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Russland Postzensur 1914 - 1917

  • DKKW
  • 1. November 2011 um 13:34
  • 241264hsv-fan
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    • 19. Juni 2018 um 11:01
    • #681

    Wenn du denkst, dann denkst du nur, du denkst ....

    Ein großer Teil meiner Neuerwerbungen sind bereits eingetroffen - der Zoll hat sehr zügig gearbeitet.

    Anfang macht dieser undatierte Brief aus Kronstadt nach Österreich. Den Zensurstempel konnte ich im Speeckaert nicht entdecken. Der Kreisstempel sowie der Zweizeiler sagen nahezu das gleiche aus - 1. Kronstädter Festung Sapernaja Unternehmen. Im zweizeiligen Stempel steht nur zusätzlich Gepr. Milit. Zens. und Rest abgekürzt.

    In dem Punkt, wofür Sapernaja steht bzw. was die hergestellt haben sowie eventuelle Berichtigungen könnte vielleicht northstar unterstützen.

    Suche Kaiserreich Russland - insbesondere Punkt-Nummernstempel und Postzensuren 1. Weltkrieg.

  • DKKW
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    9.672
    • 19. Juni 2018 um 11:51
    • #682

    Hallo 241264hsv-fan,

    das ist die russische Entsprechung des französischen "Sappeur"

    In der französischen Armee waren das Zimmerleute, später wurde der Begriff wohl auf Belagerungstruppen übertragen.

    Viele Grüße

    DKKW

  • 241264hsv-fan
    Stamm Mitglied
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    • 20. Juni 2018 um 06:43
    • #683

    Danke für deine Erklärung.

    Heute zeige ich einen Brief aus Rostow am Don. Aufgegeben wurde er am 25. August 1915 (Julianischer Kalender) und dort der Prüfung unterzogen, was mit dem Zensurstempel Typ 4 bestätigt wurde. Anschließend wurde der Brief nach Genf weitergeleitet, wo er am 24. November (Gregorianischer Kalender) selben Jahres ankam. Der Brief hat somit immerhin rund 2½ Monate gebraucht, bis er seinen Empfänger erreichte.

    Suche Kaiserreich Russland - insbesondere Punkt-Nummernstempel und Postzensuren 1. Weltkrieg.

  • Jean Philippe
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    7.907
    • 20. Juni 2018 um 10:25
    • #684

    "Sapeur" (mit nur einem p) als Militärfachausdruck im französischen bezeichnet jemand, der etwas untergräbt, insbesondere unterirdisch vorgeht um eine Konstruktion zum Einsturz zu bringen, oder auch jemand der einen Schützengraben gräbt.

    Gruss,

    Jean Philippe

  • 241264hsv-fan
    Stamm Mitglied
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    • 20. Juni 2018 um 11:10
    • #685

    Danke. Und Роты. steht natürlich für Kompanie und nicht für Unternehmen.

    Suche Kaiserreich Russland - insbesondere Punkt-Nummernstempel und Postzensuren 1. Weltkrieg.

  • DKKW
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    9.672
    • 20. Juni 2018 um 12:26
    • #686

    Hallo zusammen,

    Jean Philippe: Dank für die Korrektur meines "Dicken Fingers"

    Dann möchte ich auch einen Beleg aus Kronstadt als Beispiel für eine innerrussische Zensur zeigen.

    Es handelt sich um eine Postkarte die am 31.12.16 von Kronstadt aus verschickt wurde. Wohin? Keine Ahnung, Ihr kennt ja meine Probleme mit der kyrillischen Handschrift. Ich denke, dass Post aus der russischen Seefestung Kronstadt grundsätzlich zensiert wurde, nicht nur Auslandssendungen.

    Die Kronstädter Militärzensur hat sich mit dem L2-Stempel "Militärzensur /Stadt Kronstadt No. 11" (Speeckaert Nr. 2) verewigt. Alle Zensurstempel von Kronstadt werden von Speeckaert als selten eingestuft, das war auch der Grund diesen Beleg zu erwerben, da er recht günstig daherkam.

    Viele Grüße

    DKKW

  • 241264hsv-fan
    Stamm Mitglied
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    • 20. Juni 2018 um 21:28
    • #687

    Gratulation zu dem schönen Stück. Hier lese ich "Petrograd". Für weiteres müsste ich mehr Zeit investieren.



    Suche Kaiserreich Russland - insbesondere Punkt-Nummernstempel und Postzensuren 1. Weltkrieg.

  • 241264hsv-fan
    Stamm Mitglied
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    • 20. Juni 2018 um 21:45
    • #688

    Ich denke, ich kann das dann auch noch toppen.

    Diese Rot-Kreuz-Zierkarte wurde im August 1916 in Oranienbaum (seit 1948 Lomonossow) abgestempelt. Auch diese Karte lief nach Petrograd. In Oranienbaum, das zu dieser Zeit ca. 5600 Einwohner hatte, erfolgte auch die Prüfung. Der Zensurstempel ist bei Speeckaert nicht geführt.

    Erst im Nachtrag konnten zwei Zensurstempel überhaupt aufgelistet werden. Im zweiten Nachtrag folgte noch ein dritter Stempel. Diese drei werden von Speeckaert alle als sehr selten eingestuft.

    Suche Kaiserreich Russland - insbesondere Punkt-Nummernstempel und Postzensuren 1. Weltkrieg.

  • DKKW
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    • 21. Juni 2018 um 20:47
    • #689

    Hallo zusammen,

    jahrelang habe ich vergeblich versucht Zensurbelege von bzw. nach Südamerika für meine Sammlung zu finden. Kaum fand ich die Postkarte aus Peru schon kam ein Brief nach Brasilien hinterher. :)

    Der eingeschriebene Brief wurde in "Kuvast" bzw. "Kuüwast" aufgegeben, keine Ahnung wo dieser Ort liegt, ich tippe mal auf Estland. Adressiert war er nach Santos in Brasilien.

    Der Brief wurde rückseitig mit zwei 10kop. Romanow-Marken frankiert, abgestempelt in Kuvast am 22.1.15. Vorderseitig finden wir einen weiteren Stempelabschlag plus den Auslands-R-Zettel Kuüwast. Der Brief wurde von der Postzensur der 1. Ekspeditajia in Petrograd geöffnet und zensiert. Der Prüferstempel Nr. 27 ist ganz schwach abgeschlagen (Speeckaert Type 7, sehr häufig). Dafür ist das Wachssiegel, mit dem der Brief wieder verschlossen wurde, umso klarer (Speeckaert Nr. 43, häufig). Rückseitig ist ein K2-Transitstempel "Rio de Janeiro 12.Mar 15" und ein K2-Ankunftstempel "Santos 15. Mar 15" sowie ein weiterer sehr schwacher und für mich unleserlicher K2-Stempel abgeschlagen.

    Viele Grüße

    DKKW

  • kartenhai
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    Geschlecht
    Männlich
    • 21. Juni 2018 um 22:20
    • #690

    @ DKKW:

    Bei Kuuwast könnte es sich um Kuivastu in Estland handeln:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kuivastu

    Gruß kartenhai

  • 241264hsv-fan
    Stamm Mitglied
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    • 21. Juni 2018 um 22:55
    • #691

    Die heutige Bildpostkarte ist vom Mai 1915 aus Archangelsk. SIe wurde nach Frankreich gesendet. Der nicht registrierte Zensurstempel dürfte auch aus Archangelsk kommen, denn er ähnelt den Typen 3 und 7. Die Größe und die äußere Inschrift sind bei allen drei Stempeln gleich. Hier haben wir nur ein 'P.'anstelle des Namens Koch bzw. der Zensornummer 14.

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  • DKKW
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    • 22. Juni 2018 um 12:24
    • #692

    Hallo Kartenhai,

    vielen Dank, Kuivastu sollte passen.

    Viele Grüße

    DKKW

  • 241264hsv-fan
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    • 22. Juni 2018 um 20:00
    • #693

    Ein Thema hatten wir bei den Zensuren noch gar nicht - handschriftliche Bestätigungen des Prüfens von Sendungen.

    Diese Karte wurde in Praulano geschrieben. Lettisch heißt es dann wohl Prauliena, wobei es dann Prauliena iela und Prauliena pagasts gibt. Um welches der beiden es sich handelt, kann ich nicht sagen. Die Karte vom 1.8.1914 lief nach Riga. Die Zensur dürfte dann bei der Ankunft erfolgt sein. Dies bestätigte der Prüfer handschriftlich mit roter Tinte: "просмотрѣно (?) военной цензурой" = geprüft Militärzensur.

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    Einmal editiert, zuletzt von 241264hsv-fan (16. Oktober 2019 um 15:18)

  • 241264hsv-fan
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    • 23. Juni 2018 um 09:09
    • #694

    Der Zensurstempel auf folgender Karte ist etwas schwach, aber Speeckaert hat von der Zensurstelle Blagowjeschensk nur bei den Bewachungseinheiten für Kriegsgefangene zwei Stempel aufgeführt. Dieser Stempel ist dem Stempel Typ 7 von Wladiwostok gleich, eben nur mit der anderen Ortsbezeichnung.

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  • 241264hsv-fan
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    • 24. Juni 2018 um 10:24
    • #695

    Heute zeige ich einen Brief der Feldpost. Wenn ich den Auszug aus dem Handbuch für Feldpost von Vinokurow / Epstein richtig verstehe, wurde das Feldpostamt Nr. 148 Mitte Januar 1915 in Petrograd als Reserve-Feldamt gegründet und der 3. Armee übergeben. Im März 1915 wurde es dem 3. Kavalleriekorps unterstellt. Im Januar 1918 wurde es schließlich nach Velikie Luki geschickt, um der Hauptfeldpost zu helfen. Für die Zeit von Oktober und November 1916 stehen dort Malini / Rymnik wobei ersteres im Norden und der zweite Ort im Osten von Rümänien liegt.

    Der Stempel ist weder bei Speeckaert noch bei Skipton / Michalove registriert. Wortlaut: Militärzensor beim Feldpostamt 148. Der Prüfer hatte dann Tag und Monat handschriftlich einzutragen.

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  • 241264hsv-fan
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    • 25. Juni 2018 um 17:15
    • #696

    Zwei Belege zeige ich heute. Zunächst ein Brief aus Reval nach Kopenhagen, entwertet mit Stempel des Bahnhofes vom 1.2.1916. Der Zensurstempel ist der Typ 4 mit den Buchstaben A.E..Bei dem in rot und violett vorkommenden Stempel nennt Speeckaert 17 verschiedene Initialen.

    Als zweites zeige ich eine Karte in die Schweiz vom Januar 1917. Hier ist der Typ 11 abgeschlagen. Speeckaert führt 10 Zensornummern auf. Dieser Stempel ist nur in rot geführt.

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  • 241264hsv-fan
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    • 26. Juni 2018 um 16:31
    • #697

    Der Brief, den ich heute zeige, wurde im Oktober 1914 in Moskau aufgegeben und wurde nach erfolgter Prüfung nach Kopenhagen weitergeleitet. Der Brief trägt zwei seltene Zensurstempel. Der große Rahmenstempel ist der Typ 1, welcher von August 1914 bis Januar 1915 in Gebrauch war. Der zweite Stempel Typ 15 wurde bis Dezember 1914 verwendet und ist bei Speeckaert erst ab November bekannt.

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  • 241264hsv-fan
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    • 27. Juni 2018 um 15:29
    • #698

    Prüfungen durch Polizei kommt sehr selten vor. Speeckaert hat, glaube ich, nur einen Stempel notiert. Auch ich konnte bisher einen Beleg zeigen. Heute folgt ein weiterer.

    Die Karte aus Bogutschansk ist vom Februar 1915 und lief nach Deutschland. Rückseitig befindet sich quer über dem Text der Zensurstempel 'Geprüft - Jenisseier - Bezirkspolizeichef'.

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  • 241264hsv-fan
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    • 28. Juni 2018 um 16:02
    • #699

    Weiter geht es mit einer Feldpostkarte. Der negative Armeestempel ist leider unlesbar. Die Karte lief im April 1915 nach Riga. Zensurstempel ist der Typ 8 von Wilna.

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  • 241264hsv-fan
    Stamm Mitglied
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    • 29. Juni 2018 um 16:02
    • #700

    Gestern zeigte ich einen Negativstempel. Heute kommt einer hinzu.

    Der vorgedruckte Einschreibebrief wurde am 28.10.1914 in Irkutsk zur Post gegeben. Nach erfolgter Prüfung wurde der Brief nach Stockholm weitergeleitet, wo er am 25.11. an kam.

    Verschlossen wurde der Brief mit einem Markenbogenrandstück (wohl von der 1-Kopeken-Romanow). Anschließend brachte der Zensor dann den Einzeiler Geöffnet Militärzensur - Speeckaert Typ 1 - sowie einen Negativstempel auf. Die Inschrift lautet: IN DER IRKUTSKER POST - MILITÄRZENSOR 2. Der Stempel ist nicht verzeichnet.

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