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Bei Sammlern sind Briefmarken begehrt. Jedes Jahr wartet die Szene zum Beispiel ungeduldig auf die rund 50 Sondermarken, die alljährlich von der Deutschen Post verkauft werden.
Und mit dem Aufkommen privater Dienstleister haben sich auch diese Anbieter mit eigenen Briefmarken in die Herzen der Philatelisten geschlichen. In den Sammleralben geht es seitdem noch bunter zu. Dabei schwindet die Bedeutung der Marken.
Denn das Personal in den Filialen und Postshops klebt heute nur noch in den seltensten Fällen eine richtige Marke auf den Umschlag. Briefmarken haben nach einer Erhebung der Deutschen Post aus dem Jahr 2007 nur einen geringen Anteil an der Frankierung. Von rund 21 Milliarden Sendungen wurden 2,2 Milliarden mit Marken versehen. Meist landet heute ein Schwarz-Weiß-Ausdruck neben dem Adressfeld.
Einer der Gründe für diese Zahlen sei, dass es häufig keine Postfilialen um die Ecke mehr gebe und deswegen auf vielen Briefen oder Paketen gar keine Marke mehr klebt, sagt Wolfgang Peschel vom Bund Deutscher Philatelisten in Bonn. Denn wenn Sendungen bei Postagenturen abgegeben werden, würden sie ohne Marke weitergeleitet. Und wer eine bestimmte Marke wünscht, kann oft nicht aus dem Vollen schöpfen: In viele Postfilialen sei nicht mehr das gesamte Programm vorrätig - «für Sammler ärgerlich», sagt Peschel.