Hallo zusammen,
durch die Einführung des Kriegszuschlags erhöhte sich der Preis für Inlandsbriefe zum 1.8.1916 von 10 Pfg. auf 15 Pfg. Wohl gemerkt, es war keine echte Portoerhöhung sondern eine Kriegsabgabe die dem Finanzministerium und nicht der Post zufloss. Ich hatte ja schon früher geschrieben, dass es sich sozusagen um die deutsche Antwort auf die britische War Tax handelte.
Leider bekomme ich bei der PHILA-DB aktuell eine Fehlemeldung, kann also nicht auf die Infos, die erron zu der marke eingestellt hat, verlinken. Auch diese Marke kam am 28. Juli 1916 an die Postschalter, laut Kohl-Handbuch wurde sie erst mit der Portoänderung zum 1.8.1916 frankaturgültig, Frühverwendungen ab dem 28.7.1916 sind aber bekannt,
Im Michel werden zwei Farbfamilien genannt:
Mi. 100a: hellgelbbraun bis lebhaftorangebraun, sie wurden in Bögen, Rollen und Markenheftchen hergestellt
Mi. 100b: dunkelbraunocker (olivbraun), nur in Bögen gedruckt.
Wenn man die Übersicht der vorkommenden HAN-Nummern im Michel-Spezial anguckt, dann stellt man fest dass die Mi. 100b nur in einem Teil der H 1155.16, also der frühesten Auflage vorkommt. Meine vom Altmeister Bechthold inflageprüften und farbbestimmten Marken sind alle Mi. 100a. Allerdings habe ich eine nicht geprüfte ungebrauchte Marke die im Farbton deutlich abweicht. Ob es sich dabei aber um eine Mi. 100b handelt weiß ich nicht.
Der bräunlichen 15 Pfg. Marke war nur ein relativ kurzes Dasein vergönnt. Angeblich gab es bei schlechter Beleuchtung Verwechslungen mit der 7 1/2 Pfg. Marke. Im Mai 1917 wurde sie durch eine violette 15 Pfg. Germania abgelöst.
Plattenfehler bzw. Druckabweichungen sind mir nicht bekannt.
Viele Grüße
DKKW