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Mi. Nr. 278 I auf Postkarte

  • stempelsammler
  • 18. August 2026 um 15:59
  • stempelsammler
    aktives Mitglied
    Beiträge
    179
    Geburtstag
    22. Dezember
    • 18. August 2026 um 15:59
    • Neu
    • #1

    Hallo,

    vor vielen Jahren hatte ich diese Postkarte in einem Belegeposten erstanden. Sie wurde in PP 17 von Neustadt an der Haardt nach Kempten verschickt. Frankiert u.a. mit einer 278 I also kopfstehende 8. Geprüft von Infla Berlin dürfte die Marke und die Entwertung wohl echt sein.

    Normalerweise belasse ich meine Belege so wie sie eben sind, bei dieser Karte frage ich mich allerdings, ob sie restauriert werden sollte. Lohnt sich das überhaupt?? Ich habe eher die Befürchtung daß dieser „Eingriff“ die Karte eher entwerten könnte. Und hat diese gelochte Karte überhaupt einen nennenswerten realen Wert?

    Viele Grüße

    stempelsammler

    Einmal editiert, zuletzt von stempelsammler (18. August 2026 um 18:23)

  • BI-Z 100 I - 4 ?
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    745
    • 18. August 2026 um 16:50
    • Neu
    • #2

    Ein schöner Beleg.
    30.000 Mark für eine Postkarte ...
    ....
    Nein, nichts machen. Bitte.

    Zum einem bleibt das egal wie gut gemacht, immer Flickwerk / eine Mogelei / Augenwischerei.
    ...
    Und beidseitig mit Papier so hinbekommen ... mit Marke, abschlag und an den bestehenden original übergängen zusammen fuschen.
    Und das Loch unten wäre immer noch da.
    ...
    Ich müsste das nicht sehen, um zu wissen was da nicht passt. Zuviel Handwerker & Techniker ...

    Die Postwertzeichen hatten ihren Dienst getan und die Lochung für die Aufbewahrung / Abheften war doch damals so üblich.
    Und wäre der Beleg damals nicht abgelocht worden, dann wäre der doch wahrscheinlich in der Tonne gelandet.
    Insofern authentischer Zeitbeleg.

    Für mich ist die kopfstehende 8 auf der 278 ist hier doch eher das I-Tüpfelchen bei diesem Beleg.
    Und der Abschlag dieser sowie 5 von 6 der Postwertzeichen sehen doch gut aus.
    Links die beiden 273 sind doch eher kreative Resteverwertung zusammen mit der violetten 255.
    Kurz bevor die Inflation dann endgültig im November / Dezember ihren Höhepunkt erreichte.
    Meine Meinung.
    ...
    Was verstehst Du unter "nennenswerten Wert"?
    Und für wen?
    Nein 100 % perfekt ist der Beleg nicht, aber ...
    Möchtest Du den Beleg gegen was DR+ tauschen?

    Gelochte Grüße
    Jo

    Bunt ist die Welt, aber nicht rund.

  • erron
    Moderator
    Beiträge
    2.561
    • 18. August 2026 um 17:48
    • Neu
    • #3

    stempelsammler

    Bei dem "Wert" kannst du natürlich nicht den vollen MiF Preis von z.Zt. 800 Michel für den PF I ansetzten.

    Das hat ja der verstorbene Inflaprüfer Bechtold schon beim seinen Signums getan. Er setzte nur sein Langzeichen Infla Berlin B und nicht sein Namenszeichen Bechtold BPP unter die betreffende Marke.

    Der "Wert" dieser MiF mit dem PF I: Vielleicht bis 20 % Michel.

    Auch ich würde den Beleg so lassen wie er ist, da es bestimmt keinen zweiten Beleg in dieser Form gibt.

    Sehe es mal so: Du hast ein Unikat.;)

    mfg


    erron

    http://www.philadb.com

  • stempelsammler
    aktives Mitglied
    Beiträge
    179
    Geburtstag
    22. Dezember
    • 18. August 2026 um 18:30
    • Neu
    • #4
    Zitat von erron

    Auch ich würde den Beleg so lassen wie er ist, da es bestimmt keinen zweiten Beleg in dieser Form gibt.

    Er wird bleiben wie er ist, dabei habe ich auch das bessere "Feeling". Der Beleg bleibt auch genau dort wo er jetzt ist, in meiner Portostufensammlung Infla.

    viele Grüße

    stempelsammler

  • BI-Z 100 I - 4 ?
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    745
    • 18. August 2026 um 19:10
    • Neu
    • #5

    erron

    stempelsammler

    Danke für den Hinweis mit der Stempellage des Prüfers.
    und die Portostufensammlung würde ich mal gerne anschauen
    ...
    Habe ja immer ein Auge auf PF und Abweichungen, "eine" Frage habe ich nun.
    Du schreibst: z.Zt. 800 Michel für den PF I ... nicht ganz ansetzen ... vielleicht bis 20% Michel
    Und Unikat sowieso.

    Mein Michel aus 2020 vermerkt bei Plattenfehler des Aufdrucks
    DR 278 PF I kopfstehende 8 (BF 44 / 96 Teilaufl.)
    ---.--- unter der Spalte für Belege.
    Sprich Bekannt, aber (zu) selten gehandelt für Preisfindung. Oder so ...
    Die Einzelmarke gestempelt 450 Michel.
    ...
    Oder bin ich da in die falsche Zeile gerutscht / hat sich da was mittlerweile in der Bewertung geändert?
    oder lese ich mal wieder den Michel falsch?

    Grüße
    Jo

    Bunt ist die Welt, aber nicht rund.

  • erron
    Moderator
    Beiträge
    2.561
    • 18. August 2026 um 20:19
    • Neu
    • #6
    Zitat von BI-Z 100 I - 4 ?

    erron

    stempelsammler

    Danke für den Hinweis mit der Stempellage des Prüfers.
    und die Portostufensammlung würde ich mal gerne anschauen
    ...
    Habe ja immer ein Auge auf PF und Abweichungen, "eine" Frage habe ich nun.
    Du schreibst: z.Zt. 800 Michel für den PF I ... nicht ganz ansetzen ... vielleicht bis 20% Michel
    Und Unikat sowieso.

    Mein Michel aus 2020 vermerkt bei Plattenfehler des Aufdrucks
    DR 278 PF I kopfstehende 8 (BF 44 / 96 Teilaufl.)
    ---.--- unter der Spalte für Belege.
    Sprich Bekannt, aber (zu) selten gehandelt für Preisfindung. Oder so ...
    Die Einzelmarke gestempelt 450 Michel.
    ...
    Oder bin ich da in die falsche Zeile gerutscht / hat sich da was mittlerweile in der Bewertung geändert?
    oder lese ich mal wieder den Michel falsch?

    Grüße
    Jo

    Alles anzeigen

    BI-Z 100 I - 4 ?

    Der Michelwert, hier 800 Michel, ist ja bekanntlich nur ein fiktiver Wert und legt die Preisfindung der einzelnen Marken (Belege) untereinander fest. Für Belege in einwandfreier und portogerechter Erhaltung gilt dieser "Wert" laut Michelkatalog immer für eine MiF, wie in diesem Fall.

    In nicht einwandfreier Erhaltung fällt natürlich der "Wert".

    Das mit der Zahl von 800 für eine MiF und dem PF I und in einwandfreier/portogerechter Erhaltung ist im INFLA Handbuch Band 80 nachzulesen.


    Für eine portogerechte und in einwandfreier Erhaltung als EF mit diesem PF I  werden natürlich höhere

    Preise bewilligt.

    Vor einigen Jahren wurde eine EF mit diesem PF I in portogerechter und einwandfreier Erhaltung für 665 Euro ohne den obligatorischen Aufpreis verkauft.

    Wäre dann ein fiktiver "Michelwert" von Pi x Daumen von über 1.000 Michel.

    Warum dieser fiktiver Preis nicht bei Michel aufgeführt ist, anscheinend gibt ein keinen weiteren Marktvergleich.


    Bei einer Einzelmarke der Nr 278 mit diesem PF I der laut Michel einen "Wert" von 450 Michel hat und wie der tatsächliche Verkaufswert ist, siehe;

    Briefmarken, Ganzsachen und Ansichtskarten
    Philasearch.com: Briefmarken, Ansichtskarten, Auktionen
    www.philasearch.com

    In der Bucht:

    https://www.ebay.de/sch/i.html?_nkw=278+AF+I&_sacat=78551&_from=R40&_trksid=p2334524.m570.l1313&LH_TitleDesc=0&_odkw=278&_osacat=78551&_sop=10

    Und diesen etwas zerfledderten, aber portogerechten Fenstbrief als MiF mit dem PF I aus den PP 17, aber ohne Infla Berlin Prüfung gibt es für:

    https://www.ebay.de/itm/363634853458?_skw=278+AF+I&itmmeta=01M0B54162MEWCA1Q8FKX0TQQ7&hash=item54aa538652:g:acAAAOSwvthf28ko&itmprp=enc%3AAQALAAAA0GfYFPkwiKCW4ZNSs2u11xBD3uhP%2F6gR7brfjwEl9n7pA%2Bl8nUivl26bGiAaGqV2mPZoQIjtIjmSWWQ2O7zvijJxoc7KARktTmy1cO4HgXzgm6VHArm6IKU523nAIczKL4l2dTxt0v%2FS0G0BF1vlFx6s%2BT3N%2FXHUv6B3SRagLzICX7Qg4Go0w%2BO4ZzU4I7ytixOIzTxyYrnK15nfFt0CiEuJTQF89ZksQBfaVU347bhceVtorUOw1v%2BI6ATvkMZQ7o%2BMDwinG5LcorOmLsALkOw%3D%7Ctkp%3ABk9SR66TkOWCaA


    mfg


    erron

    http://www.philadb.com

  • stempelsammler
    aktives Mitglied
    Beiträge
    179
    Geburtstag
    22. Dezember
    • 18. August 2026 um 22:38
    • Neu
    • #7
    Zitat von BI-Z 100 I - 4 ?

    DR 278 PF I kopfstehende 8 (BF 44 / 96 Teilaufl.)
    ---.--- unter der Spalte für Belege.

    genau das habe ich auch gesehen und wenn man nicht im Thema ist muss man eben fragen.

    erron

    Deine Ausführungen sind sehr ausführlich, vielen Dank für die gute Arbeit die du geleistet hast.

    viele Grüße

    stempelsammler

  • BI-Z 100 I - 4 ?
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    745
    • 18. August 2026 um 23:30
    • Neu
    • #8

    erron
    Wir reden zwar über das Selbe, aber aneinander vorbei!?

    Über den fiktiven relativen Micheleuro sind wir uns doch einig.
    Bei Philasearch habe ich zwar ein hübsches Lot römischer Münzen gesehen, aber keine DR 278I auf Beleg.

    Und beim zweiten Link mit den Einzelmarken auf einem Anbieterportal liegt der Umrechnungskurs ja bei knapp 1:10.
    Wo verkauft werden möchte.
    Nur ist zumindest in meinen Augen kein einzig vernüftiger Abschlag dabei, der mich vom Hocker reisst.

    Einwandfreie Erhaltung gilt aber für die gesamte "Komposition" Marke-Abschlag und hier auf Beleg.

    Das bei Belegexemplaren dieser schnellen Infla-Zeit eine "übliche" MiF bei Michelbewertungen vorausgesetzt wird, da passende EF eher wie Glückstreffer anmuten und damit nicht abgedeckt werden, liegt auf der Hand. Bzw. steht wohl nicht nur in den INFLA Bänden.
    Und das bei "etwas Besonderem/nicht alltäglichem" dann auch mal, besonders bei einer Auktion durchaus mehr von einem Sammler gezahlt wird, ist ja immer noch nicht so ungewöhnlich.

    Dein dritter, zerflederter Link zum Beleg, kommt einzig "grob" in die Richtung von oben gezeigten gelochten Postkarte.
    Bedenken wegen der Echtheit hätte ich da bei dem eher nicht.

    Und ich habe ansonsten nun auch mal interessenhalber weiter geschaut.
    Generell scheinen diese Aufdruckfehler auch in Vergangenheit nicht oft auf Beleg angeboten.

    Nun meine Frage:
    Wo kommt dein "pauschaler" 800 Euro Ansatz für den Beleg her?
    Der steht m.E. nicht im Michel Spezial. Zumindest nicht in der Ausgabe 2020



    277 IV scheint es ja recht oft auf Beleg zu geben, da mit 180 Michel bewertet.
    Der Rest mit ---.--- bzw. von der 278 III sind keine Exemplare auf Beleg der M-Redaktion bekannt.
    Oder sehe ich das hier falsch?

    Grüße
    Jo


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