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Alt Deutschland im Michel Spezial

  • PhilBerlin
  • 27. April 2015 um 08:39
  • PhilBerlin
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    • 27. April 2015 um 08:39
    • #1

    Mal abgesehen davon, dass ich die Marken aus Alt Deutschland eh zum Auktionshaus bringen wollte, habe ich eine Verständnisfrage zum Michel Spezial.

    Zu den alt deutschen Marken / Stempeln stehen dort ja diverse Ab und Aufschläge. (Hab die Seite leider grad nicht im Kopf)
    Wenn ich jetzt eine Marke habe, die „größer“ als üblich ist, also komplett, und noch mit Teilen der nächsten Marke, steht dort etwas von Aufschlägen bis 500%. (in Worten fünfhundert)
    Nun ist aber z.B. der Stempel so, dass wiederum etwas von Abschlägen um 50% liegt (in Worten fünfzig).
    Was soll ich damit nun anfangen ? Als Beispiel nehmen wir einfach mal ne Marke, die 42 Euro Michel hat.

    500% Aufschlag ergibt 210 Euro (oder 252, je nachdem ob es als Aufschlag oder Faktor gesehen wird), 50% Abschlag ergibt 105 Euro (bzw. 126).

    Sind die 105 Euro dann als Handelswert (nicht Katalogwert) anzusehen ?

    Einmal editiert, zuletzt von PhilBerlin (27. April 2015 um 08:42)

  • ADRI
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    • 27. April 2015 um 10:32
    • #2

    Hallo PhilBerlin,
    die Antwort ist nein.
    Schaue dir bitte ein Auktion Katalog an, sich eine Vorstellung zum beschaffen..
    LG A

    Ein frei denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt.

  • PhilBerlin
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    • 27. April 2015 um 10:38
    • #3

    Tschuldige, aber mit der Antwort kann ich nun gar nichts anfangen...

  • ADRI
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    • 27. April 2015 um 11:03
    • #4


    LG A

    Ein frei denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt.

  • robertoli
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    • 27. April 2015 um 11:12
    • #5

    Hallo PhilBerlin,

    Hast du schon alle Altdeutschland-Marken, die du bei einem Auktionshaus einliefern möchtest, auch auf ihre Echtheit hin ordentlich geprüft? Ich meine, es gibt insbesondere bei Altdeutschland-Marken sehr viele und für einen Laien schwer erkennbare Fälschungen. Sind deine Marken schon geprüft? Wenn nicht, dann kann es sein, das das Auktionshaus viele dieser Marken auf deine Kosten zur Prüfung schickt, und am Ende als Erlös sehr, sehr wenig bleibt, wenn mehrere Marken als falsch attestiert werden und die Kosten der Prüfung auch die Erlöse der ordentlichen Marken frißt.

    Ich würde dir empfehlen, diese Marken mit hoher Auflösung (sagen wir mit 600 dpi gescannt) einzeln hier vorzustellen, damit die Kenner der Materie dir sagen können ob und welche Marken eventuell falsch sind. Die echten Marken kannst du am Ende beim Auktionshaus liefern und dir mögliche unnötige Kosten sparen.

    Auch durch ein Bild kann man dir sagen, welche Aufschläge eher möglich wären. z.B: mance Marken wurden auf dem Bogen sehr nah aneinander gedruckt, womit beim Schneiden meiste Marken mindestens an einer Seite geschnitten sind. Wenn man eine seltene Marke hat, die das Markenbild vollständig und eventuell auch die Trennlinien und Teile der Nachbarmarken zeigt, dann kann es manchmal sehr hohe Aufschläge geben. Wenn aber diese Marke einen völlig mißlungenen Stempel aufweist, dann kann es sein, dass der Abschlag nicht 50%, sondern noch höher ausfällt. Daher kann man die Katalogangaben nicht rein mathematisch addieren bzw. abziehen, sondern muß man die Marke erst einmal als Ganzes betrachten und bewerten. Das Gesamtbild macht den Preis aus.

    Es kann sein, dass eine Marke wie oben mit einem sehr schlechten Stempel(-fragment) ganz ganz wenig bringt, demgegenüber aber eine Marke, auch wenn es an einer Seite etwas geschnitten ist aber einen gesuchten Stempel in perfekter Form (sagen wir Vollstempel mit sehr gutem, klarem Abschlag) hat, viel höheren Preis bringt.

    Daher ist der Rat von ADRI goldrichtig. Du kannst im Internet die alte Auktionskataloge der Auktionshäuser blättern und bei den meisten die Bilder der Marken sehen. Daraus kannst du etwa sehen, wie die Bewertung usw aussieht. Aber auch das Blättern der Preislisten, die die erzielten Preise zeigen, nicht vergessen. So bekommst du ein Gefühl bei welcher Marke was für ein Preis vorstellbar ist.

    Grüße,
    robertoli

    2 Mal editiert, zuletzt von robertoli (27. April 2015 um 11:13)

  • PhilBerlin
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    • 27. April 2015 um 11:15
    • #6

    Ahja, ok.

    Allerdings möchte ich wie an diversen Stellen erwähnt nur einen Nachlass auflösen, und mir nicht noch Kosten und "Literatur" an's Bein binden ;)

    Wenn sich also noch jemand findet, der mir diese Auf und Abschlagsangaben im Michel Spezial erklären könnte wäre ich sehr dankbar.

    Edit:

    Danke robertoli, aber nein, habe ich nicht. Dazu bin ICH wohl auch nicht in der Lage als "Nichtsammler" ;)

    Bilder kann ich gerne mal welche einstellen heute Abend, allerdings nicht als Scan in Ermangelung eines Scanners...

    Einmal editiert, zuletzt von PhilBerlin (27. April 2015 um 11:18)

  • robertoli
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    • 27. April 2015 um 11:31
    • #7

    Hallo PhilBerlin,

    es ist nicht mit Kosten verbunden, Zeit mußt du dir aber schon nehmen.

    Hier bei diesem Link kannst du fast jede Marke mehrfach, auch viele mit Endpreisen sehen. Markenbilder sind ziemlich OK. Mit Vergleichen kannst du auch ungefähr erkennen ob deine Marken passen oder da und dort anders aussehen, sprich eventuell Fälschung sind. Aber bitte auch die Angaben der Auktionen beachten, da es von vielen Marken mehrere Typen gibt. Nicht bei der ersten Abweichung als Fälschung sehen, sondern kann es sein, dass du eine echte Marke in einer anderen Type hast.

    Um die Marken richtig erkennen zu können sind ordentliche Bilder in guter Auflösung von Nöten. Wenn du eventuell eine gute Kamera hast, dann kannst du die Marken einzeln mit Makro fotografieren, damit die Details gut erkennbar sind.

    Grüße,
    robertoli

    Einmal editiert, zuletzt von robertoli (27. April 2015 um 11:31)

  • PhilBerlin
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    • 27. April 2015 um 11:38
    • #8

    Ich meinte die Kataloge, die ADRI angesprochen hat (mit dem Link) ;)

    Danke auf jeden Fall schon mal für Deinen Link, werde ich mir heute oder morgen Abend zu Gemüte führen !

    Viele Grüße,
    Sebastian

  • PhilBerlin
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    • 27. April 2015 um 18:08
    • #9

    Korrekter Weise wäre jetzt wohl einen euen Thread zur Wertschätzung aufzumachen, aber der Übersicht halber füge ich die Marken hier ein.

    Meine Frage bezüglich des Michel Spezial mit den Auf und Abschlägen besteht allerdings irgendwie immer noch...

    Hier also die Marken:

    Baden 3 und 7

    Hannover 20 oder 21y (da sie geschnitten ist tendiere ich eher zu 20, ist auch dünnes Papier mit Rückständen auf der Rückseite vom Ablösen

    Preussen 17 (orig. Gummierung ohne Falz(rest))

    Bilder

    • Baden 3.jpg
      • 433,84 kB
      • 880 × 880
      • 581
    • Baden 7.jpg
      • 468,75 kB
      • 827 × 880
      • 563
    • Hannover 20 oder 21y.jpg
      • 383,23 kB
      • 783 × 880
      • 559
    • Preussen 17.jpg
      • 469,92 kB
      • 831 × 960
      • 556

    Einmal editiert, zuletzt von PhilBerlin (27. April 2015 um 18:11)

  • PhilBerlin
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    • 27. April 2015 um 18:10
    • #10

    Sachsen:

    14, 15, 16

    14 und 16 mit original Gummierung und kleinem Falzrest, 15 mit orig. Gummierung OHNE Falz(rest)

    Bilder

    • Sachsen 14.jpg
      • 435,51 kB
      • 842 × 940
      • 538
    • Sachsen 15.jpg
      • 396,73 kB
      • 757 × 940
      • 524
    • Sachsen 16.jpg
      • 455,7 kB
      • 859 × 960
      • 528
  • PhilBerlin
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    • 27. April 2015 um 18:13
    • #11

    Thurn und Taxis:

    4 oder 11
    5, 7
    38 und 42 je einmal gestempelt und einmal postfrisch (orig. Gummierung mit Falzrest)

    Bilder

    • T und T 4 oder 11.jpg
      • 441,98 kB
      • 880 × 841
      • 548
    • T und T 5.jpg
      • 451,87 kB
      • 870 × 856
      • 542
    • T und T 7.jpg
      • 423,51 kB
      • 880 × 795
      • 545
    • T und T 38 und 42 gest.jpg
      • 368,78 kB
      • 1.024 × 468
      • 532
    • T und T 38 und 42 pf.jpg
      • 398,14 kB
      • 1.024 × 520
      • 535
  • PhilBerlin
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    • 27. April 2015 um 18:18
    • #12

    Norddeutscher Bund Nummer 12 oder 24 (keine Ahnung wie ICH die auseinander halten sollte)
    Zudem ist die Marke unten links beschädigt. Somit schon wertlos ?

    Und aus den besetzen Gebieten in Frankreich Marke 3 I oder II
    Auch hier kann ich selbst mit erklärendem Bild im Netz NICHT sagen welche. Mal sehe ich die Spitzen oben, mal unten....

    Bilder

    • ND Bund 12 oder 24.jpg
      • 442,2 kB
      • 824 × 937
      • 554
    • ND Bund 3 I oder II.jpg
      • 442,37 kB
      • 842 × 960
      • 524
    • Spitzen.jpg
      • 279,99 kB
      • 855 × 568
      • 553
  • robertoli
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    • 27. April 2015 um 18:34
    • #13

    Hallo PhilBerlin,

    eine Marke kann ich bestimmen, laut Michel auch einfach. Letzte Marke Elsaß 4 Centime: Marke ist nicht Original, sondern ein Nachdruck mit Netzunterdruck Type II (Spitzen zeigen nach unten). Erkennungsmerkmal ist, dass wenn man eine Diagonale von links oben nach rechts unten zieht, diese Diagonale das P (des Postes) oberhalb des Fußes schneidet . Bei den Originalmarken schneidet die Diagonale den Fuß des P.

    Nachdrucke sind wenig Wert: Alle sieben Werte zusammen postfrisch 25 €; mit Falz 18 € Katalogwert. Bei dem üblichen 10% Handelswert kannst du sehen, dass die einzelne Marke nicht loszuwerden ist.

    Norddeutscher Bund ist Michel 24, gezähnt. Nummer 12 ist grob perforiert. Deine Marke ist leider schwer beschädigt, linke untere Ecke fehlt. Handelswert 0.

    Grüße,
    robertoli

  • drache
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    • 27. April 2015 um 18:51
    • #14

    Hallo PhilBerlin,

    Altdeutschland wird ausschließlich nach Qualität bezahlt. Leider muß ich dir mitteilen, daß die Marken, die du hier zeigst, keinen Wert haben. Auf dem ersten Bild sind zwei billige Badenmarken zu sehen, die freundlich ausgedrückt stark angeschnitten sind. Über die Hannovermarke solltest du dir keine Gedanken machen, da es sich um eine primitive und bekannte Ganzfälschung handelt - wohl erste Versuche von Fournier.

    Die Sachsenmarken gehören ungebraucht auch zur Massenware, T&T sind dermaßen angeschnitten nur als Knochen zu bezeichnen. Die Katalognotierungen beziehen sich auf einwandfreie Exemplare, die Zuschläge für breit- und überrandige Marken können nur bei einwandfreien Exemplaren berücksichtigt werden.

    Stell sie bei ebay ein, weis darauf hin, dass die Hannover eine Ganzfälschung ist. Wenn du Glück hast, bekommst du dafür ein paar Euro.

    Wie Spitzenexemplare im Bereich AD aussehen, findest du zum Beispiel hier.


    Die Kaufpreise übersteigen bei einigen Marken auch deutlich die Notierung im Michel.

  • Schildescher
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    • 27. April 2015 um 19:06
    • #15
    Zitat

    Original von robertoli

    Norddeutscher Bund ist Michel 24, gezähnt. Nummer 12 ist grob perforiert. Deine Marke ist leider schwer beschädigt, linke untere Ecke fehlt. Handelswert 0.

    Grüße,
    robertoli

    Ja aber zumindest ist das Stempeldatum interessant. Der 15/6/72, also schon zur Markenzeit des Deutschen Reiches dürfte aus der Stadtpostmarke (gültig bis 31.12.74) somit ein "Mitläufer" geworden sein. Ich bin allerdings kein Hamburg/ NdB - Sammler) und kann den "Wert" somit nicht bestimmen.

    Beste Grüße

    Schildescher

    Ich mag Vollstempel (keine Versandstellenstempel) folgender Gebiete;

    Bund (bis zum Mauerfall)
    Berlin (u.a. Berliner Bauten , Mi.- Nr. 42- 60)
    DR /Dt. Kolonien / DSWA

    Keulen/ Cöln/ Coeln/ Köln bis 1940

    rote besondere AFS/PFS

  • robertoli
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    26. Juni 1966 (60)
    • 27. April 2015 um 19:24
    • #16

    Hallo Schildescher,

    Michel notiert, dass alle Marken mit Stempel ab Januar 1871 schon als Vor- oder Mitläufer anzusehen sind.

    Aber ob es bei diesem Zustand der Marke etwas bedeutet, wage ich zu bezweifeln ?(

    Grüße,
    robertoli

  • PhilBerlin
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    • 27. April 2015 um 19:43
    • #17

    Danke für die (sehr deutlichen) Worte.

  • ADRI
    erfahrenes Mitglied
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    • 27. April 2015 um 22:46
    • #18

    Hallo Sebastian,
    weil es hier um Nachlas geht, und vermutlich auch mitbekommen hast das ein Sammler sehr viel Zeit und auch Geld in seine Sammlungen investiert , hast du schon mal selbst versucht mit Hilfe von Michel Katalog sich hier ein Bild erschaffen..
    Du musst bitte da von ausgehen das man sich nur mit der Zeit an Informationen und mit viele eingeschaute Briefmarken eine Vorstellung machen kann, wie die Ansprüche sind was Qualität solche Marken angeht. Der einfachste Weg ist so wie du schon Heute Abend getan hast, die Briefmarken hier zeigen...ein Laie oder Anfänger weißt so was nur mit Michel einfach nicht...Ist mir auch nicht anders gegangen. :) Viele hilfreiche Antworten wirst du sicherlich auch zusätzlich wie Interessante Stempel, Platten Fehler, Farbe usw. auch bekommen.
    Oben gezeigte Marken empfähle ich dir bei Ebay anbieten.
    LG A

    Ein frei denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt.

  • Philaseiten.de
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    10. November 1952 (73)
    • 28. April 2015 um 20:03
    • #19

    @ philberlin

    Schau Dir mal zum Vergleich diese gerade bei ebay verkaufte Sammlung Altdeutschland Bayern an, bei 28 Geboten lag der Erlös bei 252 minus Ebay-Kosten:


    Katalogwert ? Vermutlich riesig. Dabei hat alleine das Vordruckalbum und Binder rund 60 Euro gekostet.

    Schöne Grüsse, Richard

    Philastempel.de - Stempel-Datenbank - 690.000 Stempel
    Briefmarken-Atteste.de - 26.000 Atteste und Befunde

  • PhilBerlin
    aktives Mitglied
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    • 29. April 2015 um 08:03
    • #20

    Für MICH erschreckend niedrig der Erlös bei den Marken (Qualität und Quantität) und wie Du schon sagtest Vordruckalbum und Binder... :O_O:

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