Also meine Bund Sammlung endet bereits 1990. Alles was danach kam ist doch unerträglich geworden. So schnell wie neue Ausgaben kommen kann man ja bald keine Einsteckbücher mehr bestellen.
Ich finde dabei einige Aspekte besonders interessant:
Viele Sammler/Vereine berufen sich wieder auf Wertsteigerungen bei Bund, da geringere Auflagezahlen wie früher, limitierte Sonderausgaben, höhere Katalogpreise. Allerdings sind diese Argumente für mich absolut haltlos: Die Auflagezahlen sind zwar geringer, insgesamt gibt es aber im laufe des Jahres mehr Ausgaben als früher. Wenn ich eine Auflage von 2 Mio. Sätzen erreiche, wird die Marke dennoch niemals einen Wert erreichen wie z.B. Mi-Nr. 121/122. Denn im Vergleich gibt es im Jahr ca. 70 weitere Ausgaben.
Auch die hohen Katalogpreise sind doch nur so gewählt um den Händlern einen Schutz zu bieten. Wie würde es denn aussehen wenn Marken wieder zeitlich begrenzt gültig wären? Nach Gültigkeit wäre der Wert auch im Keller. Auch für die gestempelten Ausgaben. Aber wie sollte der Händler überleben, wenn er die vor 5 Jahren bei der Post zum Nominalpreis gekauften gestempelten Ausgaben jetzt nur noch zum Bruchteil verkaufen könnte? Also die Katalogpreise spiegeln in keinster Weise den Wert wieder. Und damit meine ich nicht die Differenzen die eh zwischen Michel und gezahltem Preis auftreten.
Und wenn ich dann noch die limitierten Sonderausgaben sehe. Da werden Zusammendrucke (Blumen) wie Posthorn Markenheftchenblätter heraufbeschworen. Selten, nicht am Schalter erhältlich...
Der Unterschied wann Marken wertvoller werden und wann nicht ist meiner Meinung nach einfach zu erkennen: Die Ausgabe ist rein dem Zweck entstanden einen Bedarf zu decken und in entsprechenden Auflagen entstanden. je nach Nominale sind dementsprechend manche Marken seltener entstanden und nehmen an Wert zu. Posthorn Markenheftchen sind meiner Meinung nach rein für den Bedarf gedruckt worden und daher in geringer Auflage. Was kam später: Markenheftchen in vielen Deckelvarianten... aber um einen Bedarf zu decken?
Es wird aber schon länger nicht mehr nach Bedarf gedruckt. Weit weniger Marken würden dem Hobby sehr gut tun.
Aber ich bin auch der Meinung, dass jeder Sammeln soll was er will. Man sollte allerdings nicht allzu enttäuscht sein, wenn man einen Wert einer neueren Sammlung sucht.
Ich würde mal gerne wissen ob die Post in der Lage wäre, mit ihrer heutigen Kapazität klarzukommen, wenn wirklich alle gedrucken Markenausgaben für Sendungen verwendet würden?!