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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Moderne Raubstaaten

  • kartenhai
  • 4. Juni 2011 um 17:11
  • kartenhai
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    • 4. Juni 2011 um 17:11
    • #1

    Die neueste Michel-Rundschau 6/2011 besteht diesmal aus 2 Heften. Im Zusatzheft sind unter anderem die Ausgaben von Guinea, Liberia, Mocambique und Sao Tome und Principe nachkatalogisiert. Bei dem letzteren Land, früher auch St. Thomas und Prinzeninsel (Einwohner: ca. 200.000) genannt, kommt einem normalen Sammler das große Grausen! :O_O:X(

    Auf 11 eng bedruckten Seiten sind Ausgaben von 2008-2009 nachkatalogisiert, die von irgendeiner Agentur nur für Motivsammler entworfen sind, Unmengen von Marken und Kleinbögen und Blocks, die riesige Nominalen tragen und zusammengerechnet Unsummen kosten. Die Einwohner dieses Landes werden sich diese Marken wohl nie leisten können. Jede Marke hat zwar eine eigene Michel-Nummer, aber nur bei ca. jedem zehnten Satz hat Michel eine einzige Abbildung gemacht, die Beschreibungen der Tiere und Pflanzen und Persönlichkeiten sind noch drin, bei jeder Marke steht mehrfarbig (könnte man sich eigentlich sparen!), sogar die lateinische Bezeichnungen und Lebensdaten der Personen stehen überall dabei. Michel könnte von diesem Land eigentlich einen eigenen Katalog herausbringen, aber das lohnt sich nicht, wer soll denn den kaufen ?(

    Wer um alles in der Welt sammelt diesen wertlosen Massenschrott, der wohl nie ein richtiges Postamt sehen wird, sondern nur von einer Agentur unter die Sammler gebracht werden soll ?(
    Michel muss wohl die hohen Katalogpreise dafür machen, weil die Nominalen so hoch sind.

    Diese Ausgaben gibt es teilweise schon seit Jahren und Jahrzehnten, so dass ich mich immer wieder fragen muss, wer kauft das? Das Zeug wird nie eine Wertentwicklung haben und ist nur für Motivsammler gedacht, die unbedingt komplett sein wollen, koste es was es wolle!
    Eine Auflagenzahl ist leider nirgends zu sehen, wäre mal interessant, wie hoch die ist.

    Bei Liberia ist z. B. ein Satz Staatspräsidenten von 2009 nachkatalogisiert mit 42 Werten, Katalogwert: 290,- EUR!!!

    Manchen Ländern sollte man verbieten, Briefmarken herauszugeben! :oneien:

    Gruß kartenhai

  • wolleauslauf
    Gast
    • 4. Juni 2011 um 18:42
    • #2

    Hallo,

    oder nicht kaufen/sammeln. :D, ist doch ganz einfach.
    Die Nachfrage regelt normalerweise den Markt, wenn´s Keiner sammelt, werfen sie es Dir nach, weil das Entsorgen teuerer ist ;)

    Gruß Wolle

  • dietbeck
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    • 4. Juni 2011 um 20:02
    • #3
    Zitat


    Bei Liberia ist z. B. ein Satz Staatspräsidenten von 2009 nachkatalogisiert mit 42 Werten, Katalogwert: 290,- EUR!!!

    Tja, da muss mann auch mal fragen, wie Michel zu dieser Bewertung kommt ?

    Gibt es denn soviele Sammler von Liberias Staatspräsidenten, die einen derartigen Preisansatz rechtfertigen ?

    Oder wird da halt mal was festgelegt weil (nehme ich mal an) hohe Nominalen dabei sind ? Wenn man in irgendeiner Weise solche Ausgaben als unseriös kennzeichnen will, dann sollte man es unterlassen solche Wertangaben in einem Katalog zu machen.

    Aber natürlich stimmt auch die Weisheit, dass es nicht gekauft werden muss.

    Postkrieg, Zurückgezogene Marken, Territoriale Konflikte, Aland
    -----------------------------
    Es kommt nicht drauf an wie alt man wird, sondern wie man alt wird.

    Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung

  • Zackenzaehler
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    • 4. Juni 2011 um 20:48
    • #4

    In den oben erwähnten Fällen versuchen sich dubiose Philatelieagenten und korrupte und/oder hirnlose Politiker dieser Länder "frisch zu machen".

    Ernsthafte Briefmarkensammler sollten dieses oftmals total kitschige Buntpapier meiden, welchess zudem häufig gar nicht an die Schalter gelangt!

    Z.

  • Braunbear
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    • 4. Juni 2011 um 21:01
    • #5

    Sind denn überhaupt afrikanische Länder seriös für den Sammler, wenn ja welche würden da durchgehen?

    :cool: Sei wie eine Briefmarke: Halte dich an irgendwas fest, bis du am Ziel bist.
    (Josh Billings, amerik. Schriftsteller, 1818-1885)

  • Zackenzaehler
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    • 4. Juni 2011 um 21:21
    • #6

    Ich denke mal, daß maximal 50 Marken und maximal 6-8 Blocks pro Jahr noch für eine gewisse Seriosität sprechen.

    Solche Praktiken hat es übrigens schon vor über 100 Jahren gegeben:

    Produktion für den Sammlermarkt
    Massenentwertung
    Marken, die das Land nie gesehen haben

    Zur Demonstration mal eine gut gemachte Webseite:


    Drucktechnisch sind die Nyassa-Marken allerdings wesentlich schöner, als der moderne Müll.

    Z.

  • DrMoeller_Neuss
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    • 4. Juni 2011 um 21:38
    • #7

    "Seriöse" Markenländer muss man lange suchen. Selbst viele mitteleuropäische Länder haben diesen Pfad verlassen (Frankreich, Portugal, Grossbritannien).
    Auch die Anzahl der Marken ist nicht alleine entscheidend, es kommt auch auf die Nennwerte an. Indien und die Philippinen werfen sehr viel auf den Markt, aber die meisten Werte nur für 5 Rs. bzw. 7 Peso.
    Grönland dagegen ist von der Anzahl sehr bescheiden, aber Nennwerte bis zu 100 dKr. (= 12 EUR) gehen wohl am Bedarf vorbei.

    Seriös sind für mich noch die meisten nordafrikanischen Länder und Senegal, Benin, Nigeria, Kamerun, Äquatorial Guinea, Namibia, Malawi, Kenia, Uganda, Mauritius, Eritrea. (die Liste ist nicht vollständig).

  • Kontrollratjunkie
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    • 4. Juni 2011 um 22:20
    • #8
    Zitat

    Original von DrMoeller_Neuss

    Grönland dagegen ist von der Anzahl sehr bescheiden, aber Nennwerte bis zu 100 dKr. (= 12 EUR) gehen wohl am Bedarf vorbei.

    Bitte nicht vergessen, daß in Grönland die Pakete noch mit Briefmarken freigemacht werden. Da erklären sich auch hohe Nennwerte.
    Es besteht durchaus ein Bedarf an diesen Marken, und zwar in Grönland selbst !

    Gruß
    KJ

  • DrMoeller_Neuss
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    805
    • 5. Juni 2011 um 20:19
    • #9
    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie

    Bitte nicht vergessen, daß in Grönland die Pakete noch mit Briefmarken freigemacht werden. Da erklären sich auch hohe Nennwerte.
    Es besteht durchaus ein Bedarf an diesen Marken, und zwar in Grönland selbst !

    Gruß
    KJ

    Und dann sind die Kleinbögen und Blocks mit den unsinnig hohen Nennwerten (100 Kr., 50 Kr. und 25 Kr., macht fast 20 EUR) nichts anderes als ein Markenset für den regelmässigen Paketversender? Die Grönländische Post macht das nur als pure Dienstleistung an den Postkunden? X(

  • Kontrollratjunkie
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    • 5. Juni 2011 um 22:52
    • #10

    Die Grönländische Post ist mit Sicherheit kein Verein von Heiligen.
    Die Nennwerte haben mich auch schon oft gestört, aber wenn es dafür einen echten postalischen bedarf gibt, ist es für mich in Ordnung.

    Nicht in Ordnung ist die relativ hohe Anzahl von Blocks und Kleinbogen für so ein kleines Land, das sehe ich ebenso.

    Gruß
    KJ

  • saeckingen
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    • 7. Juni 2011 um 08:01
    • #11
    Zitat

    Original von Braunbear
    Sind denn überhaupt afrikanische Länder seriös für den Sammler, wenn ja welche würden da durchgehen?

    Selbstverständlich sind etliche afrikanische Länder was ihre Ausgabepolitik betrifft als seriös einzustufen und als Sammelgebiet zu empfehlen. Wie schon von anderen gesagt, könnten sich auch etliche europäische Postverwaltungen manches afrikanisches Land als Vorbild nehmen!

    Ich sammle zum Beispiel noch immer die Neuheiten von Kenia. Es gibt nur wenige Markenausgaben pro Jahr mit landesbezogenen Themen. Die Nennwerte sind den häufigsten Portosätzen angepasst und relativ niedrig.

    Hingegen habe ich Tansania und Uganda mit dem Jahr 1990 für meine Sammlung abgeschlossen, da danach die Markenausgaben überhand nahmen und die meiste Zeit fast ausschließlich auf Motivsammler ausgerichtet wurde.

    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

  • kartenhai
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    • 8. Juni 2011 um 13:54
    • #12

    Ein interessanter Spiegel-Artikel aus dem Jahre 1965 über die Praktiken von einigen Raubstaaten und ihren Hintermännern, zwar schon uralt, aber man wird den Verdacht nicht los, dass es auch heute noch die selben Praktiken gibt wie damals!


    Gruß kartenhai

  • kartenhai
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    • 8. Juni 2011 um 14:01
    • #13

    Gruß kartenhai

  • NduiNdui
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    • 25. Juli 2011 um 20:28
    • #14

    Mein absolutes "Lieblingskuriosum" im Bereich seltsame Ausgabeanlässe ohne echten Bezug zum Ausgabestaat ist Block 43 von Mikronesien (Ozeanien) aus dem Jahr 1998. Ein Block mit immerhin sechs Marken zu Ehren von Fala (1940-1952), einem Scottish Terrier, der US-Präsident Roosevelt gehörte.

  • kartenhai
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    • 25. Juli 2011 um 22:19
    • #15

    @ NduiNdui:

    Ich dachte immer, in Mikronesien gelten Hunde noch als Leckerbissen! :D

    Gruß kartenhai

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    • Mikronesien.jpg
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  • JoshSGD
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    • 26. Juli 2011 um 08:36
    • #16

    Da schau ich mir doch heut gleich mal meine alte Motivsammlung aus Kindertagen an... Flugzeuge, Schiffe, Sport, und das Ganze aus so fernen Ländern wie Liberia, Nordkorea, Umm-al-Quwain (??) etc.

    Immer wieder schön :)

  • HoomySimpson
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    • 26. Juli 2011 um 12:06
    • #17

    Hallo,
    interessante Diskussion.
    Die oben erwähnten liberianischen Präsidenten behandelt Michel natürlich nach zunächst mal nach Nennwert. (1€ = 95$ -2009/Jahredurchschnittskurs), bewertet also mit dem dreifachen Nennwert. In Europa der doppelte, der höhere Kurs wird wahrscheinlich durch die Agentur kommen....
    Aber das muss man ja nicht sammeln....
    Viele afrikanische Staaten sind mittlerweile äußerst seriös geworden. Wo früher hunderte Marken auf den Markt kamen, sind heute 1-2 Ausgaben (siehe Madagaskar). Daran sollten sich die meisten europäischen Postverwaltungen mal eine Scheibe von abschneiden, diese werden fast alle immer gieriger.
    Übrigens, nebenbei:
    Die oben erwähnten Nordkoreanischen sollte man nicht generell verachten.
    Ich habe neulich mit einem Experten für asiatische Länder gesprochen, der da eine Zukunft sieht. (Natürlich nicht die vorab gestempelten!!!!). Aber postfrisch und echt gelaufen (falls man dran kommt), ist sehr gesucht. Ebenso die älteren, hier hat Michel aktuell reagiert und viele Preise deutlich angehoben. Viele Ausgaben sind auf dem Markt gar nicht zu bekommen, und wenn, dann sehr teuer. (Oder wer hat schonmal einen Block 4 gesehen?)
    Bleibt jedenfalls abzuwarten....
    gruß

    wer sich von nordkorea (nur postfrisch, bis 1970 auch gestempelt) trennen möchte, kann mich gern anschreiben.
    henning

  • JoshSGD
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    • 26. Juli 2011 um 14:20
    • #18

    Hoomy: einen Markt für nordkoreanische Marken? Na das wäre ja was, wobei ich bezweifle, dass die Marken, die das Land verlassen, auch wirklich in der DPR Korea gelaufen sind.

    Es ist ja schon schwer genug, eine Genehmigung etc. für eine Reise nach Pjöngjang zu bekommen und selbst da ist es schwer, Münzen und Briefmarken zu bekommen, außer das eben, was Touristen bekommen.

    Aber es gibt ja einige Diplomaten und Aufbauhelfer, die im Land sind. Aber mal sehen, was da noch kommt :)

    Gruß

  • thorn
    neues Mitglied
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    12. November 1966 (59)
    • 7. August 2011 um 21:41
    • #19

    Hallo,
    wenn man es eng nimmt, müßte man auch mein Hauptsammelgebiet Japan als Raubstaat einordnen. Mittlerweile bringt man dort pro Jahr um die 200 Marken raus. Ich habe mich daher vor ein paar Jahren vom regelmäßigen Sammlen der neuen Ausgaben verabschiedet da da Unsummen auszugeben sind wenn man alles komplett haben möchte. Ich habe mich dann auf den Zeitraum bis 1945 spezialisiert. Eigentlich schade mit den aktuellen Ausgaben da die Marken mit die Schönsten sind die ich kenne.
    Beste Grüße, thorn

  • SammlerBernd
    Gast
    • 8. August 2011 um 17:18
    • #20

    Aus schön erörteterten Gründen sammele ich die Ausgaben Afrikas ab ca 2000 motivmäßig nicht mehr.
    Obwohl es sich dabei um angeblich offiziele Ausgaben handelt, die auch tlws. schöne Faunamotive zeigen..
    Aber diese Schwemme aus Klein/ Kleinststaaten von dort unten würde jede seriöse Sammlung sprengen.

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