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Deutsches Reich, Inflation, Ziffern im Queroval, Wz. 2 Waffeln, 500 Mk., Mi. Nr. 251

  • DKKW
  • 4. Juli 2026 um 12:14
  • DKKW
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    9.959
    • 4. Juli 2026 um 12:14
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    • #1

    Hallo zusammen,

    der 500 Mk. Wert der Ziffer im Queroval-Ausgabe auf Papier mit Wz. 2 Waffeln kam, da sind sich die von mir verwendeten Quellen ausnahmsweise einmal einig, im März 1923 an die Postschalter. Die Marken wurden im Offsetdruck in Bögen zu 5 x 10 Marken (Plattendruck) produziert. Der Michel Spezial 2016 nennt zwei HAN, es ist also davon auszugehen, dass zwei Auflagen produziert worden, die Höhe der Gesamtauflage ist unbekannt. https://philadb.com/?site=list&catid=&catuid=484&id=602

    Der Michel Spezial 2016 nennt folgende Farbfamilie: dunkelgelblichrot (Töne)

    Der Michel Spezial führt folgende Abart auf: unten ungezähnt. Als Plattenfehler wird die kopfstehende Randzahl katalogisiert. Diesen Plattenfehler zeigt erron in der PHILA-DB.

    Den Trösch (Band 75 der Infla-Bücherei) musste ich inzwischen an die Philatelistische Bibliothek zurückgeben. Bei der Durchsicht meiner Dubletten sind mir keine Druckabweichungen aufgefallen. Ich zeige aus meiner Sammlung eine gestempelte und infla-geprüfte Marke, eine postfrische Marke vom Bogenoberrand, und die beiden katalogisierten HAN in postfrischen Paaren vom Bogenunterrand.

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

    • DR 251, 500 Mk., Ziffern im Queroval, Wz. 2, gestempelt.jpg
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  • erron
    Moderator
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    • 4. Juli 2026 um 18:53
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    • #2

    Hallo,

    einen kompletten Bogen mit der HAN 8372.22 und dem Plattenfehler I.

    Rechte Randzahl "3" kopfstehend.

    Bogenscan ist stark komprimiert.

    mfg

    erron

    http://www.philadb.com

  • DKKW
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    • 5. Juli 2026 um 11:25
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    • #3

    Hallo zusammen,

    beim 500 Mk. Wert als Einzelfrankatur begibt man sich auf schwieriges Terrain. erron nennt in der PHILA-DB für eine EF auf Paketkarte € 210,00. Ich hatte ja schon bei früherer Gelegenheit geschrieben, dass in der Inflationszeit Einzelfrankaturen auf Paketkarten gar nicht so leicht zu finden sind. Ich habe nur Versandarten im Inlandspostverkehr gefunden.

    PP12: Paket bis 3 Kg über 75 km, Paket 6-9 Kg bis 75 Km
    PP13: Zeitungssache 8 Exemplare
    PP14: -
    PP15: Nachnahmedrucksache 2. Gew.stufe, Zeitungssache,

    Damit kann ich nicht dienen. Mehrfachfrankaturen sind leichter zu finden, aber auch hier habe ich nur einen Inlandsbrief aus Hamburg nach Braunschweig vom 18.8.23, also PP15.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • DR 2 x 251, MeF, Inlandsbrief, PP15, 18.8.23.jpg
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  • DKKW
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    • 6. Juli 2026 um 12:57
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    • #4

    Hallo zusammen,

    bei meinem heutigen Beleg handelt es sich um eine Mischfrankatur aus dem Inlandspostverkehr. Eine Nachnahme-Drucksachenkarte vom 16.8.23 aus Berlin nach Morsbach, also PP15. Mit je einer 200 Mk. und 500 Mk. Ziffern im Queroval, Zw. 2, korrekt frankiert.

    Drucksachenporto: . 200 Mk.
    Nachnahmegebühr: 500 Mk.
    zusammen: .............. 700 Mk.

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

    • DR, 248, 251, MiF, Nachnahmedrucksachenkarte, PP15, 18.8.23.jpg
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  • erron
    Moderator
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    • 6. Juli 2026 um 21:26
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    • #5

    Hallo,

    aus der Portoperiode 12 vom 15.1.23 bis 28.2.23

    eine Paketkarte vom 19.1.23 von Mühlhausen in Thüringen in das ca. 30 km entfernte Dingelstädt.

    Die Gebühr betrug für ein Paket in dieser PP 12 bis zu einer Entfernung bis 75 km und einem Paketgewicht bis 9 kg genau 500 Mark.

    Somit portogrecht.


    Und aus der nächsten Portoperiode 13 vom 1.3.23 bis 30.6.23 eine Paketkarte von Kassel, abgestempelt am 4.5.23 nach Göttingen.

    Die Gebühr betrug für ein Paket in dieser PP 13 bis zu einer Entfernung bis 75 km und einem nun reduziertem Paketgewicht bis 5 kg genau 500 Mark.

    Somit portogrecht.

    (Scan aus der philadb übernommen)


    mfg


    erron

    http://www.philadb.com

  • DKKW
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    • 7. Juli 2026 um 10:34
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    • #6

    Hallo zusammen,

    erron
    Vielen Dank fürs zeigen der Paketkarten mit Einzelfrankatur.

    @all:
    als aktuell letzten Beleg aus meiner Sammlung zeige ich eine Mischfrankatur aus dem Auslandspostverkehr. Ein mit zwei 300 Mk. und einer 500 Mk. Ziffern im Queroval korrekt frankierter eingeschriebener Auslandsbrief aus Reutlingen nach Kopenhagen vom 20.7.23, also PP14.

    Auslandsbrief: ........ 800 Mk.
    Einschreibegebühr: 300 Mk.
    zusammen: .......... 1.100 Mk.

    Auf der Briefrückseite nicht nur der Ankunftstempel Kopenhagen K vom 23.7.23 sondern auch die Zensurbanderole der Postüberwachungsstelle Stuttgart sowie zwei Siegelmarken mit Monogramm.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • DR 2 x 249, 251, MiF, eingeschr. Auslandsbrief, PP14, 7.1923, Vorderseite.jpg
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    erfahrenes Mitglied
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    • 9. Juli 2026 um 01:08
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    • #7

    Eine tolle „Querziffer im Oval WZ 2“ und fein geordnete Auswahl zeigst Du hier über verschiedene Threads.
    Danke.

    Selber habe ich leider keinen Beleg, sondern nur Einzelmarken.
    Mag den „Satz“ auch wegen der Farben.

    Aber auch wegen dem bei einigen Nummern sehr augenscheinlichen „Kampf“ der Drucker mit der Not (besonders Papier, aber auch Farbpigmente) und besonders gegen die intern wohl schon recht früh absehbare Beschleunigung der Inflation mit ihren Auswirkungen auf Herstellung und Beförderungsentgelt.
    Sicher anders, aber noch viel vielfältiger als bei den „blauen Flöhen“ / Notopfer ab der Währungsreform im damaligen West-Deutschland.

    Und Du hast keine Plattenfehler / signifikaten Druckzufälligkeiten gefunden?
    Ich bin mal so frei.

    Einen signifikanten Bruch der unteren rechten Außenlinie. Grüner Pfeil links. Da die Farbe auf diesem Papier eher matt abgeschlagen sowie die sonstigen feinen Linien soweit klar und sauber erscheinen und keine direkten optischen Auffälligkeiten am Papier, wie ein „Einschlagkrater“ sichtbar sind, eher Plattenfehler (Klischee weg) als zufällige Verschmutzung. Persönliche Meinung.

    Sowie Wegfall und Verschiebung im Ornament hast Du oben auf deiner sehr schönen 500 Mark, abgeschlagen 4. September 1923. Grüner Pfeil rechts.
    Da geht gerade auch noch das jetzt schon waagerechte Teil fliegen. Der ursprüngliche untere Teil ist schon weg.

    Roter Pfeil – äußere Umrandung der linken unteren Wertziffer 500 – oben auf 12 Uhr
    Linienbruch und Versatz um eine Linienbreite nach oben.

    Auch das „I“ von „Reich“ hat hinten einen „buckligen“ Rücken. „Unruhige“ Retusche?
    Und je eine Retusche in den inneren linken Bögen der mittleren Wertziffer 5.



    Da die zwei blau eingekreisten punktförmigen Bereiche nicht rein bräunlich, sondern noch leicht mit Markenfarbe benetzt sind, könnte ich mir vorstellen, das ausgetretenes Maschinenöl auf der Bedienerseite der Druckmaschine vor der Einführung unter den Druckzylinder auf die Papierbahn gespritzt ist und ein vollständiges benetzen dieses Bereichs verhindert hat.

    Schaue mal in die Ecken, hier besonders in die linke.
    Gelbe Pfeile.
    Ich meine mal gelesen zu haben, das diese dunkle verdickte Einfärbung ursprünglich ein durchgehender Strich sein sollte.
    Und je „ausgefranster“ oder „verstuemmelter“ dieser sei, umso später wären die Marken gedruckt.
    Vergleiche ich mit meinen und der wenigen Anzahl von Retuschen / Abnutzungen besonders auch der mittleren Wertziffer im Druckbild bei Dir, sollte das bei deiner 500 Mark ein nicht so später Druck sein.

    Besonders empfinde ich bei dieser 500 Mark das ausgesprochen ausgeprägte / nachgezogene (ich nenne es mal) Signum links unten.
    Mit gutem Willen könnte das ein zusammengesetztes HE sowie rechts daneben ein F sein.
    So frisch nachgezogen, bzw. so ausgeprägt. Schön!



    Als Vergleich mal zwei von meinem dieser Nummer.
    Hier mit beschriebener Korrektur oben am Kreis.


    Die erste weist meines Erachtens fast den selben Alterungsgrad wie die von Dir gezeigte auf.
    Bei meiner (der röteren) scheint genau wo bei Dir der Versatz ist, eine geradlinige Korrektur vorgenommen, welche rechts ein wenig über die benachbarte äußere weiße Umgrenzungslinie des Schriftbandes hineinragt.

    Hier mal meine BF 4


    Beachtenswert meiner Meinung nach

    Blau oben rechts gebrochene Linie
    Blau unten links 3 Linien zur Senke gebrochen.
    Blau mitte verschobene, wellige Firstlinie.
    Orange - sichtbare Retusche in dem oben, bei deiner 500 Mark gebrochenen Bereich.


    Hier mal eine Auswahl aus der vielfältigen Farb- UND Papiervarianz

    Die zweite oben von links (fast durchsichtig) sowie die erste in der unteren Reihe haben eine Papierdicke von kleiner 0,050 mm. je 5 Meßstellen.
    Die vorletzte der oberen Reihe mit dem weißen Papier ist eine ohne Gummi mit einer Dicke von mehr als 0,083 mm.

    Eine z-Variante nach Michel Spezial, auf Karton > 0,090 mm habe ich bei dieser Nummer nicht gefunden.
    Die durchschnittliche Dicke der anderen liegt zwischen 0,065 bis 0,072 mm.

    Den Unterschied in der Farbwirkung macht wohl damals wie Heute auch die Papierzusammensetzung und Feuchte bei Verarbeitung aus.
    Diese beiden Faktoren waren ja damals wegen allgemeiner Mangelwirtschaft sowie dann einsetzenden Zeitdruck, die für die jeweilige Farbzusammensetzung und Sättigung ausschlaggebenden Komponenten.

    Hier mal die Nummern direkt untereinander gelegt.


    Zumindest die oberste in dieser Reihe würde ich eher in Richtung "orangen Rot", als "dunkel-gelblich Rot" bezeichnen. So in der Richtung 17-13-6 / 7. 17- Rot, aber eben mit Beimischung 13 Orange.
    Und so etwas wie zinnober 15-0-6 sollte ja nicht vorhanden sein. Dann wäre der Michel-Spezial ja zu ergänzen.

    Hier mal die Rückseite dieser dünnen Marke

    Hübsche Falte durch Zeltdachschlag der Papiermembran bei einzug unter den Druckzylinder.
    Schon manche Mischfehler und eher etwas gröber sowie Faserverlauf meiner Meinung nach eher vertikal.
    Einen Anteil von eher weniger feinen (i.d.R. schwefelhaltigem) Holzschliff meine ich schon zu erkennen. Links unten der Punkt in der Zahnecke ist rot-rostbraun. Oxidierter Papiereinschluss?

    Hier die etwas dickere und immer noch vom Papier her helle Marke

    Gut zerkleinert und gemischt sowie eher kein Holzschliff. Fast reiner Zellstoff. Sehr stabil gepresst / verdichtet.
    Sucht da nicht das Haar auf der Suppe,
    Habe mich ein wenig mit der Pigment Volumenkonzentration und ihrer Rolle in der Farbe beschäftigt. Und mich mal in alte Pigmente grob eingearbeitet.
    Tiefes Thema.
    Lieber noch ein paar "triviale Druckabweichungen" dieser Nummer, anstatt Papier-Farbe-Druck?
    Grüße und einen guten Spurt ins bunte Wochenende
    Jo.

    Bunt ist die Welt, aber nicht rund.

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