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Zeppelinpost

  • Abarten-Hannes
  • 1. November 2007 um 12:41
  • Kontrollratjunkie
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    • 11. Juni 2010 um 23:52
    • #241

    Lieber balf_de,

    Zitat

    Das ist doch eigentlich eine adäquate Aufgabe für Dich, lieber KJ: was glaubst Du, hat mich – abgesehen vom Ausrufpreis – daran gehindert, auf dieses Los zu bieten. Es ist doch ein geradezu sensationelles bisher unbekanntes Unikat! Mein Tipp zur „Lösung des Rätsels“: schaue Dir Romanshorn auf der Karte an ...

    Wenn ich ehrlich bin, stehe ich hier irgendwie auf dem Schlauch.
    Danke für den Tip mit Romanshorn als Sammelpunkt für die für den Zeppelin vorbereitete Post.
    Am 15.05.30 wurde die Karte in Frankreich aufgegeben und lief dann nach Romanshorn zum Sammelpunkt, eingegangen am 16.05.30. Danach sollte der Beleg doch eigentlich an Bord des Luftschiffes gelangen. Aber es findet sich noch ein Tagestempel vom Flughafen Zürich vom 17.05.30. Sollte der Beleg gar nur mit der "normalen" Luftpost nach Sevilla gelangt sein ?
    Aber wo wurde dann der Fahrtbestätigungsstempel abgeschlagen ? In Romanshorn ?

    Irgendwie ergeben sich mir hier mehr Fragen als Antworten......

    Liebe Grüße
    KJ

    2 Mal editiert, zuletzt von Kontrollratjunkie (14. Juni 2010 um 23:44)

  • balf_de
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    • 18. Juni 2010 um 12:02
    • #242
    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie
    Wenn ich ehrlich bin, stehe ich hier irgendwie auf dem Schlauch.

    Lieber Kontrollratjunkie !

    Nicht nur Du stehst da auf dem Schlauch! Offensichtlich erging es dem gut bekannten Schweizer A.I.E.P.-Prüfer und Stempelexperten Werner Liniger auch nicht besser: er ignorierte in seinem Attest einfach den Züricher Durchgangsstempel, der ihm nicht ins Konzept passte. Schon seltsam, dass ein „Stempelexperte“ nicht alle Stempel beschreibt! Auch nicht sehr überzeugend ist die Losbeschreibung des Felzmann-Sachbearbeiters: „via Genf per Luftpost ‚und weiter’ nach Romanshorn am 16.5., via Zürich 17.5. nach Friedrichshafen ...“.
    Dem seltsamen Text ‚per Luftpost und weiter ..’ ist zu entnehmen, dass ihm immerhin auffiel, dass es in Romanshorn keinen Flughafen gab, wo ein Flugzeug aus Genf hätte landen können.
    Unterstellt man, dass die Karte nicht nachträglich manipuliert wurde – was aufgrund der unlogischen Datum-Reihenfolge eigentlich unwahrscheinlich ist -, gibt es meiner Meinung nach nur zwei Möglichkeiten. Erstens: in Zürich war der Stempel falsch eingestellt; statt am 17.5. wurde die Karte bereits am 16.5. um 12 Uhr abgestempelt und erreichte Romanshorn drei Stunden später. Zweitens: in Romanshorn wurden alle für den Luftschifftransport eingegangenen und gesammelten Schweizer Belege zwei Tage lang mit dem gleichen Stempeldatum – dem 16.5.1930, 3 Uhr – gestempelt, bevor sie geschlossen mit der Fähre über den Bodensee nach Friedrichshafen transportiert wurden.
    Es gibt ein Indiz für diese Theorie: alle Schweizer Belege zu dieser Fahrt, die ich je gesehen habe, tragen dieses identische Stempeldatum. Falls tatsächlich alle 4.848 Briefe und Karten so abgestempelt wurden, ging das wohl kaum innerhalb einer Stunde. Dagegen spricht natürlich, dass das Flugzeug von Genf nach Zürich nicht eineinhalb Tage brauchte ..

    Was ich nicht erwartet habe: die Karte fand offensichtlich zu dem horrenden Ausrufpreis einen Käufer, wozu man Herrn Felzmann nur gratulieren kann.

    Obwohl ich eigentlich nicht wirklich an eine nachträgliche Manipulation glaube – wie gesagt: man hätte es wirklich geschickter anstellen können – liegt mir Ferney-Voltaire viel zu nahe an der Grenze bei Genf, als dass ich an einen „echten“ weitergeleiteten Beleg glaube. Ich denke, die Karte wurde im Postamt von Ferney-Voltaire gefälligkeits-gestempelt und anschließend in Genf am Flughafen aufgeliefert. Die Luftpostbeförderung nach Zürich war am 15.5. völlig überflüssig.

    Zum Stichwort „Prüfungsatteste“ gibt es sicher auch noch einiges zu sagen: Hätte Herr Liniger mir dieses Attest für die Karte ausgestellt ( ), hätte ich es in dieser Form bestimmt nicht akzeptiert.. Aber es gibt noch andere nicht perfekte Beschreibungen. In einem Altdeutschland-Thread hat @bayern klassisch in einem Kommentar zu einem mangelhaften Attest kürzlich einmal festgestellt, dass man von Prüfern keine posthistorischen Kenntnisse erwarten dürfe. Aber ich denke, dass es etwas dürftig ist, wenn sie nur die Echtheit und Qualität der Briefmarken bestimmen können – zumal sie ja in der Regel auch alle anderen Details qualifiziert beschreiben wollen.
    Ein ebenfalls eindrucksvolles Attest-Beispiel von „meiner“ Fahrt möchte ich gerne demnächst hier zeigen. Vielleicht gelingt es ja, zu dem Stichwort "Prüfer-Qualifikation" auch den einen oder anderen Beitrag eines "Zaungasts" einzufangen, der unsere Einsamkeit unterbricht ...

    Viele Grüße
    balf_de

  • hobbymarke
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    • 11. Juli 2010 um 19:25
    • #243

    Hallo,

    ich habe auch noch 2 Blöcke zu diesem Thema bei mir gefunden.

    Gruss

    Hobbymarke

    PS: Bei Interesse bitte PN.

    Bilder

    • Zeppelin 1.jpg
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    • Zeppelin 2.jpg
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    Hobbymarke

  • Kontrollratjunkie
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    • 9. September 2010 um 22:52
    • #244

    Liebe Zeppelinfreunde,

    nach langer Zeit möchte ich auch hier einmal wieder etwas beitragen.
    Zwar keinen Beleg zur berühmten SA - Fahrt unseres Spezialisten balf_de, aber dafür eine Karte der 2. Südamerikafahrt 1931.

    Über weitere Hinweise und Anregungen zur Beschreibung würde ich mich wie immer freuen.

    LZ 127 Graf Zeppelin

    2. Südamerikafahrt 18. - 28.09.1931

    Postkarte ab Friedrichshafen am 18.09.31 nach Recife
    mit violettem Bestätigungsstempel
    Ankunftsstempel von Recife vom 21.09.31
    Am 24.09.31 mit brasilianischen Marken zu insgesamt 2700 Rs. frankiert
    wieder aufgegeben und am 28.09.31 in Friedrichshafen
    mit Maschinenstempel ankunftsgestempelt.

    Portorichtig verwendet wurde eine deutsche Zeppelinmarke zu 2 RM und u.a.
    die brasilianische Zeppelinmarke Mi.Nr. 366 mit Überdruck in sehr geringer
    Auflage von 49609 Stück.

    Sieger 129 D, Michel 222 I a

    Mit der Zuordnung der Katalognummern habe ich Schwierigkeiten. Bei Sieger tippe ich auf die Nr. 129 D, aber nach Michel ?

    Ist die brasilianische Frankatur portorichtig ?

    Viele Fragen, vielleicht gibt es auch Antworten.....

    Gruß
    KJ

    PS vom 11.09.10
    Dank der freundlichen und sachkundigen Unterstützung von balf_de habe ich die Beschreibung verbessert.

    Bilder

    • Zeppelin LZ 127 2. SA-Fahrt VS.jpg
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    • Zeppelin LZ 127 2. SA-Fahrt RS.jpg
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    5 Mal editiert, zuletzt von Kontrollratjunkie (10. September 2010 um 23:52)

  • balf_de
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    • 10. September 2010 um 21:18
    • #245

    Hallo Kontrollratjunkie !

    Schön, von Dir zu hören - welcome back on stage!
    Du zeigst uns einen schönen Zeppelinbeleg, den Du – wie nicht anders zu erwarten – vollständig und korrekt beschrieben hast. Ganz selten habe ich Postkarten mit diesem „Rückfahrt-Werbestempel“ gesehen; in der Regel sieht man nur Briefe.

    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie
    Mit der Zuordnung der Katalognummern habe ich Schwierigkeiten. Bei Sieger tippe ich auf die Nr. 129 D, aber nach Michel ?

    Dir fehlt die Michel-Nummer? Michel führt Deine Karte bei der Heimfahrt. Die hat im Fahrtverzeichnis des LZ127 eine Schnapszahl – 222 -, deshalb trägt die Mischfrankatur DR / Brasilien ab F’hafen die Nummer 222 I) a.

    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie
    Ist die brasilianische Frankatur portorichtig ?

    Gute Frage: wie in Deutschland waren auch in Brasilien die Portosätze bei dieser Fahrt – letztmals – noch nicht an den beginnenden Routinebetrieb der Südamerikafahrten angepasst. Schon bei der nächsten Fahrt, der 3. Südamerikafahrt 1931 wurden die bis dahin bestehenden Beschränkungen aufgehoben: Einschreiben, Drucksachen und schwere Briefe waren da schon möglich. Ab 1932 gab es dann für Briefe gewichtsbezogene Tarife.
    Aber bei der zweiten Fahrt war es noch wie schon 1930: 2 RM für Karten, 4 RM für Briefe. Das deutsche Porto ist demnach o.k.
    Beim brasilianischen bin ich nicht ganz sicher: 2.700 Reis für eine Postkarte würden der Inlandsbeförderung per Luftschiff entsprechen – 2.500 für die Zeppelingesellschaft, 200 für die brasilianische Post. Ich nehme an, man hat für die beiden Fahrten mit der „Rückfahrtwerbung“ – der 2. und 3. SAF 1931 – hier Sonderkonditionen eingeräumt.

    Viele Grüße
    balf_de

    Einmal editiert, zuletzt von balf_de (10. September 2010 um 21:20)

  • Kontrollratjunkie
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    • 11. September 2010 um 00:02
    • #246
    Zitat

    Original von balf_de
    Hallo Kontrollratjunkie !

    Schön, von Dir zu hören - welcome back on stage!
    Du zeigst uns einen schönen Zeppelinbeleg, den Du – wie nicht anders zu erwarten – vollständig und korrekt beschrieben hast. Ganz selten habe ich Postkarten mit diesem „Rückfahrt-Werbestempel“ gesehen; in der Regel sieht man nur Briefe.

    Dir fehlt die Michel-Nummer? Michel führt Deine Karte bei der Heimfahrt. Die hat im Fahrtverzeichnis des LZ127 eine Schnapszahl – 222 -, deshalb trägt die Mischfrankatur DR / Brasilien ab F’hafen die Nummer 222 I) a.

    Gute Frage: wie in Deutschland waren auch in Brasilien die Portosätze bei dieser Fahrt – letztmals – noch nicht an den beginnenden Routinebetrieb der Südamerikafahrten angepasst. Schon bei der nächsten Fahrt, der 3. Südamerikafahrt 1931 wurden die bis dahin bestehenden Beschränkungen aufgehoben: Einschreiben, Drucksachen und schwere Briefe waren da schon möglich. Ab 1932 gab es dann für Briefe gewichtsbezogene Tarife.
    Aber bei der zweiten Fahrt war es noch wie schon 1930: 2 RM für Karten, 4 RM für Briefe. Das deutsche Porto ist demnach o.k.
    Beim brasilianischen bin ich nicht ganz sicher: 2.700 Reis für eine Postkarte würden der Inlandsbeförderung per Luftschiff entsprechen – 2.500 für die Zeppelingesellschaft, 200 für die brasilianische Post. Ich nehme an, man hat für die beiden Fahrten mit der „Rückfahrtwerbung“ – der 2. und 3. SAF 1931 – hier Sonderkonditionen eingeräumt.

    Viele Grüße
    balf_de

    Alles anzeigen

    Lieber balf_de,

    vielen Dank für die wie immer hervorragenden Ergänzungen zu meinen bescheidenen Belegen.
    Diese Karte gefiel mir aufgrund der Vielfarbigkeit ganz gut. Dazu die Zweiländerfrankatur und das ganze zum akzeptablen Preis, Herz was willst Du mehr :jaok:.
    Da verlasse ich doch gern einmal die Postfahrten des LZ 130 Ende der dreissiger Jahre.

    Liebe Grüße
    KJ

  • briefmarken-forum.com
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    • 27. September 2010 um 11:24
    • #247

    Bei der Suche nach dem Motiv Ikarus bin ich auf eine schöne saubere Zeppelin-Postkarte gestossen und konnte diese auch für meine Sammlung erwerben.

    Am 14.9.1930 startete das Luftschiff „Graf Zeppelin“ um 8:54 Uhr von Friedrichshafen aus zu einer Landungsfahrt nach Genf, das nachmittags um 15:34 erreicht wurde. Der Wiederaufstieg zur Rückfahrt erfolgte um 16:20 Uhr. Zusammen mit 12.733 anderen Postkarten (nur solche waren erlaubt) kam auch meine Karte mit an Bord. Laut Fahrtenbuch des LZ 127 handelt es sich um die 124. Fahrt des Luftschiffs; das Gewicht der aufgenommenen Postsendungen betrug nach dieser Unterlage 53 kg.

    [Blockierte Grafik: http://i29.servimg.com/u/f29/11/89/60/18/img24.jpg]

    In der Nähe von Zürich – also noch über Schweizer Gebiet – wurden die Postkarten abgeworfen und erhielten den bei meinem Beleg besonders sauber abgeschlagenen Ankunftstempel von Zürich. Von dort aus wurden sie von der Schweizer Post an ihre Zielorte weiterbefördert. Das Porto betrug für Inlandspost 75 Rappen (daher ist die Karte portorichtig) und für das Ausland (2.530 Karten) 1 Franken.

    balf_de: Vielen dank für die Hilfe bei der Aufarbeitung der Karte!

    Beste Grüsse

  • balf_de
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    • 27. September 2010 um 18:50
    • #248

    Hallo Markus !

    Zitat

    Original von briefmarken-forum.com
    balf_de: Vielen Dank für die Hilfe bei der Aufarbeitung der Karte!


    Bitteschön - das habe ich wirklich gerne gemacht. Besonders freut mich, dass ein so aktiver Vertreter moderner Philatelie und Zeitgeschichte sich für die „gute alte Zeit“ der Luftschiffe interessiert. In euer Forum habe ich auch schon hineingeschaut; da sind einige interessante Zeppelinbelege zu sehen (auch wenn ich ein paar Details anders beschrieben hätte).
    Ich habe hier schon mehrfach geschrieben, dass ich mich über jede Unterbrechung meines „Monologs“ der Südamerikafahrt 1930 freue.

    Als kleinen „Dank“ für Deinen Beitrag möchte ich Dir eine „Insider-Information“ von der Köhler-Auktion am letzten Dienstag zukommen lassen, die mit Deinem gezeigten Beleg in Zusammenhang steht:
    Auch wenn es eigentlich nicht entscheidend für die Auswahl eines Sammelgebiets sein sollte, ist es doch interessant, bei wichtigen Auktionen Trends für die Beliebtheit zu verfolgen. Köhler versteigerte am 21. September 2010 knapp 1.000 Zeppelin-Belege. Teils handelte es sich um hochwertige Seltenheiten, die teilweise bis zu 10-fache Ausrufpreise erzielten, aber andererseits in Anbetracht der hohen Ausrufpreise nicht alle verkauft wurden, aber auch um viel „mittleres Material“, das von Bietern im Saal, am Telefon, im Internet und mit schriftlichen Geboten überwiegend neue Besitzer fand.
    Interessiert hat mich die Zuleitungspost: während von den 209 angebotenen Österreichischen Zuleitungsbelegen zu Zeppelinfahrten lediglich knapp 25% verkauft wurden, war das Verhältnis bei Schweizer Belegen völlig anders: von 32 angebotenen Losen mit einem Ausrufpreis von insgesamt 7.150 Euro wurden 29 mit einer Zuschlagsumme (ohne Aufgeld) von 8.270 Euro verkauft.

    Diesen Trend habe ich auch vorher schon beobachtet: trotz der eigentlich sehr attraktiven Frankaturen (Anfang der 30er Jahre meist die schönen Kraniche der Flugpostausgabe von 1925) ist Österreichische Zeppelinpost derzeit ziemlich „out“ (sorry nach Salzburg :(), während für andere Staaten – allen voran Russland und Italien, aber auch die Schweiz – eine beständige Nachfrage besteht.

    Wie gesagt: solche Informationen sollten nicht unbedingt relevant für uns Sammler sein – eher für die Händler -, aber gut zu wissen ist es ganz sicher; man liest auch die Katalogbewertungen etwas kritischer ...

    Ich persönlich freue mich über die relativ günstig erworbene oben gezeigte Siegernummer 57.TT) nach Blumenau, weil sie zusammen mit meinem normal frankierten Brief zur gleichen Destination eine wichtige posthistorische Information beinhaltet. Bei anderen „Wunschlosen“ musste ich übrigens passen, aber das gehört zum Sammeln bekanntlich dazu ...

    Viele Grüße nach Salzburg
    balf_de

  • briefmarken-forum.com
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    • 28. September 2010 um 02:06
    • #249
    Zitat

    Original von balf_de
    Bitteschön - das habe ich wirklich gerne gemacht. Besonders freut mich, dass ein so aktiver Vertreter moderner Philatelie und Zeitgeschichte sich für die „gute alte Zeit“ der Luftschiffe interessiert. In euer Forum habe ich auch schon hineingeschaut; da sind einige interessante Zeppelinbelege zu sehen (auch wenn ich ein paar Details anders beschrieben hätte).

    Modern oder nicht modern, es kann niemanden schaden über den Tellerrand zu schauen.......! Akzeptanz ist eine wichtige Tugend, die leider nicht jeder Pflegt.

    Ich hoffe schon bald einge interessante Beschreibungen von dir lesen zu dürfen!

    Zitat

    Original von balf_de
    Als kleinen „Dank“ für Deinen Beitrag möchte ich Dir eine „Insider-Information“ von der Köhler-Auktion am letzten Dienstag zukommen lassen......

    Auch dafür meinen aufrichtigen Dank, sehr interessant zu lesen!
    Beste Grüße aus Salzburg
    Markus

    Beste Grüsse

  • muemmel
    Gast
    • 28. September 2010 um 14:06
    • #250

    Hallo balf_de,

    vielleicht sagt Dir der Name Topf des Absenders nichts, aber es handelt es hier nicht um einen Unbekannten. Dipl.-Ing. K. Topf ist nämlich der Autor des Buches über "Die Gelegenheitsstempel der Deutschen Reichspost 1919-1923" (INFLA-Band Nr. 9).

    Schönen Gruß
    muemmel

    Bilder

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  • balf_de
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    • 28. September 2010 um 14:46
    • #251

    Hallo zusammen !

    Mit diesem Feedback hatte ich nicht gerechnet: keineswegs wollte ich mit Aufhören „drohen“ – im Gegenteil, viele interessante Details der SAF 1930 sind noch nicht angesprochen. Aber ich war versucht, zu den attraktiven Zuleitungsbelegen aus den Vertragsstaaten überzugehen und ein paar "deutsche" Siegernummern auszulassen.

    Aber ihr wollt es ja anders ...


    Zitat

    Original von Bernd HL
    .. Jeder Beleg hat es verdient, dass er hier vorgestellt wird, egal was drauf klebt!!! :jaok:

    Ich weiß, was Du meinst: es geht um die Belege, weniger um die Marken! Das ist auch hundertprozentig meine Meinung! Allerdings gibt eine so große Fahrt wie die Südamerikafahrt 1930 aufgrund der immens teueren Portosätze auch bezüglich der Frankaturen tolle Möglichkeiten. Mit einem nicht ganz zu vernachlässigenden Nachteil: den Preisen ... :rolleyes:

    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie
    Was aber auf gar keinen Fall fehlen darf, sind die posthistorischen Ausflüge in die Welt der Zeppelinfahrten. Die Belege müssen sprechen, dann sind sie auch für Nicht - Zeppeliner interessant.

    Jawohl, lieber KJ, genau so soll es sein! Wenn ich vielleicht den einen oder anderen „Nicht-Zeppeliner“ zu einem "EX-Nicht-Zeppeliner" bekehren könnte, wäre es natürlich noch schöner. Wie sagt man ? Steter Tropfen höhlt den Stein....


    Zitat

    Original von briefmarken-forum.com
    Ich hoffe schon bald einige interessante Beschreibungen von dir lesen zu dürfen!

    Gerne auch in euerem Forum, wenn jemand zum Thema Zeppelinpost (mit Einschränkungen auch zum Thema Baden von 1851-71) Fragen hat, die ich beantworten kann. Jedenfalls habe ich mich gestern angemeldet. Am „zweitliebsten“ beantworte ich allerdings Anfragen zu Vermarktungschancen und Verkaufspreisen, mir sind Sammler lieber, die weitermachen wollen.


    Viele Grüße
    balf_de

  • balf_de
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    • 28. September 2010 um 15:05
    • #252

    Hallo muemmel !

    Vielen Dank für den Hinweis - bestimmt kann ich ihn bei der Belegbeschreibung verwerten; die "Siegelseite" ist also in mehr als einer Hinsicht interessant.
    Da sieht man, dass echte Philatelisten auch damals schon "über den Tellerrand" geschaut haben. Du bist insofern sicher nicht allein ...
    Andererseits gab es in dieser Zeit auch noch echte Generalisten, vielleicht gehörte Herr Topf dazu - zumindest war es theoretisch noch möglich.

    Viele Grüße
    balf_de

  • Kontrollratjunkie
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    • 8. Februar 2011 um 22:03
    • #253

    Dieser wunderschöne Thread ist bekanntlich in den letzten Wochen komplett eingeschlafen.
    Das liegt natürlich in hohem Maße am Ausscheiden unserer Experten balf_de und lebenslauf, was ich außerordentlich bedaure.
    Diese schreckliche Lücke kann hier offenbar niemand auch nur annähernd füllen und auch mir wird es aus verständlichen Gründen nicht gelingen.

    Da mir das Sammelgebiet der Zeppelinpost aber auch sehr am Herzen liegt, werde ich fallweise noch eigene Belege zeigen. Das wird nur sehr selten geschehen können, aber zumindest besteht die Hoffnung, daß dieses Forum nach dem altdeutschen und postgeschichtlichen Bereich nicht auch noch ohne Zeppelinpost auskommen muß.

    Hier also mein heutiger, sehr bescheidener Beitrag zu diesem herrlichen Gebiet:

    LZ 129 Hindenburg

    1. Nordamerikafahrt 06. - 14.05.1936
    Zuleitung Liechtenstein von Vaduz nach Montana / USA

    verwendet wurde der 2 Franken - Wert der Flugpostausgabe
    aus Anlass dieser Fahrt (Mi.Nr. 150) vom Eckrand
    Bestätigungsstempel Frankfurt mit Kennbuchstabe d

    Sieger 408 B
    Michel 12 Aa

    Gruß
    KJ

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    2 Mal editiert, zuletzt von Kontrollratjunkie (24. April 2011 um 18:19)

  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
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    7.129
    • 20. Dezember 2011 um 22:54
    • #254

    Nach längerer Zeit möchte ich auch hier einmal wieder einen Zeppelinbeleg des LZ 127 vorstellen. Offenbar haben wir hier im Forum einen neuen Interessenten für dieses schöne Gebiet. Vielleicht kann es ein wenig zur Belebung beitragen.....

    Hier also eine aktuelle Neuerwerbung von der Weltrundfahrt 1929.
    Der Ankunftsstempel von Tokio wirkt hier sehr exotisch und verleiht dem Brief die "besondere" Note.


    LZ 127 Graf Zeppelin

    Weltrundfahrt
    07.08. - 04.09.1929

    Etappe Friedrichshafen - Tokio
    Auflieferung Friedrichshafen
    mit rotem Bestätigungsstempel
    und amtlichem rotem Leitstempel
    des Postamtes Friedrichshafen
    für diese Etappe

    portorichtige Einzelfrankatur für diese erste Etappe
    mit der Zeppelinmarke zu 4 RM (Mi.Nr. 424)

    Sieger 30 A a
    Michel 29 a

    Gruß
    KJ

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    • Zeppelin LZ 127 Weltrundfahrt 1929 Etappe Frhfn-Tokio.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von Kontrollratjunkie (22. Dezember 2011 um 22:25)

  • Totalo-Flauti
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    • 21. Januar 2017 um 18:00
    • #255

    Liebe Sammlerfreunde,

    heute möchte ich noch mal ein altes schönes Thema aus der Versenkung holen.

    Dabei möchte ich Euch ein PK vom 14.07.1914 zeigen. Abgeschlagen ist der Bordstempel (?) des Lutschiffes "Sachsen". Es war eigentlich in Leipzig stationiert. Die Karte wurde, wie man sieht, nach Leipzig versandt. Auf der Bildseite ist Hochfelden i.Elsass zu sehen (für mich uninteressant). Weiß zufällig jemand, auf welcher Strecke das Luftschiff unterwegs war? Als weiteres Bild eine PK mit der Abbildung des Luftschiffes "Sachsen" auf dem Flugfeld.

    Mit lieben Sammlergrüßen

    Totalo-Flauti.

    Bilder

    • 1913_2 Zeppelin Sachsen.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von Totalo-Flauti (21. Januar 2017 um 18:00)

  • DKKW
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    • 22. Januar 2017 um 12:23
    • #256

    Hallo Totali-Flauti,

    in meinem alten Sieger-Katalog aus dem Jahr 1995 ist für den 21.7.14 nur Leipzig angegeben, diesen Vermerk findet man 1914 recht häufig. Sieht so aus, als hätte die Sachsen kaum noch größere Fahrten unternommen sondern nur noch Rundflüge um Leipzig, wo dieses Luftschiff, wie Du ja schreibst, stationiert war.

    Das Kartenmotiv aus dem Elsass hat offenbar keinen direkten Bezug zur Fahrt am 21.7.

    Viele Grüße
    DKKW

  • Totalo-Flauti
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    Geschlecht
    Männlich
    • 25. Januar 2017 um 21:58
    • #257

    Lieber DKKW,

    vielen Dank für Deine Hilfe.

    Dafür zeige ich noch einen äußerst seltenen Stempelabschlag aus Leipzig als Nachschlag. Der Stempel hat zwar nicht direkt was mit Zeppelin zu tun aber er stammt aus der Erstverwendungszeit 1913 vom Luftschiffhafen Leipzig-Mockau. Eine weitere Verwendung des Stempels gibt es aus dem Jahr 1919.

    Mit lieben Sammlergrüßen

    Totalo-Flauti

    Bilder

    • 1913 8.24. AK Leipzig-Markneukirchen.jpg
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    2 Mal editiert, zuletzt von Totalo-Flauti (25. Januar 2017 um 22:02)

  • erron
    Moderator
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    2.528
    • 25. Januar 2017 um 22:20
    • #258

    Totalo-Flauti,
    schöner und portogerechter Beleg aus der PP 3 mit dem Stempelabschlag von Leipzig Luftschiff Hafen.
    Sind nicht oft zu finden, diese Belege mit dem 100 Pfg Porto aus der Testphase der Flugpostbeförderung

    Die Gebühr für Briefe bis zu 20 Gramm einschließlich Eilbestellung betrug von 6.2.19 - Mitte Juli 19, 100 Pfg.


    mfg

    erron

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  • Totalo-Flauti
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    • 26. Januar 2017 um 13:40
    • #259

    Lieber erron,

    vielen dank für Deinen Kommentar. Kannst Du die Testphase für die Flugpostbeförderung zeitlich eingrenzen? Wenn ich mich recht erinnere, war das Porto vorher so hoch, wie jeweils für die normale Post zu zahlen war (siehe Postkarte von 1913). Sprich, es war noch kein zusätzliches Luftpostporto nötig.

    Mit lieben Sammlergrüßen

    Totalo-Flauti.

  • erron
    Moderator
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    • 26. Januar 2017 um 19:38
    • #260

    Totalo-Flauti,
    du hast eine PN.

    mfg

    erron

    http://www.philadb.com

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