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Frage zu Versandstellenstempel

  • mountaindoge
  • 10. Dezember 2023 um 18:13
  • mountaindoge
    neues Mitglied
    Beiträge
    35
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    30. Dezember
    • 10. Dezember 2023 um 18:13
    • #1

    Liebes Forum,

    Seit ca. 2 Jahren befasse ich mich schon intensiver mit der Philatelie und habe das Gefühl, schon sehr viel gelernt zu haben (auch dank diesem Forum ;)).

    Trotzdem stosse ich immer wieder auf Dinge, die ich nicht wirlkich verstehe, aber irgendwie für alle selbstverständlich zu sein scheinen.

    So beispielsweise der Begriff der Versandstellenstempel, welchen ich bisher nie wirklich beachtet oder verstanden habe.


    Entsprechend wäre ich froh, wenn jemand der erfahreneren Mitglieder des Forums mir folgende Fragen beantworten könnten:

    - Was ist genau der postalische Prozess hinter dem Versandstellenstempel, und was unterscheidet ihn von dem Prozess der Tagespost?

    - Gibt es diese Unterscheidungen in allen Sammelgebieten, oder gibt es Gebiete wo es z.B. keine Versandstellenstempel gibt?

    - Wie unterscheide ich Versandstellenstempel und "echte" Stempel? Dies würde mich insbesondere mit Hinblick auf meine Sammelgebiete Schweiz und Deutschland interessieren.

    - Versucht ihr in euren Sammlungen die Versandstellenstempel aktiv zu vermeiden, oder spielt es für euch keine Rolle? Dies wird natürlich Präferenzsache sein. Für mich hat dies bis jetzt keine Rolle gespielt.


    Vielen Dank und liebe Grüsse aus der Schweiz,

    Mountaindoge

  • opti
    aktives Mitglied
    Beiträge
    220
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    30. Januar 1953 (72)
    • 10. Dezember 2023 um 22:03
    • #2

    Hallo Mountaindoge,

    bei Bundesrepublik hat die Post für Abonenten, die gestempelte Marken wünschen, die Stempel auf die Briefmarken gedruckt. Damit sind die Marken nicht wirklich gestempelt, sondern bedruckt. Dieses Verfahren wurde auch schon bei der DDR praktiziert. Die gedruckten Stempel sehen zwar sehr sauber aus, sind aber halt keine echten Stempel. Ich persönlich bevorzuge echte Stempel.

    Viele Grüße

    Thomas

  • Christoph 1
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    4.669
    • 11. Dezember 2023 um 11:33
    • #3

    Hallo Mountaindoge,

    ich kann nur für Deutschland sprechen (Bund/Berlin):

    Wie Thomas schon geschrieben hat: Die Versandstellenstempel werden aufgedruckt, und zwar meist auf den kompletten Bogen. Aber auch auf FDC oder ETB (in diesen Fällen sind es dann die ESST, die werden aber ebenfalls auch auf Bogen aufgedruckt).

    Bei der Deutschen Bundespost wurden diese Art von "Entwertungen" ab circa Ende der 1960er Jahre eingesetzt. Es gibt diese Versandstellen"Stempel" mit drei Ortsangaben: Frankfurt am Main, Berlin und Weiden in der Oberpfalz.

    Die Frankfurter haben bis etwa in die 1990er Jahre immer den UB "ez". Es gibt sie als Vollstempel und als "Viertel"-Stempel auf der Ecke.

     

    Ähnlich auch die Berlin-Stempel:

    Hier wurden allerdings unterschiedliche UB verwendet.

    Ab den 1980er Jahren etwa kamen dann die "Stempel" aus Weiden hinzu, die dann irgendwann ausschließlich verwendet wurden (Frankfurt und Berlin wurde nicht mehr verwendet).


    Weitere Versandstellenstempel sind natürlich auch die ebenfalls aufgedruckten ESST (Bonn und Berlin):


    Nun gibt es viele "Sammler", die diese Briefmarken per Abo von der Post erhalten (oder früher erhalten haben) und wegen der sauberen "Rundstempel" genau diese Art der Entwertung haben wollten oder wegen der "schönen Ersttagsstempel". Aber die meisten ernsthaften Sammler lehnen diese Art der Stempel ab und wollen sie nicht in ihrer Sammlung.

    Erkennungsmerkmale:

    "Tagesstempel" immer von Frankfurt und Berlin (bis ca. 1990er Jahre) oder Weiden (ab ca. 1980er Jahre), immer akkurat mit voller Farbe waagerecht auf der Briefmarke (entweder mittig oder über Eck, andere Varianten gibt es nicht)

    ESST auf gummierten Briefmarken sind eigentlich immer Versandstellenstempel. Die entsprechenden Handstempel kommen nur auf Belegen vor.

    Auch vor Einführung der gezeigten Stempel gab es schon "Versandstellenstempel", also in den 1950er und 1960er Jahren. Diese wurden jedoch tatsächlich noch gestempelt. In der DDR sind die "Versandstellenstempel" inflationär als Vorausentwertungen verwendet worden mit unzähligen verschiedenen Ortsangaben und UB. Diese "amtlichen Bogenentwertungen zu philatelistischen Zwecken" werden von den allermeisten Sammlern ebenfalls abgelehnt.


    Soweit mal als kleiner Einstieg in das Thema.

    Man kann sich damit aber auch noch viel intensiver beschäftigen, z.B. mit den korrigierten Bogenwertzählern, abgekürzt KBWZ, (als unmittelbare Folge der maschinellen Versandstellenstempelung), ein interessantes Thema.

    Viele Grüße

    Christoph

  • jmh67
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.239
    • 11. Dezember 2023 um 16:25
    • #4

    Kleine Anmerkung: Natürlich sind das "echte" Stempel, also jedenfalls keine Fälschungen. Aber es sind eben keine Stempel aus dem Postverkehr, sondern nur das, was die deutschen Kataloge euphemistisch als Gefälligkeitsstempel bezeichnen. Den Gefallen tut sich die Post selbst ;) Im englischen Sprachraum sind solche Entwertungen als "cancelled to order" (CTO) bekannt.

    Jan-Martin

  • mountaindoge
    neues Mitglied
    Beiträge
    35
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    Männlich
    Geburtstag
    30. Dezember
    • 11. Dezember 2023 um 19:31
    • #5

    Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen.

    Ich hatte initial fälschlicherweise angenommen, dass es sich um Stempel von bestimmten Postfilialen (so hatte ich "Versandstellen" interpretiert) handelt.

    Das mit den Vorausentwertungen macht Sinn, ich sehe das im Sammelgebiet Schweiz oft mit Briefmarken, welche aus einem FDC herausgetrennt wurden. Dann ist die einzelne Marke jeweils schön in der Ecke mit einem einwandfreien Stempel bedruckt.


    Liebe Grüsse,

    Mountaindoge

  • Christoph 1
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    4.669
    • 11. Dezember 2023 um 21:09
    • #6

    mountaindoge ganz besonders viele Versandstellenstempel gibt es bei Marken aus Liechtenstein. Ich schätze mal, ohne genauere Kenntnisse, dass hier 95% der gestempelten Briefmarken auf dem Markt einen solchen Aufdruck tragen. Echt gestempelte Liechtenstein-Marken gibt es extrem selten. Ähnlich auch bei afrikanischen oder arabischen "Raubstaaten".

    Gruß Christoph

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