Einen schönen Nachmittag zusammen!
Ich plädiere auch auf Zierkringel.
Viele Grüße vom
Erdinger
Einen schönen Nachmittag zusammen!
Ich plädiere auch auf Zierkringel.
Viele Grüße vom
Erdinger
Hallo Sepp,
der Brief ist an den Freiherrn Stephan Anton von Grießenbeck zu Griesenbach [bei Landshut gelegen] gerichtet, der churfürstlicher Kämmerer und wirklicher Regierungsrat war. Wenn ich die Unterschrift richtig lese, hat ihn der Advokat Tafelmayr geschrieben, im Brief geht es um die Beglaubigung einer Unterschrift.
Viele Grüße vom
Erdinger
Hallo portocard,
aus dem Inhalt geht alles hervor: Der Pfarrer Schaub aus Witzenhausen fragt beim Kurfürstlichen Konsistorium in Kassel an, ob die von den Einwohnern seiner Gemeinde an ihn und den Schullehrer jährlich als Naturalabgabe abzuliefernden achtpfündigen Brote nicht auch durch einen entsprechenden Geldbetrag ersetzt ("abgelöst" ) werden könnten. Er hat zum Zeichen dafür, dass es sich um einen Dienstbrief handelt, vorderseitig seinen Namen gesetzt.
Ohne Inhalt wäre dieser Beleg als Dienstbrief erkenn- und dank Stempel auch datierbar, aber dieses Extra macht ihn halt noch interessanter, weil er Einblicke in seine Zeit gewährt.
Um die Kurve zur Diskussion zu kratzen:
Meist kann man es sich nicht aussuchen, ob ein Brief Inhalt hat oder nicht. Wenn man den Beleg unbedingt haben will, kauft oder ertauscht man ihn so oder so - oder?
Mit Inhalt nehme ich Briefe allerdings besonders gern, auch wenn dieser zur postgeschichtlichen Einordnung nicht zwingend erforderlich ist.
Es gibt jedoch auch Belege, bei denen der Inhalt zum Verständnis sehr beiträgt, sonst beißt man sich an den vorderseitig angebrachten Notizen die Zähne aus.
Ich besitze bereits einen inhaltslosen Beleg aus vergleichbarer Korrespondenz, wusste aber die vorderseitigen Notierungen nicht recht einzuordnen. Auf und in dem vorliegenden Fahrpostbrief ist nun vom Adressaten das Porto für die zurückgesandten Empfangsbestätigungen notiert worden – es handelt sich definitiv nicht um postalische Vermerke. Geahnt hatte ich's, jetzt weiß ich's. Jetzt muss ich nur noch herauskriegen, was "Er: 3" rechts bedeutet - das passt von der Tinte her eher zu den postalisch notierten "6 L[o]th" links ...
Viele Grüße vom
Erdinger
Auch von mir die besten Glückwünsche zum Geburtstag, und dass du noch viele Belege aus, nach und über Esslingen bekommst!
Alles Gute vom
Erdinger
Hallo peterhz,
Stücke mit 20b-Stempeln darfst du überall zeigen! ![]()
Ist zu erkennen, in welchem Jahr die Landau-Karte abgestempelt wurde? Wenn du diese und die Bergzabern-Karte loswerden möchtest, können wir uns ja einmal per PN unterhalten!
Viele Grüße vom
Erdinger
Guten Morgen,
meine erste Reaktion war: "Ich brauch' zwei Tage Urlaub, um das alles lesen zu können!" Bisher war leider auch nur ein Durchblättern möglich, aber der Herbst dauert ja noch länger ...
Viele Grüße vom
Erdinger
Hallo, Ulf,
kannst du mal bitte ausprobieren, was herauskommt, wenn du diesen Scan drüberlegst?
Ich habe versucht, im Photoshop die offenkundigen Verkantungen zu retuschieren, ohne dabei die Buchstaben zu manipulieren ...
Viele Grüße vom
Erdinger
Lieber Luitpold,
dein Neuötting-Stempel hat eine Gemeinsamkeit mit dem am 16.12. von Bayern-Nils gezeigten: Der Monatsname wurde über, nicht unter dem Tagesdatum gesteckt. Der Unterschied zwischen beiden liegt in der Uhrzeitgruppe: Antiqua im September 1872, eine deutlich größere Grotesk im Juni desselben Jahres. Wobei die Antiqua eigentlich die ursprüngliche Form war ...
Und wie schnell sich doch die Typen folgten/abwechselten: Der Stempel von Würzburg II vom Mai 1871 ist kein 20 b - Ortsname in Antiqua -, sondern ein 22 nach Helbig (Winkler: 21), und das ein gutes Jahr nach dem Abschlag vom Januar 1870!
Lieber Magdeburger,
toll, wie du das machst! Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Würzburg I 25 APR und 22 MAI dieselben Stempel sind, letzterer wurde nur minimal verkantet abgeschlagen.
Viele Grüße vom
Erdinger
Lieber Luitpold,
das Geographische Postlexikon für das Königreich Bayern von 1848 ist jetzt bei Google einzusehen:
Auf S. 616 finden sich:
Zell (Ober-)/Fabrik und Zell (Unter-)/Dorf, beide zum Postbestellungsbezirk Würzburg gehörig!
Viele Grüße vom
Erdinger
Hallo Minimarke,
danke für die Schützenhilfe bei der Beschreibung!
Viele Grüße vom
Erdinger
Auf vielfachen Wunsch eines Einzelnen, mit einer Beschreibung, wie sie Paketpost-Amateure hinbekommen:
Paketkarte für ein Soldatenpaket bis 5 kg, aufgegeben bei der Posthilfstelle Ottenhofen, Taxe Schwaben (mit entsprechendem Stempel Helbig Typ 2), freigemacht mit Nr. 114 und 2mal Nr. 113, entwertet in Schwaben am 21.8.1917. Paketkarten von Posthilfstellen sind nicht häufig.
Viele Grüße vom
Erdinger
Verehrte Sammlerfreunde,
Hans-J. Richter unterscheidet in seinem Buch "Barfrankaturen in den vier Besatzungszonen Deutschlands und in Berlin 1945–1949", Kassel 2000, vier Verwendungszeiträume:
1: bis zur Einführung der Ziffernserie, Wiederaufnahme des Postverkehrs bis 28.2.1946
2: 1.3.1946 bis Währungsreform
3: Währungsreform bis Einführung neuer Dauerserien (SBZ bis 10.10.1948)
4: danach
Die häufigste Begründung war, wie schon von Dienstheini angesprochen, Markenmangel. Belege aus den Zeiträumen 3 und 4 sind schwerer zu finden als solche aus den früheren Perioden, aber es gibt sie durchaus.
Viele Grüße vom
Erdinger
Verehrte Freunde,
über kurz oder lang müsste das im Anhang gezeigte Werk (auf das wohl auch in dem von VorphilaBayern gezeigten Bild verwiesen wird) bei GoogleBooks auftauchen, dann können wir solche Fragen vermutlich leichter lösen ...
Ein weiteres, derzeit nicht gesperrtes Exemplar ist unter der Signatur Bavar. 4421 v bestellbar.
Offtopic: Weitere Auflagen dieses offiziellen Handbuchs von 1873 und 1878 gibt es ebenfalls, und zur Überbrückung für den Zeitraum dazwischen kann man die Ausgaben des mehrbändigen "Geographisch-statistischen Orts- und Post-Lexikons" von Eugen Hartmann bei GoogleBooks einsehen.
Viele Grüße vom
Erdinger
Lieber VorphilaBayern,
auch von mir die besten Wünsche zum Geburtstag!
Viele Grüße vom
Erdinger
Hallo Roda127,
statt einer Addition steht bei "Summa" ebenfalls ein Strich. Das kommt vergleichsweise selten vor und heißt tatsächlich, dass für diese Sendung nicht nur kein Franco, sondern auch keine Scheingebühr fällig wurde.
Viele Grüße vom
Erdinger
Hallo Roda127,
ich meine, dass du beim ersten Schein alles richtig siehst. Das Datum ist der 17. 9ber (= November 1823).
Den gesuchten Satz auf dem zweiten Schein deute ich so: "Fernerhin können solche gewiße (?) Sendungen nicht mehr in Papier versendet werden ...“
Das bezieht sich wohl darauf, dass die Verpackung für den Versand einer so hohen Geldsumme (dem Gewicht nach offensichtlich vor allem in Münzen) nicht geeignet war bzw. den Vorschriften nicht entsprach.
Viele Grüße vom
Erdinger
Lieber Nils,
die Theorie war meine eigene - es war mir aufgefallen, dass auf amtlichen Briefen der rote Ortsstempel immer nur bei Kirchensachen zu finden war, selten ein schwarzer. Aber das täuscht natürlich, wenn man kaum oder keine Stücke aus privaten Korrespondenzen hat, die das Gegenteil beweisen könnten!
Viele Grüße,
Dietmar
Verehrte Freunde,
eigentlich ruiniert mir dieser frisch eingetroffene Beleg die schöne Theorie, dass der Halbkreiser von Erding wohl immer auf Dienstbriefen mit kirchlichem Absender/Adressaten in roter Farbe abgeschlagen wurde.
Meine Trauer hält sich in Grenzen, denn wann bekommt man schon einmal ein Stück aus der Vormarkenzeit angeboten, dass eben nicht aus amtlicher, sondern privater Korrespondenz stammt? Da nimmt man dann auch in Kauf, dass der Brief nicht aktenfrisch ist.
In diesem 1844 in Starzell geschriebenen und in Erding aufgegebenen Schreiben bittet eine Braut ihre Patin zur baldigen Hochzeit. Angesichts dieser frohen Botschaft war es der Adressatin (Brauerwitwen darbten selten) sicher eine Freude, vier Kreuzer für einen einfachen Brief der zweiten Entfernungsstufe zu bezahlen.
Entgegen der Vorschrift wurde auf der Rückseite kein Wasserburger Ankunftsstempel abgeschlagen.
Viele Grüße vom
Erdinger
Da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen - schön, dass man so etwas einmal zu sehen bekommt!
Vielen Dank dafür sagt der
Erdinger
Und es war ein Assessor (kein Assistent) ...
Die Abkürzung habe ich schon aufzulösen versucht, aber meinem überarbeiteten Gehirn fällt nichts dazu ein!
Viele Grüße vom
Erdinger