wenn ich Dich richtig verstehe dann müsste es entweder zehn Urklischees gegeben haben oderzen Vervielfältigungsklischees, die dann wiederrum zehn Mal vervielfältigt worden um eine Druckplatte herzustellen.
Viele Grüße
DKKW
wenn ich Dich richtig verstehe dann müsste es entweder zehn Urklischees gegeben haben oderzen Vervielfältigungsklischees, die dann wiederrum zehn Mal vervielfältigt worden um eine Druckplatte herzustellen.
Viele Grüße
DKKW
wenn ich Dich richtig verstehe dann müsste es entweder zehn Urklischees gegeben haben oderzen Vervielfältigungsklischees, die dann wiederrum zehn Mal vervielfältigt worden um eine Druckplatte herzustellen.
Viele Grüße
DKKW
Guten Morgen,
ich habe mich sicherlich nicht präzise genug ausgedrückt. Ein Primärfehler im Sinne des BPP ist das, was in dem damaligen Handbuch der ARGE zur Mi.-Nr. 1 steht, nicht. Das, was dort in der 5. Spalte als Primärfehler bezeichnet wird, ist während der Herstellung der Druckplatten entstanden. Deswegen habe ich es hier abgebildet. Man muss also aufpassen, wenn Autoren "Primär" schreiben.
In der ganz alten Literatur (um 1950) wird die Vermutung aufgestellt, dass diese "Primärfehler" Geheimzeichen der Druckerei waren. Das wiederum glaube ich nicht, denn ich habe ebenso einen weiteren Spaltenfehler bei der Mi.-Nr. 1 entdeckt und nachgewiesen (in der 10. Spalte).
Im Offsetdruck gibt es keine Klischees, wie beim Buchdruck. Kann das gerne, wenn gewünscht, hier beschreiben, wie eine Druckplatte angefertigt wird.
Beste Grüße
labarnas
Moin labarnas
aber gerne doch. Würde mich freuen etwas mehr über den Offsetdruck zu erfahren.
Viele Grüße
DKKW
Moin labarnas
aber gerne doch. Würde mich freuen etwas mehr über den Offsetdruck zu erfahren.
Viele Grüße
DKKW
Ich stell mich da auch gleich mal freudig mit in die Reihe und bin (ein-)gespannt wie eine Druckform im Buchdruck.![]()
Moin labarnas
aber gerne doch. Würde mich freuen etwas mehr über den Offsetdruck zu erfahren.
Viele Grüße
DKKW
Ok, vereinfacht. Es ist zu dem schwierig, weil die Dinge, die um 1945 oder davor geschehen sind, lediglich aus Büchern erlesen sind. Aber zu empfehlen Otto Kürger: „Die lithografischen Verfahren und der Offsetdruck“. Herr Krüger war der Direktor der grafischen Abteilungen von F. A. Brockhaus Leipzig. Ich habe hier die dritte Auflage von 1949.
Mein Erfahrungswissen beruht auf praktischem Handel in der Druckformherstellung (Text setzen, Fotos vervielfältigen, Film entwickeln, auf Aluminium-Platte entwickeln). Beim folgenden 4-Farben-Druck habe ich dann lediglich meine Arbeitsergebnisse gesehen.
Der Offsetdruck ist ein Flachdruck. So wie der Steindruck. Die Farbe wird auf das Druckmedium übertragen. Es ist ein indirektes Druckverfahren. Es gibt abweisende Flächen und farbübertragende Flächen. Es wird eine vollständige Druckplatte bestehend aus allen Schalterbögen hergestellt. Diese ist flach. Vor und um 1945 kamen u. a. Zinkplatten mit einer Stärke von 0,6 mm zum Einsatz. Diese Platten wurden in einem Verfahren gekörnt und anschließend beschichtet.
In dem von mir erlebten Verfahren wurde ein Satzspiegel auf eine Aluminium-Platte gelegt. Bei diesem Tisch wurde ein Vakuum erzeugt, dann die Platte belichtet. Daraufhin erfolgte, wie bei einem Film, eine Entwicklung. Die Platte musste dann noch angepasst und gebogen werden.
Es gibt einen Entwurf der zu druckenden Marke. Zum Beispiel für die Mi.-Nr. 1 und 3 der Berliner Bärenmarken von Schwab. Diesen gab Bersarin am 20.05.45 frei (mit dem Beschluss des Magistrats war das zugleich die Druckfreigabe). Danach erfolgte ein Herstellen eines echten und formgerechten Bildes für den Druck. Dabei ist der Offsetdruck in seinem Verfahren zu beachten.
Ein simples Beispiel mit einem Radiergummi (ich hoffe, es ist nachvollziehbar).
Malt man ein „E“ auf einen Radiergummi, dann hat man Flächen ohne Farbe und mit Farbe. Der Gummi ist in seiner Oberfläche glatt. Drückt man ein Papier auf die Oberfläche, wird das Bild spiegelverkehrt übertragen. Soweit so gut. Im Buchdruck wäre das natürlich Mist. Das Bild wird in das Papier gedrückt. Es wird ein positiver Abdruck (Vorlage also negativ) auf dem Druckmedium benötigt. Das hier gezeigte „E“ ist seitenverkehrt.
Beim Offsetdruck ist das „E“ richtig als Positiv gezeichnet. Denn es wird auf ein Gummituch(Zylinder) gedruckt. Das vor allem, um die Druckplatte zu schonen. Das Gummituch gibt das Bild an das Druckmedium ab. Simpel beschrieben: Druckplatte = positiv -> Gummituch = negativ -> Druckmedium = positiv.
In der Praxis bedeutet das, dass ein zusätzlicher Vorgang des Umkopierens erforderlich war. Somit eine zusätzliche Fehlerquelle für Einflüsse, die später im Druck als Plattenfehler / Feldmerkmale bezeichnet werden (Sekundärfehler nach BPP).
Bei den Berliner Bärenmarken wurde auch eine 10er-Reihe erzeugt und diese vervielfältigt. Der A-Bogen wurde bei der 5 Pf. auf den C-Bogen übertragen. Aber es gab auch schon beim Umkopieren Retuschen oder Ersatz aus „Zwischenschritten“. So springt der Michel-Plattenfehler 2 A XVII „gekerbtes g“ in den Spalten. Es gibt auch vollständige Überarbeitungen der Bogentypen in späteren Auflagen.
Der Offsetdruck wird nach meinem Lesen zum Erstellen von Briefmarken nicht gern genommen. Bei der Mi.-Nr. 113 A, 113 - 115 war 1920 keine Zeit für das höherwertige Verfahren Buchdruck. 1945 standen in der damaligen Reichsdruckerei nur zwei einsatzbereite Offsetdruckmaschinen zur Verfügung. Man hat es geschafft, so kurz nach dem Kriegsende, etwa 4 Millionen Marken am Tag zu drucken. Eine Zinkplatte (mit 4 Schalterbögen) hält bei normalen Bedingungen ungefähr 20.000 bis 25.000 Drucke.
Noch ein paar Hinweise. Jeder kennt beim Bremsen das Aufwölben der Gummierung der Reifen. Das findet beim Drucken am Gummituch natürlich auch statt. Weiterhin kann es beim falschen Papier zum Stäuben kommen. Diese Stäube setzten sich auf der Druckplatte und beim Gummituch ab. Weiße Fehlstellen können Auswirkungen der Stäube sein, aber auch einen Plattenschaden als Quelle haben. Zu viel oder zu wenig Wasser / Farbe ... usw. Es soll in einer vereinfachten Beschreibung reichen.
Ich hoffe, es ist verständlich und verschafft einen Eindruck
labarnas
Moin labarnas
vielen Dank für die Mühe die Du Dir gemacht hast uns den Offsetdruck etwas näher zu bringen. Ich glaube, ich konnte es nachvollziehen.
Viele Grüße
DKKW