Stempel auf Brustschildmarken
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Hallo rama,
vielen Dank fürs Zeigen, beim Elsässer Erstein sehe ich auch ein wenig Blauanteil im Stempel, ob das allerdings schon als farbig durchgeht?
@ all,
Ich habe da auch 2 Kandidaten bei denen ich nicht genau sagen kann ob farbig oder nicht, was meint Ihr?
Nachverwendete K2 Marten aus Preußen, in blau selten und Thurn und Taxis Stempel aus Stotternheim in blau richtig selten..
Schöne Grüße
Wulf
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Hallo zusammen,
Druckabweichungen auf Brustschildmarken habe ich kaum und die wenigen Stücke in meiner Sammlung habe ich bereits bei den einzelnen Markenausgaben präsentiert. Aber ein paar Stempel auf Brustschildmarken aus meiner Sammlung kann ich noch zeigen.
Zum Auftakt ein mit einer 1 Gr. Brustschild mit großem Schild frankierter Brief mit deutlichen Altersspuren aus Eutin nach Kiel vom 24.5.1874.
Das ARGE-Stempelhandbuch (wir haben übrigens nur noch ein Exemplar im Bestand) führt alle uns bekannte Poststempel auf, die bis 1875 eingeführt wurden. Dieser Kreisstempel wird als Handbuch Nr.11 bei Eutin katalogisiert, die Verwendung ist vom 25.06.1873 bis 03.02.1879 nachgewiesen. Er kommt auf Brustschildmarken häufig vor, deshalb ohne Aufschlag.
Viele Grüße
DKKW -
Hallo,
"Erste Normstempel" wurden laut Verfügung vom 22.5.1875 zum 1.7.75 eingeführt.
Aber es gibt bei diesen Stempeln deutlich frühere Abschläge, wie das?
Es gab bereits eine sogenannte "Vorausverfügung" vom 13.2.75 bei der es erlaubt war Normstempel zu verwenden.
Die Stempel können nur auf Groschen-Marken vorkommen, nicht auf Kreuzer-Marken. da diese bereits ab 1.1.75 ihre Gültigkeit verloren..
Bis jetzt (Stand 2022) wurden über 450 Stempel aus über 170 Orten erfasst und das ist wohl noch nicht das Ende der Fahnenstange.
Hier mal ein 29er Paar mit dem Bremer Normstempel *1.b vom 5.8.75, bei dem man alle Details dieser Stempel sehen kann.
Schaut mal nach, vielleicht findet sich auch der eine oder andere Normstempel in eurer Sammlung
Schöne Grüße
Wulf
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Hallo,
heute mal eine sogenannte "Verwendung im währungsfremden Gebiet".
Bedeutet, es wurden Groschenmarken im Kreuzergebiet verwendet und umgekehrt.
Kreuzer im Groschengebiet sind seltener und werden im Michel deswegen auch höher bewertet.
Michel-Bewertungen:
Groschenmarke im Kreuzergebiet mind. Aufschlag, gestempelt 100€, auf Brief 250€
Kreuzermarke im Groschengebiet mind. Aufschlag, gestempelt 150€, auf Brief 400€
Ich habe vor kurzem solch eine währungsfremde Verwendung (Kreuzermarke im Groschengebiet) erworben und möchte die euch nicht vorenthalten.
Es handelt sich um einen Brief mit einer 3 Kreuzermarke in teils rauer Zähnung und dem nachverwendeten Thurn & Taxis K2 STADTREMDA.
Stadtremda gehörte seit 1741 zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und somit zum "Nördlichen Bezirk", bei dem Groschenmarken verwendet werden mussten.
Schöne Grüße
Wulf
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Moin Wulf
Hallo,
"Erste Normstempel" wurden laut Verfügung vom 22.5.1875 zum 1.7.75 eingeführt.
Aber es gibt bei diesen Stempeln deutlich frühere Abschläge, wie das?
Es gab bereits eine sogenannte "Vorausverfügung" vom 13.2.75 bei der es erlaubt war Normstempel zu verwenden.
Ich habe mich mit dieser Fragestellung nie befasst, für mich sind diese K1-Groteskschriftstempel aus Schleswig-Holstein etwas "ganz normales"
Im Vorwort zu Fritz Klaukes "Katalog der Poststempel und Entwertungen von Schleswig-Holstein" das die ARGE Schleswig-Holstein 1973 herausgegeben hat, fand ich folgende Hinweise im Vorwort:
- Der preußische Einkreiser wurde in Schleswig ab November 1865, Holstein etwa ab August 1866 und Lauenburg etwa ab Februar 1866 eingeführt
- Während der norddeutschen Postverwaltung (1.1.1868 bis 3.5.1871) wurden die preußischen Stempelformen beibehalten, aber bei den Einkreisern war jetzt die Buchstabenhöhe 3,5 mm
Inwieweit die Schleswig-Holsteiner hier die späteren Normstempel vorwegnahmen kann ich nicht beantworten.
Hier noch so ein K1-Stempel auf 1 Gr. Brustschild: "Flensburg 14.7.72 5-6N"
In Flensburg wurden offensichtlich die beiden zuvor genannten K1-Stempeltypen verwendet. Laut aktuellem ARGE-Handbuch:
Flensburg #14: 01.01.1867 - 16.03.1882
Flensburg #15: ??.06.1871 - 01.08.1887Beide Stempel kommen sowohl in schwarz und in blau vor und sind in allen Erhaltungsformen so häufig, dass sie keinen Stempelaufschlag verdienen.
Viele Grüße
DKKW -
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Hallo zusammen,
Wulf
Vielen Dank fürs zeigen
Ich habe heute einen weiteren Kreisstempel mit Groteskschrift aus NDP-Zeit.
Brief aus Heide nach Husum aus dem Jahr 1872. Mit einer 1 Gr. kleiner Brustschild korrekt frankiert.
K1-Stempel "Heide 26.5.72 7-8N"
Im ARGE-Handbuch unter Heide als #7 katalogisiert und vom 06.05.1870 bis 17.05.1875 nachgewiesen. Grundsätzlich in schwarz vorkommend. Häufig, somit ohne Stempelaufschlag.
Viele Grüße
DKKW -
Hallo DKKW,
vielen Dank fürs Zeigen.
Habe mal meine Sammlung überflogen und musste feststellen das ich kaum K1g aus SH habe

Kann auf die Schnelle ein !9er Paar mit 2 sauberen Abschlägen vom nachverwendeten K1g Gross-Brebel und eine PK mit einem K1g von Rendsburg nach Heide auf einer 18 zeigen.
Schöne Grüße
Wulf
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Hallo zusammen,
Wulf
Gross-Brebel ist ein Stempel der von den Preußen schon 1866 eingeführt wurde, er kommt deshalb auch auf SH-Marken und Belegen vor. Im ARGE-Handbuch ist er bis 25.08.1881 registriert. Da es sich um eine kleine Postexpedition, ab 1876 Postamt III. Klasse handelt verdient der Stempel einen moderaten Preisaufschlag.
Den Stempel Rendsburg habe ich auch in meiner Sammlung, Dein Beleg ist aber wesentlich schöner
Ich zeige heute einen Beleg einer kleinen Postagentur auf der Halbinsel Eiderstedt. Es handelt sich um einen mit einer 1 Gr. großer Brustschild frankierten Brief aus Katharinenheerd nach Tating (ebenfalls auf der Halbinsel Eiderstedt).
K1-Stempel Katharinenheerd 2.1.72, die Uhrzeit ist leider unleserlich.
Es handelt sich hier um ein neues FD, denn im ARGE-Handbuch ist die Verwendung vom 07.03.1873 bis 15.04.1904 registriert. Der Stempel war also wirklich lange im Gebrauch. Auch dieser Stempel verdient einen moderaten Preisaufschlag.
Viele Grüße
DKKW -
Hallo DKKW,
vielen Dank für die zusätzliche Info und die Vorstellung des sauberen Briefes mit dem FD aus Katharinenheerd.
Ich habe hier noch eine Marke (nicht meine) mit K1g aus Westerland (Sylt) vom 30.7.73.
Angeblich hatte das Postamt nur in den Sommermonaten (Juli, August) geöffnet, kannst Du mir das bestätigen ?
Schöne Grüße
Wulf
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In der stampsx-Stempel-DB sind nur Abschläge vom Juli und August sowie einer vom 1. September.
Es spricht also einiges dafür, dass das Postamt (wie in anderen Seebädern der Zeit auch) nur in der Badesaison geöffnet war.Einen Stempelabschlag aus Holstein hätte ich auch anzubieten:
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...ja macht Sinn, dass nur saisonal geöffnet wurde, auch Dir vielen Dank für die Auskunft und fürs Zeigen des schönen K1 Voorde.
Schöne Grüße
Wulf
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Moin Wulf
klar, kann ich. Ich werde doch nicht meinen Ruf als Literaturfreak aufs Spiel setzen.

Im Bücherregal steht ein kleines Büchlein aus dem Jahr 1992. Werner Haselbach: 125 Post in Westerland. Mir fiel es kürzlich mal wieder in die Hände, deshalb brauchte ich nicht lange suchen
1. Juni 1867: Einrichtung einer Postagentur Zunächst nur während der Badesaison geöffnet, im Jahr 1867 vom 1.7. bis 30.09.
Vorher, wohl ab 1866 bestand ein von Keitum ausgehender Landbriefträgerdienst.
1.2.1882: Die Postagentur ist jetzt ganzjährig geöffnet.Der von Dir gezeigte Kreisstempel (Groteskschrift) ist im Handbuch vom 27.7.67 bis 17.9.1874 registriert. Auf SH-Marken gesucht und teuer aber auch später mit Preisaufschlag. Später wurde ein Kreisstempel "Westerland auf Sylt eingeführt (2 Typen), das war dann vermutlich ein Normstempel.
Das Buch stelle ich gleich noch im Bereich Literatur vor.
Viele Grüße
DKKW -