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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Österreich Fiskalmarken

  • Sanjorokkaku
  • 13. Juni 2006 um 14:13
  • wipi
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    • 12. Januar 2021 um 07:52
    • #61

    Danke Kartenhai !

    Ob diese Marke älter ist als 1870 ist schwer zu sagen, denn der Stempel ist leider unleserlich...!

    Wert?

    Da sie wohl in keinem Katalog zu finden ist .....!

    Ich schätze sie älter als 1870, und sie wurde wahrscheinlich für das gesamte Kaiserreich verwendet - daher kein Aufdruck in deutscher Sprache.

    Ich habe sie nur zufällig entdeckt, da ich sie irrtümlicherweise bei den ungarischen Steuermarken eingeordnet hatte - die ja ziemlich ähnlich sind! Allerdings fiel mir auf, dass auf die ungarischen immer auf ungarisch beschriftet sind...!
    Aber auch 1870 - da wäre die älteste Stempelmarke, die ich besitze!

    Bisher war meine 50 Kreuzer Marke die älteste.

    Und diese 15 Kreuzer Marke sieht sehr ähnlich der Stempelmarke, die im Michel für 20.000 abgebildet ist - allerdings nur ähnlich.....!
    Wie schade..!

    Aber diese 15 Kreuzer Marke wurde meiner Meinung nach postalisch verwendet...?

    http://www.sammlerclub.net

  • kartenhai
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    • 12. Januar 2021 um 08:39
    • #62

    Die letzte gezeigte Stempelmarke ist von 1885 und wurde 1888 handschriftlich entwertet, da war die Duldung der Post schon lange vorbei. Das Wort vor der Jahreszahl ist nicht zu entziffern und könnte eine Namensabkürzung des Beamten sein. Aber Poststempel sehen anders aus.

    Und die Marke mit 20.000 im Michel ist nur als ganzer Brief bewertet, das muß dann auch ein schöner Stempel mit Ort und lesbarem Datum sein. Ich würde mal bei der ARGE Fiskalphilatelie nachfragen wegen Deiner Marke, die haben sicher einen Spezialisten für österreichische Stempelmarken, der genaueres darüber weiß.

    Gruß kartenhai

  • saeckingen
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    • 12. Januar 2021 um 09:14
    • #63

    Die Bewertung im Michel gilt für postalisch verwendete Stempelmarken.

    Dein Stück ist aber nicht mit einem Poststempel entwertet, somit eine ganz normale als solche verwendete Stempelmarke. Diese findet man im enstprechenden Katalog der Stempelmarken von Österreich von Martin Erler, der über die ArGe Fiskalphilatelie bezogen werden kann:

    https://www.fiskalphilatelie.de/literaturangeb…edaktion-1.html

    Grüße

    Harald

    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

  • jmh67
    Stamm Mitglied
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    • 12. Januar 2021 um 09:48
    • #64

    Wipi und Kartenhai: Vor der Jahreszahl steht höchstwahrscheinlich der Monat, in diesem Fall also (Septe)mber, (Nove)mber oder (Deze)mber.

  • kartenhai
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    • 12. Januar 2021 um 10:03
    • #65

    @ jmh67:

    Kann auch sein, daß da ein Monat steht. Habe noch zwei Marken gefunden, da steht entweder Monat und Jahr oder nur ein Name drauf. Da hat wohl jeder Beamte früher anders entwertet?

    Gruß kartenhai

  • Nimrod
    Gast
    • 12. Januar 2021 um 16:26
    • #66

    Im Ferchenbauer gibt es zu den Stempelmarken und ihrer postalischen Verwendung einige wenige weiterführende Informationen. Er weist immerhin auf den Spezialkatalog "Lombardei-Venetien: Die postalische Verwendung der Stempelmarken, Abstempelungen - Frankaturen" ex 1982, von Dr. Helmut Avi.

    Ich habe mich mit der Thematik eigentlich nie so recht beschäftigt, aber postalisch verwendet kommen sowohl solche Stempelmarken mit C.M. und Centesimi Aufdruck vor. Entsprechende Briefe haben schon einen beachtlichen Wert.

    Später gibt es auch Stempelmarken mit Kr. Aufdruck, die gelegentlich ebenfalls postalisch verwendet wurden (dies war eigentlich gar nicht erlaubt; daher wurden die Briefe zumeist nachtaxiert). Solche Briefe die nicht beanstandet wurden, schreibt der Ferchenbauer, sind sehr selten und es gelten LP!

    Bitte beachten, die Stempelmarken dienten der Abgleichung einer Fiskalgebühr auf Paketbegleitbriefen der Fahrpost. Diese Belege sind relativ häufig erhalten geblieben und sind hier nicht gemeint. Ich hatte selber schon ´mal so einen Paketbegleitbrief mit Stempelmarke als Beigabe in einem Auktions-Lot. Die Frankatur-Spezialisten im Verein hatten dafür kein besonderes Interesse (kam wohl zu oft vor). Den Beleg hat mir erst nach ein paar Jahren jemand für ein paar Euro (??? 10, oder 30 Euro ???) auf einem Flohmarkt abgekauft. Detto lose Stempelmarken. Dafür interessieren sich offensichtlich nur wenige spezialisierte Sammler.

    Wer aber gerne darüber mehr wissen will (ich hab´jetzt keine Zeit dazu), in der Monographie der Frankaturen 1850-1867: Mischfrankaturen Österreich, Lombardei-Venetien von Dr. Anton Jerger, gibt es alleine für die Stempelmarken 1854 und ihre postalische und fiskalische Verwendung knapp 30 Seiten. Darüber hinaus gib es dann noch einmal zu den Stempelmarken 1858 bis 1866 knapp zehn Seiten zu lesen.

  • wipi
    aktives Mitglied
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    • 13. Januar 2021 um 09:28
    • #67

    Eine schöne Marke von Kartenhai!

    Ich besitze auch so eine mit dem Kaiserbild - nicht so schön wie die von Kartenhai..... (1 Krone steht darauf 1898)


    Aber - da und auch bei der 50 Kreuzer Marke steht deutlich "STEMPELMARKE" drauf !


    Bei der fraglich 15 Kreuzer Marke steht nichts dementsprechend drauf! Wie weiß man dann, dass es doch eine Stempel / Fiskalmarke ist?

    Das hat mich verwirrt!

    Ich habe noch ein ältere gefunden - 1 Kreuzer von 1883 (auch mit "Stempelmarke" beschriftet)! Oder ist das 1 Krone?

    Bei so viel Lockdowns (kann das schon nicht mehr hören!) hat man ja viel Zeit um alles durchzusehen!

    http://www.sammlerclub.net

  • Jean Philippe
    Stamm Mitglied
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    • 13. Januar 2021 um 11:37
    • #68

    Nun, auf den Briefmarken steht meist auch nicht “Briefmarke” drauf. Nicht jeder ist so nett wie die Briten, die zwar nicht unbedingt ein Land draufschreiben, deshalb früher aber Postage und/oder Revenue angaben. Aber bei den alten österreichischen Ausgaben ist es besonders verwirrend. Die ersten Briefmarken hiessen “Poststempel”. Dann gibt es Zeitungsstempelmarken welche vorn im Katalog bei den Briefmarken stehen und andere, welche hinten gesondert als postalisch benutzte Steuermarken figurieren. Und natürlich die einfachen Zeitungsmarken. Da blickt man nur schwer durch.

    Gruss,

    Jean Philippe

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  • Jean Philippe
    Stamm Mitglied
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    • 13. Januar 2021 um 12:28
    • #69

    wipi

    Bei deinen 1kr Marken von 1883 steht doch “Ein Kreuzer” drauf. Es kann also keine Krone sein.

    Gruss,

    Jean Philippe

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  • KEN
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    • 13. Januar 2021 um 13:02
    • #70

    Ich beschäftige mich seit geraumer Zeit mit Fiskal- oder Stempelmarken insbesondere aus Österreich.
    Dazu gibt es Kataloge:
    Weltweit: Timbre Fiscaux von A. Forbin aus dem Jahr 1915
    Österreich: Katalog der Fiskalmarken von Erler/Hagn (zu beziehen bei der ARGE Fiskal)
    Die frühesten Fiskal - Stempelmarken aus Östeerreich sind von 1854, zu erkennen am C.M. (Conventions Münze) unter der Wertangabe. Diese Marken sind bei postalischer Verwendung recht anspruchsvoll.
    Marken späterer Ausgaben sind mit Verwendung normaler zeitgerechter Frankatur möglich und als Brief auch recht anspruchsvoll.

  • wipi
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    • 26. März 2021 um 10:41
    • #71

    Ich habe eine gefunden , die wie im obigen Katalog aussieht - leider nur einen Ausschnitt von einem Brief ....

    Bilder

    • 6 Kreuzer Stempelmarke.jpg
      • 416,04 kB
      • 1.536 × 1.012
      • 273

    http://www.sammlerclub.net

  • Jean Philippe
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    • 26. März 2021 um 10:47
    • #72

    Ganz klar nicht von einem Brief, sondern einem amtlichen Dokument. Also fiskalische Verwendung.

    Gruss,

    Jean Philippe

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  • Jean Philippe
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    • 15. Februar 2022 um 16:29
    • #73

    Künstlerisch hochwertige Stempelmarken gab es zur k. und k. Zeit :

    Gruss,

    Jean Philippe

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  • linos203
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    • 7. Mai 2022 um 21:12
    • #74

    Ich will hier mal einen Reiseausweis aus dem Jahre 1953 zeigen mit 3 Goldkronen Stempelmarke

    Die Krone wurde eigentlich 1924 abgeschafft, aber sie fristete im konsularischen Dienst weiterhin ihr Dasein.

    Der Wert der Goldkrone wurde durch Gesetzesblatt gegenüber ausländischen Währungen festgelegt (aber nie zum Schilling), trotzdem kann man etwa sagen, das eine Goldkrone 9 Schilling wert war. Erst 1968 wurde in Schilling abgerechnet.

    Es gab diese Konsularstempelmarken im Wert von 0,25; 0,5; 1; 2; 3; 4; 5; 8 und 10 Goldkronen.

  • Sanjorokkaku
    neues Mitglied
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    19. Februar 1949 (77)
    • 7. November 2024 um 14:17
    • #75

    In einem familiären Nachlaß fanden sich in einem Österreich-Album diese Marken. Wie gehe ich damit um? Was sind sie wert? Hat jemand Interesse? Im einschlägigen Michel-Österreich fand ich lediglich eine davon.

  • Jean Philippe
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    • 7. November 2024 um 16:03
    • #76

    Sanjorokkaku

    Es ist normal dass du Steuermarken nicht im Michel findest, denn es sind ja eben keine Briefmarken und der Michel ist nun mal ein Briefmarkenkatalog. Allerdings gab es in manchen Ländern Steuermarken die nicht nur fiskalisch, sondern auch postalisch benutzt wurden. Dann findest du sie auch im Briefmarkenkatalog. Markantes Beispiel sind britische Marken die klar und deutlich mit der Aufschrift “Postage and Revenue” ihre doppelte Verwendbarkeit anzeigen. Die fiskalische Nutzung zeigt sich oft durch die Federzugentwertung im Gegensatz zum postalischen Stempel.

    Gruss,

    Jean Philippe

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  • Jean Philippe
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    7.716
    • 13. Februar 2026 um 10:14
    • #77

    Ich lade das Bild zum Beitrag vom 11.3.2007 mal hoch.

    Gruss,

    Jean Philippe

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    Einmal editiert, zuletzt von Jean Philippe (19. Februar 2026 um 12:29)

  • Jean Philippe
    Stamm Mitglied
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    7.716
    • 14. Februar 2026 um 11:12
    • #78

    Mit dem Begriff Kalendermarke (siehe den Beitrag vom 23. Juni 2010) scheinen sowohl Google als auch die KI überfordert zu sein. Auch die Lexika aus der Linkliste kennen das Wort nicht. Ist denn niemand hier der sich mit österreichischen Fiskalmarken auskennt oder die nötige Literatur hat, um den Begriff näher zu erläutern ?

    Gruss,

    Jean Philippe

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    Einmal editiert, zuletzt von Jean Philippe (18. Februar 2026 um 15:33)

  • KEN
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.034
    • 14. Februar 2026 um 12:13
    • #79

    Kopie aus Katalog der Fiskalmarken von Österreich, von Erler/Hagen:

  • Jean Philippe
    Stamm Mitglied
    Beiträge
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    • 14. Februar 2026 um 12:40
    • #80

    KEN

    Danke, aber eine Erläuterung gibt es da nicht, vielleicht steht sie auf der rechts abgeschnittenen Seite.

    Gruss,

    Jean Philippe

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