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Ebay und das Finanzamt

  • kartenhai
  • 11. Juli 2013 um 07:07
  • kartenhai
    Stamm Mitglied
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    29.108
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    Männlich
    • 11. Juli 2013 um 07:07
    • #1

    Ein interessantes Urteil, in dem Ebay vor dem Finanzamt unterlag, interessant für einige, die etwas mehr über Ebay verkaufen:

    Privat und damit steuerfrei ist der Verkauf persönlicher Gegenstände oder unliebsamer Weihnachtsgeschenke, wenn die Gewinne unter 600 Euro im Jahr liegen. Der Übergang zum gewerblichen Händler ist allerdings fließend. Wer auch nur in kleinem Umfang Ware gezielt ankauft, um sie auf eBay und anderen Plattformen zu versilbern, handelt laut BFH schon gewerblich.

    Einen Richtwert zur Zahl der Verkäufe gibt es nicht, in einem Fall zählten aber bereits 328 Verkäufe in einem Jahr als "unternehmerische Tätigkeit". Betroffene müssen dann ein Gewerbe anmelden und Einkommen-, Gewerbe- und Umsatzsteuer zahlen. Kleinunternehmer mit einem Jahresbruttoumsatz von unter 17.500 Euro sind dabei noch von der Umsatzsteuer befreit.


    Wirft sich noch die Frage auf, wie wird ein Sammler behandelt, der sein jahrzehntelanges Lebenswerk im Alter Stück für Stück über Ebay verkauft, eventuell über Jahre hinweg, da so umfangreich? Die allermeisten können ja nicht mehr belegen, was sie für diese Marken früher noch bezahlt haben, das ist ja wichtig dafür, einen Gewinn auszurechnen, muß dieser dann den Gesamterlös versteuern, ohne die Einkaufspreise gegenzurechnen zu können? Eigentlich Unsinn und sehr ungerecht! Gibt es zu diesem Problem eigentlich auch schon Urteile?

    Gruß kartenhai

  • Blumengeorg
    neues Mitglied
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    6. Februar 1955 (71)
    • 11. Juli 2013 um 08:00
    • #2

    Das, was im obigen Beitrag beschrieben wird, ist die ertragsteuerliche Seite der Medaille. Dabei geht es um Einkommensteuer und evtl. auch noch um Gewerbesteuer.
    Viel vorsichtiger muss man bei der Umsatzsteuer sein. Wer nachhaltig Umsätze erzielt und diese dann 17.500 Euro pro Kalenderjahr (Kleinunternehmerregelung § 19 UStG) übersteigen, der sitzt in der Falle und muss eine Umsatzsteuererklärung abgeben. Eine Vorsteuer kann man dann nicht gegenrechnen, es sei denn, die Marken sind im gleichen Jahr zugekauft worden und es liegt darüber eine Rechnung mit Umsatzsteuerausweis vor.
    Noch schlimmer wird es in Zukunft werden, wenn die Sammlermarken nicht mehr mit 7 %, sondern mit 19 % zu versteuern sind! Dann ist schon mal rund ein Fünftel weg ans Finanzamt!

  • Briefmarkentor
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    • 11. Juli 2013 um 09:26
    • #3

    Tja, dann hilft wohl nur eines. Ich werde heute noch ein Gewerbe anmelden und zukünftig alle Neuerwerbungen sofort als Betriebsausgabe geltend machen (§ 4 Abs. 3 EStG). Die Vorsteuer mache ich natürlich auch geltend, soweit ausgewiesen. Durch die so entstehenden Verluste in den nächsten dreißig bis vierzig Jahren spare ich jede Menge Einkommensteuer, habe ja schließlich nur Verluste und spare sogar noch Geld. Es sei denn, das Finanzamt behandelt meine "gewerbliche Tätigkeit" als Liebhaberei. Schließlich will der Fiskus ja nicht für meine dauerhaften Verluste aufkommen.

    Oder scheitert mein neues Gewerbe schon an vier kleinen Begrifflichkeiten aus dem Steuerrecht: Nachhaltigkeit, Selbständigkeit, Gewinnerzielungsabsicht, Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr (§ 15 Abs. 1 EStG)?

    Weiterhin viel Spaß bei unserem Hobby.

    Marko

    https://www.dropbox.com/scl/fo/831ungh…t=zbkbzwpv&dl=0

  • Wolffi
    Moderator
    Beiträge
    5.595
    • 11. Juli 2013 um 11:08
    • #4
    Zitat

    Original von Briefmarkentor

    Oder scheitert mein neues Gewerbe schon an vier kleinen Begrifflichkeiten aus dem Steuerrecht: Nachhaltigkeit, Selbständigkeit, Gewinnerzielungsabsicht, Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr (§ 15 Abs. 1

    Wenn Du die rechtlichen Voraussetzungen schaffst, wird bestimmt nach 2-4 Jahren verlangt, nachzuweisen, dass Du Geld damit verdienen kannst (und auch willst).

    Bis denne sagt Wolfgang
    Meine Literaturliste - September 2023
    Linkliste im Philaforum - Stand 17.02.2026

  • Wandervogelgelb
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.056
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    Männlich
    Geburtstag
    14. Februar 1959 (67)
    • 11. Juli 2013 um 11:52
    • #5

    Und bei der Einnahme-Ausgaben-Rechnung folgende Positionen nicht vergessen (anteilige Telefon- und Internetkosten, Schrankregale und PC als Arbeitsmittel, Bewertung von Alben, Katalogen, Literatur sowie Zubehör als Arbeitsmittel, Umwidmung des Hobbyraums in ein Arbeitszimmer, Ansetzung der Kilometerpauschale für jeden Gang zum Briefkasten). Jede Aktivität auf der "Beschaffungsseite", egal wie erfolgreich (Fahrt zum Sammlertreff, zum Trödelmarkt, zur Briefmarkenauktion) wird zur gewerblichen Aktivität.

    Da kommen auf der Ausgabenseite pro Jahr ganz schnell mal ein paar Hunderter oder Tausender zusammen, die erstmal durch entsprechende Einnahmen gedeckt werden wollen.

    Finanzämter werden da ganz schnell auf den Gedanken an "Liebhaberei" kommen - und das nicht einmal zu Unrecht!

    Heutzutage hat praktisch "Jedermann" die Möglichkeit, Gebrauchtwaren wieder zu verhökern. Hunderttausende Menschen sind sogar darauf angewiesen, weil die Rente oder der "Arbeitslohn" nicht mehr zum Leben reichen, Arbeitsämter oder Gerichtsvollzieher die Veräußerung von "Vermögensgegenständen" oder die Verkleinerung des Wohnraums fordern.

    Was in Moskau oder Bukarest auf den Straßen passiert, wo alte Mütterchen ihre vorletzten Habseligkeiten anbieten, geschieht im relativ reichen Deutschland eben auf Trödelmärkten oder in der Lagune.

    Der Staat sollte darauf verzichten, Güter, die von Privaten aus versteuerten Einkommen erworben worden sind oder für die bereits einmal Umsatzsteuer gezahlt worden ist, erneut steuerlich zu belasten. Hier wäre eine Anpassung des Rechts an die veränderte Lebenswiklichkeit angesagt.

  • wolleauslauf
    Gast
    • 11. Juli 2013 um 14:01
    • #6

    Hallo Wandervogelgelb,

    wo Du Recht hast, hast Du Recht, ich bin mir auch ziemlich sicher, dass viele Deiner Faktoren staatlich bekannt sind.

    Ich kenne Leute die verdienen bei ebay so richtig Geld, da sie über 8 Adressen haben und das schön streuen, wer kontrolliert das ???

    Aber solange wir nicht mal genügend Kontrolleure für Fleisch, Jugendbetreuer, Jugendschutz, Altersheimkontrolle, u.v.m. haben ( warum auch immer ???? X( ), solange wird es ein Gesetz geben, nachdem gerichtet werden kann !!!

    Auch die Finanzämtler sind in der Unterzahl und jammern, da gehen dem Staat zig Milliarden wegen Unterbesetzung und immer komplizierterer Gesetze durch die Lappen.
    Ja Drohnen und Kampfhubschrauber braucht das Volk, das versemmelte Geld wird dann halt für den Ausbau der KiTas und deren Beschäftigen auf später verschoben, oder wir erhöhen halt die Schulden noch etwas. :)

    Auch eine Demokratie hat zwei Seiten :D, ich bin aber heilfroh in einer solchen zu leben !!!!!!!

    Grüße von Wolle

  • wajdz
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.085
    Geschlecht
    Männlich
    • 11. Juli 2013 um 17:31
    • #7

    @Wolle
    Die Kumpels vom FA sitzen aber auch lieber an ihrem Schreibtisch umd surfen sich durchs Internet, da brauchen sie nicht raus in Wind und Wetter und mit einigermaßen IT-Talent kommen sie auch auf ihr Soll.
    Da machen dann viele kleine den großen Haufen,
    denn so unangenehm wie das Rumstöbern in versifften Fleischbuden ist das lange nicht.

    mfg wajdz

    Briefmarken sammeln, welch vernünftige Leidenschaft

  • wolleauslauf
    Gast
    • 11. Juli 2013 um 20:14
    • #8

    Ja, auch Du hast Recht, aber nicht alle Beamte sind Faulenzer :D

    Ein Bekannter ist am Vetrinäramt im Landkreis tätig, was glaubst Du was der jammert, nicht weil er mit Leib und Seele Tierarzt ist, im Gegenteil !!!

    1) Die Kollegen haben andere Arbeiten ( laut Deiner Ausführung, was ja zutrifft !!!, nur beweisen muß man das den eigenen Kollegen und wer macht das ???? )
    2) Es gibt zwar viele Arbeitslose, aber für diesen Sektor als Kontrolleur anscheinend überhaupt KEINEN, auch bei der ARGE nicht !!!!
    3) Nach 30 Dienstjahren, dann das l.m.a.A Gefühl, warum soll ich 14 Stunden und mehr arbeiten und eigentlich doch nichts erreichen, zumindest nicht allzuviell ;)

    Hoffentlich lesen die Amis jetzt nicht mit und geben diesen Text ans Landratsamt weiter, dann bekommt er und auch ich evtl. Schwierigkeiten, an der Sache wird es letztendlich leider wenig ändern !

    Viele Grüße von Wolle

    Einmal editiert, zuletzt von wolleauslauf (11. Juli 2013 um 20:15)

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