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Neufundland

  • DKKW
  • 22. Januar 2011 um 09:52
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    DKKW
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    • 26. Juni 2024 um 14:32
    • #641

    Moin chronos

    so, jetzt habe ich mal meine Names Sale Kataloge durchgesehen. Da ist doch einiges an 3d Einheiten der 1860er Ausgabe (Walsh ordnet sie heute der 1861er Ausgabe zu) erhalten geblieben:

    Kompletter Bogen, Robson Lowe 1963, Burrus-Sammlung: Ausruf GBP 200,00, Zuschlag GBP 160,00 (das brit. Pfund war damals erheblich mehr wert als heute)
    16er Block im Quadrat, mit Wasserzeichen, Matthew Bennett 11.2006, Ausruf USD 3.000,00, Zuschlag USD 3.250,00
    9er Block im Dreieck, Christies 9.1995, Sammlung Dr. Chan Chin Cheung, Est. GBP 250,00, Zuschlag GBP 667,00
    8er Block als Streifen, postfrisch, Matthew Bennett 11.2006, Ausruf USD 920,00, Zuschlag USD 1.050,00
    6er Block als Streifen, Matthew Bennett, 05.2006, Ausruf USD 390,00, Zuschlag USD 475,00

    Möglicherweise stammt der gezeigte 4er Block mit Wz. aus der Sidney Harris Sammlung die 1968 bei Stanles Gibbons versteigert wurde, leider ohne Abbildung. Zuschlag 9 Pfd 10 Shilling

    Das Auktionshaus Matthew Bennet ist übrigens vorbildlich, Kataloge und Preislisten sind im Auktionsarchiv bis heute abrufbar. Meine Papierkataloge waren nämlich ohne Ergebnisliste, aber siehe da ich konnte sie heute ausdrucken und den Katalogen beilegen.

    Viele Grüße
    DKKW

  • chronos
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    53
    • 26. Juni 2024 um 18:09
    • #642
    Zitat von DKKW

    Moin chronos

    so, jetzt habe ich mal meine Names Sale Kataloge durchgesehen. Da ist doch einiges an 3d Einheiten der 1860er Ausgabe (Walsh ordnet sie heute der 1861er Ausgabe zu) erhalten geblieben:

    Kompletter Bogen, Robson Lowe 1963, Burrus-Sammlung: Ausruf GBP 200,00, Zuschlag GBP 160,00 (das brit. Pfund war damals erheblich mehr wert als heute)
    16er Block im Quadrat, mit Wasserzeichen, Matthew Bennett 11.2006, Ausruf USD 3.000,00, Zuschlag USD 3.250,00
    9er Block im Dreieck, Christies 9.1995, Sammlung Dr. Chan Chin Cheung, Est. GBP 250,00, Zuschlag GBP 667,00
    8er Block als Streifen, postfrisch, Matthew Bennett 11.2006, Ausruf USD 920,00, Zuschlag USD 1.050,00
    6er Block als Streifen, Matthew Bennett, 05.2006, Ausruf USD 390,00, Zuschlag USD 475,00

    Möglicherweise stammt der gezeigte 4er Block mit Wz. aus der Sidney Harris Sammlung die 1968 bei Stanles Gibbons versteigert wurde, leider ohne Abbildung. Zuschlag 9 Pfd 10 Shilling

    Das Auktionshaus Matthew Bennet ist übrigens vorbildlich, Kataloge und Preislisten sind im Auktionsarchiv bis heute abrufbar. Meine Papierkataloge waren nämlich ohne Ergebnisliste, aber siehe da ich konnte sie heute ausdrucken und den Katalogen beilegen.

    Viele Grüße
    DKKW

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    Danke für die vielen Infos, die sind mit Gold nicht aufzuwiegen.

    Apropos - Stanley Gibbons, da habe ich einen Link zu diesem Neufundland "Markenheftchen" gefunden, leider wird der Inhalt auf der Seite nicht abgebildet:


    NEWFOUNDLAND 1932 SGSB2 Booklet 40c black on buff cover 1c, 2c, 3c perf 13 (line) panes of 4
    www.stanleygibbons.com

    Dieses feine Teil habe ich weder im Michel noch im Scott finden können. Aber immerhin €591.70 für das "Büchlein", das ist schon eine Hausnummer!

    (Aber wohl auch gerechtfertigt, trotzdem würde ich das Sammelgebiet Neufundland nicht gerade als billig einstufen...)

    Grüße,

    Peter

  • Jean Philippe
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    8.437
    • 26. Juni 2024 um 18:42
    • #643

    In meinem Michel Nordamerika von 1995 sind die Markenheftchen von Neufundland drin. Allerdings ist es nicht möglich zu wissen ob es sich bei dem von chronos gezeigten um 0-2 oder 0-3 oder 0-4 handelt, weil man nur den Deckel sieht. Wenn die Zähnung wirklich 13 ist, wäre es MH 0-2, immerhin damals das teuerste von den dreien.

    Gruss,

    Jean Philippe

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    DKKW
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    • 26. Juni 2024 um 18:57
    • #644

    Moin Peter,

    ich habe nie behauptet das Neufundland ein billiges Sammelgebiet sei. Aber vergleiche mal die einzelnen Ausgaben mit Altdeutschland (Bayern oder Sachsen), da wird es um ein vielfaches teurer. Bei den Pence Issues, den teuren Luftpostmarken bzw. Briefen streiche auch ich die Segel. Bei den frühen Cent-Ausgaben auf Brief gibt es einen sehr wohlhabenden Sammler in Canada an dem man in der Regel nicht vorbeikommt. Markenheftchen sind nicht billig aber man darf sich nicht von den Katalogpreisen des Stanley Gibbons ins Bockshorn jagen lassen.

    Markenheftchen sind keine Massenware (guck mal bei den frühen Markenheftchen des Deutschen Reiches, das sieht auch nicht besser aus). SG unterscheidet nur zwei Markenheftchen, der NSSC (Newfoundland Specialized Stamp Catalogue) sogar sieben verschiedene Typen.

    Ich habe auch nur das Markenheftchen BK2, habe aber nie die Zähnung bzw. die Zwischenlageblätter untersucht da bislang ungeöffnet ohne jede Knickspur. Je nach Zähnung bzw. Art der Zwischenlageblätter sind es dann nach NSSC die Typen BK2 bis BK7. Markenheftchen sind Auktionsware, da zahlt man dann trotz der Nebengeräusche, Porto und EUSt immer noch um einiges weniger als den SG-Katalogpreis. Manchmal werden auch "exploded booklets" angeboten, die sind dann in ihre Einzelteile zerlegt, also Umschlag, Heftchenblätter und Zwischenlageblätter. Natürlich deutlich billiger als komplette unangetastete Heftchen. , dafür sieht man dann aber auch den Inhalt.

    Ich habe mich für Postgeschichte,, insbesondere ausgefallene Sendungsformen, Zensurpost, die Pictorial Issue und die Sir Humphrey Gilbert Issue entschieden. Auch bei den beiden genannten Markenausgaben wird es bei Proofs und Specimen nicht eben billig und die hohen Nominale auf portogerecht frankierten Belegen sind häufig unbekannt oder, wenn sie mal auftauchen, auch bei anderen Sammlern begehrt.

    Trotzdem sind andere Mitglieder unserer Study Group immer wieder überrascht was ich so alles finde. Und dabei lebe ich in Good Old Europe und bin nicht vor Ort.

    Viele Grüße
    DKKW

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    DKKW
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    • 26. Juni 2024 um 19:06
    • #645

    Jean Philippe

    Stimmt, in meinem 2000er Katalog sind sie auch drin. Preise noch in DM. Das teuerste, völlig zurecht das Heftchen 0-1 (Pictorial Issue). Ich habe immerhin ein ungebrauchtes Heftchenblatt. Auch hier sind die Katalogpreise Theorie, die Praxis sieht etwas anders aus. Selbst wenn man die Qualitätsanforderungen im Vorwort gelesen hat was die meisten Nutzer nicht tun. Hier ist von einwandfrei die Rede, also (bei Markenheftchen) kein Knick im Umschlag, kein Rost an den Klammern und alle Heftchenblätter tadellos ohne Anhaftungen (problemlos prüfbar ohne den Umschlag zu knicken :D )

    Viele Grüße
    DKKW

  • chronos
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    • 26. Juni 2024 um 19:14
    • #646
    Zitat von Jean Philippe

    In meinem Michel Nordamerika von 1995 sind die Markenheftchen von Neufundland drin. Allerdings ist es nicht möglich zu wissen ob es sich bei dem von chronos gezeigten um 0-2 oder 0-3 oder 0-4 handelt, weil man nur den Deckel sieht. Wenn die Zähnung wirklich 13 ist, wäre es MH 0-2, immerhin damals das teuerste von den dreien.

    Danke!

    Ich bin irgendwie ein Opfer dieser nervigen Hitze, denn nun habe ich die Markenheftchen auch gefunden, also ich tendiere dann auch zu MH 0-2, die Marken wären dann der Kabeljau (1Cent grün), König Georg V (2 Cent Karmin) und die Königin Mary (3 Cent orangebraun).

    Und wenn ich mich hier wieder geirrt habe, dann stecke ich meinen Kopf in einen Eimer mit Eiswürfeln...

    Grüße, Peter

  • chronos
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    • 26. Juni 2024 um 19:23
    • #647
    Zitat von DKKW

    Moin Peter,

    ich habe nie behauptet das Neufundland ein billiges Sammelgebiet sei. Aber vergleiche mal die einzelnen Ausgaben mit Altdeutschland (Bayern oder Sachsen), da wird es um ein vielfaches teurer.

    Richtig, aber dafür sind die Marken Neufundlands bedeutend schöner und lebendiger in ihren Motiven und ihrer Darstellungskraft (meine Frau mag den Satz mit den Neufundländern besonders, die waren ausschlaggebend für bedeutendere "Nachschübe")

    Nun denn, ich hadere noch mit mir, ob ich den Viererblock (Michel und Scott Nr.3) erstehe, ich mag diese doch recht ungewöhnliche Marke.


    Grüße,

    Peter

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    DKKW
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    • 26. Juni 2024 um 19:55
    • #648

    Moin chronos,

    Du brauchst den Kopf nicht in einen Eimer mit Eiswürfeln stecken ;)

    Zum Vergleich, NSSC zu Michel:

    BK EP, angeblich ein Versuchsheftchen mit Marken der Caribou issue in einem Sudan Post Office Cover. Allen Artikeln zum Trotz, ich habe meine Zweifel dass das Heftchen nicht getürkt ist.

    BK1 = Michel 0-1, Pictorial issue, 1 Heftchenblatt 8 x 1c, 2 Heftchenblätter 8 x 2c. Auf der Rückseite des Heftchenumschlags Reklame Ayre & Sons
    BK2 = Michel 0-2, First Resources issue, 1 Heftchenblatt 4x1c grün, 3 Heftchenblätter 4x2c rosarot, 1 Heftchenblatt 4x3c orangebraun, Zähnung 13,2, Rückseite des Heftchenumschlags postage rates
    BK3 = Michel 0-2; First Resources issue, 1 Heftchenblatt 4x1c grün, 3 Heftchenblätter 4x2c rosarot, 1 Heftchenblatt 4x3c orangebraun, Zähnung 13,2 außer die 2c Marken, Zähnung 13,5. Rückseite des Heftchenumschlags postage rates
    BK4 = Michel 0-3, First Resources issue, 1 Heftchenblattt 4x1c grau, 3 Heftchenblätter 4x2c grün, Die I, 1 Heftchenblatt 4x3c orangebraun, Zähnung 13,2
    Rückseite des Heftchenumschlags postage rates
    BK5 = Michel 0-3, First Resources issue, 1 Heftchenblattt 4x1c grau, 3 Heftchenblätter 4x2c grün, Die II, 1 Heftchenblatt 4x3c orangebraun, Zähnung
    13,5, Rückseite des Heftchenumschlags postage rates
    BK6 = Michel 0-4, First Resources issue, 1 Heftchenblattt 4x1c grau, 3 Heftchenblätter 4x2c grün, Die I, 1 Heftchenblatt 4x3c orangebraun, Zähnung 14, Rückseite des Heftchenumschlags postage rates
    BK7 = Michel 0-4, First Resources issue, 1 Heftchenblattt 4x1c grau, 3 Heftchenblätter 4x2c grün, Die I, 1 Heftchenblatt 4x3c orangebraun, Zähnung 13,75 Rückseite des Heftchenumschlags postage rates

    Im NSSC werden Die I und Die II der 2c Marke folgendermaßen beschrieben:

    DIe I: dot in O of TWO at 2 o'clock position
    Die II: no dot in O of TWO at 2 o'clock position

    Hier noch mal mein Heftchen BK2, früher schon mal gezeigt.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, BK2, stamp booklet.jpg
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    DKKW
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    • 3. Juli 2024 um 10:47
    • #649

    Hallo zusammen,

    wieder mal ein Militärzensurbeleg von mir. Ein mit einem Paar der 3c Second Resources issue frankierter Luftpostbrief aus St. John's nach Canada aus dem Jahr 1942. Die Marken wurden mit CAPO No. 1 (St. John's) entwertet. Außerdem wurde der Military Censor No. 13 mit handschriftlichem Datum 9.9.42 abgeschlagen. Der Stempel ist relativ häufig und kommt zusammen mit den CAPO No.1 und CAPO No. 2 vor. Als Verwendungszeitraum nennt Paul Binney den Mai 1941 bis Mai 1945. Der Zensurstempel wurde von verschiedenen Einheiten genutzt, hier vom Lincoln & Welland Regiment.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 2 x 3c on CAPO-Airmail cover to Canada, CAPO No.1, 1942.jpg
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    DKKW
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    • 9. Juli 2024 um 10:23
    • #650

    Hallo zusammen,

    noch ein Feldpostbrief der canadischen Streitkräfte auf einem Luftpostbrief mit CAPO-Sonderporto nach Canada aus dem Jahr 1942. Die Darstellung des 6c Sonderportos diesmal nicht mit zwei 3c Marken sondern mit je einer 2c und 4c Marke der Second Resources Issue.

    Die Marken wurden mit dem CAPO No.1 (St. John's) vom August 42 entwertet. Der Tag ist leider nicht leserlich. Aber der Military Censor No.4 trägt das handschriftliche Datum 28.8.42.

    Dieser Military Censor No.4 fehlte noch in meiner Sammlung obwohl er recht häufig in Verbindung mit den CAPO-Stempeln No. 1 und No. 2 vorkommt. Laut rückseitiger Absenderangabe von einem Angehörigen des Lincoln & Welland Regiment geschrieben, das passt zeitlich zu der von Paul Binney beschriebenen Verwendungszeit.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, CAPO No.1, Mil. Censor No. 4, Airmailletter to Canada, 1942.jpg
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    DKKW
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    • 11. Juli 2024 um 09:42
    • #651

    Hallo zusammen,

    im Beitrag #637 vom 21. Juni diesen Jahres hatte ich einen Ausschnitts einer Pakethülle vorgestellt und geschrieben, dass ich in den USA ein kleines Lot mit Belegen an einen Empfänger in den USA erwerben konnte. Zum Ausruf, da der Zustand der Belege nicht besonders war, ich hatte das Lot damals als "echten Dachbodenfund" bezeichnet.

    Hier nun ein Brief aus diesem Lot aus St, John's nach Littleton, Mass. in den USA vom Februar 1920. Frankiert mit drei 3c Marken der Caribou issue. Da der Maschinenstempel des Hauptpostamts nur die rechte Marke erwischt hat wurden die beiden anderen Marken mit einem Kreisstempel entwertet. Abgesehen von den deutlichen Altersspuren sieht man auch, dass der nicht mehr vorhandene Inhalt des Briefes recht dick gewesen sein muss. Das passt auch zum Porto: US-letter rate im Jahr 1920: 2c per oz. Der Brief muss also mehr als 3 Unzen, also ca. 95 g gewogen haben. Hinzu kam im Jahr 1920 1c War Tax, also 4 x 2c + 1c = 9c Gesamtporto.

    Nicht schön aber doch eine recht interessante Sendungsform.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 4th weight cover to the USA plus 1c War Tax, 1920.jpg
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  • Jean Philippe
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    8.437
    • 11. Juli 2024 um 17:04
    • #652

    Seit 14 Jahren erhielt kartenhai im Thema "Nicht zur Ausgabe gelangt !" keine Antwort auf folgende Frage : "Neufundland von 1932, 1. Transatlantik-Passagier-Flug der Dornier DO-X, in meinem alten Amerika-Katalog nicht erwähnt oder abgebildet, weiß jemand, ob diese angeblich unverausgabte Ausgabe korrekt ist oder später nachkatalogisiert wurde?"

    Nun hoffe ich mal auf DKKW.

    Gruss,

    Jean Philippe

    3 Mal editiert, zuletzt von Jean Philippe (12. Juli 2024 um 15:45)

  • Online
    DKKW
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    • 11. Juli 2024 um 17:34
    • #653

    Ach Jean Philippe,

    die Frage habe ich doch schon vor Jahren beantwortet:

    Zitat von DKKW

    Hallo 241264hsv-fan,

    die Marke, die Du da zeigst, ist als Wayzata-Airmail bekannt. Ich bin mir nicht sicher, ob es sich hier um einen großangelegten Schwindel handelte, oder ob die Firma Aerial World Tours Inc. wirklich einen Transatlantik-Flugdienst mit einem noch zu bauenden Flugboot plante.
    Auf jeden Fall trat die oben genannte Firma im Jahr 1932 an die neufundländische Regierung heran um für Unterstützung für ihre Pläne zu werben..
    Es sollten 400.000 Marken zu 1$ gedruckt werden. 300.000 sollte die Firma erhalten, weitere 100.000 Marken sollten durch die neufundländische Post verkauft werden. Aus dem Verkauf pro Marke sollte ein Profit in Höhe von 80cts an die Firma fliessen und damit den Bau des Flugbootes finanzieren.
    Nun, es herrschte damals die weltweite Depression, die optimistischen Pläne 400.000 Marken verkaufen zu können erwiesen sich als Seifenblase. Hinzu kam die kritische Berichterstattung in den Medien.
    Schließlich zog sich die neufundländische Regierung aus dem Vertrag zurück.
    Das Ganze war eine Riesenblamage für die damalige neufundländische Regierung.
    Man geht davon aus, dass ca. 25.000 Marken der regierungsseitig angeordneten Vernichtung der Bestände entgingen. Vermutlich Exemplare, die von Sammlern und Händlern der Aerial World Tours Inc. abgekauft worden waren.
    Der Katalogwert für diese "Marken" liegt bei 35 can.$. Gibt man bei ebay das Stichwort Wayzata unter Briefmarken ein so findet man ein reichhaltiges Angebot von der Einzelmarke bis zum kompletten Bogen.
    Ich würde die Marke als Cinderella bzw. Vignette einstufen.

    Viele Grüße
    DKKW

    Alles anzeigen

    Es handelt sich also nicht um die Do-X. Irgendwo in meinem "Bergwerk" befindet sich ein Photo des im Bau befindlichen Fliegers. Sah, wenn ich mich recht erinnere, schon sehr weit fortgeschritten aus. Werde mich mal auf die Suche begeben und wenn ich fündig werde das Photo nachliefern.

    Viele Grüße
    DKKW

  • Jean Philippe
    Stamm Mitglied
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    • 11. Juli 2024 um 18:40
    • #654

    Danke DKKW

    Es hätte mich auch gewundert wenn du noch nichts zu dieser Marke geschrieben hättest. Leider hast du damals kartenhai nicht geantwortet und deine Erklärung war weder unter Neufundland noch mit Dornier zu finden. Es ist mir auch jetzt noch nicht ersichtlich in welcher Rubrik sie stand. Jedenfalls ist sie sehr nützlich.

    Gruss,

    Jean Philippe

  • Online
    DKKW
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    • 11. Juli 2024 um 19:39
    • #655

    Moin Jean Philippe,

    nun, wo würde man so einen Beitrag suchen? Schiffspost? wohl eher nicht. Perfins? Nee, auch nicht. Luftpost, Bingo! Und gleich der ersten thread in diesem Themenbereich behandelt "Newfoundland Airmails"

    Oh Wunder, hier findet man auf Seite 2 die Anfrage von 241264hsv-fan und die weiter oben zitierte Antwort von mir.

    Inzwischen habe ich auch das Scan einer Picture Postcard mit dem Wayzata-Flugboot gefunden. Sieht deutlich kleiner aus als auf der "Vignette" Ob man damit kostendeckend einen Transatlantik-Flugverkehr hätte einrichten können? Ich weiss ja nicht.

    Diese Picture Postcard wurde vor Jahren bei einem canadischen Auktionshaus angeboten, ich war nicht bei den Bietern, so sehr interessiert mich Newfoundland Airmail dann auch wieder nicht.

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

    • NFLD, PPC, Wayzata Flying Boat Newfoundlander, 1932.jpg
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  • Jean Philippe
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    • 11. Juli 2024 um 21:32
    • #656

    DKKW

    Ich hatte zwar auch gleich bei der Flugpost gesucht, aber mit dem eigentlich unverwechselbaren Wort Wayzata keinen Treffer, und wollte nicht mehr Zeit daran verwenden. Schliesslich ging es mir darum, dass die Frage in der Rubrik mit den nicht ausgegebenen Marken eine Antwort erhielt und das hat ja geklappt.

    Übrigens schade dass es keine richtige Briefmarke ist. Sie hätte gut zu den echten gepasst. Wenn ich ein Exemplar hätte, ich würde es zur Sammlung tun, mit der Geschichte im Anhang.

    Gruss,

    Jean Philippe

  • phoenix
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    • 11. Juli 2024 um 22:06
    • #657

    Hallo,

    jetzt muss ich hier auch noch einmal dazwischen grätschen. Das Flugzeug auf der "Vignette" ist eine Sikorsky S-40 die in den 30-er Jahren Linienflüge von den USA nach Mexiko, Kuba
    und den Bahamas durchführte. Bei Reichweite von 1400 km war Europa damit nicht in direkter Reichweite. Das Foto mit der "Newfoundlander" zeigt eine Sikorsky S-38. Die wurde in großer
    Stückzahl gebaut hatte mit 1200 km jedoch noch eine niedrigere Reichweite. Europa konnte so auch nicht direkt bedient werden. Jetzt das Problem mit der Bildunterschrift "Transatlantic
    Mail and Passenger Flying Boat - Wayzota Minn. to Europe 1932". Entweder war da jemand sehr optimistisch oder man plante Flüge von Minnesota (Wayzota) über Neufundland, Labrador,
    Grönland nach Schottland oder Irland. Im Netz habe ich dazu bis jetzt jedoch nichts gefunden. Es ist jedoch bekannt das eine Sikorsky S-38 im Rahmen einer Weltumrundung (The Flying Hutchinsons) 1931 eine Bruchlandung in Grönland hinlegte. Man war mit der Maschine also schon in und über Neufundland hinaus aktiv. Der Ort Wayzota hat einen Wasserlandeplatz, Minneapolis ist auch nicht weit entfernt, das sollte soweit stimmen und die Sikorsky S-38 operierte für die Colonial Western Airways in dieser Zeit auch im Bereich der großen Seen.

    Gruß phoenix

  • Jean Philippe
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    • 11. Juli 2024 um 22:43
    • #658

    phoenix

    Danke. Es ist immer wieder erfreulich, wie nach Jahren Themen angereichert werden können. Ich finde aber nur Wayzata, nicht Wayzota, bei Minneapolis.

    Gruss,

    Jean Philippe

  • phoenix
    erfahrenes Mitglied
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    • 12. Juli 2024 um 06:11
    • #659

    Jean Philippe,

    du hast recht es ist der Ort Wayzata aber Minnesota ist korrekt. Da hatte ich wohl im Übereifer einen kleinen Buchstabendreher drin.?(

    Gruß phoenix

  • Online
    DKKW
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    • 12. Juli 2024 um 10:59
    • #660

    Hallo zusammen,

    moin phoenix Vielen Dank für diese Zusatzinformationen. Nun, dann ist die Losbeschreibung: ...This was the airplane to be used in the proposed 1932 Wayzata Trans-Atlantic Airmail Flight... wohl nicht korrekt.
    Es war ja in der mir bekannten Literatur immer vom Bau eines Flugzeugs die Rede, nicht von einem Kauf. Im wikipedia Artikel zur S38 finde ich den Newfoundlander zwar nicht erwähnt aber die Bilder zeigen eindeutig den gleichen Maschinentyp wie auf der Karte.

    Die auf der Vignette abgebildete Maschine ist wohl "künstlerische Freiheit"

    Viele Grüße
    DKKW

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