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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Preisentwicklung

  • phil.a
  • 18. November 2007 um 18:29
  • Manowar
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    7. Juli 1983 (42)
    • 29. Dezember 2009 um 13:59
    • #61
    Zitat

    Original von Viererblockjunky

    Ich habe mal für die Sportsätze der Jahre 1997 bis 1999 bei Ebay die abgelaufenen Auktionen der letzten 14 Tage gecheckt. Es ist gestempelt (keine Versandstelle) kein einziger Satz angeboten worden !

    Danke für deine Mühe. Es bestättigt ja im Prinzip meine Aussage. Wenn dann doch mal ein Satz angeboten wird, gibt es immer genu die diesen auch haben wollen, meist sogar egal wie gestempelt. Das Gleiche gilt im übrigen auch für Jugendmarken. Die einzigen Zuschlagsmarken die man häufiger findet sind die Wohlfahrtsmarken.

    Ich bin immer auf der Suche nach Tauschpartnern. Schaut euch doch mal meine Fehl- und Dublettenlisten an, vielleicht ist ja was dabei!

    Bei BRD: 90% von dem, was nicht in der Fehlliste auftaucht, habe ich mehrfach. Falls Interesse, einfach melden!

  • exhändler
    neues Mitglied
    Beiträge
    6
    • 29. Dezember 2009 um 19:15
    • #62
    Zitat

    Original von kartenhai
    Seit es das Internet gibt, haben viele kleinere Briefmarkenhändler in den größeren Städten wohl aufgegeben, aber Unmengen Briefmarken werden jetzt über das Internet angeboten (bei Ebay allein über 800.000 Angebote von der Einzelmarke bis zu kompletten Sammlungen), und eine unbekannte Zahl Briefmarken-Händler sparen sich die teure Ladenmiete und verkaufen über Ebay und Co. Mich würde eine Statistik interessieren, wie viele Händler die letzten zehn Jahre aufgegeben haben, und wie viele durch das Internet dazugekommen sind.

    Dass die Sammler immer weniger werden, glaube ich nicht. Es gibt immer eine bestimmte Anzahl von Sammlern, die meisten Menschen interessieren sich überhaupt nicht für Briefmarken und haben andere Hobbys. Bei Briefmarken gibt es immer mal wieder einen Boom und dann einen Abschwung, genauso wie an der Börse. Zurzeit ist Wirtschaftskrise angesagt, und viele haben kein Geld mehr über für Briefmarken. Aber auf jede Krise folgt wieder ein Aufschwung, und dann haben die Leute wieder mehr Geld für ihre Hobbys.

    Das mit dem Preisverfall der Neuheiten der letzten 40-50 Jahren ist natürlich traurig, besonders für die vielen Neuheiten-Abonnenten, die alles komplett haben und bei einem Wiederverkauf nicht mal ihren Abopreis erhalten, für das Album gibt es meistens gar nichts mehr zusätzlich. Allerdings freut es mich, dass der Posthorn-Satz immer billiger und für manchen auch erschwinglich wird. Ich habe mich immer gefragt, was denn an diesem Satz so selten ist, er wird bei jeder Auktion mehrfach angeboten, jeder Briefmarken-Händler bietet ihn an, während man z. B. nach einem seltenen Brief jahrelang suchen kann.

    Die Telefonkarten waren zwar am Anfang interessant, aber wie immer mehr Motive massenweise auch von allen möglichen privaten Firmen auf den Markt geworfen wurden, war mir klar, dass es bald vorbei sein wird mit dieser zeitweiligen Manie. Dasselbe gilt für die Maximumkarten, die auch von privater Seite hochgepuscht wurden und schnell wieder in die Bedeutungslosigkeit versanken.
    Münzen sammeln ist für mich völlig uninteressant, da es hier noch mehr verschiedene Erhaltungsstufen gibt wie bei Briefmarken, hier blickt nur noch ein Fachmann durch, und doch gibt es genügend Münzsammler, denen das Spaß macht.

    Ich bin deshalb nicht so pessimistisch gestimmt über die Zukunft des Briefmarken-Sammelns. Durch das Internet ist die Auswahl breiter geworden, man kann Preise vergleichen, auch ältere Sammler, die nicht stundenlang auf Börsen und Flohmärkten herumstehen können, haben die Chance, in aller Ruhe zu suchen und zu kaufen, vorausgesetzt, sie befassen sich mit dem PC und tun ihn nicht von vorneherein als Teufelswerk ab. Leider hatten einige ältere Sammler im Beruf nicht mehr mit dem PC zu tun, und als Rentner wollten sie sich dieses neumodische Zeugs nicht mehr antun. Sie füllen deshalb noch die herkömmlichen Auktionssäle. Ich fürchte aber, dass diese herkömmlichen Auktionen bald aussterben werden, denn warum sollte man als Käufer und Verkäufer jeweils immer 20 % an einen Auktionator zahlen, wenn man das im Internet viel billiger haben kann? Ebay verlangt vom Verkäufer nur einen Bruchteil dieser Menge, der Käufer zahlt überhaupt keinen Aufpreis.

    Dass die Post keine Marken mehr herausgibt, kann ich mir nicht vorstellen, da müssten die Abo-Zahlen schon gewaltig in den Keller gehen. Und wenn doch, was soll`s, dann kann man sich endlich den älteren Jahrgängen und neuen Sammelgebieten widmen und sein Geld für die teuren Neuanschaffungen sparen.

    Gruß kartenhai

    Alles anzeigen


    kartenhai, da muss ich dir komplett wiedersprechen. Es gibt kein auf und ab- es gibt nur noch ein ab. Ich und meine Händlerkollegen können das bestätigen. Kleine Ausnahmen mal ausgeschlossen. Hier ist nichts wie an der Börse. An der Böre werden auch Gewinne gemacht. Bei Briefmarken leider Ausschließlich nur noch Verluste.

    Dich freut es das der Posthornsatz immer billiger wird. Mich würde das nicht so freuen. Ja und warum ? Weil immer mehr Ware auf den Markt kommt und immer weniger Interessenten dafür da sind. Saalauktionshäuser werden immer leerer. Deshalb ist der Satz auch ständig in der Auktion. Er wird ständig von Verkäufern/Erben angeboten die die Sammlungen nur noch loswerden wollen !! Alle die also vor Jahren den Posthornsatz kauften sind nun bitter entäuscht ! Und spätestens wenn dein Posthornsatz nur noch die Hälfte des heutigen Preises bringt bist du es auch. Ich würde mich also an deiner Stelle nicht so sehr über fallende Preise freuen.

    Deine Statistik die du suchst gibt es auch irgendwo, sie ist erschreckend. Wirklich neue Händler sind durch Ebay kaum dazugekommen. Der Druck der Schwarzhändler und "privaten" mit Volksauktion macht das zu nichte. Echte Händler auf Ebay haben oft noch nebenbei Ihr Ladengeschäft, sofern nicht schon aufgegeben.

    Einer der größten Händler in DE sagte kürzlich zu mir das er seinen Kindern dringend abrät sein Geschäft zu übernehmen.

    Dass die Post keine Marken mehr herausgibt, kann ich mir nicht vorstellen, da müssten die Abo-Zahlen schon gewaltig in den Keller gehen

    Dann hast Du was überlesen. Die Zahlen SIND um 90% zurück gegangen !

    Einmal editiert, zuletzt von exhändler (29. Dezember 2009 um 19:18)

  • exhändler
    neues Mitglied
    Beiträge
    6
    • 29. Dezember 2009 um 19:35
    • #63
    Zitat

    Original von Viererblockjunky

    Ich freue mich sehr, dass ich hier nicht der einizige Nicht-Pessimist bin.

    Für mich ist es immer wieder erstaunlich, wie viele der langjährigen Sammler, die sich heute meist im Rentenalter befinden, ihr Hobby mit großer Energie madig machen. Woran liegt das ?

    Offensichtlich haben sich die Erwartungen dieser Sammler an ihr Hobby nicht erfüllt. Wer jahrzehntelang Vordruckalben mit Versandstellenware gefüllt hat oder den "supertollen Wertanlageprodukten" aus den philatelisitischen Mainstream-Tempeln Borek, Sieger oder Krüger aufgesessen ist, steht heute sprichwörtlich vor den Trümmern seines philatelistischen Lebenswerkes. Statt sich über die vollmundig versprochenen Renditen der für 100% Michel erworbenen Marken zu freuen, müssen die meisten Senioren (oder wahlweise deren Erben) feststellen, dass es hinsichtlich des zu erzielenden Verkaufspreises eigentlich egal ist, ob man die angesammelten Regelmeter beim Briefmarken- oder Altpapierhändler abliefert.

    Leider haben auch viele Händler, die sich über Jahrzehnte und oft über mehrere Generationen ihre Scheibe am Kuchen abgeschnitten haben, die Kurve in die neue Zeit nicht bekommen. In einer Mischung aus Arroganz gegenüber dem Neuen und purer Ahnungslosigkeit hinsichtlich der Chancen die das Medium Internet bietet, sind tausende Briefmarkenhändler sprichwörtlich an die Wand gefahren. Viele Ladengeschäfte sind dabei einen schmerzhaften Tod gestorben.

    Ist die Philatelie deswegen am Ende ? Nein, natürlich nicht. Im Gegenteil !

    Das Internet sorgt für eine nie zuvor dagewesene Transparenz des Marktes. Während die Sammlerschaft noch vor etwas mehr als zwei Jahrzehnten sich von den großen Philateliehäusern wahlweise mit Springreiter oder postfrischer 50iger Heinemann das Geld aus der Tasche ziehen ließ, um an dem vermeintlichen "Superhype" teilhaben zu dürfen, sind derartige Abzockaktionen heute kaum mehr möglich. Das Worldwide Web schafft in Sekundenschnelle Klarheit und wer kaufen möchte, tut dies - etwas Fachkenntnis vorausgesetzt - meist zum besten Preis, ohne sich in Sachen Garantie schlechter zu stellen. 100% Michel für beliebig verfügbare Massenware zahlt heute (fast) keiner mehr. Auch das ist ein Verdienst des Internets.
    Das Internetzeitalter führt zu einem weiteren positiven Effekt: Viele kleine und mittlere Händler haben sich im Netz gefunden und die "Versorgungslücke", die die sterbenden Ladensgeschäfte hinterlassen haben geschlossen- Diese Internethändler sind in der Lage - weltweit und quasi auf Knopfdruck - jeden philatelistischen Wunsch zum vernünftigen Preis zu erfüllen.
    Gerade die Sammler jüngeren und mittleren Alters (von denen es viel mehr gibt, als manch Ewiggestriger denkt) sind in der Lage ihren Nutzen aus "Neuen Welt" zu ziehen. Natürlich führt dies zu einem völlig veränderten Sammelverhalten. Wieso sollte ein Sammler in einen Briefmarkenverein gehen oder einen Tauschtag besuchen, wenn er in Internetforen zum Nulltarif und zu jeder Tages- und Nachtzeit jeden nötigen Rat bekommt, um auf den gängigen Online-Plattformen zu tauschen, zu kaufen oder zu verkaufen ? Philatelie war früher ein Hobby für den Sonntagnachmittag. Heute pflegen Sammler ihr Hobby 7 Tage die Woche von jedem Ort der Welt.
    Vereine oder Organisationen die sich dieser Entwicklung nicht konsequent öffnen, werden sich biologisch in den kommenden Jahren selbst abwickeln.

    Das Internet ist im übrigen auch in Sachen Nachwuchsgewinnung das Medium der ersten Wahl ! Leider wird auch das gerne ignoriert. Selbstverständlich verspürt kein Teenager Lust seinen Sonntag inmitten grenzdebiler Senioren zwischen verstaubten Alben und Ordner zu verbringen. Alle Aktionen die von den Sammlervereinen in diese Richtung lanciert wurden, sind zum Scheitern verurteilt. Da hilft es auch nicht - wie in Sindelfingen geschehen - kiloweise Briefmarken auf den Boden zu kübeln und die mitgebrachten Enkel pressewirksam auf der wertlosen Massenware zu drapieren. Das ist und bleibt der falsche Weg und zeigt eigentlich nur wie weit sich Organisationen und Vereine von der Masse der Sammlerschaft entfernt hat.
    Die Musik läuft in den großen Internetforen, mit Tausenden von Mitgliedern und bei EBAY & Co, wo tagtäglich Millionen von Euro für Briefmarken umgesetzt werden. Dieser Trend belegt eindrucksvoll, dass die Philatelie lebendiger ist, als viele die hier und ihren Vereinen den alten Zeiten hinterher trauern.

    Alles anzeigen

    viererblock, auch dir muss ich wiedersprechen, ich bin nicht grenzdebil (anfang 40) und stehe mitten im Händlerleben. Auch ich bin sehr Wohl mit der Zeit gegangen und habe hauptsächlich online verkauft. Und trotzdem ist es genauso wie beschrieben. Die Preise Fallen, das ist Fakt. Die Sammler werden weniger, auch das ist Fakt. Der Nachwuchs fehlt , ebenso Fakt.

    Warum sieht es mit den Münzen völlig anders aus ? Die haben einen sehr guten Absatz. Münzmessen sind voll/paralele Briemarkenmesse fast leer (außer schlechtgelaunter Händer)! Es ist Geld mit Münzen zu verdienen. Die Münz-Auktionshäuser sind brechend voll. Viele der Sammler sind 20- 30 Jahre alt. Nachwuchs gibt es auch.
    Gute Münzen sind immer verkäuflich, bei Münzauktionen bleiben im Schnitt max. 5 % Rücklose. Bei Briefmarken habe ich schon 80% erlebt.

    Also mit online / Laden hat es nichts zu tun. Die Briefmarkensammler sterben langsam aus, da hilft auch alles Ignorieren der Tatsachen nichts.

    Einmal editiert, zuletzt von exhändler (29. Dezember 2009 um 19:39)

  • SammlerBernd
    Gast
    • 29. Dezember 2009 um 19:51
    • #64

    Hallo Ex-Händler,
    Zuerst meine grundsätzliche Frage:
    Willst DU hier Anti-Werbung machen und event. interessierte Newbeas vergraulen ? ?(

    Diese Hobbyforum ist sicher keine Klagemauer für gescheiterte (?) Händler ! X(

    Im Grundsatz ist zwar ´was Wahres ´dran, was Du anführst- aber das betrifft auch die anderen Sammel-Hobbies,
    Die Tendenz daß D.- normal aus bekannten Gründen im Abwertstrend liegt, war schon vor gut 15 Jahren klar.
    Deshalb sattelte ich damals nach Verauktionierung meiner D.-Sammlung auf Anraten mehrere echter Experten vollkommen um- auf Fauna-Motive weltweit postfrisch. :)
    Natürlich nur seriöse Ausgaben, ohne ehemal. Ostblock und die sog. Raubstaaten.
    Man trifft damit natürlich nicht auf die Symphatie althergebrachter Sammler... :D
    Aber das diese Richtung erfolgversprechend ist, beweist mir wieder einmal mehr mein aktueller Ebay-Verkauf. Insbes. Tierausgaben aus Asien wurden bis 50 % bezahlt- von hier lebenden Chinesen.
    Also die Tendenz in der Philatelie ist nicht nur negativ. ;)
    Man muß eben nur nicht das nachmachen, was alle machen, stupide das Gleiche sammeln. Es gibt nämlich noch junge aufstrebende Interessen-Märkte in anderen Ländern- freilich heißt es da über den Tellerrand sehen, was bekanntlich nicht jedermanns Sache ist. :jaok:
    SG SB

    Einmal editiert, zuletzt von SammlerBernd (29. Dezember 2009 um 19:53)

  • exhändler
    neues Mitglied
    Beiträge
    6
    • 29. Dezember 2009 um 20:21
    • #65
    Zitat

    Original von SammlerBernd
    Hallo Ex-Händler,
    Zuerst meine grundsätzliche Frage:
    Willst DU hier Anti-Werbung machen und event. interessierte Newbeas vergraulen ? ?(

    Diese Hobbyforum ist sicher keine Klagemauer für gescheiterte (?) Händler ! X(

    Im Grundsatz ist zwar ´was Wahres ´dran, was Du anführst- aber das betrifft auch die anderen Sammel-Hobbies,
    Die Tendenz daß D.- normal aus bekannten Gründen im Abwertstrend liegt, war schon vor gut 15 Jahren klar.
    Deshalb sattelte ich damals nach Verauktionierung meiner D.-Sammlung auf Anraten mehrere echter Experten vollkommen um- auf Fauna-Motive weltweit postfrisch. :)
    Natürlich nur seriöse Ausgaben, ohne ehemal. Ostblock und die sog. Raubstaaten.
    Man trifft damit natürlich nicht auf die Symphatie althergebrachter Sammler... :D
    Aber das diese Richtung erfolgversprechend ist, beweist mir wieder einmal mehr mein aktueller Ebay-Verkauf. Insbes. Tierausgaben aus Asien wurden bis 50 % bezahlt- von hier lebenden Chinesen.
    Also die Tendenz in der Philatelie ist nicht nur negativ. ;)
    Man muß eben nur nicht das nachmachen, was alle machen, stupide das Gleiche sammeln. Es gibt nämlich noch junge aufstrebende Interessen-Märkte in anderen Ländern- freilich heißt es da über den Tellerrand sehen, was bekanntlich nicht jedermanns Sache ist. :jaok:
    SG SB

    Alles anzeigen

    Sammlerbernd,

    nein "vergraulen" ist nicht mein Anliegen. Und gescheitert ? - mitnichten der Münzsektor brummt ! Ich würde mir nur wünschen wenn Sammler, Vereine, Prüfer, Michel-Redaktion usw. mal offensiver mit dem Thema umgehen würden. Viele haben Scheuklappen und wollen wohl aus wirtschaftlichen Gründen keine "Reformen". Angefangen beim Michel.

    Schön ist es für dich das du ein Sammelgebiet gefunden hast was dir Freude macht. Und genau so sollte es sein. Freude soll das Sammeln bringen. Denn vom wirtschaftlichen Aspekt sollten sich so einige trennen. Auch ein Umdenken im "Prüferwesen" wäre angebracht, ebenso eine Trennung von Prüfungen und Michel- Mondpreisen. Das alleine könnte das Sammeln von Briefmarken wieder atrktiver machen. Zum Glück kommen Münzsammler weitestgehend ohne Prüfer aus.

    4 Mal editiert, zuletzt von exhändler (29. Dezember 2009 um 20:25)

  • SammlerBernd
    Gast
    • 29. Dezember 2009 um 20:42
    • #66

    Freut mich, daß wir prinzipiell uns einig sind... :)
    Na das Brummen des Münzmarktes habe ich noch nicht so gehört- auf den Tauschveranstaltungen, die wir besuchen sind mangels Masse die Nusmismatiker meistens Gäste der Philatelie. :D
    Nur eins ist freilich da noch nicht so "verdorben", das Prüf(Un)wesen. :jaok:
    Meistens reicht bei den Münzlern noch eine (digital.) Feinwaage, denn die Dichte/ Wichte macht es event. bösen Buben doch nicht so einfach.
    Also nichts für ungut. ;)

    SG SB

    Einmal editiert, zuletzt von SammlerBernd (29. Dezember 2009 um 20:43)

  • exhändler
    neues Mitglied
    Beiträge
    6
    • 29. Dezember 2009 um 21:11
    • #67

    Sammlerbernd, genau das denke ich auch. Einigkeit herrscht darüber dass das Sammeln in erster Linie Spass machen soll und Hobby ist. Und bei den Motivsammlern ist diese noch erkennbar, da dort allgemein weniger auf "Wert" gesammelt wird, sondern mehr zur Freude. (Was der sicher der Michel und Prüfer Lobby nicht so gefällt) Naja, ich hatte auch Gespräche mit der Michelredaktion warum diese Preisnotierungen- die Antwort würde einigen hier auch nicht gefallen, auch sie sind im "System" gefangen.

    Klar sind Numismatiker auch ihr eigenes Völkchen, aber ich hoffe und glaube das zumindest da der Markt vorläufig nicht allzusehr gefährdet ist. Leider gibt da auch große Versandhändler mit Scheinmünzen, wertlosen Medaillen und maßlos überteuerter Massenware und vergraulen auch so manchen Neueinsteiger. Schade um jeden einzelnen.

    Viererblock, ich habe deinen Beitrag sehr wohl gründlich gelesen und auch verstanden, trotzdem gehe ich nicht mit ihm konform. Und auch deine unterschwelligen Beleidigungen (erfolglos, gescheitert usw.) treffen micht nicht. Weil ich habe rechtzeitig die Kurve bekommen und kann vom Münzgeschäft gut leben. Solltest du in der Situation sein dein Lebensunterhalt mit allem drum und drann mit dem Briefmarkenhandel zu verdienen würdest du nicht so überheblich daherreden. Oder meinst du hunderte Händler sind nur zu doof und alle Statistiken gefälscht ?
    Du kommst aus Bayern, da ticken die Uhren sowiso etwas anders (ist nicht negativ gemeint). Bayern hat noch die stärksten Zahlen. Aber auch aus Bayern habe ich von Händlern schon ernsthafte Sorgen gehört und Namenhafte unter ihnen sehen die Briefmarken-Zukunft düster. Du bist genau einer von denen ich vorhin meine -SCHEUKLAPPEN- ;)

    Zum Schluss ein Beispiel aus der Realität:

    Kunde A kaufte ende 90er für 5000 DM: Bogenware Postpreis

    --- Heutiger Ankaufs-Wert um 50,- Euro

    Kunde B kaufte ende der 90er für 5000 DM: 20 Mark Münzen Preußen

    ---- Heutiger Ankaufspreis um 9500,- Euro

    Das sind reale Kunden gewesen, extremes Beispiel zugegeben, bei anderen Münzen bzw. Briefmarken ist die Differenz wahrscheinlich weniger markant- Tendenz jedoch eindeutig.

    3 Mal editiert, zuletzt von exhändler (29. Dezember 2009 um 21:35)

  • drache
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    312
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    • 30. Dezember 2009 um 07:12
    • #68

    Na Lübbi, schon wieder aktiv?

  • SitzendeUndMehr
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    • 30. Dezember 2009 um 07:13
    • #69

    Hallo,

    ein paar Punkte aus meiner Sicht:
    1. Münzen haben einen Materialwert, Briefmarken praktisch nicht. Und in einigen Bereichen ergibt sich daraus zumindest temporär ein zwangsläufiger Anstieg, ebenso wie es zum zwangsläufigen Verfall kommen kann. Da spielen ja beispielsweise Goldpreis und Dollarkurs mit rein bei Goldmünzen. So gesehen wird es nicht schwer fallen auch gegenteilige Beispiele mit einem Preisverfall zu finden. Und wer heute Gold kauft, wird mit einiger Sicherheit zumindest auf Dollarbasis in den kommenden Jahren viel Geld verlieren.

    2. Münzen werden oft als Geldanlage betrachtet. Ob es heute mehr oder regere Münz"sammler" im Sinne des Sammelns gibt, wage ich zu bezweifeln.

    3. Briefmarken: Ja, das Marketing von Post, BDPh und anderen interessierten Stellen ist katastrophal. Und klar stellt sich die Frage, ob es die Briefmarke klassischer Prägung in Zukunft noch geben wird. Nur: Wird es deshalb keine Sammler mehr geben? Mit dem Argument könnte man auch sagen, dass es keine Vorphilatelie-Sammler mehr geben dürfte. Natürlich entsteht daraus ein Nachwuchs-Problem. Andererseits werden derzeit auch massig Sammlungen vererbt, was - wie hier im Forum zu sehen ist - auch zu neuen Einsteigern führt. Und wenn man die richtig anleitet, passt das.

    4. Das große Problem ist doch mit dem Beispiel der Bogen aus den 90er Jahren beschrieben: Viele Sammler sind sehenden oder blinden Auges in ihr Verderben marschiert - oder vom Handel geführt worden. Dass man mit neuer Ware von der Post kein Geld verdient, war eigentlich seit den 60er Jahren klar. Wer das gemacht hat, hat es letztlich (wenn er diesen Fakt zugeben wollte) machen müssen, weil es ihm Spaß machte. Nun ist zugegeben mein Spaßfaktor dabei, alle paar Wochen Gefälligkeitsabstemplungen aus Weiden zu erhalten, eher gering - aber ich habe als Jugendlicher auch die neuen Marken auf der Post erworben und in mein Album gesteckt. Es gibt aber, wie schon weiter oben ausgeführt, genug Sammelgebiete, die weiterhin interessant sind. Gerade im Bereich der Klassik. Und darüber zu klagen, dass man nun eben die mittlere Qualität nicht mehr losbekommt...

    5. Es gibt eine Menge Beispiele für Änderungen im Handel. Das Online-Geschäft, das nicht zu vernachlässigen ist. Und wer mal gedanklich den Umsatz von eBay.de mit dem Umsatzverlust des Ladenhandels vergleicht (Zahlen haben wir nicht) wird wohl eher auf Verlagerung als völlig verlorene Umsätze stoßen. Und dass die Post weniger Umsatz mit Briefmarken(-sammlern) macht, hat sie sich durchaus auch zu einem gewissen Teil selbst zuzuschreiben. Interessant finde ich aber, dass es alleine in Deutschland zwei sehr erfolgreiche Neugründungen von Auktionshäusern in den letzten Jahren gab: Schlegel (bis dato eben nicht im Auktionsgeschäft) und Gärtner (dito). Beide machen sehr signifikante Umsätze. Und wer sich die Erfolgsmeldungen anderer *guter* (!) Auktionshäuser anschaut sieht, dass da was geht.

    6. Ladenhandel: Wenn ich mir mal so die Stuttgarter Händler anschaue kann ich nur sagen: Man muss sich nicht wundern. Schwaches Angebot, grauslich angestaubtes Ambiente, keinerlei Kundenorientierung oder Freundlichkeit, teils regelrecht arrogant gegenüber dem Neueinsteiger,... Ich habe das mit dem Versuch, Dinge im Ladenhandel zu kaufen, ganz schnell wieder bleiben lassen. Ich kaufe aber durchaus im "Versandhandel" bei einigen Schweizer Anbietern, ich kaufe viel im Online-Handel, ich kaufe bei Auktionshäusern. Und mal ehrlich: Warum soll ich in einen Laden gehen, wenn ich eine durchschnittliche Qualität bei eBay deutlich günstiger bekomme und für eine wirklich gute Qualität doch zu einem richtigen Auktionshaus oder einem spezialisierten Versandhändler gehen muss?

    7. Michel: Nun, da gibt es natürlich die Lobby der Händler, die an einer marktgerechten Bewertung nicht interessiert ist, da die erforderlichen Abschreibungen wohl in vielen Fällen den Ruin bedeuten würden. Dass die Michel-Preise und auch manche Aussagen (Perfins werden irgendwo immer noch als mehr oder weniger wertlos bezeichnet, POL-Lochungen sind drin; Postfrisch-Manie;...) fragwürdig sind, wissen wir alle. Dass manche Dinge schlicht unlogisch sind, auch - warum gibt es z.B. unterschiedliche Preise für die Einzelmarken aus DDR-Kleinbögen, obwohl es die Marken jeweils in der gleichen Stückzahl gibt? Warum werden die Abstemplungen von Weiden etc. nicht ebenfalls als Gefälligkeitsentwertungen notiert?

    Klar ist, dass man das "Volkshobby" Briefmarkensammeln so wie in den 60er Jahren oder so nicht mehr haben wird. Als Sammelhobby wird es aber sicher erhalten bleiben, und in den Bereichen wie Klassik oder Motiv sehe ich auch nicht die Risiken. Die Zahl der Sammler von Bund, DDR oder Berlin entsprechend der Michel-Nummern wird abnehmen. Aber in anderen Bereichen bin ich da nicht so pessimistisch.

    Viele Grüße,
    SitzendeUndMehr

    Erste Fehllisten sind online, weitere Fehl- und Dublettenlisten folgen. Habe viel Tauschmaterial Schweiz ab Strubel bis ca. 1965.
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  • kartenhai
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    • 30. Dezember 2009 um 09:33
    • #70

    Wenn man sich so die neueste DBZ ansieht (jetzt schon im 85. Jahrgang!), merkt man nichts davon, dass es dem Briefmarken-Handel so schlecht geht. Auf der letzten Seite kauft ein mir bisher unbekannter Briefmarken-Versandhändler aus Sandhausen ganze Warenbestände von Ladengeschäften und Versandfirmen, Hortungsposten, umfangreiche Sammlungen und Bestände von Erbengemeinschaften auf. Dieser Händler hat nicht einmal eine eigene Web-Seite. Als Beilage in der DBZ ein 32-seitiger Farbkatalog einer größeren Briefmarken-Versandfirma aus Würzburg, schön anzuschauen. Auch die Großen der Branche, wenn man mal von Krüger absieht, haben alle überlebt, obwohl es angeblich immer weniger Sammler geben soll. Auch Krüger wäre wohl heute noch da, hätte der Gründer damals nicht vorzeitig seine Firma verkauft, erst mit dem neuen Chef ging es den Bach runter.
    Auktionen der herkömmlichen Art gibt es noch und nöcher, die Zeitung ist voll davon.

    Warum so pessimistisch? Interessante Hobbys sterben nie aus!

    Gruß kartenhai

  • Rainer
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    • 30. Dezember 2009 um 11:55
    • #71
    Zitat

    Original von exhändler


    Zum Schluss ein Beispiel aus der Realität:

    Kunde A kaufte ende 90er für 5000 DM: Bogenware Postpreis

    --- Heutiger Ankaufs-Wert um 50,- Euro

    Kunde B kaufte ende der 90er für 5000 DM: 20 Mark Münzen Preußen

    ---- Heutiger Ankaufspreis um 9500,- Euro

    Das sind reale Kunden gewesen, extremes Beispiel zugegeben, bei anderen Münzen bzw. Briefmarken ist die Differenz wahrscheinlich weniger markant- Tendenz jedoch eindeutig.

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    Hier werden doch Äpfel mit Birnen verglichen!
    Diese Extremen Beispiele gehen auch anders herum, genauso real:

    Kunde A kaufte Ende der 90er Jahre für 5000 DM Eckrandmarken, Belege usw. mit Bogenrandvermerken. Diese Sachen sind heute gesucht
    Kunde B kaufte zum selben Zeitpunkt für 5000 DM aktuelle Gedenkmünzen

    Jedes Sammelleidenschaft hat Höhen und Tiefen, wer meint in seinem Hobby Geldanlagen verwirklichen zu können, sollte sich weder Philatelist noch Numismatiker nennen. Das sind ganz einfach Spekulanten, die auch mit einem annähernden Totalverlust rechnen müssen!

    Ein Hobby kostet nun einmal Geld, ob ich nun irgendetwas sammle, regelmäßig reise oder einen Sport aktiv ausübe.
    Und jedes Hobby kostet genausoviel Geld, wie ich bereit bin auszugeben!

    • einer sammelt und tauscht "Groschenmarken", der andere kauft regelmäßig auf Realauktionen
    • einer macht Ausflüge in die nähere Umgebung, der andere mehrmals jährlich Fernreisen
    • einer spielt Fussball im Verein in seiner Umgebung, der andere reitet oder spielt Golf oder Tennis

    Aber beim Hobby Briefmarken sammeln wird immer wieder gefordert, daß man damit Geld verdienen kann, warum eigentlich ?(

    Gruss an alle Freunde der Dauerserien und der Postgeschichte! :wow::zwinklach:

  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
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    7.112
    • 30. Dezember 2009 um 13:47
    • #72
    Zitat

    Original von rainer

    Aber beim Hobby Briefmarken sammeln wird immer wieder gefordert, daß man damit Geld verdienen kann, warum eigentlich ?(

    Genau das ist das Problem. Schon tausendfach wurde es geschrieben, aber es scheint in den Hirnen der Bevölkerung fest verankert.
    Die Sammler sind alle steinreich. Die Sammlung ist Zehntausende wert. Die Erben können ihr Haus abbezahlen und der neue Daimler kann bestellt werden.

    VERGESST ES !!

    Es ist ein Hobby, zum Geldverdienen gehen wir zur Arbeit !!

    Gruß
    KJ

  • SitzendeUndMehr
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    • 30. Dezember 2009 um 14:03
    • #73

    Wobei ich durchaus zumindest einen Sammler kenne, der mit einem Verkauf einer Ausstellungssammlung einen wesentlichen Teil seines Hauses finanziert hat ;)
    Und bei der Sammlung, hochspezialisiert, Semiklassik würde ich es nennen, hat er sicher mehr rausgeholt als reingesteckt. Die Arbeitsstunden darf man aber nicht rechnen...

    Aber klar ist: Es geht nicht um das Geldverdienen. Wenn man es schafft, Werte zu erhalten, ist es aber sicher kein Fehler, und das geht heute und ging früher.

    Und wie heißen die Zauberworte dafür: Keine Massenware, dafür Qualität.

    Und die alte Regel, nach der man einen wesentlichen Teil seiner Ausgaben in Literatur stecken sollte, ist auch nicht falsch.

    Erste Fehllisten sind online, weitere Fehl- und Dublettenlisten folgen. Habe viel Tauschmaterial Schweiz ab Strubel bis ca. 1965.
    Suche für meine Sammelgebiete (siehe Profil) immer. Außerdem "incoming mail" nach Württemberg bis 31.03.1902.

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    uli
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    • 30. Dezember 2009 um 14:06
    • #74
    Zitat

    Ein Hobby kostet nun einmal Geld, ob ich nun irgendetwas sammle, regelmäßig reise oder einen Sport aktiv ausübe.
    Und jedes Hobby kostet genausoviel Geld, wie ich bereit bin auszugeben!
    ...
    Aber beim Hobby Briefmarken sammeln wird immer wieder gefordert, daß man damit Geld verdienen kann, warum eigentlich?


    Du sprichst mir sowas von aus der Seele! Leider gibt es sehr viele Sammler, die anders denken. Das kann ich zwar nicht vestehen, aber an für sich ist diese andere Sichtweise nicht schlimm. Schlimm wird es erst, wenn diese Sammler sich über finanzielle Verlust öffentlich beklagen. (Ich sehe es übrigens nicht so, dass sich die beiden ehemaligen Händler hier im Thread unangemessen beklagen.)

    Zitat

    Hier werden doch Äpfel mit Birnen verglichen!


    Ich gehe sogar noch ein Stückchen weiter und behaupte, dass die aufgezählten Beispielkunden keine Sammler waren, sondern vielmehr Spekulanten.

    Der im Vergleich zu früher unzweifelhafte Rückgang des Interesses an Briefmarken verläuft m.E. zweigleisig: Die Briefmarke als Wertanlage ist als sehr spekaulativ und hochriskant enttarnt worden, was den Interessentenkreis reduziert, und das Briefmarkensammeln als Hobby in seiner "reinen" Form ist auf dem absteigenden Ast, wofür hier im Thread schon viel zutreffende Gründe genannt worden. Zum ersten "Gleis" gesehen kann ich den Preisverfall nur begrüßen, da so eine "Gesundschrumpfung" stattfindet. Zum anderen "Gleis" geschaut ist das bedauernswert, leider aber nur von den Ausmaßen her zu verhindern. Das wird aber ohne revolutionäre Änderungen in den Köpfen und Taten nicht klappen.

    Gruß
    Uli

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    uli
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    • 30. Dezember 2009 um 14:18
    • #75
    Zitat

    Aber klar ist: Es geht nicht um das Geldverdienen. Wenn man es schafft, Werte zu erhalten, ist es aber sicher kein Fehler, und das geht heute und ging früher.


    Volle Zustimmung. In diesem Zusammenhang aber für alle Unwissenden ganz wichtig: Man kann auch mit viel Spaß sammeln ohne nennenswerte Geldbeträge investieren zu müssen, so dass man sich über Werterhalt keine Gedanken machen braucht.
    Gruß
    Uli

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  • Rapi
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    • 30. Dezember 2009 um 14:27
    • #76

    Hallo, meine Meinung:

    Allgemein in deutschland - reden wir Menschen viel kaputt. Klagen und Jammern auf hohem Niveau.
    briefmarken mit allem was dazu gehört, Orchideensammlungen mit allem was dazu gehört, Oper und Konzerte mit allem was dazu gehört- ist und bleibt Luxus.
    Wer es sich dennoch erlaubt- steht auf beiden Füßen und wird dadurch Geistig und seelisch Reich. das trägt zur gesundheit bei und dieses ist das wichtigste Gut.
    Ist das wertvoll oder nicht?
    Ergo: Alles in allem ein Reichtum nicht mit geld auf zu wiegen. Es gibt arme, reiche Menschen- die nicht ihren Mund öffnen sollten. lg

  • SitzendeUndMehr
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    • 30. Dezember 2009 um 14:44
    • #77
    Zitat

    [i]Original von uliIn diesem Zusammenhang aber für alle Unwissenden ganz wichtig: Man kann auch mit viel Spaß sammeln ohne nennenswerte Geldbeträge investieren zu müssen, so dass man sich über Werterhalt keine Gedanken machen braucht.

    Nur zu wahr. Es gibt ja viele Sammelgebiete, in denen man beispielsweise Massen an Marken relativ günstig bekommt und sich damit jahrelang beschäftigen kann. Ein paar Beispiele:

    - Freimarken der französischen Zone - dann nach Papieren, Gummierung, Plattenfehler nach Flatters etc. bearbeiten
    - Bautenserie 1948 - man muss sich da ja nicht auf die teuren Werte oder die seltenen Zähnungen kaprizieren
    - US Precancellations - da kann man sich oft für so zwischen 100 und 200 € auf ebay.com beim Anbieter "theonsdaughter" (wenn ich es richtig im Kopf habe) 1 Pfund papierfreie Precancels besorgen, so ca. 10.000 Stück. Bis man die sortiert hat, ist der Winter auch vorbei. Und da kann man z.B. über die Arge Vorausentwertungen nach meinen Infos (bin da - noch - nicht Mitglied) und deren Rundsendedienst günstig an weitere Werte kommen und seine Dubletten in die Rundsendungen geben. Und da es, wenn ich die Zahl richtig im Kopf habe, rund 700.000 verschiedene Precancels in den USA gibt...

    Alles Gebiete, die ziemlich erschwinglich sind und mit denen man viel Spaß haben kann. Das gilt aber auch für viele Motivsammlungen, für Maschinenstempel und manches andere mehr.

    Erste Fehllisten sind online, weitere Fehl- und Dublettenlisten folgen. Habe viel Tauschmaterial Schweiz ab Strubel bis ca. 1965.
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  • sudetenphilatelie
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    • 30. Dezember 2009 um 17:07
    • #78

    Über dieses Thema ist schon vieles geschrieben und diskutiert worden und vieles was in diesem Thread steht ist richtig. Aber kategorisch in Pessimismus zu machen ist total fehl am Platze.

    Die Zeiten ändern sich. Nichts ist beständiger als der Wandel. M. E. ist das Internet ein Segen für die Philatelie. Erst dadurch kann man rund um die Welt kostengünstig und schnell kommunizieren und erst dadurch kann man seltene Stücke aufstöbern, Fachinfos und Forschungsergebnise rasch austauschen. Das ist spannendes Hobby und dies verstehe ich unter Philatelie. Der Bezug von Massenware über Abos oder Versandstellen ist m. E. nicht nur langweilig sondern schafft auch keine neuen Erkenntnisse. Aber wie gesagt, es darf jeder sammeln was er möchte und woran er Spass hat!

    Auch ist der beklagte Preisverfall viel zu pauschal. Für Massenware sicherlich richtig, aber für gesuchte Spezialitäten - um nicht zu sagen Raritäten - stimmt dies nicht. Man möge sich nur die Preise für Sudetenland-Marken vor 5 Jahren und heute anschauen. Dies spricht Bände. Ich möchte hier keine Werbung für dieses Gebiet machen, sondern dieses nur als Beispiel aufführen. Dieses Beispiel gilt für viele andere Gebiete auch. Aber immer haben die eines gemeinsam: Seltenheit und Qualität.

    Diese Faktoren werden sich immer durchsetzen. Selbst wenn die Post längst keine Briefmarken mehr verkaufen sollte, wird es immer Sammler geben, die das Besondere suchen. Dies lässt sich einfach untermauern: Wer braucht heutzutage noch ein Ölgemälde von einem alten Meister? Und dennoch werden astronomische Preise dafür bezahlt! Das Besondere, das Exclusive wird immer gefragt bleiben.

    Insofern kann ich die Marktbereinigung - hin zu Qualität - nur begrüßen.

    sudetenphilatelie
    http://sudetenphilatelie.npage.de/

    Einmal editiert, zuletzt von sudetenphilatelie (30. Dezember 2009 um 17:09)

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