1. Dashboard
  2. zum Forum
    1. Unerledigte Themen
  3. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  4. Ratgeber
  5. Hilfe
  • Anmelden oder registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
  2. Forum
  3. Briefmarken
  4. Sonstige Marken
  5. Heimatsammlungen

Heimatsammlung – Pro : Contra

  • Luitpold
  • 15. Oktober 2009 um 11:03
  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    878
    • 15. Oktober 2009 um 11:03
    • #1

    Aus gegebenen Anlass beginne ich ein Thema, das in den verschiedenen Threads immer wieder mal angesprochen wird.

    Heimat – Darauf wird jeder seine eigene Antwort haben, wie auch auf das zweite Wort: Sammlung.

    Auch was im philatelistischen Sinne unter Heimatsammlung zu verstehen ist, wird jeder anders beantworten (hier möchte ich die Ausstellungsordnung außer Acht lassen). Im Grunde sind das Sammlungen die die Postgeschichte eines Ortes von Beginn an aufzeigen (wie weit in die Gegenwart, bleibt jedem selbst überlassen). Dazu werden entsprechende Postbelege (Briefe, Postkarten - Ansichtskarten, Formulare usw.) gesammelt.

    Was spricht für eine Heimatsammlung: Sehr viele Punkte könnte ich hier nennen. Als ersten: Ortskenntnisse und -verbundenheit. Die geschichtliche Vergangenheit mit der Gegenwart vergleichen zu können (warum ist das heute so), kann oftmals auf postalischen Belegen nachvollzogen werden. Vor allem alte Ansichtskarten dienen hier der Darstellung solcher Veränderungen.
    Ein mir sehr wichtiger 2. Vorteil: Man kann ALLES IN EINER einzigen Sammlung zusammentragen, was die Post im Laufe der Jahrhunderte produzierte.

    Das Contra ist aktuell bei der kommenden SEM-Auktion zu besichtigen. Dort findet sich zum zweiten Mal eine Erlanger-Sammlung im Ausruf. Es handelt sich um die Reste – z.B. Fahrpost – die preislisch um 200 - 400 reduziert wurden.
    Man muss also wissen, dass die mit viel Mühe und Kosten aufgebaute Heimatsammlung ofmals schwer verkäuflich ist (wenn es denn sein muss).
    Doch dieser Contra-Punkt trifft auch auf manch andere „Spezialsammlung“ zu.

    Ich könnte jetzt noch seitenweise weiterschreiben, aber mich interessiert erst mal, ob das für Euch ein Thema ist. Kann ich auf zahlreiche Antworten hoffen?

    Beste Grüße
    Luitpold

  • 22028
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.814
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    6. Januar 1958 (68)
    • 15. Oktober 2009 um 11:13
    • #2

    Heimatsammlung ist sicher toll, nur, ich lebe auf einem Dorf, da gab es bisher 3-5 verschiedene Poststempel sowie einen Schwung Weihnachtssonderstempel wegen dem Weihnachtspostamt. OK, ich könnte das auf den Landkreis ausweiten, möchte ich aber nicht. Wo soll man da seine Grenzen (Geographisch) ziehen?

    Tibet, Nepal-Klassische Ausgaben, Irak-Eisenbahnmarken 1928-1942, Irak-Zwangszuschlagsmarken Hochwasser 1967, Overland Mail Baghdad-Haifa, SCADTA-Provisorische Einschreibmarken der Ausgabe 1921 & 1923, Kolumbien- Halbamtliche Ausgaben

  • Saguarojo
    Gast
    • 15. Oktober 2009 um 11:24
    • #3

    Eine Heimatsammlung ist immer ein sehr interessantes Objekt. Solche Sammlungen schaue ich mir immer gerne an, obwohl es nicht mein Sammelgebiet ist.

    @ Luitpold
    Unter Deinem Abschnitt "Contra" ist für mich nicht nachvollziehbar, dass man, ob Länder-, Motiv- oder Heimatsammlung, den Aspekt des Wiederverkaufswert beim Sammeln mit berücksichtigt. Sammeln tue ich aus Leidenschaft, nicht, um damit Geld zu verdienen.

  • Gernesammler
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    947
    Geburtstag
    5. Dezember 1963 (62)
    • 15. Oktober 2009 um 11:53
    • #4

    hallo Luitpold

    Das Pro zu einer Heimatsammlung hast Du ja schon wunderbar beschrieben und es ist auch so.
    Ich selbst versuche mich bei Leipzig , wo ich mich z.Z. allerdings ein wenig schwer tue, da die Arbeit und noch eine Sammlung, nämlich Berlin auf dem Tisch liegt und bearbeitet werden muss.Sonst kommt alles durcheinander.
    Aber um an Dein Kontra zu kommen.Baut man eine Sammlung auf um diese aus welchen Gründen auch immer wieder zu verkaufen,doch eigentlich nicht.Für diese Sammlung hast Du ja nicht nur das Material zusammengetragen was dazu gehört ( Postkarten,Briefe,Stempel u.u.u.) sondern da ist ja eigentlich auch die Arbeit und Zeit die Du investiert hast, um es genau zu sagen, Du hast Deine Sammlung liebevoll aufgebaut.
    Dann bist Du ja auch der dazu gehörigen Literatur hinterher gelaufen,man will ja schließlich nicht unwissend etwas aufbauen.
    Was aber das A und O ist bei der Sammelei hat @ Saquarojo schon treffend beschrieben Zitat : "Sammeln tue ich aus Leidenschaft, nicht, um damit Geld zu verdienen."

    Gruß GS

    suche immer Marken und Belege mit Berliner und Leipziger Stempeln

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    878
    • 15. Oktober 2009 um 12:02
    • #5

    @ ALLE

    :dankeschoen:

    für Eure Beteiligung.

    Ein Argument CONTRA ist für mich schwer zu finden, da ich ja "befangen" bin. :jaok:

    Bedenket aber bei dem Verkaufsargument: Wenn man die Sammlung verkaufen muss (ich hörte einmal von einem Heimatsammler der Geld für seine Kinder brauchte und dann Probleme hatte) bringt eine normale Markensammlung (Bayern 1 - 13 z.B. mit allen Attesten usw.) mehr.
    Spaß und Freude haben wir doch alle am Sammeln - keine Frage ;)

    Luitpold

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. Oktober 2009 um 12:16
    • #6

    Hallo,

    wie man unterscheidet zwischen Motiv-, Länder-, Heimat- und postgeschichtlicher Sammlung eines Gebietes, so muss man auch unterscheiden, was den finanziellen Rahmen derselben angeht.

    Wer aus reinem Hobby sammelt, was ihm vor die Flinte kommt, und bei 5 Euro bereits abwinkt, dem geht es ausschließlich um den Spaß an der Freud´.

    Wer viele Stücke für 4 oder 5 - stellige Beträge gekauft hat, dürfte das etwas anders sehen.

    Eine Heimatsammlung ohne große Ambitionen wird in der Masse nicht sehr teuer sein, also ist der Wiederverkaufspreis, wenn sie denn einer haben will, folgerichtig auch gering.

    Wer viel Geld in eine Heimatsammlung investiert, hat vermutlich vor auszustellen oder ein Buch über seine Sammlung zu publizieren oder einfach sehr viel Geld. Hier ist das finanzielle Risiko höher, relativ wie absolut.

    Wer ein kleines Gebiet beackert, wird immer hohe Preise zahlen, weil er jedes einzelne Stück unbedingt braucht und haben will oder muss, läuft also Gefahr, finanziell hie und da auszubluten oder hochgeboten zu werden. Daher ist prinzipiell eine Heimatsammlung eher in der Breite (Luitpold!) anzulegen, als in die Tiefe zu gehen und sich finanziell zu verausgaben.

    Bei einer Präsentation sieht man einer Sammlung immer an, unter welcher Maßgabe sie angelegt wurde; man sieht aber auch, ob Liebe dahinter steckt, oder Kalkül!

    Auch ein geschmackvolles Anlegen auf Blättern ist eine feine Sache, wenngleich es auch ohne geht.

    Aber das soll jeder selbst entscheiden ... :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mar-vel
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    770
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    5. März 1970 (55)
    • 15. Oktober 2009 um 12:20
    • #7
    Zitat

    Original von Luitpold

    Bedenket aber bei dem Verkaufsargument: Wenn man die Sammlung verkaufen muss (ich hörte einmal von einem Heimatsammler der Geld für seine Kinder brauchte und dann Probleme hatte) bringt eine normale Markensammlung (Bayern 1 - 13 z.B. mit allen Attesten usw.) mehr.
    Spaß und Freude haben wir doch alle am Sammeln - keine Frage ;)

    Luitpold

    Das eine geht aber auch mit dem anderen. Ich sammle z.B. Bremen und wenn ich dann irgendwann mal auch alle Bremen Marken zusammen habe, ist diese Sammlung auch wieder gut zu verkaufen - denke ich. Zumal dann auch noch Vorphilabelege, Transitbelege und andere interessannte Stücke dabei sind.
    Gruß
    Marc

    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/veltwisch/gif/schl.gif] 
    Ich suche Bremer Schüsselstempel auf Brief zum Tausch oder Kauf.
    Ich bin auch dankbar für Tipps zu Auktionen oder Händlern.

  • valgrande
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    3.203
    • 15. Oktober 2009 um 12:20
    • #8

    hallo Luitpold

    auch für mich gilt beim Sammeln einer Heimatsammlung der Aspekt des Suchens und Findens zu meiner Heimatstadt, der Umgebung, des Bundeslandes. Da ordne ich mich - wie Du bereits geschrieben hast - keinerlei Ausstellungsordnung unter, denn dies würde bezüglich der freien Entfaltung keinen Sinn machen. Auch mir ist die geschichtliche Vergangenheit sehr wichtig, die Verbundenheit zu meiner Stadt und Region.

    Es macht doch großen Spaß und richtig Freude, alles an Marken und Postbelegen wie Briefe, Post-und Ansichtskarten, Rechnungen und andere Belege, Kuriositäten, zusammenzutragen, was ich für sammelwert und wichtig erachte für eine derartige Sammlung.

    Der wesentliche Punkt für mich ist die historische Betrachtung, und da kann kein Beleg, keine noch so "komische" Kuriosität abartig sein. Hier bewahrheitet sich aufs Beste: sammeln, was gefällt. Im Übrigen habe ich niemals und werde auch nie einen finanziellen Grund für meine Heimatsammlung in Betracht ziehen, sondern eher die Liebe zum Detail.


    Gruß von valgrande

    Einmal editiert, zuletzt von valgrande (15. Oktober 2009 um 12:34)

  • -steppenwolf
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    3.132
    Geschlecht
    Männlich
    • 15. Oktober 2009 um 12:29
    • #9

    Hallo Luitpold,
    es ist wie Saguarojo geschrieben hat:
    Sammeln tue ich aus Leidenschaft, nicht, um damit Geld zu verdienen.
    Es ist für mich auf so einen Nenner gebracht, komme mir vor wie ein Jäger, Pirschhund,oder ein anderer Begriff für Sucher (Symbolisch gemeint). Sammle ja fast alles, und wenn etwas für die Heimat Sammlung darunter ist, käme der Vergleich mit einen Filet Stückchen am nahesten. Aber gezielt suchen, wäre in meinem Fall fast sinnlos.


    LG -steppenwolf

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.546
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 15. Oktober 2009 um 13:17
    • #10

    Liebe Sammlerfreunde,

    wenn ich ein interessantes Stück zu einen vernünftigen Preis sehe,
    dann kaufe ich es. Ein Problem ist es wenn mehrere Sammler das
    gleiche Gebiet sammeln ist es schwierig interessante Stücke nicht
    überteuert zu bekommen. Das Problem hatte ich vor ca. 30 Jahren
    20 Jahre lang. Es gab zwei Sammler, die sich gegenseitig überboten,
    damit es der jeweils andere nicht bekam. Die guten Sachen waren
    dementsprechend zu teuer und ich ließ mich zum Glück von dieser
    Kaufwut nicht anstecken. Seit ca. 10 Jahren kommen alle diese guten
    Stücke auf den Markt und ich könnte sie fast konkurrenzlos auf
    Auktionen kaufen. Mache es aber nicht, denn ich sammle jetzt
    hauptsächlich postgeschichtliche Belege. Dies ist interessanter.
    Meine Heimatsammlungen mit kleinen und mittleren Belegen
    pflege ich aber weiterhin.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • Magdeburger
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.273
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    5. Februar 1961 (64)
    • 15. Oktober 2009 um 13:19
    • #11

    Hallo Luitpold,

    ich möchte erstmal meinen Vorrednern zustimmen, da ich (fast) nur noch Heimatsammler bin. Meine finanziellen Mittel sind nicht riesig, bei schon dreistelligen Summen muss ich meist passen. So versuche ich mit ganz kleinen "Geld" möglichst viel zu bekommen. Glücklicherweise gibt es fast jede Woche für mich Angebote - da doch eine relativ grosse Stadt.

    Litheratur in Form von Beiträgen in Argen, gibt es zwar hier auch - nur diese sind häufig "veraltet" und wurden teilweise nur abgeschrieben, ohne es erneut zu verifizieren. Somit versuche ich, dies neu aufzubauen und mit Hilfe, auch hier im Forum, neu zu beschreiben.

    Ich bin sogar der Überzeugung, dass gerade die Heimatforschung, wenn Sammlungen beschrieben werden, viele Fragen beantworten würden. Leider sammeln viele für sich selbst und dieses Wissen geht häufig verloren.

    Gerade was die Verwendungszeiten von Stempeln und deren Typen und Untertyen angeht, ist die Heimatforschung die ideale Möglichkeit - nur es muss veröffentlicht werden und sollte zentral archiviert werden. Auch glaube ich, dass die Verwendung eines Stempels von zeitlichen und strukturellen Veränderungen abhängig sein könnte - eine lange Verwendungszeit heißt für mich nicht - er ist immer aus einem Grunde verwendet wurden.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • Ron Alexander
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    3.510
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    4. Mai 1984 (41)
    • 15. Oktober 2009 um 13:35
    • #12

    Huhu,

    Ich habe auch eine kleine Heimatsammlung, bzw. alles was ich finde das in meinem Heimatdorf abgestempelt wurde, wird gesammelt. Bis jetzt 2 nette Belege und bin richtig stolz drauf :). Generell definiere ich Heimatsammlung damit wie ich es oben geschrieben habe.

    Finde es eine nette Sache, Geld bzw. ROI betrachte ich hier in keinsterweise.

    Grüße

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

  • Dienstheini
    aktives Mitglied
    Beiträge
    317
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    10. September 1948 (77)
    • 15. Oktober 2009 um 16:46
    • #13

    Hallo:
    Zusammen.
    Möcht zu dem Tema auch noch meinen Senf dazugeben, ich sammle von meinem Heimatort auch alles was ich so erhaschen kann, gebe aber keine hohen Beträge dafür aus, eine Ansichtskarte vom Ort, aus ca. 1900 kostet so um die 50,- Euro da mus ich nicht jede Ausgabe haben.
    Ich sammle halt die Stempel der Zeit soweit ich sie bekomme und ein paar Belege das reicht dann auch, eine Spezialsammlung solls ja nicht werden, den sonst würde ich meine Bayerndienstsammlung vernachlässigen, und das will ich dann auch nicht. Meine Meinung nach soll jeder sammeln was und wie er will, Spass muß es machen.
    mfg. Dienstheini.

    Einmal editiert, zuletzt von Dienstheini (15. Oktober 2009 um 16:48)

  • Leseratte1957
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.093
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    27. Oktober 1957 (68)
    • 15. Oktober 2009 um 19:03
    • #14

    Wenn man so will, habe ich unbewußt auch eine Heimatsammlung zusammen getragen. Als echter Pfälzer sammlich ich franz. Besatzungszone Rheinland-Pfalz. Es ist zwar ein etwas weiteres Gebiet, jedoch verbinde ich damit einen Bezug zur Heimat.

    Sammler sind glückliche Menschen - manchmal ;)

  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.482
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    29. April 1962 (63)
    • 15. Oktober 2009 um 19:55
    • #15

    Hallo Freunde

    Kann ein Norweger ein altdeutschen Heimatsammlung haben? Die Antwort ist selbstverständlich JA. Ich nenne es ein Heimatsammlung (für mich) weil ich in Vilsbiburg als meine zweite Heimat sehe. Nie da gewohnt, aber meine Frau kommt von diesem kleinen bayerischen Ort. Und ich bin schon mehrmals da.

    Ein Heimat ist nicht nur ein Heimat. Ein Heimat kann auch eine tiefere Meinung haben. Also nicht nur Belege von Heimatort sammeln, sondern sich in einem Teil der Heimat ein tieferen wissen aus zu suchen. Sonst wird es nur "Belege kaufen und irgendwo hinlegen".
    Meine Heimatsammlung habe ich zu den Altdeutschen Zeit begrenzt, mit Vertiefung in der Kreuzerzeit. Aber um mein Heimat besser zu verstehen, sind die Nachbarorte in der Vilstal mit dabei gekommen.

    Ich glaube, dass wenn man die Postgeschichte im kleinen versteht, sind die Voraussetzungen den ganzen Postgeschichte zu verstehen viel einfacher. Meine Vorstellungsvermögen sind einfacher zu befriedigen auf dieser weise. Wie sah es alles damals aus? Wo war der Stall? Wann ist der Eisenbahn gekommen? Wie viele Stempeln hatten die damals? Wie war den verkehr zwischen die Orte? War es genau so in Velden oder Eichendorf wie in Vilsbiburg? Ein Heimatsammlung befriediget also meine Neugier in viele postgeschichtliche Aspekte.

    Viele von den grössten postgeschichtliche Seltenheiten will wohl nie hier finden. Macht aber nicht, man muss nicht alles aus diese Orte holen. Will vielleicht langweilig werden. Etwas anderes wäre es mit München, Augsburg, Nürnberg oder Würzburg. Hier gibt es viele andere Möglichkeiten, aber man muss sich hier auch etwas abgrenzen.

    Man muss nicht vergessen, dass ein grösser Teil von sammeln, den Jagd ist. Wo man immer 200 Kilometer um eine Beute zu finden muss, hört wohl auch schnell auf. Und kostet ein Jagderlaubnis immer 500 Euro, hört man auch schnell auf.

    Zum Schluss zeige ich hier ein Brief von meinem Heimat, der nicht zu meine Heimatsammlung hinhört.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • valgrande
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    3.203
    • 15. Oktober 2009 um 20:15
    • #16
    Zitat

    Original von Bayern-Nils
    Ein Heimat ist nicht nur ein Heimat. Ein Heimat kann auch eine tiefere Meinung haben. Also nicht nur Belege von Heimatort sammeln, sondern sich in einem Teil der Heimat ein tieferen wissen aus zu suchen. Sonst wird es nur "Belege kaufen und irgendwo hinlegen"....
    Ich glaube, dass wenn man die Postgeschichte im kleinen versteht, sind die Voraussetzungen den ganzen Postgeschichte zu verstehen viel einfacher. Wie sah es alles damals aus? Wann ist der Eisenbahn gekommen? Wie viele Stempeln hatten die damals? Wie war den verkehr zwischen die Orte?

    Du schreibst sehr schön über das Gefühl von Heimat. Auch für mich hat es einen tieferen Sinn. Ich sammle, was ich durch Sammeln bekommen kann, nicht durch Kaufen. Ich muss auch nicht alles haben, einfach das nehmen, was es dazu gibt.

    Dein Beleg ist ein schönes Beispiel für das Thema.


    Gruß von valgrande

  • soaha
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    918
    Geschlecht
    Männlich
    • 16. Oktober 2009 um 00:18
    • #17

    hallo,

    jetzt kommt der Winter ins Haus und ich widme mich wieder meinem geliebten Hobby. (Grüsse euch alle) ;):)

    Heimatsammlung ist sicherlich für jeden anders.
    Ich mache es auch wie die meisten, sammle fast alles was mit Nürnberg zu tun hat.
    Eine Zeitlang habe ich nur Landpoststempel von Nürnberg und Umgebung! gesammelt aber schnell aufgegeben.
    Hier gibt es leider keine Literatur dafür oder? schon erforscht?

    Der finanzielle Teil einer solchen Sammlung ist bis auf ein paar Einzelstücke sicherlich nicht besonders hoch, wenn mann Stempel und gewisse Besonderheiten ausser acht lässt.

    Aber das Gefühl der Heimat und insbesonderen evtl. mal ein Teil in einer Forschung beizutragen zu können lässt mich weiter machen. :D
    Die Sammlung ist wahrlos unstrukturiert in einer Schachtel! viel ist es nicht aber es besteht was.

    Ausser Altdeutschland! also ca. bis 1900 ab da weiss ich überhabt nicht was ich habe.

    Eins ist auch ein bischen merkwürdig, obwohl ich die Sammlung nicht pflege muss ich gestehen das ich sie fast immer im Hinterkopf habe.
    Aber wie die meisten keine "großen finanziellen Mittel" dafür hergebe. :ok:

    Grüße

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • happybaba
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    739
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    9. April 1949 (76)
    • 16. Oktober 2009 um 06:28
    • #18

    Meine Heimat-Sammlung Wiesbaden, an der ich seit über 20 Jahren bastle, beinhaltet faktisch drei Teile:

    Der erste Teil beschäftigt sich mit der Postgeschichte Wiesbadens.

    Der zweite Teil behandelt die postalische Dokumentation von der Vorphilatelie bis in unsere heutige Zeit anhand von Stempeln ( Sonder-, Tages-, Bahnpost- und Maschinenstempel), Postämtern, Einschreibzetteln, Einlieferungsscheinen, Katastrophenpost, Kriegsgefangenenpost und einige Kuriositäten aus dem postalischen Alltag.
    Dieser Teil ist unterteilt in
    Belege Thurn und Taxis
    Belege Deutsches Reich
    Belege Französische Zone
    Belege Bundesrepublik

    Der dritte Teil behandelt die
    Postautomation in Wiesbaden

    Für mich gehören in die Heimatsammlung aber nicht nur Belege und Marken, sondern auch Bilder mit geschichtlichem Hintergrund (siehe Scans). Sowohl das Wiesbaden-Wappen als auch der historische Briefkasten am alten Rathaus gehören schon seit 11 Jahren der Vergangenheit an, d. h. sie wurden entfernt. Daher sollte man in einer Heimatsammlung nach meiner Ansicht auch solche Sachen dokumentieren.

    Gruß
    Happybaba

    Bilder

    • Scannen0160.jpg
      • 290,78 kB
      • 809 × 1.129
      • 350
    • Briefkasten am alten Rathaus Wiesbaden.jpg
      • 182,78 kB
      • 500 × 481
      • 364
  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    878
    • 16. Oktober 2009 um 08:29
    • #19

    @ ALLE

    Super! Danke für Eure Beiträge. Hoffentlich kommen noch einige dazu. Dann können wir ein Fazit ziehen.

    @ Happybaba

    In 20 Jahren wird da schon eine Menge "Wiesbaden" zusammen gekommen sein. Glückwunsch zu so einer Sammlung. Der Hinweis auf den Strukturwandel bei der Post unserer Tage ist berechtigt. So schnell wie Postämter in den Stadtteilen geschlossen wurden, konnte man gar nicht nachkommen. Ich habe das aufgegeben. Aber wir hatten vor einem Jahrzehnt noch eine fahrbare Post. Damals habe ich das Wägelchen fotografiert und Letztagsstempel gefertigt. Ach, das waren noch Zeiten :)
    Kannst Du noch ein paar Beispiele aus Deiner Sammlung zeigen?

    > Diese Bitte gilt auch allen Anderen. Beispiele helfen schließlich, die eigene Sammlung zu verbessern. Deshalb schaut man sich doch auch Ausstellungssammlungen immer gerne an <

    Habt alle einen schönen FREI-Tag :jaok:

    Luitpold

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    878
    • 16. Oktober 2009 um 08:45
    • #20
    Zitat

    Original von Bayern-Nils
    Ich glaube, dass wenn man die Postgeschichte im kleinen versteht, sind die Voraussetzungen den ganzen Postgeschichte zu verstehen viel einfacher. Meine Vorstellungsvermögen sind einfacher zu befriedigen auf dieser weise. Wie sah es alles damals aus? Wo war der Stall? Wann ist der Eisenbahn gekommen? Wie viele Stempeln hatten die damals? Wie war den verkehr zwischen die Orte? War es genau so in Velden oder Eichendorf wie in Vilsbiburg? Ein Heimatsammlung befriediget also meine Neugier in viele postgeschichtliche Aspekte. Nils

    Hallo Nils,

    besser kann ich das gar nicht beschreiben, warum mir meine Heimatsammlung "lieb und teuer" ist. So steht in meinem Bücherregal selbstverständlich die 3-bändige Jubiläumsausgabe 1300 Jahre Würzburg. Und noch zwei Bände über Unterfranken. Viele Kopien aus Büchern zur Würzburger Geschichte usw. Das wird bei den anderen Heimatsammlern genauso sein.

    Und Dein Bezug zu Vilsbiburg ist doch von herzlicher Natur - gibt es was schöneres :)

    Viele Grüße
    Luitpold

Registrierung

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!

Benutzerkonto erstellen
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
  3. Kontakt

Partnerprogramm / Affiliate Disclaimer

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Mit * markierte Links sind Affiliate-Links (Werbung). Nur auf diese Weise können wir dieses großartige Forum finanzieren, wir bitten um euer Verständnis!

Community-Software: WoltLab Suite™