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Meine Heimatsammlung Elmshorn

  • DKKW
  • 20. März 2023 um 12:09
  • DKKW
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    • 11. Mai 2023 um 11:13
    • #41

    Hallo zusammen,

    hier nun noch ein mit einer 4 Sk. Marke der Ausgabe 1863 (mit Durchstich) frankierter Brief aus Elmshorn ins eigentliche Königreich Dänemark, nach Nysted. Die Marke mit dem Nummernstempel 114 entwertet. der Kreisstempel "Elmshorn 19.9.1863" danebengesetzt.

    Viele Grüße

    DKKW

    Bilder

    • Elmshorn, Dän. Post, 4 Sk. 1863 auf Brief nach Nysted, 1863.jpg
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  • DKKW
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    • 12. Mai 2023 um 12:42
    • #42

    Hallo zusammen,

    hier noch zwei Bahnpostbriefe aus der Zeit der dänischen Post 1852-1864. Beide Brief entstammen der Degenhard-Korrespondenz.

    Leider ist beim ersten Brief die Tinte fast völlig verblasst. Mit Mühe kann man die Adresse auf der Briefvorderseite und die inwändige Datierung des Briefinhalts entziffern (22. März 1855). Die 4 Sk. Marke der Ausgabe 1854 ist mit dem Nr. Stpl. 169 des Holsteinischen Eisenbahn Postspeditionsbureaus entwertet. Daneben der handschriftliche Aufgabevermerk "Elmshorn 22/3 Z1"

    Der zweite Brief ist unfrankiert, möglicherweise direkt in den Briefkasten des Bahnpostwagens eingeworfen. Der K1-Stempel "Holst. Eisenb. Postsped. Bureau 19/7 1855" ist auf der Vorderseite abgeschlagen, kein Aufgabevermerk aber inwändig datiert "Elmshorn, den 18 July 1855" Rötel 6 = 6 Sk. Porto für unfrankierte Briefe.

    Ich habe auf die Schnelle keine Abbildung eines Bahnpostwagens der König Christian Ostseebahn gefunden. Der Dansk Jernbaneklub zeigt auf seiner homepage einige alte dänische Bahnpostwagen aber nicht aus der Frühzeit der Eisenbahn: https://danskjernbaneklub.dk/index.php/nyt-…kvogne&catid=12

    Viele Grüße

    DKKW

    Bilder

    • Elmshorn. Dän. Post, 4 Sk. 1854, Bahnpostbrief.jpg
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    • Elmshorn, unfrankierter Bahnpostbrief nach Ahrensburg, 1855.jpg
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    kartenhai
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    • 12. Mai 2023 um 13:25
    • #43

    Im Altonaer Museum befindet sich ein Prospekt der König-Christian-Ostseebahn aus dem Jahre 1844. Vielleicht haben die eine Abbildung eines Bahnpostwagens aus dieser Zeit im Prospekt?

    Und hier noch eine Webseite zu der Bahn:

    https://www.kiel.de/de/bildung_wis…tage.php?id=105

    Gruß kartenhai

  • DKKW
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    • 12. Mai 2023 um 14:49
    • #44

    Moin kartenhai,

    vielen Dank für Deine Mühe. Ich bin ja selbst überrascht, dass ich so gar keine Bilder zum Thema finde.

    In Bergsoes Buch: Det Danske Postvæsen 1624-1924 gibt es natürlich auch ein Kapitel zur Bahnpost aber keine passenden Bilder, das gleiche in Monika Frohrieps Buch: Vom Postwagen zur Eisenbahn - Kleine Postgeschichte Schleswig-Holsteins im 19. Jahrhundert. Auch in Band 7 der "Beiträge zur Elmshorner Geschichte - 150 Jahre Eisenbahn. Keine Bilder aus der Frühzeit.

    Es ist natürlich möglich, dass sich in einem der vielen Hefte von PHT oder NFT irgendwo ein Artikel zur Bahnpost im 19. Jahrhundert samt Abbildung versteckt hat, aber dass ist dann schon die Nadel im Heuhaufen.

    Viele Grüße

    DKKW

  • DKKW
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    • 12. Mai 2023 um 18:14
    • #45

    Hallo zusammen,

    nach längerem Suchen habe ich im Netz zumindest eine Zeichnung eines preussischen Bahnpostwagens aus dem Jahr 1859 gefunden. Ich vermute mal, dass die diese Wagen seinerzeit durchaus den in Schleswig-Holstein ähnelten. https://img.oldthing.net/8867/24762270/…t-Eisenbahn.jpg

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende

    DKKW

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    rama
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    1. April
    • 12. Mai 2023 um 18:17
    • #46

    Hallo DKKW

    hast Du mal bei der BARGE Bahnpost nachgefragt. Die haben ein Bahnpostwagen-Bildarchiv erstellt.

    viele Grüße

    rama

  • DKKW
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    • 15. Mai 2023 um 11:18
    • #47

    Moin rama,

    nein, habe ich nicht. Eigentlich ist es mir auch nicht so wichtig. Ich bin eher verblüfft, dass da nichts erhalten geblieben ist. Vermutlich weil es ja eine dänische Eisenbahn war. Die Zeit vor der preussischen Herrschaft war den späteren, in der Regel stramm konservativen Historikern nicht so wichtig, das konnte man einfach ignorieren.

    Viele Grüße

    DKKW

  • DKKW
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    • 16. Mai 2023 um 15:49
    • #48

    Hallo zusammen,

    Ende 1863 kommt es in Schleswig-Holstein zum großen Showdown. Rolf Beyerodt fasst die Ereignisse in seinem Buch Postfreimarken in Schleswig-Holstein 1850-1867 folgendermassen zusammen: "Der dänische Reichsrat verabschiedet am 13. November eine gemeinsame Verfassung für Schleswig und Dänemark. Mit der Unterzeichnung dieser Novemberverfassung durch den dänischen König Christian IX. soll das Herzogtum Schleswig in das dänische Königreich integriert werden."

    Das war natürlich ein glatter Bruch des Londoner Protokolls von 1852 und nix mit "op ewig ungedeelt". Der Deutsche Bund begann am 23. Dezember 1863 mit der sogenannten Bundesexekution, hannoversche und sächsische Truppen besetzen die Herzogtümer Holstein und Lauenburg. Die dänischen Truppen zogen sich aus den beiden Herzogtümern zurück. Elmshorn wurde am 25.Dezember von Bundestruppen besetzt.

    Am 27. Dezember 1863 kam es zur legendären Volksversammlung auf dem Elmshorner Probstenfeld bei der sich ca. 20.000 Menschen (weit mehr als Elmshorn damals Einwohner hatte) versammelten und den Erbprinzen Friedrich von Augustenburg zum neuen Herzog von Schleswig, Holstein und Lauenburg proklamierten.

    Da schrillten natürlich bei den stockkonservativen Monarchen in Deutschland alle Alarmglocken, da lässt sich ein Adeliger vom Volk proklamieren, ja geht's noch. Insbesondere die Preussen wollten auf jeden Fall ein unabhängiges und demokratisches Schleswig-Holsteinim Rahmen des Deutschen Bundes verhindern, Bismarck hatte da ganz andere Pläne.

    Zusammen mit den Österreichern überschritten Preussen am 1. Februar die Grenze zum Herzogtum Schleswig nachdem der dänische König die Novemberverfassung nicht zurückgenommen hatte. Dieser Beginn des Deutsch-Dänischen Krieges stand übrigens im Widerspruch zur Haltung des Deutschen Bundes. Na ja, der Rest ist, wie es so schön heisst: Geschichte. Die Dänen erlitten bei Düppel eine verheerende Niederlage (und ein nationales Trauma). Schlussendlich besetzten Preussen und Österreicher ganz Jütland. Im Friedensvertrag von Wien vom 30. Oktober 1864 verzichtet der dänische König auf alle Rechte an den Herzogtümern, nur die schleswigsche Insel Aaroe die rein dänisch war, wird dem Königreich Dänemark zugeschlagen.

    Nur unabhängig wurden dei Schleswig-Holsteiner nicht, die Herrschaft teilten sich Preussen und Österreicher auf. Die Österreicher wurden dann 1866 im Rahmen des Krieges zwischen Preussen und Österreichern aus Holstein verdrängt. Lauenburg war bereits 1865 von den Preussen annektiert worden, am 24.12.1866 annektiert Preussen auch Schleswig-Holstein. Die Herzogtümer waren zum Beutegut Preussens geworden und erst nach 1945 erlangte Schleswig-Holstein im Rahmen der Bundesrepublik seine Eigenständigkeit so wie sie es schon 1848 und 1863 gewollt hatten.

    Soviel zu den geschichtlichen Hintergründen, das nächste Mal gibt es wieder Postgeschichte.

    Viele Grüße

    DKKW

  • DKKW
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    • 17. Mai 2023 um 12:41
    • #49

    Hallo zusammen,

    der letzte dänische Postmeister Sophus Frederik Gyldenfeldt wurde am 25.12.1863 aus Elmshorn vertrieben. Er wurde später Postmeister im dänischen Nakskov.

    In den Herzogtümern Holstein und Lauenburg wurden am 1. März 1864 eigene 1 1/4 Schilling Marken eingeführt (zunächst die Mi. Nr. 5, dann ab Mitte März die Mi. Nr. 6 und am 15. Mai 1864 die Mi. Nr. 7). Bis zur Einführung der ersten holsteinischen Marken wurden die dänischen Briefmarken weiterverwendet.

    Aus dieser Übergangszeit habe ich bislang weder einen frankierten noch unfrankierten Brief aus Elmshorn gefunden, aber ich bin ja noch jung ^^

    Auch einen mit einer 1 1/4 Sch. Marke (Mi. Nr. 5 oder 6) frankierten Brief aus Elmshorn habe ich nicht. Allerdings die letzte bekannte Verwendung des Nummernstempels 114 auf einem mit einer Mi. Nr. 7 frankierten Brief aus Elmshorn nach Ahrensburg vom 20.10.1864. Der Brief entstammt wieder der Degenhardt-Korrespondenz.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Elmshorn, Holst. Post, (Mi. Nr. 7) auf Brief nach Ahrensburg, 1864.jpg
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  • DKKW
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    • 23. Mai 2023 um 10:54
    • #50

    Hallo zusammen,

    im Dezember 1864 wird eine gemeinsame Regierung für die drei Herzogtümer Lauenburg, Holstein und Schleswig mit Sitz in Schleswig zwischen Preußen und Österreich vereinbart. In Kiel wird eine Schleswig-Holsteinische Ober-Post-Inspektion eingerichtet. Als Folge dieser (Wieder-)vereinigung werden zunächst die holsteinischen Marken auch in Schleswig und die schleswiger Marken in Holstein und Lauenburg frankaturgültig. In Holstein verwendete Marken des Hzgtm. Schleswig findet mit nicht so häufig, von Elmshorn kenne ich weder lose Marken noch Briefe.

    Ab dem 22. Februar 1865 erschienen neue Briefmarken mit der neuen Bezeichnung Schleswig-Holstein. diese Marken waren zunächst bis zum 31.10.1865 gültig, da infolge des Gasteiner Abkommens die gemeinsame Verwaltung der Herzogtümer wieder aufgegeben wurde. Preußen betrieb jetzt offen den Anschluß anstelle des von Österreich favorisierten unabhängigen Schleswig-Holstein im Rahmen des Deutschen Bundes.

    Aus dieser relativen kurzen Zeitspanne der gemeinsamen Verwaltung besitze ich keinen Brief der mit den Marken der neuen Markenausgabe frankiert ist, ebenso keine unfrankierten Dienst- oder Fahrpostsendungen.

    Viele Grüße

    DKKW

  • Nordlicht
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    • 28. Mai 2023 um 09:01
    • #51

    Hallo DKKW,

    einen Brief aus Elmshorn mit einer Marke der "Schleswig-Holstein"-Ausgabe kann ich beisteuern, aber er lief nicht mehr zur Zeit der gemeinsamen Verwaltung.
    Denn der Brief wurde erst am 6.November 1865 abgeschickt (vermutlich in einen Briefkasten am Elmshorner Bahnhof eingeworfen). Eine Entwertung der Marke erfolgte nicht, weil sie nicht mehr gültig war (wie im vorherigen Beitrag beschrieben). Daher wurden beim Empfänger auch 2 Schilling für einen unfrankierten Brief kassiert.

    Viele Grüße
    nordlicht

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    • Brief_Elmshorn_ohneStempel.jpg
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  • DKKW
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    • 28. Mai 2023 um 10:39
    • #52

    Moin nordlicht,

    ein schöner und seltener Beleg, korrekt mit Nachporto versehen. Ich kann mich nicht erinnern, so etwas schon mal gesehen zu haben.

    Viele Grüße

    DKKW

  • DKKW
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    • 28. Mai 2023 um 19:17
    • #53

    Hallo zusammen,

    im Beitrag #22 auf Seite 2 hatte ich einen Feldpost-Beleg mit dem Stempel der Lazarett-Commission Elmshorn gezeigt, Nordlicht meinte, diesen hätte er noch nie gesehen. Nun, eins der Bücher das ich "second hand" am Stand der Hamburger Philatelistischen Bibliothek (für € 10,00) erwerben konnte war das Handbuch "Feldpost und Militaria in Schleswig-Holstein" aus dem Jahr 1994 (immer noch die aktuellste Ausgabe). Dort ist der Stempel verzeichnet, aber ohne Datum.. Das würde zu meinem undatierten Faltkuvert ohne Inhalt passen zudem ich ja glaube, dass ich dieses Faltkuvert von Holger Carstensen gekauft habe, der Mitglied und DK-Beauftragter der ARGE SH war.

    Also unter Umständen ein Unikat, so wie von Nordlicht vermutet.

    Damit habe ich da ältere Exemplar über und würde es gegen Portoersatz abgeben, ohne den Ringbinder (nicht von der ARGE) dürfte der Brief auch nicht zu schwer werden.

    Viele Grüße

    DKKW

  • DKKW
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    • 29. Mai 2023 um 10:27
    • #54

    Hallo zusammen,

    in der Folge der Gasteiner Konvention wurde die gemeinsame Verwaltung Schleswig, Holstein und Lauenburgs aufgelöst, Östereich wollte ein freies unabhängiges Schleswig-Holstein im Rahmen des deutschen Bundes, Preussen wollte Schleswig-Holstein annektieren. Ein Umstand der z.B. von Rosenkranz schlicht übergangen wird, da wird nur von Uneinigkeit über die Zukunft der Herzogtümer geschrieben.

    Das Herzogtum Lauenburg wird in Folge der Konvention an Preussen abgetreten, sozusagen die Krim der Scheswig-Holsteiner. Preussen übernahm wieder die Verwaltung Schleswigs und Österreich die Verwaltung Holsteins.

    In Holstein und damit auch in Elmshorn galten die Schleswig-Holsteinischen Marken zunächst weiter, da die neuen Freimarken erst in Auftrag gegeben und gedruckt werden mussten. Laut Beyerodt wurde mit Bekannmachung vom 11.10,65 mitgeteilt, dass die "alten" Freimarken mit der Inschrift Schleswig-Holstein bis 1.11.1865 in die neuen Freimarken umgetauscht werden sollen und ab dem 1.11.1865 ihre Frankaturgültigkeit verlieren würden (siehe letzter Beitrag von Nordlicht )

    Da die Postämter erst am 30.10.1865 mit den neuen Freimarken beliefert wurden war insbesondere die ländliche Bevölkerung kaum in der Lage ihre Markenbestände umzutauschen.

    Diese Periode unter österreichischer Verwaltung endete mit dem Einmarsch preussischer Truppen am 7. Juni 1866, die österreichischen Truppen verliessen das Land. Damit war ganz Schleswig-Holstein endgültig preussisches Beutegut. Am 24.12.1866 wurden die Herzogtümer auch offiziell dem preussischen Staat einverleibt. Ab dem 6.11.1866 wurden die alten Freimarken mit der Inschrift Schleswig-Holstein wieder frankaturgültig, ebenso konnten die Freimarken des Herzogtum Schleswig auch in Holstein verwendet werden.

    Ich stelle fest, dass ich auch aus diesem Zeitabschnitt keine Belege aus Elmshorn zeigen kann, nur einen Wertbrief aus dem schleswigschen Leck nach Elmshorn an den Buchbinder Feddersen. Die Buchbinderei Feddersen war in der Königstraße 32 in Elmshorn ansässig und das Haus ist meines Wissens noch heute im Familienbesitz. Die Familie Feddersen stammte ursprünglich aus Nordfriesland, nämlich aus Deezbüll. https://koenigstrasse-elmshorn.de/haeuser/koe-32/

    Der von mir gezeigte Wertbrief über 62 Thaler und 8 Schilling in "Zetteln" ist mit 52 Schilling austaxiert (Blaustift), die etwas schwer zu lesende handschriftliche Taxierung oben rechts interpretiere ich als Portorechnung für Schleswig und Holstein (33 /19). Abgestempelt in Leck am 4.11.65, kein Ankunftstempel. Der Brief trägt die Prüfsignatur von Carl H. Lange.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Elmshorn, Brief aus Leck nach Elmshorn, 4.11.1865.jpg
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  • DKKW
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    • 8. Juni 2023 um 17:52
    • #55

    Hallo zusammen,

    In meinem letzten Beitrag hatte ich ja geschrieben, dass die Preußen am 7. Juni 1866 nach Holstein einmarschierten, die österreichischen Truppen zogen sich über die Elbe nach Hannover zurück.

    Am 11. Juni zieht der preußische Oberpräsident v. Scheel-Plessen in Kiel ein. Man war also bestrebt schnell vollendete Tatsachen zu schaffen. Nun, der Krieg endete mit einem Sieg der Preußen über Österreich und im Frieden von Prag (23.8.1866) verzichtete Österreich zu Gunsten Preußens auf alle Rechte an den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Das Herzogtum Lauenburg hatten die Preußen ja bereits annektiert. Eigentlich war auch eine Volksabstimmung vorgesehen aber auf die verzichtete Bismarck wohlweislich. Am 12.1.1867 wird das Besitzergreifungspatent erlassen.

    Vielfach wird nach der Annektion zu Verboten und anderen diktatorischen Maßnahmen gegriffen um die Gegner der preußischen Herrschaft zum Schweigen zu bringen. Dafür „dürfen“ die Schleswig-Holsteiner jetzt Wehrdienst bei der preußischen Armee leisten.

    Mein frühester Brief aus Elmshorn nach der Besetzung durch die Preußen ist ein Fahrpostbeleg für eine Wertpaketsendung aus Elmshorn nach Breitenburg. Das Porto 3 ½ Schilling wurde vom Absender bezahlt. Immerhin wurden 330 Crt. Mark im Beutel mit 5 Pfund 24 Loth Gewicht verschickt.

    Beim vorderseitig abgeschlagenen Zweikreisstempel „Elmshorn 25 … 66“ fehlt die Monatsangabe, der rückseitige Ankunftstempel „Itzehoe 26.6.66“ zeigt den Monat Juni. Hier sieht man auch den Paketaufkleber „Aus Elmshorn 939“ Das größere Gegenstück war am Beutel bzw. einem Paketanhänger angebracht.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Elmshorn Fahrpostbeleg nach Breitenburg pr. Itzehoe, 25.6.66.jpg
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  • DKKW
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    • 16. Juni 2023 um 11:13
    • #56

    Hallo zusammen,

    bevor es ins Wochenende geht hier noch mein ältester Ortsbrief aus Elmshorn. Das heisst, eigentlich ist es ein Brief im Ortszustellbezirk denn er ist nach Neuendorf bei Elmshorn gerichtet.

    Frankierte Ortsbriefe könnten theoretisch auch aus der Zeit der dänischen Post existieren, aber Elmshorn ist der einzige Postort im Bereich der dänischen Post bei dem Ortszustellung möglich war aber weder 2 Sk. Marken der 1854er Ausgabe (Nr. Stempel 114) noch Briefe bekannt sind (Aufstellung aller bekannten Postorte im AFA-Spezial 2016). Auch unfrankierte Ortsbriefe aus Elmshorn sind mir noch nicht untergekommen.

    Hier also vom 1.4.67 von der Firma F. Mahncke Nachf. in Elmshorn ein mit einer 1/2 Schilling-Marke, Ausgabe 1865 für das Herzogtum Holstein, frankiertes Briefkuvert nach Neuendorf.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende

    DKKW

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    • Elmshorn, Ortsbrief 1.4.1867.jpg
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  • DKKW
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    • 19. Juni 2023 um 13:02
    • #57

    Hallo zusammen,

    Postvorschuß-Sendungen aus Schleswig-Holstein sind gar nicht mal sooo selten, Mein heutiger Beleg ist aber der einzige Postvorschuß-Brief aus Elmshorn in der Zeit von 1864-1867. Die Briefhülle ohne Inhalt wurde am 8.10.1866 in Elmshorn abgestempelt und kam am gleichen Tag in Glückstadt an-

    Ich kann den Krakel oben links unter Hierin nicht entziffern aber ich gehe davon aus, das der Brief 2 Loth gewogen hat. Also 2 1/2 Sch. Porto plus 1 1/4 Postvorschußgebühr. Die Gebühr für die Postanweisung des einzuziehenden Betrages durfte lt. Rolf Beyerodt "Postfreimarken in Schleswig-Holstein 1850-1867" nicht frankiert werden sondern musste bar bezahlt werden.

    Frankiert mit drei 1 1/4 Sch. Marken des Herzogtum Holstein, Ausgabe 1866.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Elmshorn, Postvorschußbrief nach Glückstadt, 1866.jpg
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    rama
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    1. April
    • 19. Juni 2023 um 13:25
    • #58

    Hallo DKKW

    schöner Beleg.

    Den "Krakel" kann ich auch nicht entziffern.

    Ich lese:

    Postvorschuß 8 darunter steht

    Porto 4 1/2

    macht zusammen 12 1/2

    viele Grüße

    rama

  • DKKW
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    • 19. Juni 2023 um 13:36
    • #59

    Moin rama,

    das lese ich auch so, hätte aber eigentlich 4 3/4 erwartet, 1 Sch. für die Postanweisung für den einzuziehenden Betrag.

    Viele Grüße

    DKKW

  • Nordlicht
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    • 19. Juni 2023 um 16:57
    • #60

    Hallo DKKW,

    der Brief gefällt mir!
    Die Portoberechnung macht mich noch stutzig. Ich hätte erwartet, dass die Gebühr sich aus Briefporto und Postvorschußgebühr zusammensetzt - so wie du es auch beschrieben hast. Aber da das Porto zusammen mit dem Postvorschuß beim Empfänger kassiert werden sollte und daher notiert ist, müssen wir davon ausgehen, dass der Absender tatsächlich 4 1/2 Schilling bezahlt hat. Das erklärt sich mir leider noch nicht ...

    Viele Grüße
    nordlicht

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