Druckabweichungen Bundesrepublik
-
-
Bund 473,
grüner Strich im Heckflügel.
Im Michel Sp. 2021 nicht gelistet, vielleicht in einem anderen Plattenfehlerkatalog als Feldbestimmung erfasst. Wer kann helfen?
Der Michel listet keine Passerverschiebungen, und das ist eine

Gruß Frank
-
-
Bund 543:
Farbspritzer (blau) links unter der 5 im Rand.
Diese und weitere Druckabweichungen auch auf meiner Homepage https://www.briefmarkenfehler.de.
Gruß
tobi125
-
Habe auch etwas schon lange im Album liegen, gerade mal wieder in die Hand gefallen.
Michel-Nr. 1675 45 Jahre Schulpforta, weißer Ring (Putze?) beim C von Schulpforta.
Leider ohne Scanner auch nach längerem Kampf mit der Technik nicht schärfer bekommen, das Entscheidende ist denke ich aber zu sehen.
-
@Schimmel, zwei Dinge, die feststehen.
Zum einen wurde die 1675 im Offsetdruck hergestellt. Also ein indirektes Druckverfahren. Bei diesem wird die Druckplatte auf einen Gummituchzylinder übertragen. Dieses Abbild wird auf das Druckmedium gedruckt, welches sich zwischen dem Gummituch und dem Gegendruckzylinder befindet. Aufgrund der Farbigkeit und des Ausgabejahres 1993 gehe ich von einem Vier-Farb-Offsetdruck aus.
Zum anderen ist ein Fleck mit einem weißen Ring (Mond) die klassische Form einer Putze. Es hat ein Farbbereich so hoch gestanden, dass an den Rändern keine Farbe auf dem Druckmedium angekommen ist.
Das Vorkommen in großer Anzahl ist kein Beleg für einen Plattenfehler. Denn im Offsetdruck werden sehr hohe Stückzahlen erreicht. Also würde eine Kontrolle so etwas nach einigen 100 Bögen feststellen. Wobei es ja auch Reinigungsvorrichtungen am Gummituchzylinder usw. gibt.
Also nettes Schaustück, aber es ist eben eine Putze. Doch man weiß ja nie. Denn die Besonderheiten machen das Geschäft, nicht die Normalausgabe. Vielleicht finden sich bei Dir noch mehr an solchen Monden und schon ist eine wunderbare Seite in der Sammlung parat.
Grüße und danke fürs Zeigen

labarnas
-
Bund 1529
Farbspritzer (blau) oben links im Rand.
Die Abweichung liegt zwei Mal vor und wurde mir von einem Sammler übermittelt.
Auf meiner Homepage http://www.briefmarkenfehler.de sind mittlerweile mehr als 1.800 Druckabweichungen erfasst.
Gruß
tobi125
-
Nach langer Zeit mal etwas Neues von meiner Seite.
Eine mehrfarbige BRD 275 im Offsetdruck, welche mir Abends beim Sortieren nach schönen Abschlägen fast durchgerutscht wäre.
...
Der Stab der Ärzte heißt Äskulapstab (oder Asklepiosstab). Er ist benannt nach Äskulap, dem griechischen Gott der Heilkunst aus der griechischen Mythologie.
Der Stab wird von einer einzelnen Schlange umwunden, die für Erneuerung, Heilkraft und Wachsamkeit steht.
275 - Avers - "mit zwei Schlangen"
Revers mittig - mit Vergleichstücken links-rechts
Vergleich 275 - Avers
...
Positiv: Die Zähnung ist schon ganz in Ordnung. Wobei eine Abweichung vom SOLL K 13 3/4 : 14 (mal ein Dutzend Vergleichsmarken gemessen) mit einem IST links und rechts auf mindestens 14 1/4 gegeben ist.
Und ja, auch das Wasserzeichen ist zwar recht schwach, aber korrekt und der Passer war auch recht gut beim Druck auf das Papier abgestimmt. Etwas mehr gegen Neonlicht durchscheinend und keine besonderen Reaktionen unter Prüflicht (ern)
Das Papier ist mit einer Dicke von 0,063 bis 0,068 mm im Vergleich zu anderen mir vorliegenden 275 mit Dickenwerten von größer gleich 0,070 mm als eher dünn zu bezeichnen.
Das taktile Gefühl des Papiers zu meinen Vergleichsmarken ist nicht "crispy", sondern eher wie ein Waschlappen / Handtuch. Insbesondere im nassen Zustand, wo diese Marke sich sofort vollsaugt und "sofort", "wie ein Stein" auf Tauchstation geht.
Meines Erachtens eher nicht so stark verdichtetes Papier, obwohl recht dünn.
Deswegen wohl auch nur das mit wenig Anpreßdruck aufgebrachte Wasserzeichen, welches wohl ansonsten das dünne und nur wenig verdichtete Papier fast durchstossen hätte.
Vergleichbar manchen mir vorliegenden Marken aus der Inflation wie z.B. bei den Ziffern im Queroval, wo ja ab 1921 eigentlich fast alles "random" verdruckt wurde, wessen man habhaft werden konnte. Vom "Tropen- bis zum groben "Lumpenpapier". (Keine Ahnung ob man das fachlich auch genau so nennt.) Was meines Erachtens gerade dort auch ein Hauptgrund für die regelmäßige Farbvarianz der einzelnen Nummern war/ist.
Das wäre aber ein anderes, eigenes und sicherlich interessantes Thema.Zurück.
Schaue ich mir im Vergleich mal die Rückseiten der 275 in Vergrößerung an, tippe ich aufgrund der so sichtbaren Fasern auf einen hohen bzw. unzureichend zerkleinerten "Lumpen-" sowie recht hohen Holzschliffanteil.
Und auch die Faserrichtung ist nicht so gleichmäßig in eine Richtung wie bei anderen 275.
Die Öl-Russ Farbe des Abschlags, sowie des Druckbildes sind etwas unscharf und verlaufen / verschmieren teilweise entlang der Fasern kapilar gezogen.
....
Retuschen, Klischee-Ermüdung und eventuelle Plattenfehler
A. obere Schriftreihe
- beim "ü" von "Schützt" sind beide Punkte nach rechts verschoben. Der linke zusätzlich nach oben.
Unten im rechten Teil des Bogens ist eine Verdünnung der Linie bis zum Bruch.
- beim "d" von "die" ist der rechte Fuß zu tief und oben gerade, anstatt schräg.
- beim zweiten "e" von "Tiere" ist innen links im Bogen eine Verdickung.
B. Markenmittelteil
- links im oberen Blatt sind keine schwarzen Blattlinien. Eventuell zwar gedruckt, aber die dort ansonsten schon zarten schwarzen Linien sind wegen der Papierstruktur direkt und vollständig in das Papier eingezogen und haben sich mit der Grundfarbe des dess ansonsten helleren Blattes vermischt. Was für mich das rötlich-braun dieses Blattes erklären könnte.
Ebenso wie die mit "orange" zugesetzte Brust des Vogels.
- rechts am Ast sind die schwarzen Linien verkürzt /gebrochen und der untere dunkle Bereich nicht existent.
C. untere Schriftreihe - von links nach rechts
- allgemein und noch mehr als in der obersten Schriftreihe (z.B. "d" von "die"), sind fast alle Buchstaben "dicker" gedruckt.
- das "B" von "Bundespost" ist oben abgeschrägt, unten ansteigend, der obere Bogen genau so groß (müsste kleiner sein) wie der untere.
- das "S" von "Deutsche" könnte mit der oberen Rundung sowie der farblichen Verdickung die Schlange des Eingangs genannten Äskulapstab sein.
- das folgende "H" ist nicht nur insgesamt dicker gezeichnet, sondern links besonders dick. Da sich dort auch schon das Druckklischee auf gesamter Höhe links aufzulösen scheint.
- der obere Querstrich des zweiten "E" von "Deutsche" ist ein ansteigendes Trapez und sogar etwas länger (eigentlich etwas kürzer) als der Mittelstrich
- das "S" von "Post" hat die oben beschriebene Verdickung (Schlangenkopf) hier am linken Ende des unteren Bogens. Hier steht die Schlange auf dem Kopf.
D. Allgemein Druck
Ein Ausfall des letzten "Offset-Rotdruck ist anzunehmen. Oder haben die Drucker (wg. miesem Papier!?) hier einfach nur in den "falschen" Farbtopf gegriffen? Oder ging einfach nur die rote Farbe beim Druck aus?
Da der Druck auch unter dem Stempelabschlag nicht (!) z.B. "röter" sowie alles farblich schon gleichmäßig ist, schließe ich eine nachträgliche, absichtliche Manipulation oder auch unerwünschte "Albumalterung" im "negativem Mikroklima" eigentlich aus.
Kann man das so sehen? Gerne Eure Meinung!
...
Fazit
Nicht so gutes (und zu feucht verarbeitetes "Lumpen-" ?) Papier und Retuschen augenscheinlich.
Etwas abweichende Dicke des Papiers sowie "zartes" Wasserzeichen und der etwas zu "engen", aber sauberen Zähnung.
Mehrere signifikante Brüche und Versatze des Druck-Klischees sichtbar.
Zusammen mit dem Farbaussetzer:
Hübscher Ausreißer
Allerletzter Run der eventuell auf von "Lehrlingen" korrigierten Klischees und "miesem" Papier (alles muss raus -;)), um die Auflagenquote dieser Nummer zu erfüllen?
Euch einen guten Wochenstart
Jo.
-;)P-;)
...
PS - ich meine eine solche, zumindest sehr ähnliche Nr. 275 schon irgendwo mal im "Netz" gesehen zu haben.
Gefunden habe ich aber auf ersten und zweiten Blick jetzt im Netz nichts zu so einer Abart.
Vielleicht hat ja jemand mitlesend schon mal so was gesehen. -