marken, egal ob SBZ mit Treppen, Weimar mit Waffeln, oder Bund liegend Wz. Gibt es einen bestimmten Unterschied, verformt sich das Paiper. Erhöht sich die Luftfeuchtigkeit langsam und von beiden Seiten gleichzeitig, passiert nichts. Deshalb nicht gleichzeitig in die hohle Hand und hauchen (bei postfrisch zusätzlich hochriskant).

    Jürgen Kraft, Apt. 17, 38612 El Medano, Spanien - Mitglied BDPH,
    AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
    kontakt@stampsx.com - Stempeldatenbank

    Einmal editiert, zuletzt von stampsx (11. September 2009 um 14:44)

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