Moin,
"Gummi gebräunt" hört sich für mich eher nach einem Makel an, wie Stockflecken oder eine Braunverfärbung durch chemische Reaktion.
Aber "ohne Gewähr"! ![]()
Gruß Olli
Moin,
"Gummi gebräunt" hört sich für mich eher nach einem Makel an, wie Stockflecken oder eine Braunverfärbung durch chemische Reaktion.
Aber "ohne Gewähr"! ![]()
Gruß Olli
Hallo,
hier mal die Abbildung der Marke. ich weiß nicht so recht, was ich mit den Anmerkungen anfangen soll. Jemand ne Idee dazu.
Viele Grüße
ZitatOriginal von jojo30
Hallo,hier mal die Abbildung der Marke. ich weiß nicht so recht, was ich mit den Anmerkungen anfangen soll. Jemand ne Idee dazu.
Viele Grüße
Hallo jojo30
Herr Jäschke-Lantelme hat die Marke als Friedensdruck signiert, da die Gummistruktur offenbar eine klare Aussage zulässt. Allerdings erfolgte die Signatur ziemlich hoch, was den Zustand der Marke wiederspiegelt.
Offenbar kann er das Stück als Vergleichsexemplar gebrauchen, vielleicht deshalb, weil noch Gummireste bei einer gestempelten Marke vorhanden sind ? Ist nur eine Vermutung meinerseits.
So toll ist die Erhaltung nun nicht, da würde ich Herrn Jäschke-Lantelme anrufen, welchen Preis er auszugeben bereit ist und mir dafür ein besser erhaltenes Stück für die eigene Sammlung kaufen.
Gruß
KJ
Vielleicht ist Herr Jäschke-Lan. auf der Suche nach neuen Plattenfehlern, und um diese als Bestätigung zu haben?
Würde ihn wie KJ schon sagt, anrufen.
Gruß
donfliesio
Hallo,
habe hier 3 Marken der 95A mit 26:17 Zähnungslöchern.
Bin mit nicht sicher ob ich die dem Friedens-oder Kriegsdruck zuordnen soll?
Kann man überhaupt anhand der Bilder eine Aussage machen(Kunstlicht und rel. hell)?
Was meint Ihr?
... und hier noch Bild nr. 3
Hallo Matze,
ich selbst tue mir bei der Bestimmung nach I und II der Mi 94-97 auch immer sehr schwer. Das was im Michel-Spezial ausgeführt wird zur Unterscheidung ist für mich nicht eindeutig greifbar, da es viele "Zwischenerscheinungen" gibt. Michel führt aus, dass diese in der Regel dem Kriegsdruck zuzuordnen sind.
Ich orientiere mich bei der Serie meist nach der Abstempelung, soweit erkennbar, da eine nachträgliche Entwertung keinen Sinn macht, da ungebrauchte/Postfrische Exemplare weit teurer sind.
Auf der zweiten und dritten Marke sind die Abstempelungen erkennbar. Erstverwendung für die 95 A II soll 31.05.1916 gewesen sein, es könnten also Kriegsdrucke sein - ich bin mir überhaupt nicht sicher, weil die Markenbilder so deutlich erscheinen.
De facto habe ich also dasselbe Bestimmungsproblem -
Vielleicht äußert sich noch einer der Spezialisten dazu ?
VG
bei der Marke mit dem unleserlichen Stempelabschlag tippe ich auf Friedensdruck.
Die Marke mit Stempeldatum 21.12.17 ist für mich Kriegsdruck.
Ebenso die Marke mit Stempelabschlag 3.8.16.
Wie sieht das Wasserzeichen aus? Ist es gut erkennbar?
mfg
erron
Hallo erron, hallo Graf Zahn,
danke für Eure Antworten.
Die Wasserzeichen sind beim Betrachten der Marken vor Lichtquelle nur sehr schwer bis gar nicht sichtbar.
Wenn ich mir die Markenrückseiten anschaue, wenn die Marken auf dem schwarzen Album mit der bedruckten Seite nach unten liegen sehen diese so aus:
Marke 1: WZ gut erkennbar
Marke 2: WZ noch erkennbar
Marke 3 WZ nicht erkennbar
Daneben habe ich noch eine typisierte 95BIIa gelegt, bei dieser erscheint das WZ bei schwarzen Hintergrund genauso deutlich wie bei Marke 1.
Ich schau mal ob ich brauchbare Bilder machen kann...
Hier die Bilder der Rückseite vor schwarzem Hintergrund:
Auf jeden Fall waren die Marken beider Typen bis Ende Oktober 1922 gültig.
Merkmale Kriegsdruck:
- verschwommenes Markenbild
- porös wirkendes, mitunter gelbliches Papier
- Wasserzeichen undeutlich
- Gummierung weiß, stark glänzend oder gelblich Stumpf mit bräunlichen Narben -
Eben diesselben wie bei den Germania-Ausgaben, wobei man diese finde ich ganz gut unterscheiden kann, im Gegensatz zu den Repräsent. Darstellungen.
Mehrere Merkmale der jeweiligen Marken sprechen für mich sowohl für Kriegs- ( Stempeldaten, undeutliche WZ ) als auch für Friedensdrucke ( Markenbild, Papier ).
Also ich habe keine klare Meinung -
Ich glaube aber, nachdem Du jetzt die Rückseite ( Papier ) gezeigt hast, dass die erste Marke ein Friedensdruck ist, zumal auch das WZ deutlich erkennbar ist.
Gute Nacht.
VG
Habe noch zum Vergleich Bilder mit einer typisierten 95AI gemacht.
Bei dieser ist das Wasserzeichen mit Abstand am besten sichtbar!
nun, da ich die Rückseiten gesehen habe, sind deine drei Marken für mich alles Kriegsdrucke.
Die Marken haben das typisch, graue Papier der Kriegsdruckauflagen.
Siehe Scann Friedens und Kriegsdruck.
mfg
erron
Hallo,
also das ist wirklich schwer eine Unterscheidung zwischen Friedensdruck und Kriegsdruck zu treffen. Ich sehe das genauso wie Graf Zahn. Ich erkenne Merkmal sowohl des Friedensdrucks als auch des Kriegsdrucks.
Ganz leicht überwiegt für mich die Tendenz zum Friedensdruck.
Für Kriegsdruck:
Rückseite: Hier kann man die Papierstruktur und das Wasserzeichen nicht/schlecht erkennen. Auf den Bildern von erron sieht man am FD schön eine Art "gerasterte" Struktur des Papiers. Wenn diese erkennbar ist, ist das für mich ein sicheres Anzeichen eines FDs. Dies ist hier nicht der Fall. Ebenso ist das Wasserzeichen eher schlecht zu erkennen und das Papier eher rau.
Für Friedensdruck:
Vorderseite: Für einen Kriegsdruck ist das Druckbild doch recht sauber und scharf. Auch das Stempeldatum (..16,..17) ist für mich kein klares Indiz für einen Kriegsdruck. Von den Markwerten wurde zu Friedenszeiten große Bestände produziert, welche noch in den ersten Kriegsjahren verwendet wurde. Ich sehe das Stempeldatum hier eher als Indiz für einen Friedensdruck.
LG
Brisedarius
Hallo zusammen,
das Bild von erron ist interessant stellt aber scheinbar jeweils den Optimalfall dar.
Meine Friedensdruck Marken haben ein sehr breites Spektrum an Papiertönen( und Verfärbungen) genauso wie die Kriegsdruck Marken.
Eine Konstante scheint für mich das viel deutlicher sichtbare Wasserzeichen beim Friedensdruck zu sein. Habe mir die WZ aller meiner F-Drucke angeschaut und da gibt es kaum eine Schwankung in der Sichtbarkeit.
Hier noch weitere Bilder bei Tageslicht:
oberste Reihe: 95BII
2. Reihe: 95AI
3. Reihe: die 3 beschriebenen Marken
letzte Reihe: 2 andere Marken die bis jetzt bei Friedensdrucken einsortiert waren, bei denen ich mir aber mittlerweile nicht mehr sicher bin...
Hallo Matze,
Da hast du Recht - gut erkennbares Wasserzeichen deutet i.A. schon auf einen Friedensdruck hin. Doch Ausnahmen scheinen auch hier die Regel zu bestätigen.
Bei dem im Anhang zu sehenden 95 A II ( 1. Reihe) hätte ich Aufgrund des Wasserzeichens eigentlich auch vermutet, dass es sich um Friedensdruck handeln würde, wurde aber eines Besseren durch den Prüfer belehrt.
LG
Brisedarius
Ich zitiere mal aus dem Germania - Farbenbuch, Farbtafeln der Germania - Ausgaben 52-97, von Paul-Peter Jäschke, Ausgabe 1991.
Auszüge:
Kennzeichen der Friedensdrucke:
Papier: weiß und glänzend satiniert.
Gummi: reinweiß, etwas schräg gebrochen und mit mattem Seidenglanz.
Druck: sauber, die Linien der Zeichnung sind fein und nicht unterbrochen.
Wasserzeichen: sehr gut sichtbar.
Stempel: aufgrund des satinierten Papiers sind die Stempelabschläge meist sehr sauber.
Kennzeichen der Kriegsdrucke:
Papier: schlecht geleimt, porös, teilweise dünn und zellstoffartig, dann wieder dick und rauh, die Farbe wird grauer, oft mit Stich ins rötliche.
Gummi: nicht mehr schräg durchbrochen, sondern etwas gelblich, hochglänzend und glatt.
Druck: anfangs noch saubere und klare Farben, später wird die Zeichnung durch das schlechte Papier immer unsauberer, die einzelnen Linien sind unterbrochen; der Glanz ist nur noch bei einigen Marken vorhanden.
Wasserzeichen: anfangs noch gut, später, außer bei einem dünnen zellstoffähnlichem Papier, bei dem das Wz überaus gut sichtbar ist, fast nicht mehr zu erkennen.
Stempel: durch das schlechte Papier, welches die Stempelfarbe aufsaugt meist verlaufene, unsaubere Stempel.
Zwischenauflagen, die nicht eindeutig zugeordnet werden können, zählen zum Kriedsdruck.
mfg
erron
Hallo Forum,
gibt es hier schon eine Rubrik zu dem Thema?
Es geht um die Unterscheidung dieser zwei "Druck"-arten und "Papier"- arten.
1. Ich habe mal Steckkarten mit 600 dpi eingescannt und nach Unterschieden geschaut bez. der Linienführung, der Fraben usw.
2.Zweitens habe ich die Rückseite der Marken mit 600 dpi eingescannt um nach dem Papier zu schauen. Beim Friedensdruck ist es ja glattes satiniertes Papier wohingegen die Kriegsdruck- Ausgaben auf eher rauhem, faserigem Papier gedruck sind.
3. Dann habe ich noch einzelne Marken schräg gegen das Licht gehalten als Bestätigung meiner 2. Prüfung
Gibt es noch andere Kniffe mit denen man die zwei Arten ggf. noch einfacher auseinanderhalten kann?
Ich bedanke mich herzlich im Voraus
Wolfgang
Germania 60 Pf
Germania 30 PF