Brief vom 4.7.1916 (falsche Einstellung beim Tagesstempel) aus Pleschtschenizy nach Genf. Zensurstempel sind die Typen 40 (Zweizeiler) und 41. Speeckaert gibt den Typ 40 zusammen mit der Zensornummer "267" an. Tatsächlich weicht der Stempel auf diesem Brief von Speeckaerts Abbildung geringfügig ab. Ich zeige noch weitere Stempel dieses Typs mit ebenfalls geringen Abweichungen, zusammen mit unterschiedlichen Zensornummern. Offensichtlich hat man einige Zeit nach dem Umzug von Minsk nach Smolensk einen Standardtyp ausgegeben.
Russland Postzensur 1914 - 1917
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Bei diesem Brief
Bist Du sicher das es ein Brief ist? Für mich sieht das nach einer Ansichtskarte o.ä. aus.
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Eingabefehler korrigiert!
Karte vom 16.6.1917 aus Witebsk an einen Soldaten des 257. Reserve-Infanterie-Regiments 8. Kompanie. Geprüft wurde am 23.7.1917 in ?. Die Zensurstempel sind bei Speeckaert nicht notiert. Beim Kreisstempel (wie Typ 42) ist das Wort "ВОЕННЫЙ" kursiv, die Zensornummer fehlt. Statt dessen ist hier handschriftlich die Nummer oder das Namenskürzel eingetragen. Ähnliches konnte anhei64 bei einem Moskauer Nummernstempel zeigen.
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Postkarte aus der Feldpost (? / rechts oben könnte sich ein Einheitenstempel befinden) nach Grodno. Datum unbekannt, da der Rollen-Tagesstempel nicht lesbar ist. Auch den Zensurstempel kann ich nicht zuordnen. Der Zensor war W.K. Bjelezkij. Der obere Teil vom Zensurstempel ist leider auch nur teils lesbar, hätte sonst zur Aufklärung beitragen können.
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Hallo zusammen,
Wahnsinn, wieder ist ein Vierteljahr vergangen seit ich meinen letzten Neuzugang bei den russischen Zensurpostbelegen präsentieren konnte. Dafür ist mein heutiger Beleg schon etwas besonderes. Obwohl ich seit über zwanzig Jahren Postrouten und Destinationen im Zusammenhang mit der russischen Postzensur im 1. Weltkrieg sammele ist dies erst der zweite Beleg nach Portugal in meiner Sammlung. Während ich kürzlich bei zwei Briefen nach Australien in Grund und Boden geboten wurde bekam ich diesen Brief für 'nen Appel und ein Ei obwohl Belege von oder nach der iberischen Halbinsel viel seltener sind als Belege von und nach Australien.
Den Abgangsort (Spabrinsk?) habe ich nicht gefunden allerdings sind ja auch viele Ortsnamen nach 1917 geändert worden. Abgestempelt wurde der Brief am 27.6.17 (jul. Kalender) Der Ankunftsort sollte Cartaxo in Portugal (nordöstlich von Lissabon) sein. Der Ankunftstempel auf der Rückseite ist leider unleserlich
Der Brief wurde doppelt zensiert, zum einen in Petrograd mit dem Ra-Stempel "89" (Speeckaert Type 27, sehr häufig) und zum anderen in Portugal mit dem Doppelovalstempel "Censura N.8 24.Agos 1917.
Viele Grüße
DKKW -
Hallo DKKW,
ich lese im Stempel Slawjansk. Das könnte dann das heutige Slowjansk in der Ukraine sein (Siehe auch Wikipedia).
Gruß phoenix
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Ich kann das von phoenix Ausgeführte nur bestätigen.
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Hallo Ihr Beiden,
vielen Dank für Eure Hilfe. Tja, ich und meine bestenfalls rudimentären Kenntnisse der kyrillischen Schrift. Aber hier werden Sie geholfen



Viele Grüße
DKKW -
Immer gerne, und vielleicht kannst du dich ja mal revanchieren.
Postkarte vom 19.5.1915, abgestempelt mit Bahnpoststempel "WOLOTSCHISK 48 SCHMERINKA" nach (Nova) Friburgo in Brasilien. Den unscheinbaren Zensurstempel D.Z. im Rahmen hat Speeckaert unter den Regimentern als Typ 8 dem 507. Infanterieregiment Nischegorod zugeordnet, was meiner Meinung nach nicht stimmt, da diese Karte keinen militärischen Bezug zeigt. Speeckaerts Beleg wurde vermutlich bei der Ankunft geprüft und nicht bei der Aufgabe bei der Einheit. Wo dieses dann tatsächlich geschah, kann ich anhand dieser Karte nicht klären.
Und welchen Weg nahm sie? -
Hallo zusammen,
241264hsv-fan
Nun. die Bahnstrecke Wolotschisk - Schmerinka habe ich gefunden, sie ist Teile der Strecke von Krasne nach Odessa. In Schmerinka zweigte die Stecke nach Kiew ab. Bei der Destination Brasilien gehe ich doch davon aus, dass der Brief über Petrograd - Torneo - Haparanda lief und dann und weiter vermutlich nach Bergen. Da ging es dann aufs Schiff.Vermutlich ist der Brief aber nicht direkt von Kiew nach Petrograd gelaufen sondern ist wohl in Moskau zensiert worden. Leider nennen weder Speeckaeret noch Skipton/Mihalowe die Stempelmaße aber der Skipton/Mihalowe nennt und zeigt im Gegensatz zum Speeckaert zwei Ra-Stempel "D.Z." Für mich sieht das aus wie die Type 4 bei Skipton/Mihalowe. Die Type 1 scheint der Type 2 nach Speeckaert zu entsprechen.
Viele Grüße
DKKW -
Nun, der Moskau Typ 2 hat das D.Z. aber nicht in Schreibschrift. Die Maße des von mir angegebenen Typs 8 sind exakt die von dieser Karte. Somit ist es definitiv nicht der Typ 2.
Leider sind außer den beiden Bahnpoststempeln keine weiteren russischen Tagesstempel vorhanden. -