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Papierarten Russland

  • wolleauslauf
  • 27. Januar 2022 um 07:52
  • wolleauslauf
    Gast
    • 27. Januar 2022 um 07:52
    • #1

    Hallo Forumsfreunde,

    gibt es außer dem Silberstift noch einen Trick bei Russland die Varianten:

    v = gestrichenes Papier

    w = normales Papier

    auseinander zu halten, bzw. zu bestimmen ??

    Für jede Antwort bin ich dankbar :bier:

    Gruß von

    Wolle

  • Lothar
    Stamm Mitglied
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    • 27. Januar 2022 um 20:29
    • #2

    Hallo Wolle,

    für mich die einfachste Methode: Marken schräg gegen das Licht halten. Gestrichenes Papier ist absolut glatt. Bei normalen Papier erkennt man eine Struktur, bzw. Unebenheiten oder Fasern. Am besten das Auge mit größeren einfachen Dublettenbeständen auf Kurs bringen. Übung macht den Meister.

    Gruß Lothar

  • wolleauslauf
    Gast
    • 28. Januar 2022 um 06:08
    • #3

    Danke Lothar,

    wird ausprobiert, vielleicht funktioniert es ja :bier:

    Gruß von

    Wolle

  • Wolffi 31. Januar 2022 um 16:25

    Hat das Thema aus dem Forum Identifizierung und Wertbestimmung von Briefmarken nach Russland & Sowjetunion verschoben.
  • le_hansi
    neues Mitglied
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    • 7. Februar 2023 um 16:35
    • #4

    Papierarten Russlands - ein "hartes Thema für ein weiche Sache"

    wolleauslauf hat da ein interessantes Thema angeschnitten. Dazu gab es an anderer Stelle schon Anfragen und Antworten. Soweit die Sammlerge-meinde mit mir übereinstimmt, dass die Briefmarken-Hersteller die Marken Gebrauchs- und Fälschungssicher machen wollen, werden Briefmarken-drucke auf Spezialpapiere, auch Sicherheitspapiere. Wertdruckpapiere etc. gedruckt. Wenn ich mir dann den Michel Rußland Spezial 2012 auf den Seiten 36 und 42 ansehe (mein Spezialgebiet), bekomme ich Kopfschmerzen. In dicken Lettern steht dort " normales Papier ". Aber in meiner Sammlung befinden sich keine Marken mit normalen Papier.  Es finden sich Marken mit einseitig gestrichene , zweiseitig  gestrichene Papiere (natürliche alle maschinengestrichen). Und gemäss der alten Druckerregel : Der Briefmarken-Entwurf bestimmt das Drucksystem. Das Drucksystem bestimmt die Eigenschaften des Papieres. Das Papier bestimmt die Eigenschaften der Druckfarbe und diese wird wiederum von den verwendeten Hilfsstoffen beeinflusst. Also wird das Papier während des Papierherstellungsprozesses vor-oder/und rückseitig mit einer Streichmasse bestrichen. Wenn ich das Richtig verstanden habe, dann muss die Streichmasse auf die Anforderungen des Drucksystems und Papier abgestimmt sein. Im Buch-und Offsetdruck muss der Strich vor allem auf dem hohen Zug der dort verwendeten Farben widerstehen. Für Flachdrucke muss eine gewisse Naßfestigkeit des Striches gegeben sein. Bei Tiefdruckpapieren wird die Streichmasse zwar nicht so stark beansprucht, jedoch muss sie ein gutes Aufnahmevermögen für die Tiefdruckfarbe und deren Lösungsmittel aufweisen. Die letzten Sätze habe ich auf einem Lehrbuch abgeschrieben.  Doch zuvor sollte man wissen, dass maschinenglattes Papier mit seiner rauhen Oberfläche nur einfachen Druckarbeiten genügt und die Papieroberfläche (Papierfasern) geschlossen und geglättet werden muß. Dieser Vorgang wird mit Satinieren bezeichnet. Die ungestrichenen Papiere nannte man früher Naturpapiere.Gestrichene Naturpapiere werden gemäss ihrer Inhaltsstoffe und Oberflächenglättung in verschiedenen Stufen unterteilt. Ich nenne hier nur einige davon: holzhaltige gestrichene Bilddruckpapiere, holzfreie gestrichene Bilddruckpapiere,leicht holzfreie Bilddruckpapiere und spezialgestrichene................... Heute (2023) ist das Alles genau genormt und damit international bestimmt.

    Wie sah aber die Herstellung der Briefmarken im alten Russland aus, da eine solche Normung fehlte ? Nur mit jahrelanger Berufserfahrung, in der jeder Druckauftrag zum Können und Wissen beitrug, konnte jene Druckqualität, die wir heute in unseren Sammlungen vorfinden, erreicht werden.

    Im Vorstehenden habe ich nur die Komponente Papier grob, sehr grob, beschrieben. Um wieviel sensibler die Komponenten Farbe (Farbpigmente) und  die Vielzahl der Hilfsstoffe zu behandeln waren, lässt sich vom Briefmarkensammler nur erahnen. Ist dies wichtig ? Aber JA ! Was wir nur mühsam

    verstehen, verstanden die Petersburger Staatsbeamten (ab ca.1908) erst recht nicht. Ihre Nachfolger, die Bolschewisten, konnten es nicht besser.Dies insbesondere, da wenige Druckerfacharbeiter in der St.Peterburger Staatsdruckerei verblieben waren und die Durchführung von Druckaufträgen aus mehreren Gründen ständig unterbrochen wurden. Die Auswirkungen lassen sich unmittelbar in den Ausgaben Mi.Nr.63 - 80 erkennen. Dies will ich gern in einem nächsten Beitrag nachweisen. Doch zuvor überlasse ich es Ihnen nachzudenken, was ein normales Papier wäre.

    le_hansi

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    9.154
    • 8. Februar 2023 um 10:54
    • #5

    Hallo le_hansi,

    wirklich schwere Kost aber ich habe mich durchgebissen. Bin gespannt auf die nächsten Beiträge.

    Viele Grüße

    DKKW

  • 241264hsv-fan
    Stamm Mitglied
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    3.729
    • 8. Februar 2023 um 13:13
    • #6

    Diesen Beitrag habe ich damals garnicht gelesen.

    Gestrichenes Papier ist auf der Bildseite immer weiß glänzend, normales Papier eben nicht. Auf einem Scan wird das, glaube ich, nicht zu erkennen sein. Wenn man sich aber beide Sorten betrachtet, erkennt man es sofort.

    Suche Kaiserreich Russland - insbesondere Punkt-Nummernstempel und Postzensuren 1. Weltkrieg.

  • le_hansi
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    17. Januar
    • 9. Februar 2023 um 14:31
    • #7

    Hallo 241264hsv-fan.

    danke für die Bemerkung. Dazu ein paar Hinweise: Immer beachten,ob das Papier einschichtig oder zweischichtig bestrichen wurde. Wenn es einschichtig nur auf der Rückseite (Unterseite= Siebseite, Oberseite= Filzseite), kommen andere Farbtöne vor. Aber auch unbestrichene Papiere "täuschen" einen Strich vor. Die Ursache ist u.a. in der Papierleimung zu suchen. Dabei ist wiederum von der Oberflächenleimung zur Stoffleimung zu unterscheiden.  Dies alles (und noch einiges mehr) beeinflusst die Oberflächenwahrnehmung der bedruckten Briefmarke. Und noch ein wichtiger Hinweis: ich behandele in meinen Beiträgen vorwiegend die Marken des kaiserlichen und Anfang nachrevolutionären Russlands. In den westeuropäischen Druckereien war die Einstreichung zu diesem Zeitpunkt weiter entwickelt bzw.die Oberflächenbehand-lung anderweitig verbessert worden. Von dieser Entwicklung ist Russland weitgehenst durch den 1.Weltkrieg und dem Durcheinander der Folgezeit abgeschnitten gewesen.  

    Die vorkommenden Farbabweichungen haben darüberhinaus eine Vielzahl von Ursa-chen. 

    Und noch ein Letztes: Die Inhaltsstoffe der Streichmasse waren in jener Zeit nicht im-mer Kreide oder kreidig.

    le_hansi

  • labarnas
    Stamm Mitglied
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    3.816
    • 10. Februar 2023 um 06:39
    • #8
    Zitat von le_hansi

    Papierarten Russlands - ein "hartes Thema für ein weiche Sache"

    Die letzten Sätze habe ich auf einem Lehrbuch abgeschrieben. 

    le_hansi

    Es ist wirklich ein interessantes Thema. Kann ich Deine Quelle erfahren?

    Grüße :)

    labarnas

    derzeit abwesend

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  • le_hansi
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    17. Januar
    • 10. Februar 2023 um 18:31
    • #9

    Hallo labarnas,

    gern komme ich Deiner Bitte nach. Zuvor eine Frage: Wie genau brauchst Du die Quellenangabe ? Bis zur Seite, Artikel oder wie. Meine Quellensammlung ist ziehmlich umfangreich (aus meiner Sicht).

    Gruß

    le_hansi

    Einmal editiert, zuletzt von le_hansi (13. Februar 2023 um 12:17) aus folgendem Grund: Spezifizierung:Hallo labarnas, hier die Quelle: Bedruckstoff und Farbe von Jochem Ottersbach,Verlag Beruf und Schule,ISBN 3-88013-190-2, abgeschrieben auf Seite 50 und 51,Artikel Oberflächenveredelung des Papieres. Für den Anfang ist das ein recht brauchbare Quelle. la_hansi

  • labarnas
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    3.816
    • 10. Februar 2023 um 19:02
    • #10
    Zitat von le_hansi

    Hallo labarnas,

    gern komme ich Deiner Bitte nach. Zuvor eine Frage: Wie genau brauchst Du die Quellenangabe ? Bis zur Seite, Artikel oder wie. Meine Quellensammlung ist ziehmlich umfangreich (aus meiner Sicht).

    Gruß

    le_hansi

    Du hattest ein Lehrbuch genannt. Das würde mich interessieren. Gern auch als PN

    und danke für die Antwort.

    Grüße

    labarnas

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