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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Posthistorie

  • Kramix
  • 19. September 2008 um 21:41
  • Kramix
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    • 9. Februar 2014 um 10:15
    • #321

    Hallo an alle,

    da ich gerade einen hartnäckigen Kampf mit einem Computervirus ausfechte, verzichte ich vorsichtshalber auf den gewohnten sonntäglichen Bericht, der aber mit Sicherheit in Kürze nachgereicht wird.
    Ein schönes Restwochenende wünscht
    Kramix

    Geld kann Leben nicht kaufen ( Bob Marley )

  • Kramix
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    • 16. Februar 2014 um 12:39
    • #322

    Trotz Olympia und Frühlingswetter auch heute wieder ein Bericht zum Bereich der Post und Philatelie. Nach den doch relativ trockenen Beiträgen der letzten Wochen zur Technik und Entwicklung der Post heute mal wieder etwas leichteres unter der Überschrift:

    Sperrwerte oder: Wie der Staat mitverdienen will

    Wohl die meisten Briefmarkenhobbyisten - ausgenommen die kleine Gilde der Spezialisten und gut betuchten Sammler - gehen heute davon aus, dass das Sammeln von Briefmarken wirklich nur noch ein Hobby ist, welches man mit Liebe und Leidenschaft ausübt. Den Ruf als " Aktie des kleinen Mannes " hat die Briefmarke längst verloren, lediglich einige wenige Gebiete und da besonders bestimmte Ausgaben bringen noch wesentliche Wertsteigerungen, wenn überhaupt, auch wenn einige " Katalogreichrechner " das Gegenteil behaupten. Nur ein Gebilde hat immer an derAusgabe von Briefmarken mitverdient: Vater Staat, und das besonders in den sozialistisch geführten Ländern oder in Gebieten der sogenannten Raubstaaten. Denn eines ist klar: Der Ruf von Postwertzeichen als attraktiver Devisenbringer wurde von diesen Regierungen sehr früh erkannt und somit gehörte es selbstverständlich zum Repertoire von profit- und devisenhungrigen Postverwaltungen, den Sammlern möglichst elegant das Geld aus den Taschen zu ziehen. Und schon wurde der Bereich der " Sperrwerte " kreiert, bekannteste Beispiele sind die Werte der DDR ab 1955, die in provozierender Regelmäßigkeit ausgegeben wurden.
    Der Sperrwert ist dabei ein beliebiger Wert aus einem bestimmten Satz oder einer kompletten Serie, der absichtlich in geringerer Auflage gedruckt wird und nur vereinzelt oder überhaupt nicht zum offiziellen Postschalterverkauf gelangte. Diese Sperrwerte wurden vielmehr zu einem willkürlich hohen und weit über dem Nennwert liegenden Preis über staatliche Agenturen in Länder mit harten Devisen verschoben und verkauft - aber auch nur an diese. Selbst den anderen sozialistischen Brüderstaaten drehte man eine lange Nase, wenn diese um gewisse Zuteilungen dieser Werte baten.
    Das perverse war, dass diese Sperrwerte in der Regel dem Weltpostverein als normale Postwertzeichen vorgelegt wurden, somit blieb dem ambitionierten Sammler nichts anderes übrig, als diese unreellen Machenschaften zu akzeptierten, um ihre Sammlung zu komplettieren. Der FIP - der Phialtalistische Weltverband - hat die meisten Sperrwerte zwar zu schädlichen Ausgaben erklärt d.h. bei offiziellen Ausstellungen nach FIP Reglement dürfen diese nicht gezeigt werden, allerdings hat das die betreffenden Staaten überhaupt nicht beeindruckt, es wurden weiterhin fleißig diese Sperrwerte eingebaut und ausgegeben. Man merke: Pecunia non olet - Geld stinkt nicht, wie schon der römische Kaiser Vespasian lapidar ausgesagt hat. Allerdings gibt es ein Zugeständnis: Die renommierten Katalogherausgeber kennzeichnen diese Sperrwerte in der Regel durch Kursivschrift oder besondere Marginalien.
    Allerdings muss man zugestehen, dass in den letzten Jahren viele vor allem der Ostblockländer sich eine deutliche Zurückhaltung auferlegt haben - Vorreiter waren dabei Polen und die ehemalige CSSR - so dass dieser begrüßenswerte Schritt zu einer zunehmenden Beliebtheit dieser Sammelgebiete geführt hat.
    So, Schluß für heute, nächste Woche das Thema: " Der Staat tauscht mit "
    Für heute allen noch ein schönes Restwochenende
    Kramix

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    Geld kann Leben nicht kaufen ( Bob Marley )

    Einmal editiert, zuletzt von Kramix (16. Februar 2014 um 12:48)

  • wolleauslauf
    Gast
    • 16. Februar 2014 um 13:31
    • #323

    Hallo sauerländischer Sperrwertgegner :D :bier:

    danke für Deinen Beitrag !!!

    Anzumerken ist nur, dass es sich nicht um einen X-beliebigen Wert handelte, sondern meist auch um Nominalen, die zu dieser Zeit als Porto auch nicht gängig waren ( 15 Pfg. - 70 Pfg. etc. )
    Natürlich wurden auch 10er Marken gesperrt, man war gewungen den 10er Wert irgendwo herzubekommen und konnte mit dem 20er Wert praktisch Schweine füttern.

    Aber trotz $ Zeichen im Auge, ist es den perfekten Kommunisten NICHT gelungen sauber zu drucken, so dass sich Wolle und Kollegen natürlich über Plattenfehler auf Sperrwerten sehr freuen !!!!

    Sammlergrüße von Wolle

  • Kramix
    Stamm Mitglied
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    • 16. Februar 2014 um 13:42
    • #324

    Ich bedanke mich bei meinem fränkischen Freund, PF- und Mückenschiss - Samler " wolle " für seine kleine Korrektur, zeigt es mir doch, dass wenigstens ab und an einer diese Beiträge liest.
    Spaß beiseite, wie angekündigt und doch immer wieder verschoben, werden in den nächsten Tagen einige Sperrwerte die Reise in das Amigoland antreten.
    Bleib sauber, Gruß nach Lauf und an alle Deine Spezies
    Gert

    Geld kann Leben nicht kaufen ( Bob Marley )

  • wolleauslauf
    Gast
    • 16. Februar 2014 um 13:55
    • #325

    Hallo Gert,

    danke für die Grüße, ich gebe sie weiter !!! :bier:

    Viele Grüße von Deinem Amigo Wolle

  • Kramix
    Stamm Mitglied
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    • 23. Februar 2014 um 09:05
    • #326

    mal wieder einen schönen Sonntag bei bestem Frühlingswetter an alle.

    Wie angesagt das Thema: Der Staat tauscht mit

    Vorab die Bemerkung, dass sich dieser Artikel selbstverständlich nur auf den Zeitraum bis 1990 bezieht. Wie schon im vorangegangenen Beitrag erwähnt, hatten die vorwiegend sozialistischen Staaten sehr schnell erkannt, dass Postwertzeichen sich sehr gut als zusätzliche Devisenbringer eigneten, also warum nicht auf diesem Gebiet zusätzlich abkassieren - siehe Sperrwerte. Aber nicht nur zusätzliche Devisen waren willkommen, es sollte auch gleichzeitig eine gewisse Kontrolle und Überwachung erfolgen. Mittel und Wege waren schnell gefunden, sehr zum Ärgernis der Sammler in anderen Ländern, denen das Sammeln ihres geliebten Steckenpferdes dadurch zusätzlich erschwert wurde. Während in den westlichen Ländern in der Regel dem hobbymäßigen Markentausch über die Ländergrenzen hinweg keinerlei Beschränkungen auferlegt wurden, wollten die strengen Staatsväter hinter dem Eisernen Vorhang genau wissen, welche Marken das Land verlassen.
    Die Russen waren natürlich mal wieder Vorreiter und kamen als erste auf die Idee: Von 1922 - 1934 verausgabten sie Tausch-Kontrollmarken, die auf die Rückseite aller Sendungen geklebt werden mußten,die für Sammler im Ausland bestimmte Postwertzeichen enthielten. Die Tausch-Kontrollmarken wiederum wurden mit einem besonderen Stempel der Tausch-Kontrollstelle entwertet. Dass man das System aber noch perfekter machen konnte, dafür sorgte der eifrigste Vasall der Russen unter den Ostblockländern, die DDR. Es fing schon damit an, dass am " grenzüberschreitenden Briefmarkentausch " nur die im " Philatelistenverband der DDR im Deutschen Kulturbund "organisierten Sammler teilnehmen durften, allerdings nur, wenn sie zusätzlich im Besitz einer Tauschgenehmigung des Verbandes waren. Jede einzelne Sendung mußte unverschlossen der eigens geschaffenen Auslands-Kontrollstelle vorgelegt werden. Außerdem war auf den Briefumschlag eine grüne, mit einer Kennziffer versehene " Tauschmarke " zu kleben, von der ein zweites Exemplar, das zur Kennzeichnung der Rücksendung des ausländischen Tauschpartners dient, in die Sendung einzulegen war. Selbstverständlich betreute die Auslandstausch-Kontrollstelle der DDR seit den fünfziger Jahren auch alle innerdeutschen Tauschsendungen, wobei bei Nichtbeachtung der strengen Vorschriften harte Strafen drohten. Ausgenommen war lediglich der sogenannte Frankaturtausch, d.h. der Austausch frankaturgültiger Marken, die auf den jeweiligen Briefumschlag geklebt sind. Anzumerken ist, dass die DDR-Tauschmarke im philatelistischen Sinn lediglich als Kontrollzettel ohne Postwertzeichen-Charakter gilt.
    Na, dieses leidige Thema hat sich ja Gott sei Dank von selbst als Folge der politischen Veränderungen gelöst, zeigt aber im Nachhinein noch einmal, mit welchen perfekten und perfiden Mitteln eine Überwachnung der Menschen erfolgte.
    Bis zur nächsten Woche, allen noch einen schönen Sonntag

    Kramix


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    Geld kann Leben nicht kaufen ( Bob Marley )

  • Filli
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.869
    • 23. Februar 2014 um 12:20
    • #327

    Eine ergänzende Bemrkung:

    In den heutigen Tagen wird von vielen Sammlern bemängelt, das Briefe aus der DDR (in die BRD o.ä.) nicht "portorichtig" fankiert sind. Eigentlich sind es "Zeitzeugen", die den Gegebenheiten geschuldet waren. Deswegen sehe ich dies auch nicht mit den "Porto"-Augen.

    Es wurden also Briefe in der DDR (vorder- und rückseitig) mit soviel Marken beklebt wie es nur ging. Meist als "Satz- oder Erstagsbrief" (incl. der sog. Sperrwerte). So gelangten die Ausgaben problemlos über die Grenze.

    Es war aber diese Lücke, die es den DDR-Sammlern ermöglichte, die offiziellen Tauschbestimmungen zu umgehen (zumindest bei gest. Ausgaben). Die "Rückläufer" im Umschlag wurden nicht beanstandet. Es ging ja nur um die "Deviesenausfuhr", die die Einnahmen der KOKO bei dem Verkauf ganzer Bögen an ausländische Händler geschmälert hätte.

    Nebenbei war es auch für die Postkontrolle des MfS über den o.g. Tausch mittels Tauschmarken auch einfacher den Inhalt zu kontrollieren. Die Briefe mußten ja offen aufgeliefert werden. So wußte man auch gleich, wer "Westkontakte" hatte.

    Suche alle Ausgaben der "USA-Freimarken mit Plattennummern" (nur 4er-Stücken und größer)  nach Absprache. Dito.  diverse "USA- Fiskalausgaben" - oder auch USA-MH jeglicher Art bis zu MI 140 - zum Kauf. Basis: MI-Katalog (bzw. Scott-Katalog)

  • wolleauslauf
    Gast
    • 23. Februar 2014 um 13:25
    • #328

    Hallo Gert,

    erstmal dankeschön für Deinen Beitrag ;) :bier:

    Ich habe die gleiche Feststellung wie Filli gemacht, es ging nicht immer um die portogerechte Frankatur, sondern der Möglichkeit dem Sammlerfreund Marken, Blöcke, Zusammendrucke mit BEDAEFSSTEMPEL zu besorgen !
    Die maschinellen Bogenstempel gibt/gab es ja zum "Schweine füttern " :D

    Was bei uns im Westen nicht mehr zulässig war, war anscheinend in der "Ostzone" noch normal, nämlich MU ( Marke umseitig ), so kamen auch Kleinbögen mit Bedarfstempel in den Westen, ohne dass konfisziert werden konnte.

    Im Nachinein lächelt man, aber ich bin immer wieder erstaunt, wie die Ostkollegen mit aller Gewalt versucht haben, ihre Briefe mit Randstücken, Leerfeldern, Zierfeldern, etc. vor einer Kontrolle der Stasi und deren Organe zu schützen, ist zwar unheimlich traurig, denn gebracht hat es nix, aber wenigstens sind die Belege heil im Westen angekommen. ( s. Bilder )

    Über den von Dir gezeigten abgestempelten grünen Sammlerzettel beneide ich Dich, ich habe keinen einzigen Beleg davon :schade:

    Ist aber auch normal, da ich seit 1971 jährlich meine Marken selbst abgeholt habe. Mein Sammlerfreund hatte einen Ausweis und nach dem Tausch in westliche Ware und Devisen ( privat 1:1 ) hat es mich immer wieder Nerven gekostet als westlicher Devisenschmuggler meine gezackten Lieblinge in den Westen zu bringen :D

    Heute lacht man darüber, aber derzeit war es Denen tierisch Ernst, Gott sei Dank hat ihre Macht- und Kontrollsucht sie aus der europäischen Landschaft gestrichen ( ein Paar fehlen noch, die kommen aber auch noch dran :D )

    Ich freue mich auf Deinen nächsten Wochenreport !!! :bier:

    Viele Grüße aus dem sonnigen Lauf von
    Wolle

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  • ADRI
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    • 23. Februar 2014 um 15:57
    • #329

    Die Frau im Dienst bei Postverwaltung

    Erstmals eine Überlegung von Männer, wo sollten die Frauen i öffentlichen Dienst einstellen... :O_O:
    Aussage von Generalpostmeister Stephan:
    „Frauen gehobene Stellen bei der Post zu geben, bin ich da gegen, da u. a. das Briefgeheimnis bei ihnen weniger gesichert sei!“ :oneien:

    Frauen in Dienst bei fremder Post – und Telegraphen Verwaltungen:
    1862 Vereinigten Staaten von Amerika, Post
    1863 Schweden
    1865 Russland
    1868 Ungarn
    1869 Österreich und Schweiz
    1870 Frankreich, Italien, Belgien
    1874 Neusehland
    1878 Niederlanden
    1880 Bulgarien, Spanien, Portugal
    1881 Rumänien
    1889 Dänemark
    Beschäftigung von Frauen in England geht in 17 Jh. zurück ….usw.

    Deutschland - ??? Ich las mich überraschen ob es einer von die Herren weiß! :P
    LG A

    Ein frei denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt.

  • miasmatic
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    5. September 1971 (54)
    • 23. Februar 2014 um 16:06
    • #330

    Hi ADRI,

    in Deutschland wartete man zunächst auf die Erfindung von Tesa-Film 1935, um wirklich sicher sein zu können, daß das Briefgeheimnis auch nach Einstellung von Frauen gewahrt blieb ;-))

    Grüße,
    miasmatic

    Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist. - Unbekannt

  • wolleauslauf
    Gast
    • 23. Februar 2014 um 16:12
    • #331

    Ja, Adri,

    ich liebe Frauen, deswegen befasse ich mich gerne mit ihnen und auch ihrer Arbeit bei der Post :D :P

    gerade im Sozialismus waren Frauen unandingbar bei der Erfüllung der staatlichen Quoten ( die trotzdem gefälscht wurden ;) ), aber es gibt Deutsche Marken mit Frauen im Postdienst.
    Kuckst Du etwas weiter nach unten ;)

    Sammlergrüße von Wolle

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    Einmal editiert, zuletzt von wolleauslauf (23. Februar 2014 um 16:13)

  • ADRI
    erfahrenes Mitglied
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    Geschlecht
    Weiblich
    • 23. Februar 2014 um 16:16
    • #332

    Haha...vielleicht, haben die Männer angst gehabt, das die Frauen Briefe öffnen, weil die nach neuen Kochrezepte suchen? :D

    Wolle,
    Sozialismus haben die Männer erst fiel später geplant, da wahr der miasmatic mit Datierung bisschen näher! ;)

    EDIT by BB: Doppelter Beitrag zusammengefügt. Bitte Editieren Funktion verwenden.

    Ein frei denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt.

  • am1937a
    Gast
    • 23. Februar 2014 um 18:25
    • #333

    Hallo,
    zwar habe ich keinen letzten Beweis, doch ich vermute sehr, dass ab dem Jahr 1917 Frauen eigentlich überall, also auch beim Briefdienst der Post, arbeiten "durften".
    Daß sie wenige Jahre später wieder verscheucht wurden, ist ein anderes Thema.

    Schnell mal noch nachgeschoben: Post hiess früher ja auch Telefon.
    Dazu dieser Link:

    Einmal editiert, zuletzt von am1937a (23. Februar 2014 um 18:34)

  • ADRI
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    677
    Geschlecht
    Weiblich
    • 23. Februar 2014 um 18:44
    • #334

    Am1937a,
    nicht schlecht...aber leider nicht korrekt ;). Du hast gute Richtung eingeschlagen. Ich hilf ein bisschen:
    -Frauenbewegung
    -Post und Eisenbahn
    -Telegraphie
    LG A

    Ein frei denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt.

  • wajdz
    Stamm Mitglied
    Beiträge
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    Männlich
    • 23. Februar 2014 um 21:43
    • #335

    Kramix
    @Wolle

    Zu Euren heutigen Beiträgen Thema "Sperrwerte" und passend zum Ende der Winterolympiade in Sotschi ein Beleg mit dem kompletten Sondermarkensatz der DDR zur Winterolympiade in Sapporo und dem rückwärtig angebrachten Tauschkontrollzettel.

    Bis zur nächsten Woche MfG wajdz

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    Briefmarken sammeln, welch vernünftige Leidenschaft

  • caramellino
    aktives Mitglied
    Beiträge
    109
    • 23. Februar 2014 um 22:52
    • #336
    Zitat

    [i] ...

    Über den von Dir gezeigten abgestempelten grünen Sammlerzettel beneide ich Dich, ich habe keinen einzigen Beleg davon :schade:

    ...

    Viele Grüße aus dem sonnigen Lauf von
    Wolle

    Nächstes Mal wenn wir uns beim Griechen treffen, lieber Wolfgang, hast auch du so einen Brief mit dem "grünen Aufkleber" ;)

    Den bringe ich dir mit. Versprochen!

    Viele Grüße
    Roland

    P.S. ach ja die Schwärzung der Namen ist nur wegen INet, die sind im Original natürlich nicht drauf ;)

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    Einmal editiert, zuletzt von caramellino (23. Februar 2014 um 22:53)

  • wolleauslauf
    Gast
    • 24. Februar 2014 um 17:49
    • #337

    Hallo,

    und da meckern soviele, weil sie sich unverstanden fühlen, oder keine Ansprache/Anklang/ Antworten im Forum finden ????

    Ich sage DANKE an alle meine Freunde, denn anscheinend habe ich noch welche im Forum ;)

    Und woher kommt es ?????

    Regelmäßig auch in anderen threads seinen Senf beibringen und !!!

    persönlichem Kontakt und dem angeblichen "Spinner" mal ins Sammlerauge schauen und REEEEDEN, das bricht auch dickes Eis, man sollte es nur tun !!! :P

    Ich tue es und freue mich über jeden neuen persönlichen Kontakt.
    Der Beweis ist das Mittelfrankentreffen, wo die Teilnehmer ( auch die Österreicher !!! ) schon für heuer ihre Zusage gemacht haben, obwohl sie gar nicht wissen wann es ist, das nennt man Sammlerfreundschaft und Flexibilität !!!!!

    Für heuer ist es der 20.September die offizielle Einladung erfolgt in Kürze ! :bier:
    Ich bin mir sicher, dass auch erstmals Roland mit dabei ist, außer er wird sterbenskrank oder erstickt in seinen Marken :D ;) :P
    Danke Roland, ich freue mich auf den nächsten Frühschoppen und habe auch schon wieder etwas für Dich, die Abrechnung bitte aber Centgenau nach Michel !!!!!!!!!!!!!! :P :P :P :P :bier:

    Sammlergrüße von Wolle

  • Kramix
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    Beiträge
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    Männlich
    • 2. März 2014 um 09:20
    • #338

    " Morning in the morning " - Das Dschungelcamp lässt grüssen.
    Bevor ich nächste Woche wieder mit einem Thema zu Fälschern und Fälschungen starte - im besonderen habe ich dabei unseren Operettenbuffo Peter Winter im Visier - noch etwas zu einem Bereich, der möglicherweise zur Karnevalszeit passt: " Deutschlands liebstes Kind -Uniformen ".
    Alle deutsche Staaten mit selbstständiger Verwaltung hatten ihre eigenen Postuniformen, allein schon deshalb, um sich gegen andere Postmeistereien zu unterscheiden. Vor allem das Königreich Hannover war in dieser Beziehung Vorreiter, denn alle Postbeamten, seien es Postschreiber, Postrevisoren, Postmeister oder auch Postverwalter trugen eine Dienstkleidung aus dunkelblauem Tuch mit roten Aufschlägen und Paspeln, natürlich durfte ein Degen nicht fehlen - wie bei einem gewissen Herr Göring der Marschallstab - warum allerdings, habe ich bis heute noch nicht herausgefunden. Die feineren Rangunterschiede zeigten sich allerdings in der Form und Ausstattung der Epauletten. Für die Postililone, die in der Regel von dem jeweiligen Poshtalter angestellt waren, galten dann wiederum andere Vorschriften. Zu der roten " Collette " ( Reitjacke ) wurden weißlederne Beinkleider, " Canonenstiefel mit Umschlag-Sporen ", ein schwarzlackierter Filzhut und eine blaue Wollschärpe getragen. Im Winter gab es zusätzlich noch enen Überrock, Tuchreithosen und Stiefel mit Anschraubsporen - na ja, diesen Winter hätte man auf die Ausgaben verzichten können. Aber eine Vorschrift gab es, die strikt eingehalten werden mußte: Uniformen durfte erst nach 3 Jahren erneuert werden,, Posthörner mußten vier, die Kanonenstiefel sechs Jahre halten, man sieht er deutsche Bürokratismus hatte auch vor 150 Jahren schon Einzug gehalten.
    Preußen war natürlich weit voraus. Dort gab es Uniformen für Bedienstete der Post schon seit Anfang des 18. Jahrhunderts, denn im Jahre 1703 erließ erstmals König Friedrich I. eine Uniformvorschrift für seine Potbeamten. Die damals eingeführte Dienstkleidung war allerdings eine reine Gala- bzw. Staatsuniform, die nur bei Besuchen fürstlicher Personen oder ausländischer Diplomaten zu tragen war, so eine Art " Potemkinsche Dörfer ". Erst später wurden der Dienstbekleidung auch andere Funktionen zugewiesen: Sie sollte ihre Träger in seinem Amt von Zivilisten und Beamten des niederen Ranges und vom " gemeinen Pöbel " unterscheiden. Soweit bekannt ist, enthielt die 1. Uniformvorschrift für Postbeamte nur Bestimmungen über das Aussehen des Uniformrocks, den er sollte aus blauem Tuch einen orangefarbenen Kragen haben. Die Meinungen darüber, warum man die Farbe Orange wählte, sind geteilt ( obwohl diese Farbe später bei den Uniformen der preußischen Post und der Reichpost beibehalten wurde ). Eine interessante, aber etwas eigenwillige Version weist darauf hin, dass der damalige Generalpostmeister Kolbe von Wartenberg Erbstatthalter aller Fürstentümer war, die zu den oranischen Erblanden gehörten - das sinddie, die beim Eisschnellaufen immer ganz weit vorne zu finden sind - . Auch führte er selbst die Farbe Orange in seinen Wapen. Durchaus denkbar, dass er aus diesem Grund diese Kragenfarbe wählte und dazu noch bei seinem König auf Gegenliebe stieß, weil dieser mit dem Hause Oranien verwandschaftlich verbunden war.. Zu den bekanntesten Vertrern der Post gehörten natürlich die Postillione. Auch diesen war per Dekret auferlegt worden, Uniformen zu tragen, taten dieses aber oft nicht, da die farbige und empfindliche Dienstkleidung bei Ausübung ihrer Tätigkeit oft unansehnlich wurde. Bei Beförderung hochgestellter Persönlichkeiten wurde allerdings streng auf das Anlegen der Galamontur geachtet, Verstösse gegen das Anlegen wurden mit unehrenhafter Entlassung aus dem Staatsdienst geahndet. - heute ist es leider etwas anders, jeder der aus dem Staatsdienst entlassen wird, kann sicher sein, dass er noch jahrelang seine fetten Bezüge kassiert.
    So, das wars für heute, ich wünsche allen Närrinen und Narren noch drei schöne Feiertage, mein Karneval liegt vor mir: Ich werde mich mit meinen " Germanias " beschäftigen.
    Einen schönen Tag noch mit Alaaf und Helau wünscht
    Kramix

    Geld kann Leben nicht kaufen ( Bob Marley )

  • wolleauslauf
    Gast
    • 2. März 2014 um 10:23
    • #339

    Hallo Gert,

    auch diese Woche wieder meinen Dank für Deinen Beitrag :bier:

    Viel Spaß bei den Germanias und verwechsel das nicht mit Germania :D,
    da hat sich schon mal einer die Finger dran verbrannt :D ( Gott sei Dank )

    Postuniformen gibt es auch philatelistisch, ich hänge mal was an, vielleicht ist sogar eine Deiner beschriebenen Uniformen dabei.

    Bleib gesund bis nächste Woche, ich freue mich schon auf die "Philanews of the week" from Kramix ! :D

    Sammlergrüße von Wolle

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    Stamm Mitglied
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    • 2. März 2014 um 10:39
    • #340

    Hallo Kramix,

    vielen Dank für den interessanten Beitrag auch von meiner Seite.

    Ich hänge zwei ungelaufene Ansichtskarten der Deutschen Post (?) mit dem Druckvermerk DBP I/3 Westermann 100.000 7.65 mit Bildern von Postillionen der Großherzoglich Oldenburgischen Post und der Großherzoglich Hessischen Post um 1820 dran. Ich habe noch ein paar dieser Karten, die folgen dann in den nächsten Tagen um die Wartezeit auf den nächsten Beitrag von Kramix zu verkürzen.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • AK mit Postillionen der Oldenburgischen und Hessischen Post um 1820.jpg
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