Da wir gerade bei "Fremdsprachen" sind habe ich
was Plattdeutsches anzubieten.
Für einen Berliner wie Chinesisch. Da sind unsere Nordlichter
gefragt. Vielleicht kann es jemand übersetzen.
Plattdeutsch
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Meine Großmutter konnte das noch fließend. Ich verstehe das meiste, aber einige Worte kann ich nicht richtig lesen. Und da ich die Worte höhren (also aussprechen) muss, um sie zu verstehen, hab ich ein Problem.
Augenscheinlich hat der gute Hermann dem Absender das Buch "Ut mine Stormtide" von Fritz Reuter geschenkt. Dieser bedankt sich in Reimform und kündigt ein paar Flaschen Wein zum Geburtstag des Empfängers an.
Den zweiten Absatz bekomme ich aber ganz hin:
"Zum Dank kriegst du ein paar Flaschen Wein
Das ist eine gute Medizin
Die ich dir verschreibe
trinke sie an deinem Ehrentag
Der oft noch wiederkehren mag
Uns Herrgott möge das geben."Keiner da, der das noch komplett lesen kann???
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Ganz hundertprozentig hab ich es nicht hingekriegt.
"Lieber Hermann ! Mein alter treuester Freund !
Dass du den "Onkel Bräsig" grünnt (?)
Verdank ich schöne Stunden
Schon Mittwoch bei einer schönen Flasche
Bei lieben Freunden und plattdeutschem Gespräch
So hab ich das hier gefunden."
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Dat heet op Hochdüütsch: "Dass du den Onkel Bräsig grüßt"
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Am Ende: Grüße auch Frau Hillinger und Carl von mir. Und grünnt = gründet (basiert auf ...)
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Danke an beide, aber damit erschliesst sich mir der Sinn der zweiten Zeile nicht vollständig. Aber ich verstehe dass es sich auf ein Buch von Fritz Reuter bezieht.
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Hallo,
ich habe mal die KI befragt und dabei folgendes herausbekommen:
In der Berlichingenstraße (Berlin-Moabit) gab es um 1900 tatsächlich eine historisch belegte Gaststätte mit dem Namen "Onkel Bräsig".
Hier sind die Details zu diesem geschichtsträchtigen Ort:
- Lage: Die Kneipe befand sich in der Berlichingenstraße 12 in Moabit.
- Namensgebung: Der Name leitet sich von der populären literarischen Figur Entspekter Bräsig aus den Werken des niederdeutschen Dichters Fritz Reuter ab (insbesondere aus „Ut mine Stromtid“). Diese Figur galt um die Jahrhundertwende als Inbegriff gemütlicher, bodenständiger Lebensart.
Mit "grünnt" ist im Plattdeutschen auch "gründen" oder in diesem Fall "eröffnen" gemeint. Dann macht das ganze Sinn.
Gruß phoenix
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Ja, phoenix , so macht es Sinn. Der Schreiber dankt nicht (wie in Beitrag #2 gemutmasst) für ein Buch, sondern für die Eröffnung des Lokals.
Hermann Böhmken (1838-1911), der Adressat der Karte und Begründer der Gaststätte, war wohl selbst plattdeutscher Schriftsteller.
Übrigens wurde « Onkel Bräsig » in den Jahren 1978 bis 1980 auch als Fernsehserie gezeigt.