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Mainzer Postsperre

  • guy69
  • 12. Juli 2026 um 07:18
  • guy69
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    199
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    Geburtstag
    11. Dezember 1965 (60)
    • 12. Juli 2026 um 07:28
    • #1

    Eigentlich nur eine Nebenbei Sammlung.

    Postgeschichtlich kann man die festgehaltenen oder zurückgesandten Poststücke anhand von Stempeln oder Vermerken belegen. Dies betrifft aber nur die eingehende Post nach Mainz.

    Abgehende Post war ebenso untersagt. Die Mainzer behalfen sich teilweise unter abenteuerlichen Umständen ihre ausgehende Post an die umliegenden Orte zu bringen und von dort zu versenden. Postgeschichtlich gibt es logischerweise keine belegbaren Spuren an den Poststücken. Deshalb haben diese Stücke aus Hochheim auch nur lokalhistorischen Charakter. Aufgefallen sind mir diese Belege nicht bis ich die Häufung von Mainzer Firmenpost aus 1923 für ungewöhnlich empfand. Als ich vor nicht allzu langer Zeit die Inflaperiode bearbeitete begann die Suche nach der Ursache, die auch recht schnell gefunden war.

  • guy69
    aktives Mitglied
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    11. Dezember 1965 (60)
    • 12. Juli 2026 um 07:29
    • #2

  • Schimmel
    Stamm Mitglied
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    28. September
    • 12. Juli 2026 um 07:33
    • #3

    Ein interessantes Stück Lokalgeschichte. Hintergrund und Ablauf der Mainzer Postsperre zu erfahren wäre noch spannend.

    Schimmel

    :suche: Tierkreiszeichen, Privatpost Bielefeld und DM-Briefe 2002
    momentan im teilweisen Ruhezustand...

  • kartenhai
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    29.314
    Geschlecht
    Männlich
    • 12. Juli 2026 um 09:28
    • #4

    Im Netz findet man einiges darüber:

    Übersicht mit KI

    Die „Mainzer Postsperre“ dauerte vom 19. Februar bis zum 8. Oktober 1923. Französische Besatzungstruppen sperrten sämtliche Postämter sowie das Telegraphenamt in Mainz ab. Der reguläre Postverkehr kam dadurch komplett zum Erliegen, und Briefe wurden beschlagnahmt oder an den Absender zurückgeschickt. [1, 2]

    Hier sind die wichtigsten Details und Auswirkungen der Postsperre:

    • Zeitraum: 19. Februar bis 8. Oktober 1923 (ca. 7,5 Monate). [1]
    • Ursache: Die französische Besatzungsmacht isolierte die Stadt im Zuge der Rheinlandbesetzung, um die Verwaltungshoheit zu brechen. [1, 2]
    • Postabwicklung: Briefe nach Mainz wurden oft schon in umliegenden Postämtern abgefangen und mit speziellen Stempeln wie „Aus der Sperrzeit / zurück zum Absender / Postamt Mainz 3“ versehen. Sendungen, die in der Stadt auf Bahnpostämtern liegen blieben, konnten erst nach Aufhebung der Sperre bearbeitet werden. [1]
    • Inflationskontext: Die Sperrzeit fiel genau in die schlimmste Phase der Hyperinflation im Herbst 1923. Während die Post blockiert war, explodierten die Preise ins Unermessliche – im Oktober 1923 kostete ein Brot in Mainz bis zu 9 Milliarden Mark. [1]
    • Spannende zeitgeschichtliche Belege zu diesem Thema, wie beispielsweise Originalbelege und Stempelabdrücke, finden Sie im Mainzer Philatelisten Spiegel (PDF) oder im Forum auf Altpostgeschichte.de.


    https://vfb-mainz.de/wp-content/uploads/2023/03/MPS2019-2-screen.pdf

    Die Postsperre in Mainz während der Rheinlandbesetzung 1923
    Die Postsperre in Mainz während der Rheinlandbesetzung 1923
    www.yumpu.com

    Gruß kartenhai

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