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Alles Lidl, oder was ???

  • Kramix
  • 22. Dezember 2008 um 17:23
  • shqip
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    23. Juni 1952 (73)
    • 23. Dezember 2008 um 05:13
    • #21

    Ich möchte an dieser Stelle mal das "meckern und beschweren" von lacplesis aufgreifen, denn nach meiner Ansicht macht es durchaus Sinn, die Lockangebote verschiedener Handelsketten an - wie abzuschiessen, denn man wurde ja letztlich angelockt, hat eventuell unübliche Wege in Kauf genommen usw.

    Mein Mann fiel auf die " Herzchen" - Kampagne der Kaiser - Kette rein, welche mit sammeln und zeitlichen Fristen verbunden war und Bernd drückte mir zu Ablauf der Frist seine " Herzchen" - Karte in die Hände, um dafür XY einzulösen.

    Mit den Kindern marschierte ich in den Supermarkt, verlangte XY ( war aber leider aus und es gab für die Herzchen kein Äquivalent ) und riskierte einen Aufstand.

    Herzchen - Versprechen und nun nix ????

    Meine Kinder waren geschockt - Mutter im Aufstand - an der Kasse Turbulenzen..... doch XY wurde dann herbeigeschafft und aus diesem Geschehen haben meine Kinder Einsichten gewonnen:

    1. Es wird viel versprochen

    2. In der Realität sieht es dann anders aus

    3. Sich wehren ist keine Peinlichkeit

    4. Kann zu Erfolg verhelfen

    5. Prüfen, abwägen, handeln

    Es macht durchaus Sinn, Marktketten auf Ihre Lockangebote festzunageln, denn ohne ( hörbarem ) Ärger von Konsumenten und entsprechenden Verhandlungen geht es offenbar nicht !

    Mein fast 25 jähriger Sohn ist inzwischen schon Meister im schriftlichen Umgang z.B. mit Behörden, wobei er u.a. kreativ auf meine frühreren Vorlagen zurückgreift.

    Wohlgemerkt geht es hier nicht einfach nur um querulantes Verhalten, sondern um Rechte, die man mitunter ( und immer öfter ) einfordern muss.

    Ich bin auch schon mal abserviert worden am ersten Tag " ist schon aus " und habe dafür Wege in Kauf genommen.

    Seitdem ignoriere ich Werbung zu 99 % und werfe sie in den Müll.

    In diesem Sinne - viel Glück mit Lidl !


    Gruss Shqip :rolleyes:

  • uli
    Stamm Mitglied
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    • 23. Dezember 2008 um 09:51
    • #22

    Hallo mtcyrus,

    es mag sein, dass man Dir auf Granit beissen würde. Bei den Discountern sieht das etwas anders aus. Gerade Lidl ist wg. Lockvogelangeboten schon öfters in die Schußlinie geraten. So hat z.B. das OLG Hamburg 2005 in 2. Instanz entschieden:

    "Unter Berücksichtigung der Art der Ware, der Gestaltung der Werbung, der Attraktivität des Preises und der Größe und Bedeutung des werbenden Unternehmens greift hier die Vermutung des § 5 Abs.5 UWG, wonach der Verkehr eine ausreichende Bevorratung jedenfalls für zwei Tage erwartet."

    Sprich: Wenn ein marktführendes Einzelhandelsunternehmen über Prospekte und Zeitungswerbung ein Produkt besonders anpreist, dann muss es dieses min. 2 Tage zur vorrätig haben. Bei anderen Unternehmen, anderen Waren, anderer Bewerbung, ... kann das anders aussehen.

    Ähnlich lautende Urteile gibt es z.B. vom OLG Frankfurt und vom Landgericht Heilbronn.

    Gruß
    Uli

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  • DrMoeller_Neuss
    erfahrenes Mitglied
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    • 23. Dezember 2008 um 12:11
    • #23

    Wie gross ist denn überhaupt die Nachfrage nach diesen Alben? Soo billig sind die nun auch nicht.

    Ich würde mir wünschen, wenn wir durch einen Impulsivkauf bei Lidl bald einen neuen Sammler gewinnen könnten. Gerade im ländlichen Bereich sieht es mit der Versorgung für Sammler mau aus. Lidl kann hier eine Lücke schliessen, denn nicht jeder Sammler möchte im Internet bestellen. Früher gab es in der DDR Briefmarkenalben in jedem Papiergeschäft, z.T. sogar an Zeitungskiosken, heute nur noch in Großstädten, wenn überhaupt.

    Mit Lidl habe ich keine Probleme, im Gegensatz zu meinem Briefmarkenhändler bietet Lidl

    - auf berufstätige zugeschnittene Öffnungszeiten
    - der Laden ist sauber und modern eingerichtet
    - das Personal ist freundlich
    - ich kann beim gleichen Einkauf auch Butter und Bier kaufen :D

    Und alle, die sich über Lidl aufregen: Stört sich denn keiner an den Gebahren der Deutschen Post AG, die agressiv in das Geschäft der Händler eindringt, und neben Alben auch ungültige Sammlermarken verkauft, und dabei das Monopol schamlos ausnutzt (Stichwort: Werbesendungen als Postsache).

  • phila4ever
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    15. März 1972 (54)
    • 23. Dezember 2008 um 12:40
    • #24

    Goldhahn hatte auch erst kürzlich immer wieder komplette Sets (Binder inkl. Vordrucke tlw mit mal ohne Taschen) im Angebot - da kosteten BUND 1949 bis 2006 komplett 99.- EUR (einmal mit Taschen - aktuell gab es sie zu dem Preis jetzt wieder ohne Taschen)

    Es handelt sich hier auch um einen Markenhersteller im Hintergrund der für Goldhahn die Alben herstellt (hier aber nicht Leuchtturm)

    Lidl hat sowas ja immer wieder - letzte Woche hatten sie auch (völlig überteuerte) Goldmünzen im Angebot - zumindest bezogen auf den aktuellen Goldpreis - wer bitte kauft Goldmünzem bei einem Discounter - gleiche Frage - es wird immer welche geben, sonst würden die Marketingstrategen der Discountriesen dies nicht wagen

    Ich erinnere mich nur zu gerne an den ersten ALDI-Hype als die anfingen PC anzubieten - da standen sie Stunden vorher schon Schlange... und heute ist der Alsi-PC einer unter vielen und oftmals nicht der schlechteste (ich hatte bisher noch keinen)

    So denn - jeder soll da kaufen was und wo er/sie will

    p4e


    Verbinde 2 Hobby's miteinander - dein Hobby auf einer BM
    http://www.metrophila.mpsns.de < > U-Bahn trifft Philatelie

  • italiker
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    • 23. Dezember 2008 um 12:49
    • #25

    Ich habe die bisherige Diskussion durchgelesen und mich gewundert. Was sind wir Deutschen doch für Parqagraphenreiter! Seit wann kann ein Gericht einem Händler vorschreiben, welche Vorräte er auf Lager haben muß??
    Bei PLUS z.b. ist es gang und gäbe, daß es Sonderangebote laut Prospekt häufig nicht gibt. Aber soll ich deswegen Steß machen
    Und wer erinnert sich nicht noch an die guten alten Zeiten, als ALDI innovative preisgünstige PC anbot? Da standen die leute lange vor Öffnung der Läden Schlange, um einen PC zu bekommen, weil jeder wußte, daß der Vorrat halt endlich ist. Akzeptiert haben wir das alle.
    Aber heute glaubt jeder, er muß drohen mit Gericht und Abmahnung.
    Der "Lakai" ist ein Mensch, ein Angestellter, der nichts für Fehler der Logistik kann. Ihn anzumachen zeugt nicht gerade von menschlicher Größe. Auch er hat ein Recht darauf, respektvoll behandelt zu werden!

  • Kramix
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    • 23. Dezember 2008 um 12:51
    • #26

    @DrMoeller

    ich will hier keinen totreden, weder Lidl, Aldi, Penny und wie sie alle heissen.
    Nur, es ist schon ein seltsames Geschäftsgebaren!!!
    Natürlich kann ich mir die Alben beim Schantl Verlag bestellen - wobei Schantl natürlich genau weiss, warum er diese Produkte flächendeckend über eine Kette verkauft -, natürlich zahle ich nur den gleichen Preis: Aber: Ich warte 14 Tage auf die Lieferung, habe die Portokosten zu tragen, warum soll ich dann nicht auf Angebote örtlicher Discounter zurückgreifen. Hat nichts mit " Geiz ist Geil Mentalität" zu tun, ist einfach auch eine Frage der Bequemlichkeit und der Wunsch eines Sammlers,schnellstmöglich auf gewünschte Unterlagen zuzugreifen.
    Aber ich wehre mich einfach dagegen, dass Versprechungen - z.Bsp. in Angebotsprospekten - nicht eingehalten werden !!! ( und da muss ich Lacplesis und unserer Freundin aus Berlin ausdrücklich recht geben ).

    Kramix

    Geld kann Leben nicht kaufen ( Bob Marley )

    Einmal editiert, zuletzt von Kramix (23. Dezember 2008 um 12:52)

  • Lacplesis
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    • 23. Dezember 2008 um 13:10
    • #27
    Zitat

    Original von italiker
    as sind wir Deutschen doch für Parqagraphenreiter! Seit wann kann ein Gericht einem Händler vorschreiben, welche Vorräte er auf Lager haben muß??

    Das ist nicht der Fall, sondern nur wieviel Vorräte er haben muß um damit Werben zu können.

    Zitat

    Original von italikerBei PLUS z.b. ist es gang und gäbe, daß es Sonderangebote laut Prospekt häufig nicht gibt. Aber soll ich deswegen Steß machen.
    Und wer erinnert sich nicht noch an die guten alten Zeiten, als ALDI innovative preisgünstige PC anbot? Da standen die leute lange vor Öffnung der Läden Schlange, um einen PC zu bekommen, weil jeder wußte, daß der Vorrat halt endlich ist. Akzeptiert haben wir das alle.
    Aber heute glaubt jeder, er muß drohen mit Gericht und Abmahnung.
    Der "Lakai" ist ein Mensch, ein Angestellter, der nichts für Fehler der Logistik kann. Ihn anzumachen zeugt nicht gerade von menschlicher Größe. Auch er hat ein Recht darauf, respektvoll behandelt zu werden!

    Zitat


    Vielen Dank für dein Verständniss! Ich bin schließlich auch Einzelhändler und habe unter all dem zu leiden.

    Aber überleg dir mal wohin das führt, wenn man sich nicht beschweren würde und wenn dies nicht geregelt wäre. Die großen Ketten würden sich Lockangebote ohne Gnade ausdenken, ohne auch nur die Absicht zu haben, ihre Versrechungen zu erfüllen. Oder bist Du ein solcher Idealist, das Du glaubst, Supermarktketten würden soetwas aus moralischen Gründen nicht machen? Kann nicht sein, oder?

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

    Einmal editiert, zuletzt von Lacplesis (23. Dezember 2008 um 13:10)

  • uli
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    • 23. Dezember 2008 um 13:26
    • #28
    Zitat

    Seit wann kann ein Gericht einem Händler vorschreiben, welche Vorräte er auf Lager haben muß??


    Da macht kein Gericht. Aber stellen wir uns mal vor was wäre, wenn es diese Regel zum Bewerben von Aktionen und Sonderangeboten nicht gäbe:
    1) Ein Händler könnte sich gegenüber anderen Händlern einen ungerechtfertigten Vorteil verschaffen, indem er ein super-duper Sonderangebot anpreist und jede Menge Interessenten in den Laden lotst, aber nur einen Artikel zu verkaufen hat. Das gräbt auf lange Sicht den kleinen Händlern das Wasser ab.
    2) Wir Interessenten fühlen uns verkackeiert, weil es Sonderangbote niemals zu kaufen gibt.

    Diese Regeln sind übrigens noch nicht so alt und u.a. wg. der ALDI-PC, LIDL Bahntickets und ähnlichen Angeboten eingeführt worden.

    Gruß
    Uli

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    Einmal editiert, zuletzt von uli (23. Dezember 2008 um 13:30)

  • soaha
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    • 25. Dezember 2008 um 00:41
    • #29

    hallo,

    nur mal Formal, es sind keine "bindente Angebote" im Sinne des § 145 BGB.
    Sondern Anpreisungen!.

    Wieso ist es zur Anzeige gekommen, nur weil die Discounter es übertrieben, weil die nicht einmal am ersten Tag die angepreisten Waren auf Lager hatten, geschweige ein Vorat bestand.


    Gruß

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • Lacplesis
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    • 25. Dezember 2008 um 07:41
    • #30
    Zitat

    Original von soaha
    im Sinne des § 145 BGB.

    Es geht hier bei aber um § 5 UWG...

    Wieso Anzeige? Es war im ganzen Thema nicht ein einziges mal die Rede von Anzeige.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • DrMoeller_Neuss
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    • 25. Dezember 2008 um 10:49
    • #31

    Vorneweg: ich arbeite nicht bei Lidl und bin ansonsten begeisterter ALDI Käufer (auch dort keine Verwandten, für mich weltweit der am besten organisierte Discounter).

    Ich wundere mich auch immer wieder, dass das eherne Discounter-Gesetz (Absatz von non-Food (Massen-)Ware in großen Stückzahlen) bisweilen durchbrochen wird. Aldi hatte handsignierte Kunstdrucke, pro Filiale nur wenige, und Lidl jetzt die Briefmarkenalben.
    Wieviel hat sich davon Lidl auflegen lassen? Ich schätze 10.000, und das wäre schon sehr viel. Dann entfallen auf jede der ca. 3000 Lidl-Filialen 3 Sätze. Kommen drei Sammler um 7:00 Uhr morgens, sind die Alben im nu ausverkauft. Kommt kein Sammler am ersten Tag, liegen sie wie Blei im Regal. Lidl verdient pro Album vielleicht 5-10 EUR, an der gesamten Aktion vielleicht 100.000 EUR. Das dürfte für die Werbung mehr als draufgehen (oder schätzt Ihr das anders ein?). Warum macht das Lidl? Ich vermute, die Discounter wollen damit vom "Schmuddelimage" weg.

    Aldi war da in der Vergangenheit sehr erfolgreich, und bietet im Lebensmittelbereich jetzt auch viele Delikatessen, z.B. höherwertige Desserts oder Süsswaren. Natürlich bleibt Aldi auch hier seinem Prinzip treu: Keine Markenware

    Und nun mein persönliches Erlebnis: Am Heiligabend war ich kurz vor 14:00 Uhr bei in der Lidl-Filiale in Hoisten. Hoisten ist ein normaler "Durchschnittsstadtteil", hübsche Reihenhäuser neben 60er Jahre sozialer Wohnungsbau.
    Ich war erstaunt nach diesen Diskussionen, dass es dort die Briefmarkenalben (2 von 5) noch gab ! Daneben lagen amerikanische Aktien für Sammler, je 2 Stück in einem Blister. Bereits von 1,99 EUR auf 1,00 EUR reduziert. Da habe ich erst einmal zugeschlagen, wobei ich die nicht als Sammlerstücke, sondern einfach als "Begleitkarte" für Geldgeschenke benutze. Bei uns in der Firma ist es inzwischen Usus, zur Geburt, Hochzeit, Abschied etc. zu sammeln, und um das mehrmalige Umtauschen zu ersparen, sind wir dazu übergegangen, nur noch eine Kleinigkeit zu kaufen, und den Rest in Geld bar dazu. Eine grosse Karte, auf der alle unterschreiben können, kostet ansonsten 4-6 EUR, und eine alte Aktie ist zum Sammeln der Unterschriften billiger und orgineller !

  • Tawwa
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    • 25. Dezember 2008 um 14:12
    • #32

    Anbei finde ich es klasse, dass Discounter wie Lidl Briefmarkenzubehör anbieten.
    Es gibt meiner Meinung nach keine bessere Werbung für die Briefmarkencommunity. Eventuell wird mit solchen Aktionen ein weiterer Sammler gewonnen und vorallem unser als Aussterben deklariertes Hobby wiederbelebt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Tawwa

    Einmal editiert, zuletzt von Tawwa (25. Dezember 2008 um 14:19)

  • soaha
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    • 26. Dezember 2008 um 21:47
    • #33

    Hallo,

    wenn mann nur den halben Satz Zitiert, fällt er aus den Zussamenhang der eigentlichen Aussage.
    Ist schon klar das es hier um das UWG handelt.

    Gemünzt hatte ich die "Anzeige" mit Ulis Aussage über das Urteil vom OLG.

    Grüße

    Verstehen heißt verstehen wollen.

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