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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Kontroverse Briefmarken

  • dietbeck
  • 19. Juni 2020 um 05:29
  • dietbeck
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    • 19. Juni 2020 um 05:29
    • #1

    Hallo,

    mache mal einen Thread auf über Marken, die Diskussionen, Kritik oder sonstige "Reaktionen" hervorgerufen haben. Und da gibt es wohl auch nicht wenig. Würde mich freuen, wenn der ein oder andere da mitmacht und so einiges zusammenkommt.

    Ich mache mal den Anfang mit eine Marke Sri Lankas von 2018. Sie ist Teil von 18 Marken zu "Traditionellen Exorzismus Ritualen". Auf der Marke steht "Demala Sanniya", was mit "Tamil-Dämon" gleichzusetzen ist, offenbar auch der Name für eine Krankheit, die Halluzinationen hervorruft. Die dargestellte Maske hat offenbar, was man als eine heilige Hindu-Asche interpretieren kann, aufgemalt.

    Die Marke hat zu Protesten der Tamilen geführt, die Marke sei

    1. Anti-hinduistisch

    2. Rassistisch, denn man würde die Tamilen als "Krankheit" verunglimpfen.

    Der Konflikt zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen, den Tamilen (hinduistisch) und den Singhalesen (buddhistisch, Mehrheit der Bevölkerung) ist viele Jahrzehnt alt.


    https://www.concrete-online.co.uk/uproar-recent-…tamps-released/

    Bilder

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    Postkrieg, Zurückgezogene Marken, Territoriale Konflikte, Aland
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    Es kommt nicht drauf an wie alt man wird, sondern wie man alt wird.

    Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung

    Einmal editiert, zuletzt von dietbeck (19. Juni 2020 um 19:42)

  • kartenhai
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    • 19. Juni 2020 um 08:12
    • #2

    https://www.tamilguardian.com/content/outrag…i-lankan-stamps

    https://stamps.slpost.gov.lk/product/3639

    Gruß kartenhai

  • dietbeck
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    • 19. Juni 2020 um 19:41
    • #3

    Weiter mit Bernard Revel, USA. Die Marke wurde 1986 in der Serie "Große Amerikaner" verausgabt. Revel war ein jüdischer Rabbiner.

    Der Markendesigner hat in der Marke einen kleinen Davidstern "versteckt". Aufgefallen ist das erst nach Ausgabe und die US-Post hat sich dahingehend erklären müssen. Dort war die Aussage, dass dies weder erwünscht noch beabsichtigt war.

    Angeblich wurde der Markendesigner "versetzt", allerdings ist nicht klar ob das tatsächlich mit der Marke in Zusammenhang steht, denn er war wohl auch anderweitig mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

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    Postkrieg, Zurückgezogene Marken, Territoriale Konflikte, Aland
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    Es kommt nicht drauf an wie alt man wird, sondern wie man alt wird.

    Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung

  • kartenhai
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    • 19. Juni 2020 um 21:45
    • #4

    Hier steht etwas darüber drin. In dem Artikel wird auch noch auf einen anderen Stecher hingewiesen, der seinen Namen HIPSCHEN in eine USA-Briefmarke hineingravierte. Diese Marke habe ich leider nicht gefunden:

    https://www.chicagotribune.com/news/ct-xpm-19…0172-story.html

    Gruß kartenhai

  • Jean Philippe
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    • 19. Juni 2020 um 22:02
    • #5

    Es müsste sich um USA Michelnummer 1783 handeln.

    Gruss,

    Jean Philippe

  • kartenhai
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    • 19. Juni 2020 um 22:08
    • #6

    @ Jean Philippe:

    Das wäre dann die grüne aus dem Satz. Die Gravur kann man wohl nur sehen bei der Originalmarke mit starker Lupe.

    Gruß kartenhai

  • Jean Philippe
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    • 19. Juni 2020 um 22:33
    • #7

    kartenhai

    Auf Grund des von Dir gelieferten Bildes muss ich mich korrigieren : es ist die blaue Marke unten rechts. Also 1786.

    Gruss,

    Jean Philippe

    Einmal editiert, zuletzt von Jean Philippe (20. Juni 2020 um 07:04)

  • dietbeck
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    • 20. Juni 2020 um 12:29
    • #8

    Ich nehme mal die Ausgabe hier dazu, wenn diese auch schon in einem anderen Thread Erwähnung gefunden hat. Aber die Ausgabe passt hier sehr gut dazu.

    Die 20 Marken (2018) zeigen "Grausamkeiten", die (angeblich) im indischen Teil von Kaschmir verübt wurden. Ich will auf keinen Fall hier irgendeine Wertung vornehmen...

    Die Marken haben auch dazu beigetragen, dass ein anberaumtes Treffen der Außenminister beider Staaten kurzfristig abgesagt wurde:

    Indien-Pakistan politische Konsequenzen

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    Einmal editiert, zuletzt von dietbeck (20. Juni 2020 um 15:37)

  • dietbeck
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    • 20. Juni 2020 um 19:02
    • #9

    Niue, Royal Wedding 2011

    Eher von der harmlosen Sorte ;). 2011 heirateten Prinz William (britisches Königshaus) und Kate Middleton.

    Die beiden Marken Niues im Zusammendruck, erlaubten es faktisch die beiden Heiratenden zu "trennen". Auch hatte die Marke von Prinz William einen höheren Nennwert. Das Markendesign wurde als zumindest "unglücklich" kritisiert.

    https://www.bbc.co.uk/news/world-asia-pacific-13047911


    https://www.telegraph.co.uk/news/uknews/ro…ual-stamps.html


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  • dietbeck
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    • 21. Juni 2020 um 06:36
    • #10

    Großbritannien, Freddy Mercury, 1999

    In einem Markensatz "Berühmte Persönlichkeiten" war eine Marke Freddy Mercury, dem verstorbenen Sänger von Queen, gewidmet. Ganz klein im Hintergrund war auf der Marke auch der "lebende" Schlagzeuger Roger Taylor zu sehen.

    Auf englischen Marken dürfen, außer Mitgliedern des englischen Königshauses, keine lebenden Personen dargestellt werden. Daher gab es einige Aufregung/Kritik um/an der Marke.

    Freddy Mercury-Marke und der Markensatz

    Siehe unter "Great Britain 1999" im Link

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  • Jean Philippe
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    • 21. Juni 2020 um 10:09
    • #11

    Ich denke dass die Regel, keine lebenden Personen auf Briefmarken zu zeigen, in den meisten Fällen nur eine ungeschriebener Brauch ist, der immer weniger beachtet wird weil gerade Marken mit lebenden Personen (Sportler, Stars, usw.) Abnehmer auch bei Nichtsammlern finden.

    Gruss,

    Jean Philippe

  • dietbeck
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    • 25. Juni 2020 um 11:45
    • #12

    Hongkong, Chess Game Delight, 2020

    die Marke aus einem Satz von 6 um das Thema Schach hat wohl in der Anbahnung Kritik verursact. Denn ursprünglich war wohl die Kleidung der Kinder auf der Marke schwarz und nicht, wie verausgabt, braun.

    Der Vorwurf: Es handle sich um eine Selbst-Zensur, denn die schwarze Farbe wird auch mit der Demokratiebewegung in Hongkong assoziiert. Die Hongkonger Post hat entsprechende Anschuldigungen abgewiesen.

    Braun statt schwarz

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  • drkohler
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    • 25. Juni 2020 um 16:27
    • #13
    Zitat von kartenhai

    Hier steht etwas darüber drin. In dem Artikel wird auch noch auf einen anderen Stecher hingewiesen, der seinen Namen HIPSCHEN in eine USA-Briefmarke hineingravierte. Diese Marke habe ich leider nicht gefunden:

    Gruß kartenhai

    Das Ameripex Markenheftchen von 1986, Scott 2201a, die Marke ganz rechts.

    Das Heftchenblatt enthält mehrere Fehler. Z.B. der Stempel auf der Marke. Die Ausstellung fand zwar vom 22.Mai an statt, die abgebildeten Marken darauf gab es schon Anfangs Jahr. Deshalb konnte der Ersttagstempel unmöglich vom 22. Mai sein.

  • kartenhai
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    • 25. Juni 2020 um 17:36
    • #14

    Angeblich hat ein schwedischer Graveur die amerikanische Version und der amerikanische Graveur Hipschen die schwedische Version entworfen. Aber erkennen läßt sich leider nichts:

    Gruß kartenhai

  • drkohler
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    • 26. Juni 2020 um 07:14
    • #15
    Zitat von kartenhai

    Aber erkennen läßt sich leider nichts:

    Auf Scans sieht man es nicht. Auf dem Stempelknauf der rechten Marke steht HIPSCHEN, sieht man aber nur wenn die Marke unter ein Mikroskop/grosses Vergrösserungsglas gelegt wird. Anders wäre Hipschen wahrscheinlich auch nicht durchgekommen....

  • dietbeck
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    • 27. Juni 2020 um 17:27
    • #16

    USA, Harry Potter, 2013

    Von der US-Post wurden 20 Marken als Markenheftchen zum Thema Harry Potter verausgabt. Dies zog Kritik sowohl von Sammlern als auch von einem postinternen Beirat auf sich, den man wohl übergangen hatte.

    1. Die Marken seien kein amerikanisches Thema

    2. Diese hätten einzig und allein einen kommerziellen Hintergrund.

    Kritik an Harry Potter-Marken

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  • dietbeck
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    • 28. Juni 2020 um 18:05
    • #17

    Großbritannien, Marie Stopes, 2008

    In einem Markensatz für "Bekannte Frauen" war eine Marke der Pionierin für Familienplannung Marie Stopes gewidmet.

    Sie war allerdings auch ein Bewunderer Hitlers und auch eine Anhängerin der "Eugenik". Daher war die Marke in Großbritannien umstritten, was bis zum Aufruf der Verweigerung der Annahme entsprechend frankierter Briefe in kirchlichen Kreisen führte.

    Marie Stopes umstrittene Marke

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  • abrixas
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    • 29. Juni 2020 um 11:37
    • #18

    Zitat von @dietbeck

    "Sie war allerdings auch ein Bewunderer Hitlers und auch eine Anhängerin der "Eugenik". Daher war die Marke in Großbritannien umstritten, was bis zum Aufruf der Verweigerung der Annahme entsprechend frankierter Briefe in kirchlichen Kreisen führte."

    Da habe ich ein Problem!

    =O

    (Das kann ich mit 100%iger Sicherheit feststellen):

    A. Ich bin kein Nazi!

    B. Ich bin kein Rassist!

    C. Ich bin kein Politiker und kein Parteimitglied!

    D. Ich bin durch und durch Philatelist! (Meinetwegen auch seit über 60 Jahren Briefmarkensammler)!

    Und das ist der Grund dafür, dass ich mich in einem philatelistischen Forum mit gemischten Gefühlen äussere!

    Learn to laugh abut your problems - everybody else does!

  • wolleauslauf
    Gast
    • 29. Juni 2020 um 15:19
    • #19

    Verstehe ich jetzt nicht ganz ??

    Was hat das mit dem Fakt zu tuen, dass christliche Kreise die Annahme dieser Marke verweigert haben ?

    Alle, die sich nicht angesprochen fühlen, dürfen diese Marke doch sammeln.

    Wie viele von uns altgedienten Sammler haben Adolf Marken in den Alben und sind auch nicht politisch engagiert, oder Nazis ?

    Gruß von

    Wolle

  • dietbeck
    Stamm Mitglied
    Beiträge
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    Geschlecht
    Männlich
    • 29. Juni 2020 um 16:52
    • #20

    abrixas

    Ich verstehe das auch nicht ? Was soll mit dieser Aussage vermittelt werden ?

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