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Neufundland

  • DKKW
  • 22. Januar 2011 um 09:52
  • DKKW
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    • 7. Juni 2024 um 10:08
    • #621

    Hallo zusammen,

    jetzt habe ich mich zu früh ins Wochenende verabschiedet, gerade eben brachte der FEDEX-Bote meine Lose der letzten Eastern Auctions Auktion. Im Gegensatz zu ungebrauchten (postfrisch oder mit Falz) Viererblöcken sind gestempelte Vierblöcke aus Neufundland nicht so leicht zu finden. Da sind selbst offensichtlich gefällig gestempelte Viererblocks willkommen.

    Hier aber der komplette Satz der Pictorial Issue aus dem Jahr 1923 inklusive dem Nachzügler 24c aus dem Jahr 1924 gestempelt, nur beim Höchstwert bin ich mir nicht sicher ob es sich nicht doch um einen Viererblock mit Gefälligkeitsstempeln handelt. Die Wert zu 5c, 8c und 10c sogar als Sechserblocks.

    Wie die Sir Humphrey Gilbert Issue gehört ja die Pictorial Issue zu meinen Favoriten.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 9. Juni 2024 um 14:01
    • #622

    Hallo zusammen,

    als ich heute nach München zurück kam fand sich wieder einiges in meinem Briefkasten. Für Nachschub ist also gesorgt. Zunächst aber noch mein zweites Beutestück von der letzten Eastern Auctions Auktion. Ebenfalls ein kompletter Satz gestempelter Viererblöcke, diesmal aber der Sir Humphrey Gilbert Issue. Darunter der 24c Wert mit Linienzähnung!

    Natürlich hat da ein Händler diese Viererblöcke beim Postamt abstempeln lassen. Die meisten, sie kleben noch auf der Unterlage, beim Hauptpostamt in St. John's, zwei Wert beim Postamt in Victoria. Sean Weatherup hatte in seinem Exponat keine gestempelten Viererblöcke, vielleicht hat er sie aber auch nicht gezeigt weil es noch nicht für einen vierten Rahmen langte. Ich hatte jedenfalls bei der Auktion mit mehr Konkurrenz gerechnet.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 10. Juni 2024 um 10:14
    • #623

    Hallo zusammen,

    vermutlich eine seltene Destination. Post aus Neufundland in die Balkanländer ist selten. Wir kennen zwar dank Otto Bickel, dem Briefmarkenhändler der zeitweise in Cetinje, Montenegro, ansässig war einige Belege in dieses kleine Land. Aber sonst?

    Ich habe am vergangenen Wochenende einen in Canada erworbenen Brief aus St. John's nach Cluj (früher Klausenburg) in Rumänien aus dem Jahr 1948 erhalten. Ich habe noch nie eine Postsendung nach Rumänien gesehen. Rückseitig ein Maschinenstempel "Cluj 1 12. VII 48 13"

    Mit zwei 1c Marken der Second Resources Issue und der 5c Marke Cabot Issue portorichtig frankiert.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 2 x 1c Second Resources Issue, 5c Cabot Issue on cover to Rumania, 1948.jpg
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  • DKKW
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    • 11. Juni 2024 um 10:51
    • #624

    Hallo zusammen,

    heute wieder mal ein Luftpost-Feldpostbrief aus Neufundland nach Canada. Wie so häufig mit zwei 3c Marken der Second Resources Issue portogerecht frankiert.

    Die Marken wurden mit dem Kreisstempel "C.A.P.O. No. 2 PM DE 2, 43" entwertet, Der Stempel wurde am Flugplatz Gander verwendet. Außerdem der Kreisstempel "Passed By Military Censor No. 99." Laut Absenderangabe von der 5. Fortress Company C/o 107. Coast Battery abgeschickt. Paul Binney kennt diesen Military Censor No. 99 nur in Verbindung mit dem CAPO No. 2 und ausschließlich vom November 1943. In der Übersicht der verwendenden Truppeneinheiten die mir Paul mal zugemailt hat wird nur das Atlantic Command Signals genannt.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, CAPO No. 2, Military Censor No. 99 on Airmail cover to Canada, 1943.jpg
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  • DKKW
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    • 17. Juni 2024 um 12:45
    • #625

    Hallo zusammen,

    heute erfolgt ein Rückblick auf zwei Beiträge von mir aus diesem Jahr.

    Im letzten beitrag hatte ich einen Luftpost-Feldpostbrief vorgestellt. Mit einem Paar der 3c Second Ressources issue korrekt frankiert und mit dem CAPO No. 2 (Gander) entwertet. Zusätzlich war der Military Censor No. 99 abgeschlagen worden. Ich hatte wie üblich ein Scan an Paul Binney gemailt der sich darüber sehr gefreut hat, denn es handelt sich erst um den zweiten Brief mit diesem Military Censor Stempel in seiner Registratur.

    Zum anderen komme ich noch einmal auf den Beitrag #615 vom 17. Mai disen Jahres zurück. Ich hatte in einem Briefe-Lot das vorwiegend aus Zensurpostbelegen bestand einige nicht zensierte Briefe aus einer Korrespondenz in die USA gefunden mit einer 4c Frankatur. Die korrekte US-letter rate hätte 5c per oz. betragen.

    Ich hatte eine Anfrage an unsere Study Group gerichtet und als wahrscheinliche Antwort erhalten dass diese Briefe vermutlich aufgrund von Zeitdruck bei der Abfertigung durchgerutscht sind. So ganz befriedigend fand ich diese Antwort nicht. Nun hab ich ein Mail von Blair Ashford aus Canada erhalten, er macht folgenden Vorschlag zur Erklärung:

    Es handelt sich um Auslandsdrucksachen der 2. Gewichtsstufe (3-4oz). Seiner Meinung nach brauchte es dafür keine großen Umschläge um die 2oz zu überschreiten. Was Blair nicht wissen konnte und auch von mir bislang nicht beachtet wurde. Dem Lot lag in einer Kunststoffhülle ein ganzer Haufen zeitgenössischer Zeitungsausschnitte aus Neufundland (meist Evening Telegram) bei. Möglicherweise wurde Mrs. Butler im fernen New York regelmässig mit Nachrichten aus der Heimat versorgt. Ein Brief mit gleichem Gewicht hätte mindestens das doppelte gekostet (5c für 1 oz Gewicht+3c für jedes extra oz). Die Umschläge waren allerdings verschlossen, das kann aber bei unsachgemäßer Lagerung durchaus später passiert sein. Ich habe Blair allerdings nochmals angemailt ob ihm Drucksachen ohne Hinweis "Printed Matter" bekannt seien. Gleichwohl in meinen Augen eine plausible Erklärung des 4c Auslandsportos.

    Viele Grüße
    DKKW

  • chronos
    neues Mitglied
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    53
    • 17. Juni 2024 um 16:36
    • #626
    Zitat von DKKW

    Hallo zusammen,

    als ich heute nach München zurück kam fand sich wieder einiges in meinem Briefkasten. Für Nachschub ist also gesorgt. Zunächst aber noch mein zweites Beutestück von der letzten Eastern Auctions Auktion. Ebenfalls ein kompletter Satz gestempelter Viererblöcke, diesmal aber der Sir Humphrey Gilbert Issue. Darunter der 24c Wert mit Linienzähnung!

    Natürlich hat da ein Händler diese Viererblöcke beim Postamt abstempeln lassen. Die meisten, sie kleben noch auf der Unterlage, beim Hauptpostamt in St. John's, zwei Wert beim Postamt in Victoria. Sean Weatherup hatte in seinem Exponat keine gestempelten Viererblöcke, vielleicht hat er sie aber auch nicht gezeigt weil es noch nicht für einen vierten Rahmen langte. Ich hatte jedenfalls bei der Auktion mit mehr Konkurrenz gerechnet.

    Viele Grüße
    DKKW


    Hallo DKKW.


    Das was du hier machst, das ist schon sagenhaft zu nennen, das ist mehr als nur Briefmarkensammeln, das ist pure Postgeschichte Kanadas im Spiegel Neufundlands, und auf eine gewisse Weise kann man das auch einen Neufundland-Sepzial-Spezial Katalog nennen.

    Einfach großartig!

    Unendlichen Dank für deine Mühe, und deine Bereitschaft uns alle hier an deinem schier unerschöpflichen Wissen teilhaben zu lassen.


    Grüße, Peter

  • Heliklaus
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    • 17. Juni 2024 um 22:03
    • #627

    Hi,

    Angeregt von diesem hochinteressanten Thread hab ich gleich mal in meine Alben geschaut und siehe da, ich hab auch zumindest eine Marke aus Neufundland. ;)

    1935

    Gruß, Klaus

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 18. Juni 2024 um 11:36
    • #628

    Moin Namensvetter,

    ich denke, so wie bei Dir sieht es in den meisten Alle-Welt-Sammlungen in Deutschland aus. Obwohl ich eher eine 5c Caribou oder eine 1c Queen Victoria (grün) Marke erwartet hätte. Obwohl in meiner Schulzeit verkaufte der eine oder andere Händler seine Überhänge in Pergamintüten verpackt für Taschengeldbeträge. Ich habe bei einem dieser Händler auch mal ein Tütchen mit 10 verschiedenen Neufundland Marken erstanden.

    Viele Grüße
    DKKW

  • Tucholsky
    erfahrenes Mitglied
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    • 18. Juni 2024 um 17:44
    • #629

    Dann zeige ich auch mal was aus meinen Beständen, einen richtigen Neufundländer.

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 19. Juni 2024 um 11:01
    • #630

    Hallo zusammen,

    Tucholsky Newfoundland Dog, die erste Hundemarke der Welt. Übrigens auch bekannt für einige Re-entries. Der große Spezialist für Re-entries aus Neufundland, sozusagen der Thomas Schrage der Neufundland-Philatelie, Ralph E. Trimble, ist leider kürzlich verstorben. https://re-entries.com/listings.html#prov
    Beide Ausführungen der 1/2c Marke Newfoundland Dog in orange und schwarz wurden mit der gleichen Platte gedruckt.

    @all Von mir mal wieder ein Luftpost-Brief der Navy nach Canada, diesmal ein Dienstbrief, erkennbar am eingedruckten O.H.M.S.

    Mit einem Postage Paid G.P.O. triangle gestempelt, Type GPO2 aber eine Variante die Paul Binney im Heft 4.2012 der BNA Topics nicht beschrieben hat. Zwei Brüche an der Basis, ein Bruch links über dem O von Postage und die Spitze weggebrochen. Rückseitig ein L4-Kastenstempel "Naval Store Office / H.M.C. Dockyard / AUG 4 1943 / St. Johns, NFLD."

    Viele Grüße
    DKKW

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  • Matjoff
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    • 19. Juni 2024 um 18:21
    • #631

    Ich bin mir ziemlich sicher den von Tucholsky gezeigten Neufundländer (unter anderen) in meinen Unterlagen gesehen zu haben! Ich bin leider noch nicht so weit das ich alles geordnet habe! Wenn es soweit ist melde ich mich hier erneut! Es muss wohl spätere Neufundländer wie diesen hier gegeben haben

    Danke an alle Forumnutzer die ihr unschätzbar kostbares Wissen untereinander und miteinander teilen.
    Weiterhin viel Freude und Erfolg bei all euren Unternehmungen!

  • Matjoff
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    • 19. Juni 2024 um 18:42
    • #632

    NEWFOUNDLAND ist wirklich ein sehr spannendes Sammelgebiet und mit dem riesengroßen Umfangreichen Wissen von DKKW kommt größte Freude auf! Danke DKKW für alle die großartigen Beiträge!

    Hier noch kurz die einzigen Stempel in Nahaufnahme! Vielleicht kannst Du erkennen aus welchem Jahr der Stempel sein kann? Wir können ja nur den 4.Januar lesen.

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    Danke an alle Forumnutzer die ihr unschätzbar kostbares Wissen untereinander und miteinander teilen.
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  • DKKW
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    • 20. Juni 2024 um 12:55
    • #633

    Moin Matjoff,

    zunächst mal zu den Stempeln.

    Beide Marken wurden in Stadtteilpostämtern von St. John's abgestempelt (sogenannte Sub Post Offices). Die obere Marke in Rawlins Cross, die untere in St. John's East. Das Postamt in St. John's East war so groß dass es als einziges Postamt in Neufundland neben dem Hauptpostamt eine Stempelmaschine erhielt.

    Beim Stempel von Rawlins Cross kann ich nur MY 8 sicher erkennen, die Jahreszahl in der Zeile darunter fängt wohl mit einem 3er an. Passt zur Markenausgabe, Es handelt sich um die 3c Publicity issue. Wenn sie kein Wasserzeichen aufweist, dann 2nd Publicity issue aus dem jahr 1929, Mit Wasserzeichen 3rd Publicity issue aus dem Jahr 1931. Egal welche Ausgabe, es ist Massenware, 3c = Briefporto.

    Für die untere Marke, 2c Publicity issue gilt das gleiche. Die Jahreszahl befindet sich in der unteren Zeile die nicht mehr auf der Marke zu sehen ist. Ohne Wz. 2nd Publiccity issue, mit Wz 3rd Publicity issue. Ebenfalls Massenware, 2c = Ortsbrief oder Auslandspostkarte.

    Abgesehen davon zwei schön gestempelte ordentlich erhaltene Marken, absolut sammelwürdig.

    Die 14c Newfoundland Dog Marke aus dem Beitrag davor weist ganz offensichtlich Linienzähnung auf, also 2nd Resources issue aus dem Jahr 1944, FD: 8.1.1944). Als Einzelfrankatur nur auf Paket in die USA möglich, deshalb ungebraucht Massenware (700.000 Marken produziert)

    Viele Grüße
    DKKW

  • Matjoff
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    • 20. Juni 2024 um 13:05
    • #634

    Vielen Herzlichen Dank für Deine Auskunft mit äußerst nützlichen und wertvollen Informationen! Hier noch die gesamte Seite der Marken...ich hatte diese wahllos wie Du siehst einsortiert...Sie waren ja nur lose im Umschlag...

    Auf Seite 3 habe ich die Ausgabe(n) hier bei Dir gefunden und werde mich nochmal daran orientieren!

    Bei Gelegenheit suche ich die anderen Briefmarken raus...ich hoffe das auch gelaufene Briefe dabei waren! Es ist sehr lange her und es war viel Material

    Gruß Matjoff ⚓

    Danke an alle Forumnutzer die ihr unschätzbar kostbares Wissen untereinander und miteinander teilen.
    Weiterhin viel Freude und Erfolg bei all euren Unternehmungen!

  • DKKW
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    • 20. Juni 2024 um 13:15
    • #635

    Moin Matjoff,

    die 3c Marke in der 2. Zeile ist möglichweise eine fiskalische Entwertung. Für die Schecksteuer wurden Briefmarken auf den eingelösten Schecks verklebt und von der Bank abgestempelt.

    Viele Grüße
    DKKW

  • Matjoff
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    • 20. Juni 2024 um 13:20
    • #636

    Danke für die Info! Mir viel tatsächlich als allererstes dieser Rote Stempel ins Auge.


    Ach ja, es ist alles gemischt. Mit Gummi die nicht gestempelt sind und natürlich ohne Gummi die gestempelt sind -ich hatte ein Foto davon gemacht falls es von Interesse sein könnte!

    Ich kann mich nicht erinnern ein Wasserzeichen gesehen zu haben! Ich empfinde das jetzt nicht als wichtig da diese Marken in so großen Stückzahlen hergestellt wurden! Vielleicht kann ich da später nochmal gucken! Sie gefallen mir jedenfalls optisch sehr gut und deshalb werde ich Sie noch um Sortieren, raus aus diesem Alten Album...

    Danke an alle Forumnutzer die ihr unschätzbar kostbares Wissen untereinander und miteinander teilen.
    Weiterhin viel Freude und Erfolg bei all euren Unternehmungen!

  • DKKW
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    • 21. Juni 2024 um 10:34
    • #637

    Hallo zusammen,

    neulich wurde in der internationalen Bucht ein Belegeposten aus Neufundland an einen Empfänger in Cambridge/Mass., USA angeboten. Dem mässigen Erhaltungszustand nach ein echter Dachbodenfund. Außerdem auch noch falsch beschrieben, sechs Briefe und zwei Briefvorderseiten mit Caribou issue Marken frankiert. Ich bekam den Posten zum Ausruf.

    Nun die zwei "Briefvorderseiten" waren ganz offensichtlich Ausschnitte von Paketen. Ich habe ja schon öfters geschrieben das Paketpostbelege aus Neufundland kaum erhalten geblieben sind. Der eine Paketausschnitt offensichtlich mit unvollständiger Frankatur, insgesamt 8c, so günstig war der Paketversand in die USA Anfang der 1920er Jahre nicht. Der andere Ausschnitt viel interessanter aber erklären kann ich das Porto nicht. Ich habe wieder mal eine Anfrage bei der Study Group laufen.

    Frankiert mit einer 15c Marke Cabot issue, die hohen Werte dieser Ausgabe waren auch gut 25 Jahre nach der Ausgabe 1897 noch vorrätig plus fünf 2c Marken der Caribou issue aus dem Jahr 1919. Insgesamt also 25c. Die Marken wurden mit den typischen Balkenstempeln entwertet, ein Datumsstempel findet sich auf diesem Ausschnitt der Paketverpackung nicht.

    Unten links findet man einen ganz schwachen Abschlag eines Linienstempels "REGISTERED" Nun, laut Newfoundland Yearbook & Almanac 1919 konnten Pakete ins Ausland nicht eingeschrieben versandt werden. Allerdings mussten Auslandspakete von den Outports zunächst an das Hauptpostamt nach St. John's geschickt werden und für diese Strecke konnte die Pakete eingeschrieben werden. Rechts befindet sich ein neufundländischer Paketaufkleber für den Versand als eingeschriebenes Paket zum nächsten Postamt mit Zollstelle (dürfte immer das Hauptpostamt in St. John's gewesen sein). Also stammt das Paket von einem Postamt außerhalb von St. John's, den sogenannten Outports.

    Das Mindestporto für ein Paket in die USA betrug 12c per lb. (gemäß Newfoundland Yearbook & Almanac 1919). Also 12c USA Paketporto, 3c Inlandseinschreibegebühr, bleiben als 10c Rest. Ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass für den Versand vom Outport Postamt nach St. John's zusätzlich noch das Inlandspaktporto (8c per lb) fällig war. Laut Newfoundland Yearbook& Almanac 1925 durfte der örtliche Postbeamte aber 5c Zollpauschale vom Absender erheben, diese Zollpauschale war mit Briefmarken auf dem Paket zu verkleben und abzustempeln. Dann blieben aber immer noch 5c übrig die ich nicht erklären kann. Bin gespannt was bei meiner Nachfrage herauskommt, ich halte Euch auf dem Laufenden.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende, voraussichtlich bis Dienstag
    DKKW

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  • phoenix
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    • 21. Juni 2024 um 11:08
    • #638

    Hallo DKKW,

    evtl. ist es gar nicht so kompliziert wenn man die Inlandseinschreibegebühr weglässt.

    12c Paketporto in die USA + 8c Paketporto Inland + 5c Zollgebühren = 25c

    Gruß phoenix

  • chronos
    neues Mitglied
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    • 26. Juni 2024 um 04:45
    • #639

    Hallo,


    ich habe da einmal eine Frage zu diesem "Viererblock", im Michel Nordamerika-Katalog die Nummer 3, im Scott ebenfalls die 3 und im SG wohl die 11, 1860 3 p grün, oder grüngelb. Die Einzelmarke kostet so um die 400 bis 500 Euro für die gelbgrüne Variante (für die grüne Variante 200 Euro), gebraucht und gestempelt.


    Wir errechnet sich nun der Preis für diesen Viererblock in eigentlich sehr guter Qualität?


    Einmal editiert, zuletzt von chronos (26. Juni 2024 um 06:19)

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 26. Juni 2024 um 11:22
    • #640

    Hallo zusammen,

    phoenix

    Ein interessanter Ansatz, ich habe sie meiner Anfrage bie der Newfoundland Study Group hinzugefügt.

    chronos

    dieser Viererblock ist sicherlich selten denn er weist Teile des Bogenwasserzeichens auf. Preise für Einheiten für Neufundland-Marken führt kein mir bekannter Katalog auf, auch bei Auktionsangeboten halten sich die Auktionshäuser was Katalogwerte angeht vornehm zurück. In Robert Pratt's Buch The Pence Issues of Newfoundland 1857-1866 schreibt Robert Pratt ein wenig zu den damals noch vorhandenen Einheiten, leider nicht bei den 3c Marken.

    Man sieht immer wieder mal Einheiten der Pence Marken auf Auktionen, nur die letzte Ausgabe ist häufig, hier existieren auch noch komplette Bögen. Auch dieser Block entstammt der Ausgabe von 1861 aber Walsh schätzte im NSSC 2016 das nur 656 Marken mit Teilen des Bogenwasserzeichens existieren sollen.

    Ich könnte mal meine Names Sale Kataloge durchsehen ob ich andere Einheiten finde.

    Viele Grüße
    DKKW

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