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Brustschildbriefe

  • woermi
  • 18. April 2008 um 18:04
  • Online
    Kleber
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    310
    • 1. Mai 2026 um 17:31
    • #101

    Ich lese da, dass jemand im Königl. Bayr. Bezirksamte Staffelstein am 12. August 1872 getraut wurde. Dieses Datum liegt Monate vor dem Verfassen des Briefs. Ich vermute daher, dass Google irrt.

  • Wulf
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    16. Februar 1967 (59)
    • 1. Mai 2026 um 17:46
    • #102

    Jean Philippe ,

    ja, dass würde passen.

    Um die soziale Stabilität und die wirtschaftliche Stärke einer Gemeinde zu gewährleisten musste oft um eine Heiratserlaubnis gebeten werden,:huh:

    Im Norddeutschen Bund waren sie da schon weiter, ab 1868 wurde dort bereits die Eheschließungsfreiheit eingeführt.

    Ab 1.1.1876 benötigten dann nur noch Soldaten und bestimmte Beamte im gesamtem Kaiserreich solch eine Heiratserlaubnis.

    Auch Dir vielen Dank.

    Schöne Grüße

    Wulf

  • Wulf
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    • 1. Mai 2026 um 17:55
    • #103

    hm :/.

    ja das Datum ist eindeutig viel früher, aber es steht ja noch ein zweites Datum, 19.2.73 ganz unten, was hat es damit dann auf sich?

  • Jean Philippe
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    • 2. Mai 2026 um 11:08
    • #104

    Wulf

    Auch wenn ich den Text nicht wirklich lesen kann (vielleicht meldet sich ja noch Vichy oder ein anderer Schriftgelehrter), meine ich :

    Der Text hat gar nichts mit dem Streifband zu tun. Der Pfarrer hat das Band genutzt, um sich Notizen oder eine Vorbereitung zu machen betreffend eine Trauung die nach katholischem Ritual vollzogen werden sollte, für ihn wohl eher ein ungewöhnlicher Fall.

    Mehr will ich aber nicht spekulieren.

    Gruss,

    Jean Philippe

  • Wulf
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    • 6. Mai 2026 um 15:17
    • #105

    Hallo,

    am 1.1.1875 kam es zur Währungsumstellung auf Pfennige und Mark.

    Lediglich die Brustschildmarken zu ½, 1, 2, 2½ und 5 Groschen, sowie die Ganzsachen-Postkarten zu ½ Groschen und die Ganzsachen-Umschläge zu 1 Groschen durften noch bis 31.12.75 aufgebraucht werden.

    Es kam deswegen gelegentlich zu sogenannten Währungsmischfrankaturen der beiden Ausgaben.

    Diese Mischfrankaturen sind je nach Kombination selten bis extrem selten und werden zwischen 200€ und weit über 10.000€ gehandelt.

    Die Zahlen stammen übrigens alle aus dem Buch der Arge Krone/Adler e.V. von Manfred Wiegand "Die Mischfrankaturen zwischen Freimarken der Ausgaben Brustschild und Pfennige 1875" (Stand Juli 2022)..

    Die häufigste Kombination ist die 2 Groschen Marke großer Schild mit der 10 Pfennige Marke also DR 20 + DR 33, hiervon sind 593 Belege bekannt.

    Von der Kombination die ich aus meiner Sammlung zeigen kann gibt es schon deutlich weniger, es sind nur 24 Belege bekannt, davon 16 auf Inlandsbriefen.

    Die Kombination DR 18 + DR 32, ist eine wertstufengleiche Währungsmischfrankatur, da die ½ Groschen Marke laut Umrechnung ebenfalls 5 Pfennige wert war.

    Der saubere Inlandsbrief bis 15 gr. ist mit insgesamt 10 Pfennige richtig frankiert, er ging am 16.3.75 von Waldenburg nach Wolkenstein.

    Die Marken und der Stempel sind senkrecht angebracht worden, da sie waagerecht verbotenerweise die Anschrift verdeckt hätten.

    Schöne Grüße

    Wulf

    Einmal editiert, zuletzt von Wulf (9. Mai 2026 um 03:38)

  • Wulf
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    16. Februar 1967 (59)
    • 12. Mai 2026 um 13:31
    • #106

    Hallo,

    noch eine weitere Währungsmischfrankatur aus meiner Sammlung.

    Auf den ersten Blick könnte man meinen es ist die häufigste Kombination DR 20 + DR 33, aber das ist eine seltene Kombi aus Ganzsachenumschlag U7 (10 Pfennige) und der DR 20, davon sind nur 8 Briefe bekannt (3 Einschreibe- und 5 Wertbriefe).

    Hier nun der etwas unsaubere Wertbrief (bei der Seltenheit spielt das für mich kaum eine Rolle) der am 13.7.75 von Bergisch-Gladbach nach Geldern ging.

    Mit 30 Pfennige (2 Groschen = 20 Pfennige) ist der Brief richtig frankiert, 10 Pfennige für einen Inlandsbrief bis 15 gr. + 20 Pfennige für einen Wertbrief bis 10 Meilen.

    Schöne Grüße

    Wulf

  • guy69
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    11. Dezember 1965 (60)
    • 13. Mai 2026 um 11:20
    • #107

    Wertbrief aus Hochheim vom 7. Januar 1874. Adressiert an den Sr. Hochwürden Herrn Pfarrer B........ in Burgschwalbach Amts. Diez. Einliegend 27 Thaler 17 Silbergroschen. Wertbriefgebühr ab dem 1. Januar 1874 = 2 Groschen bis 10 Meilen + Versicherungsgebühr = 1 Groschen (Mindestgebühr), zusammen 3 Groschen auf Ganzsachenumschlag zu 1 Groschen und geklebter 2 Groschen Marke dargestellt. Siegelseitig 5 recht gut erhaltene Wachssiegel.

    Beim Empfänger und Absender (Siegel) finde ich momentan noch gar nichts.

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