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Beiträge von phoenix

  • Russland Postzensur 1914 - 1917

    • phoenix
    • 27. August 2025 um 12:11

    Hallo DKKW,

    ich lese im Stempel Slawjansk. Das könnte dann das heutige Slowjansk in der Ukraine sein (Siehe auch Wikipedia).

    Gruß phoenix

  • Keine Angst vor Hawaii

    • phoenix
    • 18. August 2025 um 14:56

    Hallo,

    heute kann ich meinen ersten Hawaii-Brief aus der Klassikzeit vermelden. Aus dem Jahr 1898 stammt der mir nun vorliegende Brief der im Inland, genau genommen von Hawaii (Big Island) auf die Insel Oahu, gelaufen ist. Stempelort auf Big Island ist Kailua (23.06.1898). Auf der Rückseite des Briefes ist ein Eingangsstempel von Honolulu (24.06.1898) abgeschlagen worden. Verklebt wurde eine braune 2c Marke (MiNr. 58 / Scott 75) aus der Zeit der provisorischen Regierung. Die 2c entsprachen den damals üblichen Porto für den interinsularen Postverkehr. Die braune 2c gehört zwar zu den günstigsten klassischen Ausgaben von Hawaii. Ein halbwegs ansehliches Stück auf Brief muss man jedoch auch erst einmal finden und bezahlbar soll es natürlich auch sein. Ein Anfang ist jedoch gemacht. Mal schauen was man in der Zukunft noch so an Briefen ergattern kann.

    Gruß phoenix

  • Ausgaben der Gilbert & Ellice Inseln

    • phoenix
    • 3. Juli 2025 um 20:44

    Hallo Jean Philippe,

    interessanter Aspekt mit dem "Suppliers to PMGs Department". Ist schon möglich das sich der Absender auf dieses australische Ministerium bezieht. Eine Zuständigkeit der australischen Post für die Inseln zu dieser Zeit kann ich jedoch nicht erkennen. Spätestens seit 1911 mit der Ausgabe eigener Briefmarken schliesst sich das denke ich aus. Administrativ waren die Gilbert & Ellice Inseln auch nie Australien zugeordnet sondern stets Teil des British Western Pacific Territories. Kurzzeitig war jedoch bis etwa 1900 wohl eine Post Office von New South Wales auf Tarawa aktiv.

    Tarawa war zur Zeit als der Brief versendet wurde (1932) auch die GPO (General Post Office) der Kolonie. Das "G" in PMG könnte evtl. auch daher kommen.

    Gruß phoenix

  • Ausgaben der Gilbert & Ellice Inseln

    • phoenix
    • 2. Juli 2025 um 21:24

    Hallo,

    es ist mal wieder etwas neues in die Sammlung geflattert. Diesmal geht es um einen Brief der von den Gilbertinseln nach England gelaufen ist. Auf den ersten Blick ist der Brief nicht gerade eine Schönheit. Der Stempel ist nicht wirklich gut zu identifizieren aber die Marke (MiNr.28) sieht gut aus und ein Brief aus den dreißiger Jahren ist auch nicht wirklich Massenware in diesem Gebiet. Also geht man in die Recherche und schaut was der Brief so hergibt. Beim Stempel konnte ich schnell einen Vernon 2a identifizieren. Dieser ist für die drei Inseln Ocean Island, Butaritari und Tarawa bekannt. Durch das Stempeldatum 12.11.1932 lässt sich auch sehr gut der Stempelort bestimmen denn zu diesem Zeitpunkt war der Stempel nur noch auf Tarawa in Verwendung. Damit ist also das Stempelproblem gelöst. Auch das Porto 1 1/2d ist korrekt. Das entspricht exakt der Rate für Briefe innerhalb des Commonwealth, also auch nach England. Der Empfänger ist die Firma Creed & Co. in London oder besser in Croydon wie ein findiger Postangestellter wohl mit blauer Schrift vermerkt hat. Das ist korrekt denn die Firma war in Croydon, damals noch Grafschaft Sussex, ansässig. Erst später wurde Croydon Bestandteil von Greater London und aus Sussex herausgelöst. Was hat die Firma denn so gemacht? Es ist eine Firma die sich auf Fernschreiber spezialisiert hatte und im zweiten Weltkrieg die sogenannte Typex das Gegenstück zur deutschen Enigma herstellte. In meinen Unterlagen konnte ich herausfinden das Tarawa ab 1924 an den WIRLESS TRANSMITTER SERVICE angeschlossen war und ab 1927 reguläre Verbindungen u.a. mit Suva und Rabaul bestanden. Schon möglich das sich jemand aus der Kolonieverwaltung über neue Entwicklungen auf dem Gebiet direkt bei der genannten Firma erkundigen wollte.

    Gruß phoenix

  • Ausgaben der Gilbert & Ellice Inseln

    • phoenix
    • 13. Juni 2025 um 19:24

    Hallo,

    @ Jean Philippe

    Ich habe da glaube ich ein kleines Detail unterschlagen. Der Brief ist verschlossen und zeigt keine Spuren einer Öffnung. Er scheint also nie geöffnet worden zu sein. Es ist auch keinerlei Inhalt im Kuvert auszumachen. Deshalb gehe ich von einem philatelistisch inspirierten Brief aus und damit keinem echten Bedarf.

    Gruß phoenix

  • Ausgaben der Gilbert & Ellice Inseln

    • phoenix
    • 12. Juni 2025 um 22:05

    Hallo,

    kürzlich habe ich einen Brief von Canton Island erstanden der durch einen sogenannten Clipper (Boeing 314) transportiert wurde. Solche Briefe sind durchaus rar wenn man nicht gerade auf die Erstflüge schaut. Aber hier handelt es sich nicht um einen Erstflug und man könnte damit sogar von einem Bedarfsbrief ausgehen, doch dazu später.

    Kurz geschaut ob man zum besagten Flug etwas erfahren kann. Und tatsächlich wird man in Carl Oates Buch "Canton Island. Aerial Crossroads of the South Pacific" fündig. Im Buch wurde beschrieben das in der Nacht zum 18.09.1940 der 4000 Tonnen Frachter Admiral Day an der Nordostspitze von Canton Island strandete. Der gerade von Noumea (Neukaledonien) kommende Flieger (American Clipper NC18606), mit 13 Passagieren an Bord, wurde darauf hin von der Flugleitung auf Canton Island aufgefordert doch einmal eine Extraschleife über das Atoll zu fliegen um den gestrandeten Frachter genau zu lokalisieren. Da für den Frachter keine akute Gefahr des Untergehens bestand kümmerte sich das Bodenpersonal auf Canton Island nach der Landung des Clippers erst einmal um die Wartung und Betankung der Maschine. Das hatte natürlich höchste Priorität denn der Weiterflug nach Honolulu (Hawaii) sollte pünktlich erfolgen. Anschließend begab sich eine kleine Crew des Bodenpersonals mit einem Boot zum Frachter um bei der Bergung behilflich zu sein. Versuche das Schiff wieder freizubekommen scheiterten jedoch und so musste der Frachter später auch komplett aufgegeben werden. Die Besatzung konnte jedoch unverletzt gerettet werden.

    Der Clipperflug mit dem Brief an Bord verließ planmäßig Canton Island am 20.09.1940, nun mit 14 Passagieren an Bord, und erreichte San Francisco am 22.09.1940.

    Nun zum Brief. Frankiert ist der Brief mit 31c (MiNr.380 und 442) und abgestempelt wurde mit einem Stempel Vernon Typ 40 (amerikanische Post Office) am 19.09.1940. Die 31c sind ein wenig zu viel, 30c hätten ausgereicht. Wie kam es dazu? Meine Vermutung ist das der Brief schon mit 25c vorfrankiert nach Canton Island gelangte. Als der Absender dann realisierte das noch 5c fehlten wurde man sicherlich bei der Post Office auf Canton Island vorstellig. Hier hatte man aber wahrscheinlich nur 6c Marken vorrätig. Das war damals die gängige Rate für USPS Domestic Airmails. Mit fünf dieser Marken hätte man natürlich auch die 30c für den Clipper hinbekommen aber 25c waren ja schon auf dem Brief verklebt. Ist natürlich Spekulation aber für mich wird das Bild dadurch stimmig. Ist somit also doch kein echter Bedarf aber trotzdem eine interessante Geschichte rund um den Brief.

    Gruß phoenix

  • Sammlung Wallis & Futuna

    • phoenix
    • 24. Mai 2025 um 21:33

    Hallo,

    nur eine einzige Marke aber drei Albumseiten. Eine Marke zur Briefmarkenausstellung PHILATEC’64 in Paris hat das in meiner Sammlung geschafft. Die Marke zu 9 Fr wurde im Jahre 1964 herausgegeben und im Stichtiefdruck erstellt. Die Farbgebung ist etwas ungewöhnlich aber das philatelistische Motiv ist finde ich gut gelungen. Was haben wir denn jetzt auf den drei Seiten? Da ist auf Seite 1 die postfrische Marke und ein Ersttagsbrief. Seite 2 zeigt einen R-Brief nach Frankreich mit einem Transitstempel von Papeete (Tahiti) auf der Rückseite. Der ist also sogar echt gelaufen wenn auch philatelistisch inspiriert. Auf Seite 3 haben wir dann noch einen Bogeneckrand (4 Marken) mit Druckdatum und eine Druckprobe in Blockform. Mehr geht sicherlich immer aber die zweite mir vorliegende Ersttagsbriefvariante habe ich dann doch nicht in das Album aufgenommen.

    Gruß phoenix

  • Sammlung Wallis & Futuna

    • phoenix
    • 18. Mai 2025 um 18:03

    Hallo,

    jetzt sind bei diesem Thread seit dem letzten Eintrag doch einige Jahre ins Land gegangen. Aktiv weiter gesammelt habe ich natürlich trotzdem. Der Rückwärtsaufbau besonders der neueren Ausgaben verläuft jedoch ein wenig schleppend. Ich habe mir jetzt als Ziel gesetzt die Ausgaben der ersten 100 Jahre (von 1920 – 2020) zusammenzutragen. Ich versuche aber weiterhin nicht nur die postfrischen Ausgaben anzusammeln sondern auch Bogenteile, Belege , Druckproben etc. der Sammlung hinzuzufügen. Deshalb wird die Sammlung wohl noch ziemlich lange eine Baustelle sein. Weit über 100 Blatt auf selbst gestalteten Seiten sind jedoch mittlerweile schon im Bestand und hier liegt denke ich auch der Grund dafür das ich hier solange nichts gezeigt habe. Die Blattgestaltung bei diesem Gebiet war am Anfang so etwas wie meine Experimentierwerkstatt. Jetzt habe ich aber denke ich das finale Design gefunden und war deshalb gezwungen im letzten Jahr die Seiten komplett neu zu erstellen, auszudrucken und zu bestücken. Jetzt kommt endlich alles einheitlich daher und kann später problemlos erweitert werden. Beispielhaft möchte ich gern mal die ersten drei Seiten der Sammlung zeigen, natürlich im neuen Design.

    Gruß phoenix

  • Keine Angst vor Hawaii

    • phoenix
    • 6. Mai 2025 um 21:17

    Hallo,

    heute sind die letzten Marken Hawaiis, die vor der US-amerikanischen Annexion gedruckt wurden, in die Sammlung geflattert. Es geht um Scott Official 1 – 6 (Michel D1-6) aus dem Jahr 1897. Verewigt hat sich auf den Marken ein gewisser Lorrin A. Thurston der die provisorische Regierung nach dem Sturz von Königin Liliʻuokalani führte und die Annexion, trotz Widerständen, auch des amtierenden amerikanischen Präsidenten Grover Cleveland, vorantrieb. Erst unter dem neuen amerikanischen Präsidenten William Mc Kinley wurde dann die Annexion vollzogen. Gedruckt wurde die Ausgabe von der American Bank Note Company. Das ist auf den Marken auch unter dem Markenbild sichtbar (Aufdruck in der jeweiligen Markenfarbe). Die Auflage der einzelnen Marken liegt zwischen 10.000 bis 50.000 Marken. Gestempelt sind die Marken eher selten da sie hauptsächlich für diplomatische und konsularische Korrespondenz verwendet wurden.

    Durch diese neue Erwerbung habe ich erstmals die magische Grenze von 100 Marken, aus der klassischen Zeit Hawaiis, in meiner Sammlung, überschritten. Aber alle Marken aus dem von mir gesteckten Rahmen (Scott 30 bis 82) sind damit immer noch nicht im Bestand. Die Lücken werden aber kleiner und natürlich geht jetzt auch der Blick auf die Numerals. Mal schauen was sich da in den nächsten Jahren so ergibt.

    Jean Philippe

    Das Belgien mehrfach Marken von Pater Damian gedruckt hat ist mir auch aufgefallen. Ich habe mich jedoch erst einmal nur für die gezeigte Ausgabe entschieden da eine Marke ausschließlich eine Darstellung von Molokai zeigt. Die von mir gezeigte Ausgabe gibt es auch noch als Überdruckmarken (Luftpost) in zwei Varianten. Hatte kurz überlegt die auch aufzunehmen, mich vorerst aber noch dagegen entschieden.

    Gruß phoenix

  • Samoa-Express

    • phoenix
    • 25. März 2025 um 15:49

    Hallo Rama,

    dann versuche ich mal etwas Licht in das Dunkel zu bringen:

    Die 3 und 6 Pence sowie die 1 und 2 Shilling zeigen für mich eindeutig State 4 Eigenschaften (Farbklecks unter der Mitte vom M bei SAMOA). Das heißt diese Marken sind eindeutig Reprints.

    Die 1 Penny hat State 3 Eigenschaften. Ich kann einen Farbklecks unter dem M nicht eindeutig erkennen. Wenn der da ist ist es auch State 4 und somit ein Reprint. Sollte der Klecks nicht da sein und die Perforation ist 12 könnte es ein State 3 sein und wäre somit was echtes (MiNr.1 III a). Die Perforation sieht mir dafür aber zu hübsch aus. Also ist eher von einem Reprint auszugehen.

    Die 5 Shilling hat finde ich eindeutig State 3 Eigenschaften (kein Farbklecks unter dem M). Für ein State 3 müsste die Marke jedoch mindestens an einer Seite geschnitten sein. Ist also somit nichts echtes. Von der Perforation her könnte es aber gut ein Remainder sein (Perforation 11 3/4). Wenn das mit der Perforation nicht hinhaut ist es ein Reprint (Perforation 12 1/2).

    Gruß phoenix

  • Ausgaben der Gilbert & Ellice Inseln

    • phoenix
    • 16. März 2025 um 20:42

    Hallo,

    mein erstes Highlight des Jahres kommt als schlichte US-amerikanische Ganzsache (Envelope UC 47) daher. Rein monetär ein Leichtgewicht aber nur auf den ersten Blick. Abgestempelt wurde die Ganzsache auf Canton Island (Phoenix Inseln) das zu diesem Zeitpunkt ein Branch der Post Office Honolulu war am 24.07.1975 durch Stempeltyp Vernon 67d. Mit 13c ist die Ganzsache als USPS Domestic Air Mail auch portogerecht frankiert. Die Besonderheit ist der Stempel APOLLO-SOYUZ SPACE TEST PROJECT CANTON IS. TRACKING STA.

    Von 1960 -1967 bestand eine Trackingstation für das amerikanische Mercury und Gemini Programm. Für die Apollo Flüge wurde die Station jedoch nicht mehr benötigt und geschlossen. Doch ab Ende 1969 wurde die Station Canton Island wieder reaktiviert und diente der Beobachtung des amerikanischen Missile Test Programms im Pazifik. Im Jahre 1975 gab es für die Station dann noch einmal die ganz große Bühne beim Apollo-Sojus Programm als Trackingstation. Die Abstempelung ist durchaus rar wird aber immer mal wieder angeboten.

    Kommen wir jetzt zum Preis solcher Cover. In den 1990-er wurde ein ähnliches Cover für ca. 70 Pfund zugeschlagen. Derzeit findet man im Internet einen etwas hübscher frankierten Brief für über 100 US-Dollar aber niemand möchte bieten. Frühere Briefe der Trackingstation werden für um die 50 US-Dollar gehandelt und bei ebay auch gut beboten. Ich hatte gedacht das bei diesem Cover die Reise auch in diese Richtung (50 US-Dollar) hingeht. Weit gefehlt denn ich hatte Glück und konnte bei unter 10 US-Dollar zuschlagen. Entweder ist das Cover tatsächlich durchgerutscht oder die Sammler solcher speziellen Sachen werden immer rarer. Ich verbuche es jetzt mal als Schnäppchen.

    Gruß phoenix

  • Samoa-Express

    • phoenix
    • 16. März 2025 um 16:56

    Hallo,

    es ist mal wieder etwas zu den Samoa-Express Marken in die Sammlung geflattert. Kein State 1, kein State 2 sondern eine Typ 1 Fälschung. Genau genommen ist es ein geschnittenes waagerechtes Paar der 6d Marke. Perforiert laufen ein die sogenannten Typ 1 Fälschungen durchaus häufiger über den Weg aber in dieser Ausführung habe ich sie bisher noch nicht gesehen und deshalb auch zugeschlagen. Das Papier ist im Gegensatz zu den herkömmlichen Typ 1 Fälschung relativ dünn, der Druck schaut aber auch nicht nach einer gewöhnlichen Fotokopie aus. Und alles komplett ohne Perforation. Bis jetzt kann ich noch nicht genau sagen was es wirklich ist aber ich finde es auf jeden Fall interessant.

    Gruß phoenix

  • Keine Angst vor Hawaii

    • phoenix
    • 14. März 2025 um 22:11

    Hallo,

    drei Briefmarken sind neu in die Sammlung gekommen. Doch diesmal ist nicht Hawaii oder die USA das Ausgabeland sondern Belgien (MiNr.760-62). Geehrt wurde auf der Briefmarke Pater Damian de Veuster der auf den Hawaii Inseln auch heute noch ein Begriff ist. Doch der Reihe nach. Im Jahre 1866 wurde durch das Königreich Hawaii eine Leprakolonie eingerichtet. Um die bestmögliche Isolierung der Erkrankten sicherzustellen suchte man einen Ort auf den Inseln der möglichst schwer erreichbar war und fand ihn auf der Insel Molokai auf der Kalaupapa Halbinsel. Die Halbinsel durch steile Klippen vom Hinterland der Insel abgeschnitten und auch heute nur über einen schmalen Pfad bzw. per Flugzeug oder Schiff erreichbar war ideal dafür. Unter katastrophalen Bedingungen wurden fortan alle Lepraerkrankten der Inseln hier isoliert ihrem Schicksal überlassen. Im Jahre 1873 entschloss sich der Missionar Pater Damian die Sehlsorge in der Leprakolonie zu übernehmen und wurde durch sein Wirken in der Kolonie zur Legende denn er war nicht nur ein Mann der Kirche sondern auch ein geschickter Handwerker. Für seinen Einsatz zahlte er einen hohen Preis, erkrankte selbst an Lepra und verstarb in der Kolonie im Jahre 1889. Die Leprakolonie wurde im Jahre 1969 offiziell geschlossen und Pater Damian im Jahre 2009 heilig gesprochen.

    Gruß phoenix

  • Briefmarkenflaute Nauru

    • phoenix
    • 11. Februar 2025 um 19:39

    Seit 2022 ist wieder Ruhe bei Nauru. Derzeit ist keine neue Ausgabe in Sicht, Schade! Im Südseeraum gibt es auch bei einem anderen Gebiet eine große Lücke. Tokelau hat seit 2020 keine Marken mehr herausgebracht. Corona hat da wohl einiges durcheinandergewirbelt. Tokelau hat sonst sehr regelmäßig immer 3 - 4 Ausgaben im Jahr herausgebracht. Die Prioritäten scheinen sich langsam zu verschieben und die Briefmarke rückt dabei leider in den Hintergrund.

    Gruß phoenix

  • Keine Angst vor Hawaii

    • phoenix
    • 8. Februar 2025 um 22:29

    Hallo,

    heute stehen die Postal Envelopes im Mittelpunkt meines Beitrages. Dafür gibt es einen guten Grund. Ich konnte jetzt alle Wertstufen der Umschläge zusammentragen. Insgesamt sind das neun Umschläge wovon vier Umschläge mit Provisional Government 1893 überdruckt wurden. Wie gesagt sind somit alle Wertstufen (1c, 2c, 4c, 5c, 10c) einmal im Bestand. Das heisst jedoch noch lange nicht das dies alle Varianten sind. Insgesamt sind 46 Varianten bekannt die sich durch die unterschiedlichsten Merkmale z.B. Farbe, Umschlaggröße, Umschlagklappe, Papierart, Farbe des Inletts etc. unterscheiden. Es gibt also weiterhin einiges zu entdecken. Es fällt sicherlich auf das der 4c Wert nicht überdruckt wurde. Dafür gibt es einen einfachen Grund. Der 4c Umschlag war zum Zeitpunkt des geplanten Überdrucks am Schalter bereits ausverkauft und wurde nicht nachgeordert.

    Eine spezielle Variante ist jedoch in der gezeigten Aufstellung enthalten. Der 10c Wert in schwarz (ohne Überdruck) hat ein Umschlaginlett in blauer Farbe. Normal ist ansonsten weiße Farbe. Über die genaue Anzahl dieser "blauen" Umschläge herrscht ein wenig Unklarheit in der Literatur. Selten sind sie auf jeden Fall und man geht davon aus das je ca. 1000 dieser Umschläge für die 2c, 4c, 5c und 10c Wertstufe hergestellt wurden. Bekannt ist das diese Variante nur einmal geordert wurde und es zu keiner Nachorder der "blauen" Umschläge kam.

    Die Gesamtauflage der Umschläge variiert stark zwischen den einzelnen Wertstufen. So wurden die 1c Umschläge in einer Größenordnung von 10.000 Stück (1 Lieferung) und von den 2c Umschlägen 175.000 Stück (4 Lieferungen) geordert.

    Gruß phoenix

  • Ausgaben der Gilbert & Ellice Inseln

    • phoenix
    • 4. Januar 2025 um 10:02

    Hallo,

    ich wünsche allen im Forum ein gesundes neues Jahr 2025. Es ist wieder mal Zeit das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und ein paar Zugänge in meiner Sammlung der Gilbert & Ellice Inseln vorzustellen. Briefe waren im letzten Jahr wieder ein großes Thema aber auch bei Briefmarken und hier besonders bei den von mir geliebten größeren Einheiten konnte ich zuschlagen und die Sammlung weiter ausbauen.

    1. Ein großer Block (18 Marken) der MiNr.18. Der Block stammt vom linken Bogenrand und hat auf der rechten Seite auch noch den Zwischensteg (Gutter). Der war notwendig denn der Originalbogen war dadurch in Zeilen zu 2 mal 6 Marken aufgeteilt. Bei somit 12 Spalten und 10 Zeilen kommt man auf 120 Marken im Bogen.

    2. Die MiNr.25 als Zwischenstegblock (4 Marken). Den fand ich sehr interessant. Fehlt jetzt nur noch die MiNr.25 auf Brief. Da muss ich weiter wachsam sein.

    3. Ein Brief mit seltener Abstempelung von Gardner Island (Vernon Typ 28 – 31.12.1957). Bis 1963 war die Post Office aktiv. Der Brief scheint philatelistisch inspiriert zu sein ist mit 3d (MiNr.63) in der zweiten Gewichtsstufe aber sogar portogerecht.

    4. Ein schöner portogerechter Luftpostbrief in die Schweiz. Frankiert mit MiNr.148 und abgestempelt mit einem Vernon Typ 35 (Bairiki – 26.01.1969).

    5. Es ist mal wieder Lokalpost der Christmas Island in die Sammlung gekommen. MiNr.2 (Christmas Island) wurde hier mit Vernon Typ 56 am 25.12.1934 abgestempelt. Auch MiNr.29 als waagerechtes Paar von franz. Ozeanien ist auf dem Brief aufgebracht und mit einem Stempel von Papeete (28.01.1935) abgestempelt. Ist zwar ein hübscher Brief und auf Auktionen durchaus nicht ganz billig. Was mich jedoch am meisten angesprochen hat ist die Rahmenlinie des Cachets auf der linken Seite. Die Rahmenlinie gibt es in drei Varianten. Mit diesem Brief konnte ich jetzt auch die letzte mir noch fehlende Variante in die Sammlung aufnehmen.

    Gruß phoenix

  • NWPI - eure Meinung bitte

    • phoenix
    • 23. Dezember 2024 um 20:17

    Hallo Jean Philippe,

    ist zwar nicht ganz mein Gebiet aber ich kann ja mal meine Sicht der Dinge, zum Brief, zum Besten geben. Den Stempel kann ich zwar nicht lesen aber ich vermute mal das er aus den späten 1910er bis frühen 1920er Jahren stammt. Das erst einmal zur Eingrenzung. Das rote Kreuz war denke ich zuerst da. Ross Shiels & Coy als Adressat lässt vermuten das der Brief evtl. philatelistisch inspiriert ist (Briefmarkenhändler???). Wenn der Brief inklusive rotes Kreuz und Marke so vorgefertigt wurde entspräche er mit 6d der damaligen Expressrate im Vereinigten Königreich, also rotes Kreuz. Die Abstempelung erfolgte wohl in Rabaul wenn man den R-Zettel trauen kann. Doch in Neuguinea gab es sicherlich ein Problem mit der Expressrate, die es dort einfach nicht gab. Also zieht man ein blaues Kreuz und schreibt zur weiteren Bekräftigung noch ein Reg mit blauer Farbe auf den Umschlag. Fertig ist der R-Brief ins Vereinigte Königreich. Eventuell ein wenig überfrankiert, denn ich denke, wenn ich auf das Gebiet der Gilbert & Ellice Inseln schaue 4 1/2 - 5d hätten für den registrierten Brief ausgereicht. In der zweiten Gewichtsstufe also bei 2 Unzen Briefgewicht könnte das Porto sogar stimmen, ist aber Spekulation. In meiner Sammlung der Gilbert & Ellice Inseln fangen die roten Kreuze erst mit Beginn des Luftpostverkehrs aus der Kolonie an. Zu diesem Zeitpunkt gab es erstmals eine Alternative Briefe schneller als mit dem Schiff zu transportieren. Vorher kann ich nur blaue Kreuze finden und so etwas wie Expresszustellung ist in den Gebührenlisten nicht auszumachen. Ich habe diesen Sachverhalt wegen der geographischen Nähe jetzt einfach mal auf Neuguinea projiziert. Ich glaube mit Flugverkehr und dann auch Luftposttransport ging es in Neuguinea auch erst in der Mitte der 1930er Jahre los.

    Gruß phoenix

  • Samoa-Express

    • phoenix
    • 17. Dezember 2024 um 20:15

    Hallo,

    seit meinem ersten Beitrag sind mittlerweile schon über sieben Jahre ins Land gegangen. State 1 bzw. State 2 der Samoa Express waren bis jetzt Fehlanzeige. Das soll sich heute ändern. Das erste Mal ist mir jetzt eine State 2 in die Sammlung geflattert. Geprüft ist sie zwar nicht aber es stimmen alle Indizien. Genau handelt es sich um die 1 Penny Marke (MiNr.1 II b / SG 4). Farbe stimmt. Die Perforation beträgt 12 1/2. Die Marke ist an mindestens einer Stelle geschnitten was bei einem Bogenformat von 5 x 2 zwangsläufig notwendig ist. Und was das wichtigste ist: Die weiße Linie über den X von EXPRESS ist durch Farbe gebrochen. Kein Punkt unter dem M von SAMOA was für einen Reprint sprechen würde. Auch sonst sieht die Marke ganz passabel aus und vor allem die Rückseite macht einen guten Eindruck auch wenn da wohl mal ein Falz war. Aber so wurde früher eben gesammelt. Zeit sie jetzt auch einmal zu zeigen.

    Gruß phoenix

  • Freimarkenausgaben Tuvalu

    • phoenix
    • 21. November 2024 um 19:51

    Hallo,

    noch einmal Nachschlag zur Freimarkenausgabe von 1988. Jetzt ist die Serie auch geschnitten bei mir eingetroffen. Die zeige ich heute zusammen mit der perforierten Variante. Damit habe ich jetzt alle Varianten einmal gezeigt. Das wären dann zusammengefasst perforiert, geschnitten, als Specimen, Official-Überdruck und die Variante mit Farbfehlern. Fehlt jetzt noch etwas? Ach ja Gutter Pair (Zwischenstegpaare). Da die Marken in Bögen zu 2 mal 20 Marken gedruckt wurden ist auch diese Erhaltung möglich. Eventuell ergibt sich da mal in Zukunft eine Gelegenheit diese Lücke zu füllen.

    Gruß phoenix

  • Keine Angst vor Hawaii

    • phoenix
    • 12. November 2024 um 20:57

    Hallo,

    heute möchte ich mal wieder etwas aus der klassischen Zeit Hawaiis vorstellen. Die Ausgaben von Kamehameha V stehen heute im Mittelpunkt. Genau fünf Ausgaben gilt es da zu betrachten. Nach Scott sind das die Nr.32, 39, 52C, 58 und 59 (MichelNr.17, 29a, 29b, 44, 45).

    Die Nr.32 wurde im Jahre 1866 durch die National Bank Note Company (New York) gedruckt. In zwei Auflagen (Printings) wurden insgesamt 300.000 Marken gedruckt. Die Marken wurden in einen grünlich blauen Ton gedruckt und haben im Gegensatz zu späteren Markenausgaben noch erkennbare Rahmenlinien (Framelines) was eine Identifizierung deutlich erleichtert denn bei der Farbe kann es bedingt durch das Alter zu Verwechslungen mit späteren Ausgaben kommen. Die Nr.32 wurde im Gegensatz zu den noch folgenden Ausgaben nicht im Jahre 1893 überdruckt.

    Die Nr.39 in ultramariner Farbe ist mit acht Auflagen (Printing) die auflagenstärkste Marke. Über 2,2 Millionen Marken wurden gedruckt. Etwa 600.000 Marken wurden jedoch später überdruckt (Nr.59). Der Druck erfolgte zwischen 1882 – 92 durch die American Bank Note Company. Benutzt wurden dabei jedoch die original Druckplatten der National Bank Note Company. Der erste Druck der Marke (1882) geht mit den Eintritt Hawaiis in den Weltpostverein (UPU) einher. Für die 5c Rate in die USA und nach Mexiko für einen Brief von einer halben Unze Gewicht wurden jetzt mehr Marken benötigt.

    Die Nr.52C ist mit einer Auflage von 62.500 Marken die seltenste in der Liste. Wenn man bedenkt das 46.350 Marken dieser Ausgabe später noch überdruckt wurden (Nr.58) sind insgesamt nur 16.150 von der urprünglichen Ausgabe übrig. Die Marken in Indigo-Blau wurden ebenfalls durch die American Bank Note Company gedruckt. Der Druck erfolgte in einer Auflage (Printings). Über das genaue Druckjahr herrscht jedoch Unsicherheit. Wahrscheinlich erfolgte der Druck im Jahr 1884. In den Verkauf kam diese Auflage wohl aber erst um 1890.

    Die Nr.58 (Indigo-Blau) wurde in insgesamt drei Auflagen (Printing) ab 1893 überdruckt. Insgesamt sind davon 46.350 Marken in den Umlauf gekommen.

    Die Nr.59 (Ultramarin) wurde in zwei Auflagen (Printing) ab 1893 überdruckt. Von den etwa 600.000 überdruckten Marken sind jedoch nur etwa 300.000 Marken erhalten geblieben. Der Rest wurde vernichtet.

    Zeit etwas zu zeigen!

    Obere Reihe: Scott 32 – Scott 39 – Scott 52C

    Untere Reihe: Scott 59 – Scott 58


    Ecke von Scott 32 (mit Frameline) – Ecke von Scott 52C (ohne Frameline)

     

    Gruß phoenix

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