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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Briefmarken als Wertanlage bzw. Spekulationsgut

  • fpjourne
  • 25. Juli 2018 um 11:11
  • drkohler
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
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    15. Dezember 1957 (68)
    • 26. Juli 2018 um 18:09
    • #21
    Zitat von labarnas

    Nun dann mal paar Zahlen. Ich kenne einen Sammlerfreund, der hat Marken auf einer Auktion im Katalogwert von 80.000 € versteigern lassen. Es war eine vollständige, geprüfte Sammlung. Erlös für ihn 30.000 €. Ich kenne nicht die Zeit und das Geld, die er aufgebracht hat, um diese Sammlung zusammenzutragen. Aber mal als Frage: War es das wert? Ein einmaliges vollständiges Objekt wird jetzt wieder in die Welt verteilt.

    Es kommt stark darauf an, was die Sammlung war. Ein Land? Ein Thema? Marken oder Ganzsachen? Obskures Gebiet? Wie definierst du "einmalig"? Wenn es sich um hunderte von Einzelobjekten handelte, dann würde ich das Verkaufsresultat als gut bezeichnen. Wenn es sich um 1000 oder mehr Einzelobjekte handelten, dann war das Resultat hervorragend.

  • labarnas
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    3.844
    • 26. Juli 2018 um 19:09
    • #22
    Zitat von drkohler

    Es kommt stark darauf an, was die Sammlung war. Ein Land? Ein Thema? Marken oder Ganzsachen? Obskures Gebiet? Wie definierst du "einmalig"? Wenn es sich um hunderte von Einzelobjekten handelte, dann würde ich das Verkaufsresultat als gut bezeichnen. Wenn es sich um 1000 oder mehr Einzelobjekte handelten, dann war das Resultat hervorragend.

    Ich habe es mit Absicht nicht näher erklärt. Weil es hier um eine Wertanlage geht. Da interessieren aus meiner Sicht solche Details nicht. Zumindest den Besitzer. Er will seine Geld in einem anderen Objekt sichern. Weil es könnte ja, wie vor 70 Jahren, eine Währungsreform geben. Also wäre ja eine Anlage in Gold eben sicherer, weil das Gold an sich immer einen Wert darstellt. Ich habe es als Sammler geschrieben. Denn die Sammlung war aus meiner Sicht deshalb einmalig, weil es eben ein Gebiet zu einer Zeit hier in Deutschland mit allen, wirklich allen Ausgaben war. Es war eine vollständige Sammlung, zum Nase plattdrücken. Die man vermutlich nicht wieder so zusammenbekommen wird. Der Preis ist für mich nebensächlich. Denn es war ja sein Geld und er muss damit hinkommen.

    Ich wollte das Beispiel deshalb bringen, weil man bei einer Wertanlage kaum mit einem persönlichen Bezug herangehen kann. Und ich habe es gebracht weil ich sehen wollte, ob ein Schnitt von über 30 %, für die, die hier von Wertanlage schreiben, ein akzeptabler Wert ist? Bei Immobilien oder Gold ist der Wiederverkaufserlös aus meiner Sicht deutlich besser gestaltet.

    Forschungsgemeinschaft DDR Plattenfehler - Koordinator im Philaforum - Web-Seite der FG

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  • saeckingen
    Stamm Mitglied
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    30. Juni 1970 (55)
    • 27. Juli 2018 um 06:54
    • #23

    Wenn man längerfristig mit Briefmarken Gewinn erzielen möchte, geht das nur wenn die Nachfrage steigt. Bei der sinkenden Sammlerzahl wird das bei den meisten Gebieten schwer.

    Was allerdings schon früher oft funktioniert hat und auch zukünftig noch funktionieren kann, ist ein bestimmtes Gebiet "gut zu schreiben". Dazu muss man sich ein aktuell kaum beachtetes Gebiet aussuchen, von dem wenig Material auf dem Markt ist, aber noch weniger Nachfrage. Dann kauft man einige Zeit alle interessanten Angebote zu diesem Gebiet zusammen, erforscht möglichst die Hintergründe zu diesem Gebiet und fängt dann, wenn man einen guten Bestand davon hat, an darüber zu publizieren. Dazu muss man möglichst global in den passenden Arbeitsgemeinschaften aber auch in den allgemeinen philatelistischen Zeitschriften interessante Artikel veröffentlichen, anschließend dann auch noch ein entsprechendes Handbuch mit Katalogteil herausgeben. Durch das gestiegene Interesse und die Verfügbaren Informationen, wird das Interesse der Sammler und damit die Nachfrage und die Preise steigen. Wenn man dann noch geschickt diesen kontinuierlichen Nachfrage- und Preisanstieg für dieses Gebiet in der philatelistischen Presse kommentiert, dann steigen auch noch die "Spekulanten" ein und heizen das ganze weiter an. Dann kommt der Zeitpunkt das eigene Material langsam in den Markt einfließen zu lassen.

    Das ist natürlich nicht für jedermann geeignet. Man muss die Nase für das unbeachtete Gebiet haben, sich einarbeiten, selbst forschend tätig werden und vor allem auch noch gut publizieren können. Allerdings gab und gibt es etliche Philatelisten, die das so über Jahrzehnte erfolgreich durchgezogen haben!

    Mit Standardware eines Standardgebietes funktioniert so etwas natürlich nicht, aber es gibt noch viele Dornröschen, die darauf warten wachgeküsst zu werden. :zZz:

    PS: Ich selbst bin für so etwas nicht geeignet, da ich mich nie von meiner mit viel Aufwand zusammengetragenen Sammlung trennen könnte. Ich sammle aus Spaß und nicht aus Gewinnstreben.

    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

  • uli
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    • 27. Juli 2018 um 09:20
    • #24

    Zum Thema Finanzamt: Du findest mit etwas Suche im Internet durchaus Berichte von Privatleuten und auch Sammlern, bei denen das Finanzamt aufgrund ihrer regelmäßigen und überdurchschnittlich hohen ebay-Verkaufsaktivitäten angeklopft hat.

    Zum Thema Steuerberater: Ich habe mit dem Berufsstand in den letzten Jahren leider sehr viel Kontakt gehabt. Meine Erfahrung: Was Steuerberater glauben und was dann das Finanzamt meint ist sehr häufig völlig unterschiedlich. Das gilt vor allem dann, wenn es um eine Frage geht, die weit außerhalb des Standards liegt. Leider hat man diese Erkenntnis immer erst dann, wenn es zu spät ist.

    Suche Bund-Marken mit Stempel aus Düsseldorf! 
    Meine Tausch- und Verkaufsangebote im Philaforum --->  Ulis Flohmarkt

  • fpjourne
    neues Mitglied
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    6
    • 27. Juli 2018 um 10:33
    • #25

    Die Umsatzsteuer wird erst bei Überschreitung von 17.500,00 € Umsatz im Jahr relevant, ansonsten würde man in die Kleinunternehmerregelung nach §19 Umsatzsteuergesetz fallen. Könnte aber tatsächlich, gerade bei umfangreichen Aktivitäten, ein Thema ergeben. Ich habe aber grundsätzlich fast täglich mit Steuerthemen zu tun und bewerte das Risiko für den typischen Sammler, der z. B. Ebay als Erwerbs- und Veräußerungsplattform nutzt als äußerst gering.

    Es gibt einen Präzedenzfall von einem Bierdeckelsammler, der über viele Jahre hinweg zwischen 20.000,00 € und 60.000,00 € Ertrag über den Verkauf von Bierdeckeln bei Ebay erzielt hat. Dieser wurde als Gewerbetreibender rückeingestuft und musste nachzahlen.

    Die Begründung lag vor allem darin, dass er nur zum Zwecke der Veräußerung Ein- und Verkauft hat und zudem, soweit ich mich erinnere als Hauptbegründung des Urteils, einen Großteil bis seinen kompletten Lebensunterhalt über den An- und Verkauf von Bierdeckeln bestritten hat.

    Ich habe beruflich viel mit legalen Themen zu tun und grundsätzlich zeigt meine Erfahrung, dass der gesunde Menschenverstand immer sehr viel weiterhilft und in der Praxis mehr Beachtung findet als man nach dem Spruch "Recht haben und Recht bekommen sind ganz unterschiedliche Themen" vermuten möchte, vor allem wenn es um mehr oder weniger private bzw. in die nicht-berufliche Sparte fallende Themen geht.

    So sehe ich z. B. den Fall eines Sammlers, der Alben kauft und Dubletten verkauft, ohne dabei große Gewinne zu erzielen (denke 2.000,00 € - 3.000,00 € im Jahr wären noch irgendwo vertretbar), und gleichzeitig seine Sammlung pflegt, als unkritisch an; das Sammeln steht im Vordergrund und der Austausch von Sammelmaterial ist seit jeher eine gängige Praxis in diesem Umfeld - ob der Austausch nun gegen Geld, das Universaltauschmittel, oder andere Sammelobjekte stattfindet, ist hier nicht relevant. Auch "gute Deals" sind hier sicher unproblematisch, sonst wäre z. B. auch der Sammler, der ein günstiges Sammelobjekt gegen ein sehr viel Teureres tauscht verpflichtet, den Wertzuwachs in seiner Steuer auszuweisen.

    Als kritisch hingegen würde ich den Fall einstufen, in dem ein Nicht-Sammler große Posten an Briefmarken kauft, diese dann durchsieht und zu einem höheren Preis weiterverkauft, und das zudem mit einer hohen Regelmäßigkeit. Hier wäre eindeutig ein Gewerbebetrieb zu verorten und die entsprechenden Regelungen müssten Anwendung finden.

  • Briefmarkentor
    Stamm Mitglied
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    • 27. Juli 2018 um 11:06
    • #26

    Hallo Uli,

    leider muss ich dir aus Erfahrung recht geben. Ich habe ein Jahrzehnt für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer gearbeitet, seit zehn Jahre prüfe ich für meinen Arbeitgeber kritisch die Arbeit der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Toll, was man da alles findet.

    Gefährlich ist natürlich auch das ganze Halbwissen unter den Leuten. Da werden Einkommensteuerrecht und Umsatzsteuerrecht wild durcheinander geworfen. Noch einmal, das Einkommensteuerrecht stellt auf eine Gewinnerzielungsabsicht ab, das Umsatzsteuerrecht nicht. In einfachen Worten bedeutet dies, dass man bereits umsatzsteuerlicher Unternehmer ist, wenn man selbst regelmäßig Gegenstände gegen ein Entgelt in welcher Form auch immer abgibt.

    Wenn der Staat irgendwann mal sein Steueraufkommen dringend aufbessern muss, wird das böse Erwachen kommen. Leichter als über die "privaten" Verkäufer auf ebay und Co. kommt er nicht an zusätzliche Steuereinnahmen. Und wenn die "privaten" Verkäufer keine Aufzeichnen pflegen, die den umsatzsteuerlichen Vorschriften entsprechen, wird lustig zu Gunsten des Finanzamtes geschätzt.

    https://www.dropbox.com/scl/fo/831ungh…t=zbkbzwpv&dl=0

  • Briefmarkentor
    Stamm Mitglied
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    • 21. Februar 2020 um 18:31
    • #27

    Wer noch etwas Geld über hat und dieses todsicher anlegen will, dem sei dieses rare Stück ans Herz gelegt: https://www.borek.de/gedenkblatt-dr…hsarbeitsdienst

    Und dann noch von 425 Euro auf 395 Euro gesenkt. Unbedingt zuschlagen!

    https://www.dropbox.com/scl/fo/831ungh…t=zbkbzwpv&dl=0

  • miasmatic
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    5. September 1971 (54)
    • 21. Februar 2020 um 20:13
    • #28

    Moin Marko,

    vielen Dank für den Tipp - ich habe gleich einen kleinen Stapel dieser unschätzbaren Karton-Kostbarkeiten geordert.

    Von dem erzielten Gewinn plane ich, Werder Bremen zu kaufen, grundzusanieren und in zwei Jahren das Triple zu holen ;)

    Grüße an die Weser,

    miasmatic

    Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist. - Unbekannt

  • kartenhai
    Stamm Mitglied
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    • 21. Februar 2020 um 21:41
    • #29

    miasmatic

    Der kleine Stapel kann nicht größer sein als 16 Stück, denn nur noch so viele waren bei Borek verfügbar. Solche Belege nannte man mal Karton-Philatelie. Wer so viel Geld für dieses Stück Karton bezahlt, ist vermutlich mit dem Klammerbeutel gepudert worden. ;)

    Gruß kartenhai

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