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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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  4. Fälschungen klassischer Briefmarken

Kennzeichnen von Fälschungen

  • doktorstamp
  • 29. November 2007 um 14:23
  • doktorstamp
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    • 1. Dezember 2007 um 18:22
    • #41

    myself

    Vergiß doch nicht vor dem Prüfen die Ecke abzuschneiden, damit keine sie weiterverdrehen kann. Oder gibt es hierzu Ausnahmen??

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • philnum
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    650
    • 1. Dezember 2007 um 18:25
    • #42
    Zitat

    Original von dauerseriensammler
    Was kostet (die Prüfung) so etwas eigentlich heute?

    Ausstellung eines Kurzbefundes kostet laut BPP-Prüfordnung € 3,- zuzüglich der Prüfgebühr von bis zu 4 % vom Katalogwert bzw. € 2,- Mindestgebühr pro Prüfvorlage + ggf. 19 % Mehrwertsteuer.

    Meistens sind solcherlei Befunde also teuerer als der Handelswert der Marke(n). Auf echt gelaufenem Beleg (Brief) lohnt es sich eher.

  • Kreuzerjäger
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    • 1. Dezember 2007 um 18:31
    • #43

    myself

    Eine Fälschung mit einem Abschnitt zu versehen ist wirklich sehr radikal. Man sollte bloß aufpassen, das die Marke nicht halbiert wird. Dann wird sie bestimmt wieder als eine halbierte Besonderheit angeboten. ;)

    @BDPh-Fälschungsbekämpfung

    Das Fälschungen Sammelgegenstände sind ist ja das traurige. Unverständlich das es da eine Nachfrage gibt.
    Nicht jeder Sammler hat die Möglichkeit, sich so eindringlich mit den bekannten Fälschern zu beschäftigen (Sperati, Fournier ect.). Versuche doch einmal an die vernünftige Literatur zu kommen. Da werden unglaubliche Preise ausgerufen. Zum Beispiel bei den Sperati-Büchern. Mal Band II ausgenommen. Muss so etwas sein?
    Ich frage mich mittlerweile, warum so ein Hype um Sperati und Fournier ensteht. Man kann den Eindruck haben, dass viele Sammler diese Marken mehr entgegen bringen, als den Originalen. Es sind Fälschungen und damit sind diese Leute schlicht und einfach kriminelle und nicht anderes.
    Wenn dies so weiter geht, dann bin ich mal gespannt, wann die ersten Sperati-Marken gefälscht werden. Das wäre doch Wahnsinn.
    Vielleicht sollten die BPP-Prüfer bei Vorlage einer Fälschung, die Dinger einfach in den Ofen feuern und dem Einsender nichts berechnen. Nur damit so etwas nicht mehr auf den Markt kommt. Dann erledigt sich die Diskussion einer Kennzeichnung.
    Desweiteren frage ich mich, warum es im Zeitalter des Internet noch keine Seite gibt (jedenfalls kenne ich keine), wo für jederman die Unterscheidungsmerkmale z.B. einer Speratifälschung vom Original erläutert wird. Man kann den Eindruck gewinnen, als ob da alles im verborgenen ablaufen soll. Zum Beispiel mit teurer Literatur. Literatur ist notwendig in der Philatelie. Sogar sehr wichtig. Doch Informationen für eine Fälschungserkennung, sollte für jeden frei zugänglich gemacht werden. Das Internet ist doch ideal dazu.

    J. Kraft hat da einige Ansätze gezeigt, in dem er einige Speratimerkmale vorgestellt hat. Allerdings, kann ich mir nicht vorstellen, dass da schon das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Da gibt es bestimmt noch mehr zu beachten.

    Viele Grüße
    dreiKreuzer

  • Concordia CA
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    • 1. Dezember 2007 um 18:33
    • #44
    Zitat

    Original von doktorstamp
    myself

    Vergiß doch nicht vor dem Prüfen die Ecke abzuschneiden, damit keine sie weiterverdrehen kann. Oder gibt es hierzu Ausnahmen??

    mfG

    Nigel

    @Nigel

    Das ist wieder eine andere Baustelle. Es geht eigendlich um Fälschungen zum Schaden der Sammler. Fälschungen zum Schaden der Post sind, zumal wenn sie echt gelaufen sind, schon wieder sammelwürdig und ein schöner Beweis für die Schlafmützigkeit dieser Firma (früher Behörde)... ;)

    Ohne Stempelkunde - Keine Philatelie!
    POSTSTEMPELGILDE

  • Concordia CA
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    • 1. Dezember 2007 um 18:40
    • #45
    Zitat

    Original von BDPh-Fälschungsbekämpfung
    ...
    2. Für Fälschungen bestand und besteht Nachfrage (anders kann ich mir die Verkaufserfolge von @mohle und Konsorten nicht erklären)
    ...

    Ich kann nur 2 Gründe erkennen, die einen Käufer dazu treibt für diese dubiosen Angebote Geld auszugeben.

    1. Er kann die Lücke in seinem teuren Vordruckalbum nicht ertragen.

    2. Er kauft diese Marken in betrügerischer Absicht, um sie weiter zuverkaufen oder zu tauschen.

    Falls es andere Gründe gibt, lasse ich mich gerne belehren.

    Ohne Stempelkunde - Keine Philatelie!
    POSTSTEMPELGILDE

  • myself
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    • 1. Dezember 2007 um 19:31
    • #46

    @ Nigel:
    genau hier ist die Grenze: Wer die Post mit dem Hintergrund betrügt Kasse zu machen erstellt eine Postfälschung.
    Wer die Post einmalig betrügt um ein Unikat zu erhalten betrügt die Sammlerschaft.

  • Schnulli
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    • 1. Dezember 2007 um 20:18
    • #47

    Eine sehr interessante Diskussion. Das Thema ist sehr vielschichtig.

    Ich habe selbst auch diverse Fälschungen in Sammlungen bei Ebay bekommen. Auch gute darunter, die mir nicht als gefälscht sofort aufgefallen sind. Die Verkäufer waren Private und gewerbliche Verkäufer.

    Wenn ein Privater so etwas verkauft, kann ich es noch verstehen, aber ein gewerblicher Verkäufer? Es tut mir leid, aber ich finde das ein gewerblicher Verkäufer im Briefmarkenmarkt über die erforderliche Sachkunde verfügen muss, echt und falsch zu unterscheiden. Wenn er sich selbst der nächste ist
    und Fälschungen als echt verkauft, sollte dem die gewerbliche Zulassung entzogen werden.

    Da es offensichtlich ist, dass z. B. bei Ebay viele Fälschungen und verfälschte Marken als echt angeboten werden, halte ich es auch für sehr Überlegendswert, den Vorschlag "Ecke abschneiden" zu prüfen.

    Eine andere Idee wäre noch, konsequent in entsprechenden Fällen als Käufer die Lieferung eines gleichwertigen echten geprüften Stückes zu verlangen.
    Und das ggf. mit Rechtshilfe durchsetzen. Ich finde auch, dass es an der Zeit ist, sich zu wehren.

    Es grüßt alle Leser der Schnulli

  • Philactica
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    • 1. Dezember 2007 um 21:00
    • #48

    Hallo zusammen.

    Ein lesenswerter Thread. :)

    Es geht ja nicht über klassische Fälschungen oder auch älteres Material was schon 'ohne Obligo' angeboten wird von Händler in Ihren Kisten oder mit o.Obligo Attest auf Internet Auktionen was auch noch verkauft wird mit ein 'freschen' Dankeschön. Da wird sicher der langjähriger Sammler sein Wissen anwenden müßen.

    Viele Fälschungen werden auch gekauft weil sie billig angeboten werden so 'ohne Obligo' und in sicher in kleinste Fällen als Vergleich gebraucht.

    Die alten Hasen wissen wie man mit mögliche Fälschung umzugehn ist.

    Es gibt aber zunehmend gerade übers Netz, viele Verkäufe von ANGEBOTE von Fälschungen. Weil sie billig sind ist der Reitz größer sie anzukaufen um ein andere zu bescheissen. Eine IA Fälschungs wache ist ja als Trost für die IA und nur ein Ziel andere es zu überbrücken.

    Irgendwann, und besser früher als später muß ein Anfang gemacht werden um Fälschungen aus dem überhaupt Internet Handel zu entfernen.

    Gerade die Fachleute können sich Gedanken machen und Ideen zusammenbringen für eine Gemeinsames Front.

    Die Paar Euros die Händler noch bekommen für 'o.Obligo' Sachen kann auch richtig forderseitig markiert werden und sogar Dienen als Werbung - Falsch auf der forderseite und hinten Befund von FXT.

    MfG
    Erich

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  • myself
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    • 1. Dezember 2007 um 23:20
    • #49

    Meine klare Meinung:
    1. Kein ernsthafter Briefmarkensammler kauft Fälschungen bzw. es ist Ihm egal ob er Fälschungen in seiner Sammlung hat oder nicht. Dafür gibt kein normal denkender Mensch Geld aus.
    Fazit: Wer Fälschungen kauft, macht dies nur um andere zu betrügen.
    2. Wenn Händler/Auktionshäuser solche Waren verkaufen, machen sie dies mit dem vollen Bewußtsein, Kunden übers Ohr zu hauen. Ich glaube nicht daran, dass man nach 1 Jahr der Recherche mehr weis als Händler nach 30 oder mehr Jahren.
    3. Wenn Niemand anfängt diesen Schrott auszusortieren wird dies die unendliche Geschichte... ich kenne bislang nur 4 nachgestempelte Marken von Hildesheim 4, die ihre Ecken verloren haben, und dass sind meine eigenen.
    4. Perfekte Fälschungen wird es immer geben, dass sollte unser Problem sein, und nicht der Müll, der seit mehr als 50 Jahren die Runde macht. - Hier sind alle gefragt: Händler, Auktionatoren und Sammler

  • doktorstamp
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    • 2. Dezember 2007 um 00:33
    • #50

    myself

    Zu Punkto 1. liegst du da etwas daneben. Gewiß kauft ein Markensammler bewüßt keine Fälschungen. Ein Philatelist dagegen kauft solche Stücke bewüßt und stellt sie in eine Vergleichssammlung ein.

    Ich habe eine Prüftätigkeit, und daher sind die Sachen für mich von Bedeutung gar Wichtigkeit. Als Vergleichstücke sind sie unentbehrlich. Ob Ganzfälschung oder mit Falschstempel versehen, oder sonstwie verändert.

    Punkt 2. Auktionshäuser sind nicht in der Lage jede Marke nachzugehen um festzustellen ob irgendwelche Fälschungen darunter schlummern. Es rentiert sich nicht. das ganze wird nicht mitbewertet, immerhin und zugegeben sorgt es für einen besseren Zuschlag.

    Punkt 3. Die Zeitaufwand wie schon zu 2. erwähnt bringt nichts.

    Punkt 4. Die perfekte Falschung gibt es nicht, die wären somit nicht erkennbar, und wurden nicht auffallen. Eben das sie Fälschungen sind fallen sie auf.

    Die besten Fälschungen, die ich kenne entstammen die Werke Sperati oder Panelli, und mit den Werken der beiden hat man allerhand zu tun.
    Da sie nur mit Sorgfalt und anhand Vergleichsmaterial zu unterscheiden sind.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • myself
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    • 2. Dezember 2007 um 01:36
    • #51

    @nigel
    Punkt 1: Ein Philatelist kauft solche Marken vielleicht zu 1%, aber nicht zum vollen Handelspreis einer echten Marke, wie es ein neuer Sammler macht.
    Punkt 2: Es geht hier nicht um billige Werte, wenn Marken gefälscht werden, dann meist nur die teuren. Und wenn auf die in Auktionshäusern nicht geachtet wird, dann gute Nacht. Wenn Auktionshäuser sich diese teuren Marken nicht genau angucken ist das Vorsatz. Oder kaufst Du ein Album ohne rein zu gucken?
    Punkt 3: gut, bescheißen wir uns gegenseitig weiter. Ich verbitte mir aber in Zukunft Hinweise im Michel auf Falschstempel. Vielleicht werden dann irgendwann "Gefälligkeitsstempel" ja zu echten Stempeln???

    Es geht mir nicht um Sperati und Co. Das ist eine andere Liga. wenn man möchte ist es Kunst. Aber nenn mir einen Grund warum Bizone Sammlungen von Hildesheim 4 und Co vollgestopft sind? Ich denke man guckt doch mal über eine 962 drüber, oder?

  • dj_postmann
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    • 2. Dezember 2007 um 08:32
    • #52

    Zu Punkt zwei kann ich noch anfügen:

    Leider ist das von Doktorstamp gesagte Realität. Das passiert nicht mal mit böser Absicht (bei den meisen zumindest nicht), sondern einfach aus Zeitgründen... Klar guckt man sich die teuren Werte einer Sammlung an, aber was teuer ist ist relativ. Bei DR zum Beispiel schaut man sich Block 2 und die Polarfahrt an... Wenn die echt sind, hört die Kontrolle meist schon auf, das ist ja billiger. Was mit Block 3 oder den anderen Zeppelinen oder der Nothilfe 33 ist, interessiert dann nicht. Da wird dann nur einmal drübergeschaut und wenn die Fälschung nicht zu plump ist, fällt sie halt nicht auf...

    Zitat

    Oder kaufst Du ein Album ohne rein zu gucken?

    Auktionshäuser kaufen die Alben ja (meist ;) ) nicht, sie bieten ja nur die Plattform für den Verkauf, also ist krass gesagt auch egal, wie die Sammlungen im einzelnen beschaffen sind... Ein Kaufvertrag findet ja noch immer zwischen Einlieferer und Käufer statt, also ist der Käufer in der Pflicht, zu schauen was er kauft. Klingt brutal, ist aber leider so, wobei man sich jetzt streiten kann, inwiefern das moralisch vertretbar ist... Im Zwiefelsfall immer "unter Prüfvorbehalt" bieten.

    Grüße
    Dominic

    Suche immer geschlossene Mühlradstempel auf den Quadraten von Bayern (Mi. 2-13), insbes. Nummern 1 bis 100. Wer was abzugeben hat, bitte melden! Tausch oder Kauf immer erwünscht!!
    Suche momentan eine Mi. 3 .. mit gMR "1". Zahle gut!!!

    Einmal editiert, zuletzt von dj_postmann (2. Dezember 2007 um 08:33)

  • lickle
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    • 2. Dezember 2007 um 08:48
    • #53
    Zitat

    Original von doktorstamp
    myself

    Zu Punkto 1. liegst du da etwas daneben. Gewiß kauft ein Markensammler bewüßt keine Fälschungen. Ein Philatelist dagegen kauft solche Stücke bewüßt und stellt sie in eine Vergleichssammlung ein.

    Ich habe eine Prüftätigkeit, und daher sind die Sachen für mich von Bedeutung gar Wichtigkeit. Als Vergleichstücke sind sie unentbehrlich. Ob Ganzfälschung oder mit Falschstempel versehen, oder sonstwie verändert.


    Nigel

    Bei sehr guten Fälschungen kann ich das zu einem gewissen Grade verstehen und nachvollziehen. Aber die plumpen Fälschungen brauchst Du doch nicht als Vergleichsstücke? Diese wandern bei mir sofort in die Rundablage "P".

    Ich halte es folgendermaßen: Wenn ich eine Sammlung kaufe, nehme ich die wenigen interessanten Stücke für meine Sammlung heraus und die offensichtlichen Fälschungen werden sofort vernichtet! Erst dann gebe ich die Restsammlung weiter. Offensichtliche Fälschungen werden von mir nie verkauft!

    Grüßle

    lickle

    Einmal editiert, zuletzt von lickle (2. Dezember 2007 um 08:48)

  • Germaniafreund
    Gast
    • 2. Dezember 2007 um 08:51
    • #54
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Doctorstamp schreibt gelassen aus der routinierten Ecke der Philatelie, was ich gut nachvollziehen kann.

    Dass es mal vorderseitige Falsch - Stempelungen gab, wusste ich nicht.
    Ich finde es aber gut.


    Das sollten wir vermeiden, nicht die Falsch - Stempelung auf manipulierten Marken.

    Gruss von bayern klassisch


    hier mal 2 beispiele

    klaus

  • bayern klassisch
    Gast
    • 2. Dezember 2007 um 09:02
    • #55

    Hallo Germaniafreund,

    danke für die beiden Scans.

    Ich finde es prima, wenn man Fälschungen so kennzeichnet. Warum hat man sich von dieser Praxis (scheinbar) verabschiedet?

    Wollten etwa interessierte Kreise (Händler, Auktionatoren oder dubiose Gestalten) diese für sie potentiell schädigende Kennzeichnung unterbinden?

    Würde mich nicht wundern.

    Grüsse von bayern klassisch

  • Germaniafreund
    Gast
    • 2. Dezember 2007 um 09:07
    • #56
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Hallo Germaniafreund,

    danke für die beiden Scans.

    Ich finde es prima, wenn man Fälschungen so kennzeichnet. Warum hat man sich von dieser Praxis (scheinbar) verabschiedet?

    Wollten etwa interessierte Kreise (Händler, Auktionatoren oder dubiose Gestalten) diese für sie potentiell schädigende Kennzeichnung unterbinden?

    Würde mich nicht wundern.

    Grüsse von bayern klassisch

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    ich denke du hast recht, wird schon kommerzielle hintergründe haben,

    klaus

  • Philactica
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    • 2. Dezember 2007 um 09:12
    • #57

    Aus dem Buch von Carlrichard Brühl 'Geschichte der Philatelie' von 1985:

    "Die vorderseitige (!) Kennzeichnung der Fälschungen war bis 1895 auf dem Mannheimer Tag ausdrücklich gefordert worden; der Berliner Klub hatte die Kennzeichnung von Fälschungen schon 1894 beschlossen und dafür eigene Stempel angeschafft; in den Prüfungsbedingungen des Saar-Prüfers Jean Böcking (1873-1926) fand sich bereits in den 20er Jahren der Satz: 'Falsche Marken erhalten den Falsche Stempel'

    Warum soll das heute eigentlich anders sein ?

    Erich

    'Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!' - JWvG :bier:
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  • doktorstamp
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    • 2. Dezember 2007 um 10:40
    • #58

    myself

    Das es gerade bei den Bizonenmarken ein Haufen Falschstempel gibt, ist mir dessen bewüßt.

    Demnächst unternimmt die Arge Ampost etwas dagegen. In der Arge bin ich schon und von diesem Vorhaben habe ich selber vom Vorsitzenden gehört. Neulich habe ich eine Woche bei ihm verbracht.

    Näheres wird in dem Rundbrief kundgegeben.

    Was hälste von Thobe Fälschungen, und haste welche in deiner Sammlung?

    Gewisse Falschstempel bei Ampost sind bekannt. Wie du aber selber weisst, kommen diese meist bei den hoheren Werten vor. Die 1RM und 80. sind stark davon betroffen. Auch hiervon kann ich Vergleichsblätter einstellen.

    Bei Kontrollrat ist natürlich die 5Mk Taube am stärksten betroffen. Und sicher ist es auch das entwendete oder abhandengekommene Stempel sich noch im Gewahr von Sammlern/Händlern befinden. Anzunehemen ist ein Gebrauch hiervon, was noch heute betrieben wird.

    Das Sammelgebiet Deutschland ist leider Gottes, wenn man es so haben will, im allgemein betroffen, weil häufig sind die Marken mehr Wert gestempelt als umgekehrt.

    Mit dem Sammelgebiet GB und Kolonien kommt dies weniger vor.
    Allerdings auch hier trieb einer sein Unwesen. Bekannt als Madam Josef, eigentlich keine Frau, aber dank der Sammlernachfrage auf postfrisch, sahen sie sich veranlasst gefälzte Marken abzustempeln. Sie haben sich Mühe gemacht, und sämtliche Stempel haben sie angefertgt. All diese Falschstempel liegen jetzt unter Schloß und Riegel beim RPSL. Zerstört werden sie nicht, Zugang für Forschungszwecken ist streng kontrolliert.
    Bis jetzt sind zwei Bücher darüber erschienen. Kolonial Marken KGV und KGVI sind am meisten betroffen. Lediglich die Marken Viktorias und Eduards blieben mehr oder weniger unbehelligt.

    Immerhin und nicht destotrotz vertrete ich die Meinung dass das Prüfwesen die Umstände im Griff hat. Gerade auf diese Ebene werden die Kräfte des Prüfwesens mit Unterstützung der Argen eingesetzt.

    Die Idee ein F vorderseits auf Marken anzubringen ist gewiß keine schlechte. Aber als allgemeine Lösung ist sie nicht zu betrachten.
    "One size does not fit all" könnte es in diesem Falle heissen.

    Das Problem ist mannigfaltig, und aus diesem Grunde alleine kann es keine einfache Lösung geben.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • Lacplesis
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    • 2. Dezember 2007 um 12:25
    • #59
    Zitat

    Original von myself
    Punkt 1: Ein Philatelist kauft solche Marken vielleicht zu 1%, aber nicht zum vollen Handelspreis einer echten Marke, wie es ein neuer Sammler macht.

    Siehe meinen Beitrag oben... Schreib doch bitte dazu, das deine Aussage nur bestimmte Sammelgebiete betrifft. Sonst denken später mal Leute, die hier reinlesen, Du redest allgemein über Briefmarken und nicht nur von einigen Sammelgebieten.

    Ich suche z.Z. die "Ausgefüllte Details"-Vollfälschung der Michel-Nr. 191-194 (Transportmittel) von Russland. Der Satz ist im Michel für * mit 2,- € bewertet. Ich biete für den Satz 10,- € und kenne noch zwei weitere Sammler die dringend zum vervollständigen die 191 suchen...

    Zitat

    Punkt 2: Es geht hier nicht um billige Werte, wenn Marken gefälscht werden, dann meist nur die teuren.

    Alle Marken werden gefälscht, wenn die Nachfrage nicht gedeckt werden kann. Wenn danach eine gigantische Restmenge der Orginlamarke den Markt überschwemmt, sind die Fälschungen auf einmal selten.
    Beispiel1: MiNr. I-VIII der Russischen-Westarmee - Michelwert 1,50€ - Handelswert 0,30€ - mindestens 2 Vollfälschungen
    Beispiel2: MiNr. 15-19 der Russischen-Nordwestarmee - Michelwert 0,50€ - Handelswert 0,10€ - mindestens 3 Vollfälschungen.

    Zitat

    Es geht mir nicht um Sperati und Co. Das ist eine andere Liga. wenn man möchte ist es Kunst. Aber nenn mir einen Grund warum Bizone Sammlungen von Hildesheim 4 und Co vollgestopft sind? Ich denke man guckt doch mal über eine 962 drüber, oder?

    Mit deinem Beispiel kann ich (genau wie die anderen nicht-Deutschland-Sammler) ebenso wenig anfangen, wie Du mit meinen Beispielen :)
    Aber ich muß zugeben, bei der Umenge von deutsch Falschstempeln kann man darüber reden. Genau wie bei Aufdruckfälschungen, die nicht eindeutig einer klassischen Fälscherwerkstatt zugeordent werden können.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 2. Dezember 2007 um 13:18
    • #60

    Für mich als Philatelist geht es nicht darum, leere Stellen im Album zu füllen, sondern Wissen zu erwerben. Also informiere ich mich zuerst über die Tücken meines Sammelgebietes und kaufe dann die Marken. Im umgekehrten Fall zahlt man in der Regel sehr viel Lehrgeld.

    Ausserdem vertraue ich erst einmal niemandem, ausser mir selbst. Das heisst nicht, dass ich die Meinung einiger Spezialisten nicht achte bzw. suche. Aber ich glaube nichts blindlings. Damit bin ich bisher gut gefahren.

    "Ein Händler muss das doch wissen" - Nein, muss er nicht. Ein Händler kauft und verkauft in erster Linie Briefmarken oder Belege. Er prüft sie nicht. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten! Egal wie lange seine Familie im Geschäft ist.

    Ich kenne in Europa nur eine Handvoll Sammler, die ein enzyklopädisches Wissen haben. Die von Aituitaki bis Zululand die Problemfälle kennen und erkennen. Das sind aber echte Ausnahmen.

    In meiner Fälschungssammlung habe ich die besagten vorderseitig gestempelten Fälschungen des Saarlandes, die Signierungen des Germaniaringes, die Signierungen des BPP und deren Vorgänger. Die Winterware mit "Copy" oder "Faux", die modernen Laserdruckerfälschungen auch - die ich bei Veranstaltungen rumgehen lasse bzw. verschenke, damit die Vereine ihre Mitglieder informieren können. Wie doktorstamp es schon gesagt hat, man braucht die Fälschungen zum Vergleich.

    Bei der ganzen Diskussion kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, dass es grosse Parallelen zwischen dem Kampf gegen Briefmarkenfälschungen und Hexenverbrennung gibt. Frei nach dem Motto: "Ich verstehe es nicht, darum auf den Scheiterhaufen damit" - oder zumindest gebrandmarkt. Ich weiss, dass ist jetzt sehr polemisch und provokativ formuliert, aber ich werde den Gedanken nicht los.

    Letzter Gedanke: Das ist wahrscheinlich ein typisch deutsches Problem. Diese Art von Vollkaskomentalität kenne ich nicht aus anderen Ländern. Dort steht die Eigenverantwortung im Vordergrund. Das Risiko, Fälschungen zu erwerben, kann man selbst minimieren. Dazu braucht man keine Prüforganisation, die schnippelt, verbrennt oder vorderseitig stempelt.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

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