Zwei verschiedene Perfins des Unternehmens auf einem Beleg ?
(Ist ohne schwarze Unterlage wirklich schwer zu erkennen...)
Zwei verschiedene Perfins des Unternehmens auf einem Beleg ?
(Ist ohne schwarze Unterlage wirklich schwer zu erkennen...)
BINGO. Volltreffer. Für mich war es wieder ein Punkt mehr, worauf man achten muss...
Ich meine folgende Perfins erkannt zu haben:
Ist echt ein spannendes Thema. Perfins sind in meinem Sammelgebiet leider die (kostspielige) Ausnahme.
Hallo zusammen,
@ Wolffi: freu Dich nicht zu früh, ich habe das Thema Perfins nie sonderlich vertieft. Den von Dir gezeigten Perfin-Katalog habe ich beispielsweise nicht. Ich habe die Zuordnung immer anhand einer Fotokopie (Original aus der Münchner Philatelistischen Bibliothek ausgeliehen) des us-amerikanischen "The Perfin Club" aus dem Jahr 1980 vorgenommen.
Belege habe ich vielleicht eine gute Handvoll, Marken natürlich mehr.
Den Auftakt macht auch gleich ein "Highlight," eine Ganzsache mit Firmenlochung. Keine Toprarität aber Ganzsachen mit Firmenlochung scheinen nicht alltäglich zu sein.
Es handelt sich um ein 7 Öre Wellenlinie-Streifband das innerhalb Kopenhagens versandt wurde. Die Maschinenstempel-Entwertung hat die Ganzsache leider nicht voll erwischt, ich meine aber die Jahreszahl 28 erkennen zu können. Das entspricht dem Ausgabezeitpunkt, links ist die Fabrikationsnummer 49N eingedruckt, laut dem Ganzsachenhandbuch von Oluf Pedersen wurde die Ganzsache XB 37 in 9 Auflagen gedruckt, die Auflage 49-N wurde ab dem 14.4.28 ausgeliefert. Um die Lochung AU identifizieren zu können braucht man keinen Katalog, die "Arbejdsgivernes Ulykkesforsikring" hat freundlicherweise ihren Stempel auf dem Streifband hinterlassen.
Viele Grüße
DKKW
Absender und Perfin ist "DEN DANSKE LANDMANDSBANK", Hypothek og Vekselbank. 16 verschiedene Perfins hatten die.
Das ist wirklich selten - zwei unterschiedliche Lochungen derselben Firma auf einem Beleg - gratuliere!!!
Hier wurden anscheinend die alten Marken mit dem Monogramm noch aufgebraucht und zudem bereits mit dem Einsatz der neuen, mit dem "normalen" L.B., angefangen. Würde ja auch perfekt zum Verwendungszeitraum ab 1926 passen.
Aber irgendwie kenn ich mich da jetzt gar nicht mehr aus.
Haben die in der Katalog-Neuauflage tatsächlich die Nummern geändert?
Ich find da in meinem Katalog nur die L 8, die vom Lochbild zur ersten Marke passt.
Und die L15 ist bei mir ganz was anderes. Die Lochungen mit dem LB-Monogramm reichen in meiner Ausgabe von L 7 bis L 12, wobei es da ja bis L 12.74 (also 74 verschiedene Perfins) geht.
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Ein kleiner Hinweis noch von einem alten Katalogsucher zur prinzipiellen Bestimmung von Perfins mit gleichen Buchstaben.
Bevor man die Löcher zählt, immer erst schauen, ob
a) Punkte nach den Buchstaben vorhanden sind,
b) die Buchstaben Serifen haben (z. B. das letzte Loch "nach oben" beim "L") oder
c) welche Unterscheidungsmerkmale der Buchstabe sonst noch hat - in diesem Fall z. B. wie das "B" beschaffen ist - bei welchem bzw. zwischen welchen vertikalen Punkten die Schlaufe ankommt.
Dann kann man in den meisten Fällen (außer es handelt sich um ein "LB"-Monogramm mit über 70 Varianten) die Suche schon gut eingrenzen und muss vielfach dann nur noch den Verwendungsort abgleichen.
Du benutzt Danske Perfiner, während ich dem Katalog over danske firmaperforinger vom Dansk Perfin Samlerclub benutze. Ich komme mit Papier / Büchern besser klar, als digital immer blättern zu müssen.
Ich weiß auch nicht, wie welchem Katalog die Dänen mehrheitslich vorgehen.... ich schaue mal, ob ich das parallel kundtun kann...
Der Perfiner geht sicher sehr viel tiefer, weil dort in den Unternummern noch der genaue Versender und/oder mit Ort unterschieden wurde.
Beim L8 bin ich bei Dir.... wenn Du beim anderen L12 denkst, dann muss ich doch moch mal Löcher zählen: ich war mir mit 39 ziemlich sicher, also relativ sicher. Hier noch mal ein anderes Bild...
Wenn dem so wäre, wäre es im Perfine L11, aber welcher?
wenn Du beim anderen L12 denkst,
Uhps, nö, sorry! Es ist schon die mit den 39 Löchern. Hab die mit ihren über 70 Varianten nur als Beispiel für die Vielfalt und Nummerierung herangezogen.
Wobei ja deine Katalognummer L12 eigentlich nur "Nysted" ausgibt, was ja auf den ersten Blick gar nicht zum Stempel passt. Bei mir ist es zwar auch "Nytorf", also ganz eine andere Stadt, aber es steht zumindest Kopenhagen dabei. Es muss allerdings dieselbe Lochung sein, da es sonst keine weitere mit zwei Punkten nach den Buchstaben gibt.
Ich finde das Ganze ziemlich seltsam - vor allem mit zwei konkurrierenden Katalogen, die andere Nummerierungen benutzen. Wie soll man sich da als Sammler noch auskennen ...
Und: Auch wenn die Varianten wegfallen, müssten doch eigentlich zumindest die normalen Zahlen identisch sein. Komisch.
Es ist wie mit dem (Michel-)-Katalog... man muss sich einigen, und der Gebräuchlichere wird sich meist durchsetzen.
Bei Spezialkatalogen ist es imer schwierig.... bei DK ist es die AFA und Michel, wo die Nummern nicht übereinader passen.
Das wird hier aber das kleinere Problem sein, wenn ich ein bißchen mehr blättere.
tomm2015 und ich sprachen über verschiedene Kataloge, wobei der Katalog der perfiner.dk weiter und tiefer geht.
Der Katalog darf frei genutzt werden: vor dem Link jedoch der Link zu den Hinweisen, was man tun darf und niht tun darf (ohne vorher zu fragen)
https://www.perfiner.dk/hvad-man-maa-o…erioese-samler/
(Falls das nicht automatisch passiert... man kann das auf die deutsche Sprache umstellen)
Hier dann der Link:
https://www.perfiner.dk/danske-perfiner-bind-1/
Die Buchstaben stehen über den Bildern und führen zur Überischt der Unterseiten.
Heute geht es dann weiter mit einem schönen Beleg, bei dem ich eure Hilfe brauchen werde.
Es geht um einen Brief von 1940 mit einer 10 øre Wellenlinie mit dem Perfin "C.K.H." auf einem Firmenumschlag von C. K. Hansen, versendet am 15.01.1940 von Kopenhagen nach Kopenhagen. Der Brief ging an die Aktiengesellschaft Grøn & Witzke. Kongens Nytorf ist ein bekannter Platz in Kopenhagen.
Der Brief wurde geöffnet durch die (frühe) britische Zensur P.C. 66
In der Legende zum Beleg steht PC66/200.
In der Beschreibung zu diesem Beleg habe ich einen weiteren Hinweis gefunden, der mich verwundert, weil ich nicht sehe, wo man diese Information erkennen kann. Aber vielleicht gab es damals Wege oder Pflichtwege, die die Post laufen musste, und es gehört zu dänischen Geschichtswissen (huhu, DKKW). Es ist aufgeführt, dass dieser Brief als Schiffspost versendet worden sei.
Das Perfin C.K.H. wird bei der Quelle "perfiner.dk" als C 38 und C 38.1 geführt.
https://www.perfiner.dk/wp-content/upl…C-V-34-39-2.pdf
Nun habe die Qual der Wahl, und mir wäre natürlich die "teurere" Version sehr viel lieber. Ich kanns aber einfach nicht festmachen. Deutlich dagegen spricht, dass bei der 38.1 bisher nur Perfins aus dem Jahr 1908 damit gefunden wurden.
Hier noch die Katalogisierung
Katalog over danske firmaperforinger vom Dansk Perfin Samlerclub
Hallo Wolffi,
dieser Brief gibt wirklich Rätsel auf, er ist quasi "unbeschreiblich"
Mit einer 10 Öre Wellenline Marke frankiert, portogerecht für einen Ortsbrief der damaligen Zeit.
Irgendwie muss bei der Verteilung etwas schief gelaufen sein und der Brief ist in einem Postsack nach Übersee gelandet und auf dem Seeweg dahin von den Briten abgefangen und zensiert worden.
Eine andere Interpretation wäre, dass der Brief an Bord eines nach Kopenhagen fahrenden Schiffes ohne Bordpostamt geschrieben wurde, dieses wurde angehalten und die Post der Zensur zugeführt.
Möglicherweise ein Brief von den Färöer-Inseln, das ist jetzt aber Spekulation.
Alles sehr ungewöhnlich und anhand des Beleges nicht wirklic h nachvollziehbar.
Viele Grüße
DKKW
Anmerkung : im Januar 1940 war Dänemark noch nicht von den Deutschen besetzt.
Edit WolFFi: von DKKW korrigiert
Wolffi : Kleiner Tippfehler deinerseits : der Brief ist nicht von 1840 (das wäre toll).
Edit WolFFi: Danke, JP, ist korrigiert
Nun habe die Qual der Wahl
Nein, die hast du nicht. ![]()
Zum einen ist die erste Lochung bedeutend kleiner als die zweite - einfach mal danebenhalten, dann müsste es schon vergleichbar sein.
Aber zum anderen sind die beiden auch so extrem unterschiedlich. Schau dir bloß das oberste Loch beim C an und zieh eine waagrechte Linie zum obersten Punkt beim K.
Es muss also die erste Lochung sein.
Du machst mich fertig.... echt.
Wenn ich überlege, wie ich krampfhaft vergleiche, vom Scan noch ein Bild machen und am Handy zoome.... und die Lochgröße. Oh je. Da muss ich noch ganz viel üben. Ich habe jetzt noch mal geschaut: mir kommt die untere Lochgröße zutreffender zu. Habe ich denn einen Knick in der Pupille?
(Ich möchte damit nicht meinen Wunsch verteidigen, ich glaube Dir da vollkommen. Aber es ist schwerer, als ich vorher dachte).
Bei Perfin-Belegen gibt's da übrigens noch eine gute Möglichkeit:
Wir kennen ja alle das Münzen-"Kopieren" aus der Schulzeit (Papier drauf und mit Bleistift drübermalen). Das funktioniert auch mit Perfins, da sich die Löcher vom Rest der Marke abheben.
Dann hat man praktisch einen Abdruck, den man - auf die Katalogseite gelegt und gegen eine Lichtquelle gehalten - wunderbar vergleichen kann. Zumindest unterschiedliche Größen sind da auf den ersten Blick erkennbar.
@ Wolffi und Jean Philippe
Sorry, Knick in der Linse gehabt, Beitrag ist korrigiert
DKKW
Noch eine ausgezeichnete Methode um ähnliche Perfins zu identifizieren. Geht aber nur mit einem Bildbearbeitungsprogramm, das Bilder transparent machen kann (z. B. Photoshop).
Man legt das 50 % transparente Bild einfach über das Original und passt die Größe und Position so an, dass die Rand-Löcher eines Buchstabens übereinanderliegen. Dann sieht man sofort, ob die Lettern identisch sind bzw. ob die weiteren Buchstaben dazu passen. Zum Teil ist auch nur der Abkürzungspunkt danach minimal an einer anderen Stelle oder ein Punkt einer Reihe etwas versetzt.
Diese Detektivarbeit ist eine eigene Wissenschaft, macht aber - wenn man mal drinnen ist - viel Spaß. Und so kann man zum Teil auch "schwierige" Teillochungen identifizieren ->
Hallo zusammen,
hier ein weiterer Beleg mit Perfin aus Dänemark.
Absender die Firma Brødr. Justesen, København. Auslandsdrucksache nach Finnland, frankiert mit einer 5 Öre Marke der Ausgabe König Frederik VIII und abgestempelt "København K.K.B. 10.3.08 10-11E"
Perfin "B.J." kopfstehend.
Bei der Firma Brødr. Justesen in Kopenhagen handelte es sich um einen Großhändler für Kolonialwaren (nannte man damals so, also Waren aus Übersee)
Viele Grüße
DKKW
Hallo zusammen,
heute zeige ich einen leider etwas gerupften Zensurbrief nach London aus dem Jahr 1915.
Der Brief ist mit einer 20 Øre Christian X der Ausgabe 1913 frankiert. Die Marke weist die Firmenlochung C.O. (kopfstehend) auf.
Die englische Zensurbanderole verdeckt leider den Firmenzudruck aber mit entsprechender Lichtquelle von der Briefrückseite ist alles erkennbar.
Es handelt sich um den Kopenhagener Teppichhändler C. Olesen, Høibroplads, København. Die Firma gibt es noch und steht für exklusive Teppiche.
Die Marke wurde mit einem Maschinenstempel "København K' 16.9.15 8-9 E" entwertet.
Viele Grüße
DKKW
Hallo zusammen,
heute zeige ich eine Ansichtskarte von den Färöer-Inseln die wohl an Bord eines Schiffes auf dem Weg von Thorshavn nach Kopenhagen geschrieben wurde und deshalb auch in Kopenhagen abgestempelt wurde. Frankiert mit einer 5 Öre und einer 30 Öre Marke. Die 5 Öre Marke weist die Lochung C.K.H. auf, dies steht für C. K. Hansen, eine Reederei deren Schiffe offenbar auch diese Route befuhren. Perfins auf privater Korrespondenz sind selten.
Viele Grüße
DKKW