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Sudetenland - Forschungsthema

  • sudetenphilatelie
  • 20. Dezember 2007 um 15:18
  • sudetenphilatelie
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    • 20. März 2009 um 17:13
    • #241
    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie

    Meinen herzlichen Dank auch an den Sammler aus Wien. Von mir aus kann er Dir noch weitere Raritäten aus seiner Sammlung zur Vorstellung hier im Forum zur Verfügung stellen :D.

    Gruß
    KJ


    Und wieder eine Neuentdeckung, die im Michel noch nicht verzeichnet ist:

    Die Asch 1 II = dünner Aufdruck mit PF auf Feld 42

    Die Briefmarken von Asch wurden in 50er Bogen (5 waagrechte Reihen zu je 10 Marken) überdruckt. Der dünne Aufdruck kommt immer nur in der unteren Reihe vor, da die fetten Lettern nicht für alle Felder ausgereicht haben. Bisher war die Unterscheidung nach Papierart weiß und weißgrün bekannt. Nun kommt eine weitere Besonderheit hinzu:

    Auf Feld 42 wurde nun der PF "gebrochenes h" entdeckt. Die Asch 1 II hat eine Auflage von 1.269 Stück. Da der PF je 10er Reihe einmal vorkommt, dürften rechnerisch 127 Marken mit diesem Plattenfehler ursprünglich existiert haben. Wieviele sind heute noch im Umlauf?

    Die Scans haben leider nicht die beste Qualität. Ich hoffe, dass der PF dennoch gut zu erkennen ist. Vorsichtshalber versuche ich die Beschreibung mit meinen Worten:

    Am Hals des h ist auf der linken Seite eine Einkerbung

    Nächsten Monat kommt der neue MICHEL-Deutschland Spezial heraus. Ich bin gespannt, welche Neuerungen noch alles bekannt gegeben werden.

    Meinen besonderen Dank geht nach Wien, für diese schöne Bereicherung!

    Dateien

    Attest Asch 1 II.jpg 187,92 kB – 301 Downloads Attest Asch 1 II detail.jpg 43,97 kB – 296 Downloads

    sudetenphilatelie
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  • Max und Moritz
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    • 20. März 2009 um 20:41
    • #242

    Ich bin von dieser Neuentdeckung begeistert. Hierbei handelt es sich um echte, klare und einwandfrei nachweisbare Plattenfehler, da der Überdruck im Buchdruck entstanden ist. Hier sind Verwechselungen mit Druckzufälligkeiten wie sie bei anderen Druckarten üblich sind, nahezu unmöglich. Wenn dazu noch der Feldnachweis gelingt, ist eine neue Michel-Erwähnung im Spezi erreicht.
    Meine Asch 1 II hat den PF leider nicht. Schade. War aber auch nur eine Chance von eins zu zehn. Die Vorstellung weiterer Stücke wird schwierig, da die Marke im Normalzustand schon selten und teuer ist.

  • Kontrollratjunkie
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    • 21. März 2009 um 01:57
    • #243

    Sehr schön, einmal vom Gebiet Asch etwas Neues zu sehen.
    Dieses Teilgebiet ist in Bezug auf die Anzahl der Hauptnummern ja das Kleinste. Dafür gibt es reichlich Variationen des Aufdruckes. Da ist so einiges schief gelaufen.

    Nun geht also die Suche los um eines der 127 theoretisch verfügbaren Exemplare des neuen Plattenfehlers zu finden.
    Es werden noch Wetten angenommen, wer zuerst fündig wird...... :D

    Gruß
    KJ

  • sudetenphilatelie
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    2. Dezember 1956 (69)
    • 26. März 2009 um 21:08
    • #244

    In den letzten Jahren verzeichneten amtliche Sudetenland-Briefmarken ein steigendes Interesse, eine gute Nachfrage und kontinuierlich anziehende Preise. Auslöser war die Neubearbeitung dieses Gebietes im MICHEL Deutschland-Spezial 2007 durch den Schwaneberger Verlag. Breiten Sammlerkreisen standen erstmals Informationen zur Verfügung, wie gering die Auflagen dieser historischen Zeitdokumente tatsächlich sind. Zudem war dieses Gebiet Jahrzehnte lang vernachlässigt.

    Wer dachte, dass es sich bei diesem Boom um eine kurzfristige „Modeerscheinung“ handeln könnte, täuschte sich gründlich. Die aktuelle 335. Auktion von Heinrich Köhler, Wiesbaden,
    am 24.03.2009 belegte ganz anderes und war für die Tendenz im Frühjahr 2009 richtungsweisend:

    Die Sammlung "Gubito" war überwiegend "altgeprüft" und sehr moderat angesetzt. Dennoch überraschte die sehr starke Nachfrage selbst Insider. Verdreifachung teilweise Vervierfachung des Ausrufpreises waren keine Seltenheit. Hier einige Beispiele:

    Das Herzstück des Pressburg-Blocks von Karlsbad (MiNr. 47-48) auf Blankobrief wurde von 400,-- Euro auf 1.500,-- Euro gesteigert. Inkl. Nebenkosten wurde der volle Michelpreis locker überschritten. Eine Blankokarte von Konstantinsbad (MiNr. 1-3, 5,35) wurde von 250,-- Euro auf 1.000,-- Euro gesteigert. Ein Paar Konstantinsbad MiNr. 24 auf Blankoumschlag mit Ausruf 1.200,-- Euro fand für 2.900,-- Euro einen neuen Besitzer. Eine Konstantinsbad 28 gestempelt, Ausruf 180,-- Euro, wurde für 720,-- Euro verkauft. Ein Blankobrief mit Konstantinsbad 30ZF und 32Zf, Ausruf 500,-- Euro, wurde bei 2.100,-- Euro zugeschlagen. Eine Blankokarte von Plan mit Konstantinsbad 30, 34, 11, 13, Ausruf 300,-- Euro, erreichte mit 1.700,-- Euro fast den sechsfachen Ausrufpreis!

    Auffällig war auch, dass Top-Raritäten stark gefragt waren. Vierstellige Zuschläge wurden problemlos bewilligt, so zum Beispiel: eine Reichenberg 19A mit Euro 1.850,--, ein Blankoumschlag (Reichenberg 46, 48, 51) mit Euro 3.200,--, die Reichenberg 48 im Viererblock (davon zur 2 gestempelt) mit Euro 3.300,-- sowie eine Reichenberg 49 auf Drucksache mit 2.400,-- Euro. Das eine Rumburg 23 von 600,-- Euro auf 2.000,-- Euro gesteigert wurde, verwunderte nicht, den dieses Stück hatte ein geneigtes HK (MiNr. 23 I).

    Zusammenfassend bleibt festzuhalten: Das Gebiet Sudetenland boomt weiter! Bei dieser Frühjahrsauktion wurde eine neue Nachfrage- und Preisrunde eingeläutet. Die Marken des Sudetenlandes sind gefragter als je zuvor. Der Trend wird von einem wachsenden Sammlerkreis getragen.

    Wie wird es weitergehen? Es ist unschwer vorherzusagen, dass ernsthafte Sammler sich künftig noch stärker auf gutes, knappes Material konzentrieren, die den Begriff "Raritäten" verdienen.

    Dabei hat der Megatrend Sudetenland-Briefmarken gerade erst begonnen, denn was 70 Jahre vernachlässigt wurde, kann nicht in 2 oder 3 Jahren aufgeholt werden.

    26.03.2009

    sudetenphilatelie
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    Einmal editiert, zuletzt von sudetenphilatelie (26. März 2009 um 21:12)

  • asmodeus
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    • 27. März 2009 um 08:33
    • #245

    Das freut mich für Dich! Großbritannien ist auch auf einem Höhenflug- fällt aber wieder ein bißchen. Wenn Du jetzt verkaufst, würdest Du einen guten Gewinn machen.

    Aber wir sind doch Briefmarkensammler und keine Investmentmanager. Ist doch egal, ob ein Gebiet steigt oder nicht. Die Sammler suchen Nischen, Spezialgebiete, weil Standardwerte scheinbar nichts mehr bringen bzw. jeder ohne große Mühe besorgen kann.
    Als Sammler freut man sich ja über den Wertzuwachs, aber es ist auch ein Fluch, da man kaum was für seine Sammlung zu einem angemessenen Preis findet.

    Ich kann nur von mir schreiben: Ich sammle und lege keine Wertpapiere an! Ich möchte forschen, sammeln und mich freuen! Der Wert ist bei einigen Stücken sekundär.

  • Kontrollratjunkie
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    • 27. März 2009 um 09:54
    • #246
    Zitat

    Original von asmodeus
    Als Sammler freut man sich ja über den Wertzuwachs, aber es ist auch ein Fluch, da man kaum was für seine Sammlung zu einem angemessenen Preis findet.

    Ich kann nur von mir schreiben: Ich sammle und lege keine Wertpapiere an! Ich möchte forschen, sammeln und mich freuen! Der Wert ist bei einigen Stücken sekundär.

    Natürlich bedingen höhere Katalogpreise auch höhere Handelspreise und damit gestiegene Kosten. Trotzdem sind Schnäppchen weiterhin immer möglich. Fachwissen vorausgesetzt. Aber das gilt für Großbritannien ebenso.
    Mir ist es im Grunde auch egal, ob die Marken nun 100 oder 500 EUR steht. Hauptsache sie ist in meiner Sammlung :D.
    Aber man darf die Wirklichkeit nicht ausblenden und sollte immer ein Ohr am Markt haben. Denn Entwicklungen zu verpassen könnte schnell teuer werden.

    Ehrlich gesagt wäre es mir lieber gewesen, wenn der Boom noch ein paar Jahre auf sich hätte warten lassen. Aber wir können das Rad nicht zurück drehen und spannend ist es allemal.
    Und noch immer sind diese Marken überwiegend unterbewertet, denn wer sich einmal mit den Auflagezahlen und dem (vermutlich) noch zur Verfügung stehenden Material auseinandersetzt, der wird schnell die richtigen Schlüsse ziehen.
    Kleiner Tip: Vergleiche einmal die Zahlen von Karlsbad mit denen von Zara, Pleskau oder Sarny. Nur um drei beliebige und teuer gehandelte Gebiete zu nennen...............

    Gruß
    KJ

  • asmodeus
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    • 27. März 2009 um 10:01
    • #247
    Zitat

    Trotzdem sind Schnäppchen weiterhin immer möglich. Fachwissen vorausgesetzt. Aber das gilt für Großbritannien ebenso.

    Das ist mir schon klar- nur das man länger suchen muß. Es ist nicht mehr so einfach! Bei Auktionshäuser- ich gehe jetzt von meinem Sammelgebiet aus, setzen sie die Preise hoch an, weil ihnen bewußt ist, daß das Material nach GB geht. Ok, bei Internetauktionshäuser kann man hin und wieder ein Schnäppchen machen.
    Bevor mein Gebiet boomte, konnte man Material gut bekommen. Jetzt wird es schwieriger.

    Wie Du schon geschrieben hast: Fachwissen, Geduld und ein Quentchen Glück verschaffen noch Schnäppchen.

  • Kontrollratjunkie
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    • 27. März 2009 um 10:11
    • #248
    Zitat

    Original von asmodeus.

    Wie Du schon geschrieben hast: Fachwissen, Geduld und ein Quentchen Glück verschaffen noch Schnäppchen.

    Genau diese Punkte entscheiden über erfolgreiches Sammeln.
    Wobei die Geduld nach meiner Erfahrung die wichtigste Tugend ist.
    Bisher habe ich (fast) immer meine Traumstücke zu Preisen erhalten, die erheblich unter denen lagen, die ich bei sofortigen Kaufwunsch hätte anlegen müssen.
    Das ist Geduld bares Geld wert.

    Das Sudetenland besammele ich ja erst seit 3 Jahren, daher können andere Sammler, allen voran sudetenphilatelie, sicher auch von "früher" berichten. Aber wenn ich mir ältere Auktionskataloge ansehe, könnten mir die Tränen kommen. Zu welchen Preisen man da hätte kaufen können..........aus und vorbei.

    Gruß
    KJ

  • sudetenphilatelie
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    • 27. März 2009 um 10:23
    • #249
    Zitat

    Original von asmodeus
    Wenn Du jetzt verkaufst, würdest Du einen guten Gewinn machen.

    Aber wir sind doch Briefmarkensammler und keine Investmentmanager. I

    Genau das ist der Punkt. Wir sind Sammler und deshalb sind meine Stücke unverkäuflich. Ausgenommen natürlich Dubletten, die ich aber lieber tausche als verkaufe!

    Aus meiner Sicht ist es aber auch wichtig, dass ein Sammelgebiet zumindest stabil bleibt oder aber steigt. Insbesondere bei seltenen teuren Stücken ist dies wichtig. Wer will schon bei jedem Erwerb bewußt sein sauer Erspartes vernichten? Wer würde bei fallenden Preisen einsteigen, wenn das interessante Stück nächste Woche billiger zu haben wäre... und übernächste Woche noch billiger? Sammler und Forscher würden sich selbst blockieren.

    Ich fühle mich jedenfalls wohl bei steigenden Preisen, auch wenn ich mehr Geld für das nächste Stück ausgeben muss. Den rückblickend war vermutlich dieser höhere Preis auch ein Schnäppchen. ;-))

    PS: Dieses Statement gilt natürlich nicht nur für das Sudetenland, sondern für alle interessanten Gebiete.

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  • Max und Moritz
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    • 27. März 2009 um 18:27
    • #250

    Auch ich habe mich dem Gebiet Sudetenland zugewandt, weil ich es interessant finde. Als ich damit vor zwei Jahren anfing, habe ich keinen Gedanken an irgendeinen Wert verschwendet.
    Aber wenn ich so resümiere, wieviel Geld ich die letzten Jahre so in mein Hobby investiert habe und sehen muß, wie Bund einfach so wertmäßig zwischen den Fingern zerrinnt, muß ich sagen, daß es sich lohnt, auch ein bisschen auf den Werterhalt zu achten. Natürlich nur sekundär, aber es schadet nicht......
    Ich kann ja meine Briefmarken nicht eines hoffentlich fernen Tages mit ins Grab nehmen. Ich muß sie also irgendwann mal verkaufen. Und da schadet es nicht, wenn man ein wenig auf den Werterhalt geachtet hat.
    Nicht falsch verstehen: Wundersame Geldvermehrung will ich nicht betreiben. Es reicht, wenn man darauf achtet, einige Stücke in der Sammlung zu haben, bei denen man davon ausgehen kann, daß es ihnen nicht eines Tages wie der Massenware Bund ergeht.

    Abgesehen davon sind solche Stücke eine Krönung jeder Sammlung und deren tägliche Betrachtung erzeugt auch tagtägliche Freude.

    Mein Sammelgebiet D ist so groß. Es gibt da genug Gebiete, wo ich die Cent-Werte voller Freude sortiere.....

  • sudetenphilatelie
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    • 29. März 2009 um 15:44
    • #251

    ....und wieder ein Schmankerl aus Wien: :D

    Die Flugpostmarken von Karlsbad gehören zu den größten Seltenheiten:
    Liegen die Auflagen doch nur zwischen 17 - 105 Stück, je nach Nominale.

    Nachfolgend die MiNr. 20 mit Handstempelaufdruck dunkelrosa statt dunkelbläulichviolett = 20 F.

    Ist also die "Normalausgabe" schon selten, gehört diese Farbabart zu den großen " Highlights " . Bisher sind nur 2 Stück in dieser Farbvariante bekannt!

    PS: Für Sammler, die sich bisher nicht intensiv mit diesem Gebiet beschäfftigt haben und sich wundern, warum es von Karlsbad Flugpostmarken gibt, obwohl dort kein Flugplatz existiert: Flugpostmarken, Portomarken und Zeitungsmarken wurden seinerzeit wegen des Markennotstandes als normale Freimarken verwendet!

    Dateien

    Attest Karlsbad 20F.jpg 815,81 kB – 454 Downloads

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  • ladycroft78
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    29. März 1978 (48)
    • 29. März 2009 um 22:01
    • #252

    Hi
    In meine Kiste Belege DR habe ich diesen Stempel entdeckt.
    Hat jemand interese daran?
    Mfg
    ladycroft78

    Dateien

    germ.jpg 185,01 kB – 367 Downloads germ 001.jpg 22,82 kB – 402 Downloads

    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll.

  • Kontrollratjunkie
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    • 29. März 2009 um 23:16
    • #253

    sudetenphilatelie

    Wieder eine traumhafte Rarität, die Du hier vorstellst. Laut (noch) aktuellem Michel Spezial ist nur eine Karlsbad 24 F gelistet. Auch die Marke mit verwechselter Aufdruckfarbe. Natürlich mit der schönen Notierung -,- !

    So ein Stück würde auch gut in meine Karlsbadsammlung passen :jaok:.

    Gruß
    KJ

  • sudetenphilatelie
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    • 30. März 2009 um 10:47
    • #254

    @ ladycroft78

    Dieser Beleg stammt aus der Zeit als die Reichspost bereits zuständig war, gehört also nicht zu den amtlichen Sudetenland-Ausgaben während der Interimszeit Sept. - Okt. 1938.

    Dennoch ein schöner bedarfsgerechter Beleg aus dieser historischen Zeit.

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  • sudetenphilatelie
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    2. Dezember 1956 (69)
    • 30. März 2009 um 10:51
    • #255
    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie
    sudetenphilatelie

    So ein Stück würde auch gut in meine Karlsbadsammlung passen :jaok:.

    Gruß
    KJ


    Sorry, KJ, aber diese seltene Flugpostmarke ist bereits in Wien "gelandet" !

    Meinen Dank gilt dem engagierten Sammler aus Wien, der dieses schöne Stück zur Präsentation in diesem Forum eingereicht hat.

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  • usul3
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    • 6. April 2009 um 23:13
    • #256

    Hallo,was ist eigentlich von dieser Marke zu halten, trotz der Prüfung kommt die mir irgendwie nicht coscher vor ?( ?(

  • Kontrollratjunkie
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    • 7. April 2009 um 00:11
    • #257
    Zitat

    Original von usul3
    Hallo,was ist eigentlich von dieser Marke zu halten, trotz der Prüfung kommt die mir irgendwie nicht coscher vor ?( ?(

    Hallo usul3,

    zunächst möchte ich zur allgemeinen Belustigung einmal die Losbeschreibung "sichern":

    Diese seltene Marke kommt heute zur Versteigerung! Ich kann nicht genau sagen, ob es sich um A oder B handelt.
    Die ist farbfrisch und in einem tadellosen Zustand. Die Auflage beträgt nur 370 Stück, Sie ist mit einem deut-
    lichen Preisaufschlag zu bewerten!!!
    An der Echtheit der Marke und insbesondere des Aufdrucks besteht nicht der geringste Zweifell! Die Marke besitzt
    Ihre originalgummierung, welche eine kaum wahrnehmbare Falzspur hat, Sie ist nicht Wertmindernd!!!
    Die Marke und Aufdruck ist echt, und drei mal geprüft!!! 1x Altsignatur und 2x BPP signiert. Käufer hat einmon. Rückgaberecht,
    Privatauktion.
    Viel Spass beim bieten Victoria

    Dann meine unmaßgebliche Meinung:
    Der Aufdruck ist eine primitive Fälschung. Was aber viel schlimmer ist, der Prüfstempel "Osper BPP" ist auch falsch. Und da liegen wir bereits im Bereich der Urkundenfälschung.

    Interessant finde ich auch die Tatsache, daß der Verkäufer keine Angaben darüber macht, was für eine Marke seine Fälschung eigentlich imitieren soll. Reichenberg ? Mährisch - Ostrau ? Passt alles nicht.
    Wenn Du hier im Thread ein wenig stöberst, kannst Du viele echte Reichenbergaufdrucke sehen, die Mährisch - Ostrauer auch im Thread II. Weltkrieg.

    Falls Du auch im BdPh - Forum unterwegs bist, hast Du sicher gesehen, daß dieser Anbieter dort derzeit heftigst in der Schusslinie steht.
    Von dem Erwerb dieser Marke rate ich dringend ab, außer Ärger bringt das gar nichts.

    Dann kaufe lieber diese Marke:
    Die ist zwar zweite Wahl (Falzerhaltung), aber wenigstens echt und BPP-geprüft.

    Jetzt sehe ich gerade noch, daß da noch so eine Gurke im Verkauf steht:
    Auch falsch..........

    Gruß
    KJ

  • sudetenphilatelie
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    2. Dezember 1956 (69)
    • 15. April 2009 um 11:32
    • #258

    Einfach Klasse was hier alles gezeigt wird:

    Heute die Karlsbad MiNr. 17. Mit einer Auflage von 118 Stück dürfte nur eine handvoll postfrischer Exemplare noch existieren, da die meisten Marken aufgrund der Materialknappheit sofort aufgebraucht oder wie früher üblich mit Falz gesammelt wurden.

    Der liegende Aufdruck ist bei der MiNr. 17 normal, allerdings Ortsname und Datum rechtsliegend. Diese Marke trägt den Text linksliegend. Der Aufdruckstempel wurde somit

    s e i t e n v e r k e h rt

    angebracht! Mir ist kein weiteres Exemplar in dieser Art postfrisch bekannt.

    Meinen Dank geht nach Wien, an den Sammler, der die Vorstellung dieser Rarität in diesem Forum ermöglicht hat.

    :oesterreich:

    Dateien

    Attest Karlsbad 17L.jpg 888,09 kB – 332 Downloads

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    2 Mal editiert, zuletzt von sudetenphilatelie (15. April 2009 um 11:35)

  • Kontrollratjunkie
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    • 16. April 2009 um 22:36
    • #259

    Das ist ja wieder eine Obersahneschnitte aus Wien. Vielen Dank für die Vorstellung.

    Der eigentliche Hammer ist meiner Meinung nach aber die Tatsache, daß diese Rarität bislang noch kein Prüfer zu Gesicht bekommen hat.
    Es hat also 71 Jahre gedauert, bis jemand (unser Wiener Spezialist) diesen Schatz ans Tageslicht gezerrt hat.

    Wieder ein Beispiel dafür, wie derzeit die Forschung beim Sudetenland vorauschreitet.

    Kleine Frage: Kennt eigentlich jemand Rumburger Marken, verwendet in Reichenberg ?

    :P

    Gruß
    KJ

  • sudetenphilatelie
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    • 17. April 2009 um 10:22
    • #260
    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie

    Kleine Frage: Kennt eigentlich jemand Rumburger Marken, verwendet in Reichenberg ?

    :P

    Gruß
    KJ


    Spontan kann ich mich nicht daran erinnern, solche Stücke auf Bedarfsbeleg gesehen zu haben. Allerdings habe ich Karlsbad-Marken verwendet in Bodenbach, Teplitz und selbst in Asch schon gesehen. Wobei wir wieder beim Thema "Brieftaschen-Briefmarken" wären, welches in diesem Thread schon diskutiert wurde. Wenn Aufdruck und Stempel echt sind, halte ich so etwas auch in Reichenberg für möglich. Allerdings dürfte der Nachweis schwer zu führen sein. Dazu wird ein echter Bedarfsbeleg benötigt und diese sind auf dem Gebiet Sudetenland schon rar genug.

    Ich bin gespannt, ob der Nachweis irgendwann erbracht werden kann. Forschung auf dem Gebiet Sudetenland macht einfach Freude - deshalb weiter mit der Schatzsuche. :rolleyes:

    sudetenphilatelie
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