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  6. Allgemeines zum Thema AD

Handelswert Altdeutschland

  • PhilBerlin
  • 11. April 2015 um 22:00
  • PhilBerlin
    aktives Mitglied
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    166
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    Männlich
    • 11. April 2015 um 22:00
    • #1

    Bräuchte mal wieder Eure Erfahrungswerte...

    Pauschalisieren kann man das bestimmt nicht, aber ich frag trotzdem mal:

    Sind die "üblichen" 10 Prozent als Richtwert auch für Marken aus Alt Deutschland anzuwenden ?
    Also nicht nur die dortigen Standard Marken, sondern auch mal ein paar Sonderlinge.
    Alle in sehr guter Erhlatung, und mit Zertifikat geprüft.
    Oder kann man bei Alt Deutschland auch z.B. 20% ansetzen ?

  • Wolffi
    Administrator
    Beiträge
    5.758
    • 11. April 2015 um 23:41
    • #2

    Es kommt sicher auf die Qualität der Marke und/oder Stempel an, aber beispielsweise bei SH sind %-Sätze um und über 20% für gute Stücke keine Seltenheit.

    Bis denne sagt Wolfgang
    Meine Literaturliste - September 2023
    Linkliste im Philaforum - Stand 24.07.2026

  • Graf Zahn
    aktives Mitglied
    Beiträge
    366
    • 12. April 2015 um 05:22
    • #3

    Hallo PhilBerlin,

    bei gut erhaltenen Marken aus diesen Gebieten, mit Befunden oder Attesten, ist auch gut mehr als 20 % Michel drin - da gibt es schon eine Nachfrage, die bekanntlich den Preis macht...

    Viele Grüße,

    Graf Zahn

  • Graf Zahn
    aktives Mitglied
    Beiträge
    366
    • 12. April 2015 um 05:29
    • #4

    vergess im übrigen die 10 % ( sagst Du ja schon selbst ) - die Handelspreise und deren Verhältnis sind einfach zu stark vom Markt und der Nachfrage nach bestimmten Gebieten abhängig- anders kann man sich die Handelspreise nicht erklären, z. B. China, Russland, Indien - da wurden schon Preise weit über Michel bezahlt..... können Blasenbildungen sein, aber nicht zwangsläufig - Stabil aus Deutschen Landen: Altdeutschland u. Deutsche Kolonien

    VG

  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    10.178
    • 12. April 2015 um 12:01
    • #5

    Hallo PhilBerlin,

    die Vorschreiber haben ja schon darauf hingewiesen. Beim Preis Briefmarken kommt es immer auf die Erhaltung an. Darüber hinaus natürlich auch, wie beliebt ein Gebiet gerade ist.

    Ich zeige hier mal fünf Marken aus meiner Heimat Schleswig-Holstein:
    SH 17: guter Durchstich, ordentlich (aber nicht perfekt) zentriert, farbfrisch, aufrecht sitzender Vollstempel, Ort und Datum klar lesbar, keine Dünnstellen. Dafür habe ich gerne 40% vom Katalog gezahlt.
    SH 24: Durchstich durchschnittlich (oben links leicht eckrund), dezentriert (Durchstich geht oben durchs Oval), farbfrisch, aufrecht sitzender Stempel, Ort und Datum klar lesbar, keine Dünnstellen
    ca. 20% Katalog
    SH 18c: ordentlicher Durchstich (oben links evtl. etwas Scherentrennung), ordentlich zentriert, farbfrisch, aufrecht sitzender Stempel, Ort sowie Tag und Monat lesbar, Jahr deutbar (67)., keine Dünnstellen, ca. 20% Katalog
    SH 19: Durchstich durchschnittlich (drei Ecken leicht gerundet), gut zentriert, Vollstempel seitwärts, Datum lesbar, Ort deutbar, Farbe etwas verblasst,Teil eines zweiten Stempels (oben), 5-10% Katalog.
    SH 22: schlechter Durchstich (Ecke oben rechts fehlt), ordentlich zentriert, verblasste Farbe, aufrecht sitzender Stempel, Ort und Datum lesbar, fleckig, Katalogwert 0 = Schrott, höchstens noch als Stempelvergleichsstück brauchbar.

    Sieht doch mit Bild gleich besser aus :ups:

    Viele Grüße
    DKKW

    Dateien

    SH, gestempelt, verschiedene Qualitäten.jpg 391,4 kB – 541 Downloads

    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (12. April 2015 um 12:02)

  • PhilBerlin
    aktives Mitglied
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    Männlich
    • 12. April 2015 um 15:16
    • #6

    Danke Euch allen für die Antworten und Nachrichten !

  • Wolffi
    Administrator
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    5.758
    • 14. April 2015 um 14:31
    • #7

    Hier noch drei Marken Altdeutschland aus DKKWs Heimat. :)

    Diese Marken würde ich mit 40% ansetzen wollen, wobei kleinere Michelwerte gern auch mal etwa darüber liegen können.

    Hinzu kommt aber generell, dass man auch den Stempel in der Bewertung berücksichtigen kann/muss/sollte. Dabei gehe ich von qualitativ guten bis sehr guten Exemplaren aus: also mit identifizierbaren Ort und Datum.

    Es immer also immer etwas schwierig, einen genauen %-Satz festzulegen.
    Ich würde einfach mal auf Philasearch schauen, wie "meine Marken" dort angeboten werden und hätte dann einen Anhalt.

    Hier drei von MØLLER BPP (Carl Aage Møller) bestgeprüfte Exemplare:

    1865 - Mi.-Nr. 9 - 1¼ - grün, mit aufrechtem Stemepel ARNIS 31.1.67
    1867 - Mi.-Nr. 18a - 1¼ - rotlila, mit aufrechtem Stempel ULSBY 30.12.67
    1865 - Mi.-Nr. 14 - 1¼ - rotlila, mit Stempel CAPPELN 3.9.67

    -

    Dateien

    714275-27_Marke.jpg 492,82 kB – 318 Downloads 714275-29_Marke.jpg 500,04 kB – 319 Downloads 714275-23_Marke.jpg 491,39 kB – 301 Downloads

    Bis denne sagt Wolfgang
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  • PhilBerlin
    aktives Mitglied
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    • 14. April 2015 um 14:32
    • #8

    Auch Dir noch mal danke ! :)

  • PhilBerlin
    aktives Mitglied
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    • 27. April 2015 um 08:39
    • #9

    Mal abgesehen davon, dass ich die Marken aus Alt Deutschland eh zum Auktionshaus bringen wollte, habe ich eine Verständnisfrage zum Michel Spezial.

    Zu den alt deutschen Marken / Stempeln stehen dort ja diverse Ab und Aufschläge. (Hab die Seite leider grad nicht im Kopf)
    Wenn ich jetzt eine Marke habe, die „größer“ als üblich ist, also komplett, und noch mit Teilen der nächsten Marke, steht dort etwas von Aufschlägen bis 500%. (in Worten fünfhundert)
    Nun ist aber z.B. der Stempel so, dass wiederum etwas von Abschlägen um 50% liegt (in Worten fünfzig).
    Was soll ich damit nun anfangen ? Als Beispiel nehmen wir einfach mal ne Marke, die 42 Euro Michel hat.

    500% Aufschlag ergibt 210 Euro (oder 252, je nachdem ob es als Aufschlag oder Faktor gesehen wird), 50% Abschlag ergibt 105 Euro (bzw. 126).

    Sind die 105 Euro dann als Handelswert (nicht Katalogwert) anzusehen ?

    Einmal editiert, zuletzt von PhilBerlin (27. April 2015 um 08:42)

  • ADRI
    erfahrenes Mitglied
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    • 27. April 2015 um 10:32
    • #10

    Hallo PhilBerlin,
    die Antwort ist nein.
    Schaue dir bitte ein Auktion Katalog an, sich eine Vorstellung zum beschaffen..
    LG A

    Ein frei denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt.

  • PhilBerlin
    aktives Mitglied
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    • 27. April 2015 um 10:38
    • #11

    Tschuldige, aber mit der Antwort kann ich nun gar nichts anfangen...

  • ADRI
    erfahrenes Mitglied
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    • 27. April 2015 um 11:03
    • #12


    LG A

    Ein frei denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt.

  • robertoli
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    • 27. April 2015 um 11:12
    • #13

    Hallo PhilBerlin,

    Hast du schon alle Altdeutschland-Marken, die du bei einem Auktionshaus einliefern möchtest, auch auf ihre Echtheit hin ordentlich geprüft? Ich meine, es gibt insbesondere bei Altdeutschland-Marken sehr viele und für einen Laien schwer erkennbare Fälschungen. Sind deine Marken schon geprüft? Wenn nicht, dann kann es sein, das das Auktionshaus viele dieser Marken auf deine Kosten zur Prüfung schickt, und am Ende als Erlös sehr, sehr wenig bleibt, wenn mehrere Marken als falsch attestiert werden und die Kosten der Prüfung auch die Erlöse der ordentlichen Marken frißt.

    Ich würde dir empfehlen, diese Marken mit hoher Auflösung (sagen wir mit 600 dpi gescannt) einzeln hier vorzustellen, damit die Kenner der Materie dir sagen können ob und welche Marken eventuell falsch sind. Die echten Marken kannst du am Ende beim Auktionshaus liefern und dir mögliche unnötige Kosten sparen.

    Auch durch ein Bild kann man dir sagen, welche Aufschläge eher möglich wären. z.B: mance Marken wurden auf dem Bogen sehr nah aneinander gedruckt, womit beim Schneiden meiste Marken mindestens an einer Seite geschnitten sind. Wenn man eine seltene Marke hat, die das Markenbild vollständig und eventuell auch die Trennlinien und Teile der Nachbarmarken zeigt, dann kann es manchmal sehr hohe Aufschläge geben. Wenn aber diese Marke einen völlig mißlungenen Stempel aufweist, dann kann es sein, dass der Abschlag nicht 50%, sondern noch höher ausfällt. Daher kann man die Katalogangaben nicht rein mathematisch addieren bzw. abziehen, sondern muß man die Marke erst einmal als Ganzes betrachten und bewerten. Das Gesamtbild macht den Preis aus.

    Es kann sein, dass eine Marke wie oben mit einem sehr schlechten Stempel(-fragment) ganz ganz wenig bringt, demgegenüber aber eine Marke, auch wenn es an einer Seite etwas geschnitten ist aber einen gesuchten Stempel in perfekter Form (sagen wir Vollstempel mit sehr gutem, klarem Abschlag) hat, viel höheren Preis bringt.

    Daher ist der Rat von ADRI goldrichtig. Du kannst im Internet die alte Auktionskataloge der Auktionshäuser blättern und bei den meisten die Bilder der Marken sehen. Daraus kannst du etwa sehen, wie die Bewertung usw aussieht. Aber auch das Blättern der Preislisten, die die erzielten Preise zeigen, nicht vergessen. So bekommst du ein Gefühl bei welcher Marke was für ein Preis vorstellbar ist.

    Grüße,
    robertoli

    2 Mal editiert, zuletzt von robertoli (27. April 2015 um 11:13)

  • PhilBerlin
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    • 27. April 2015 um 11:15
    • #14

    Ahja, ok.

    Allerdings möchte ich wie an diversen Stellen erwähnt nur einen Nachlass auflösen, und mir nicht noch Kosten und "Literatur" an's Bein binden ;)

    Wenn sich also noch jemand findet, der mir diese Auf und Abschlagsangaben im Michel Spezial erklären könnte wäre ich sehr dankbar.

    Edit:

    Danke robertoli, aber nein, habe ich nicht. Dazu bin ICH wohl auch nicht in der Lage als "Nichtsammler" ;)

    Bilder kann ich gerne mal welche einstellen heute Abend, allerdings nicht als Scan in Ermangelung eines Scanners...

    Einmal editiert, zuletzt von PhilBerlin (27. April 2015 um 11:18)

  • robertoli
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    • 27. April 2015 um 11:31
    • #15

    Hallo PhilBerlin,

    es ist nicht mit Kosten verbunden, Zeit mußt du dir aber schon nehmen.

    Hier bei diesem Link kannst du fast jede Marke mehrfach, auch viele mit Endpreisen sehen. Markenbilder sind ziemlich OK. Mit Vergleichen kannst du auch ungefähr erkennen ob deine Marken passen oder da und dort anders aussehen, sprich eventuell Fälschung sind. Aber bitte auch die Angaben der Auktionen beachten, da es von vielen Marken mehrere Typen gibt. Nicht bei der ersten Abweichung als Fälschung sehen, sondern kann es sein, dass du eine echte Marke in einer anderen Type hast.

    Um die Marken richtig erkennen zu können sind ordentliche Bilder in guter Auflösung von Nöten. Wenn du eventuell eine gute Kamera hast, dann kannst du die Marken einzeln mit Makro fotografieren, damit die Details gut erkennbar sind.

    Grüße,
    robertoli

    Einmal editiert, zuletzt von robertoli (27. April 2015 um 11:31)

  • PhilBerlin
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    • 27. April 2015 um 11:38
    • #16

    Ich meinte die Kataloge, die ADRI angesprochen hat (mit dem Link) ;)

    Danke auf jeden Fall schon mal für Deinen Link, werde ich mir heute oder morgen Abend zu Gemüte führen !

    Viele Grüße,
    Sebastian

  • PhilBerlin
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    • 27. April 2015 um 18:08
    • #17

    Korrekter Weise wäre jetzt wohl einen euen Thread zur Wertschätzung aufzumachen, aber der Übersicht halber füge ich die Marken hier ein.

    Meine Frage bezüglich des Michel Spezial mit den Auf und Abschlägen besteht allerdings irgendwie immer noch...

    Hier also die Marken:

    Baden 3 und 7

    Hannover 20 oder 21y (da sie geschnitten ist tendiere ich eher zu 20, ist auch dünnes Papier mit Rückständen auf der Rückseite vom Ablösen

    Preussen 17 (orig. Gummierung ohne Falz(rest))

    Dateien

    Baden 3.jpg 433,84 kB – 585 Downloads Baden 7.jpg 468,75 kB – 570 Downloads Hannover 20 oder 21y.jpg 383,23 kB – 564 Downloads Preussen 17.jpg 469,92 kB – 558 Downloads

    Einmal editiert, zuletzt von PhilBerlin (27. April 2015 um 18:11)

  • PhilBerlin
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    • 27. April 2015 um 18:10
    • #18

    Sachsen:

    14, 15, 16

    14 und 16 mit original Gummierung und kleinem Falzrest, 15 mit orig. Gummierung OHNE Falz(rest)

    Dateien

    Sachsen 14.jpg 435,51 kB – 544 Downloads Sachsen 15.jpg 396,73 kB – 532 Downloads Sachsen 16.jpg 455,7 kB – 529 Downloads
  • PhilBerlin
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    • 27. April 2015 um 18:13
    • #19

    Thurn und Taxis:

    4 oder 11
    5, 7
    38 und 42 je einmal gestempelt und einmal postfrisch (orig. Gummierung mit Falzrest)

    Dateien

    T und T 4 oder 11.jpg 441,98 kB – 579 Downloads T und T 5.jpg 451,87 kB – 549 Downloads T und T 7.jpg 423,51 kB – 549 Downloads T und T 38 und 42 gest.jpg 368,78 kB – 550 Downloads T und T 38 und 42 pf.jpg 398,14 kB – 537 Downloads
  • PhilBerlin
    aktives Mitglied
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    Männlich
    • 27. April 2015 um 18:18
    • #20

    Norddeutscher Bund Nummer 12 oder 24 (keine Ahnung wie ICH die auseinander halten sollte)
    Zudem ist die Marke unten links beschädigt. Somit schon wertlos ?

    Und aus den besetzen Gebieten in Frankreich Marke 3 I oder II
    Auch hier kann ich selbst mit erklärendem Bild im Netz NICHT sagen welche. Mal sehe ich die Spitzen oben, mal unten....

    Dateien

    ND Bund 12 oder 24.jpg 442,2 kB – 564 Downloads ND Bund 3 I oder II.jpg 442,37 kB – 525 Downloads Spitzen.jpg 279,99 kB – 562 Downloads

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