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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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  4. Briefmarken Allgemein

große und bunte Pseudobriefmarken

  • joker
  • 12. Januar 2017 um 11:19
  • joker
    aktives Mitglied
    Beiträge
    96
    • 12. Januar 2017 um 11:19
    • #1

    Hallo zusammen,

    gibt es eigentlich eine Bezeichnung für diese großen, bunten Briefmarken, meist aus Ländern, die nicht für ihre Briefmarken berühmt sind? Meistens sind sie auch noch postfrisch gummiert, aber haben eine Art "aufgedruckten" Stempel?

    Gibt es hierfür eine oder mehrere Bezeichnungen?
    Mit "Pseudobriefmarken" bin ich bei Google nicht weitergekommen

    Und: sind diese immer wertlos, auch wenn sie z.B. aus der UdSSR kommen?

    Viele Grüße

  • jpd
    Gast
    • 12. Januar 2017 um 11:51
    • #2

    Hallo!

    Eine wirklich einheitliche Bezeichnung wüsste ich auch nicht. In Philateliekreisen werden die betreffenden Länder öfter als "Raubstaaten" bezeichnet.

    Ich würde innerhalb dieser Marken aber noch eine Unterscheidung treffen.

    Besonders in den Ostblockstaaten gab es regulär verausgabte Briefmarken, die aber zu erheblichen Teil und zur Devisengewinnung mit Gummierung und Bogenabstempelung unter die Sammler gebracht werden. DDR, UdSSR, Rumänien, Bulgarien etc. schlummern massenhaft in alten Alben.

    Dann gibt es wirklich die reinen Phantasieprodukte. Staaten, von denen man sonst noch nie etwas gehört hat mit gefühlt 1 Mio verausgabeten Marken pro Einwohner. Diese Dinger stammen oft nichtmal aus den Ländern, und sind gar keine Postwertzeichen.

    Die erste Gruppe wird durchaus katalogisiert und z.B. bei DDR als Bogen Gefälligkeitsabstempelung mit Abschlägen bei den Katalogwerden bewertet. Handelswert natürlich entsprechend noch niedriger.

    Die zweite Gruppe ist für mich Altpapier, interessiert aber vielleicht dennoch den einen oder anderen Motivsammller.

    Grüße
    Jens

  • mx5schmidt
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    25. September 1958 (67)
    • 12. Januar 2017 um 12:16
    • #3

    Hallo Joker,

    solche Ausgaben bezeichnet man als "Cinderellas":

    (Philatelie)

    Liebe Grüße
    mx5schmidt

  • joker
    aktives Mitglied
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    96
    • 12. Januar 2017 um 13:29
    • #4

    Danke für eure Antworten. Ok, dann scheint es keinen sehr verbreiteten Begriff dafür zu geben (obwohl das Phänomen ja verbreitet ist). Cinderella scheint ja eher im Englischen gebräuchlich, ich habe es zumindest noch nicht gehört.

    Ich habe eben sehr viele solche Pseudomarken in einem Karton, und sehe sie auch als Altpapier an. Aber bei UdSSR wurde ich eben etwas nachdenklich, weil es ja von dort auch ganz ähnliche "bunte" reguläre Marken mit hohem Wert gibt.

    Daher nochmal zum Stempel: Die scheinen irgendwie anders als die richtigen, daher hatte ich "aufgedruckt" geschrieben. Das wären dann also Gefälligkeitsstempel? (so wie man sie auch bei FDC sieht). Kann ich trotzdem davon ausgehen, dass Marken (woher auch immer) mit Gummierung und solchen Stempeln zumindest keine 1000 EUR Schätze sind?

  • kartenhai
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    • 12. Januar 2017 um 13:52
    • #5

    Kannst ja mal ein paar besonders Interessante aus Deinem Karton zeigen. Wenn die Marken einen Nennwert haben und das Land auch existiert, sind die Briefmarken katalogisiert. Wenn kein Nennwert auf den Marken steht, sind das auch keine Briefmarken, sondern Vignetten oder Reklamemarken, die aber auch gesammelt werden.

    Gruß kartenhai

  • jpd
    Gast
    • 12. Januar 2017 um 13:54
    • #6

    Hallo,

    Gefälligkeitsstempel können auch "normale" Stempel sein, bei den von dir beschriebenen Marken sind das meist aufgedruckte Stempel. Die wurden ab den 70ern auch in den meisten Ostblockstaaten eingesetzt.

    Vor dem Entsorgen im Altpapier würde ich mal schauen, ob ein Motivsammler solche Marken gebrauchen kann. Das dürften die einzigen sein, die die sich für bunte Papierchen aus Ajman interessieren ;)

    Grüße
    Jens

  • joker
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    • 12. Januar 2017 um 14:17
    • #7

    Hallo, ja, das mach ich gerne, hier einige Beispiele.
    Habe extra nicht die riesigen Katzen-Briefmarken aus Ajman, Guinea, Posta Romana oder Benin genommen :).

    Nein, wegschmeißen tue ich sie wohl nicht, aber ich würde sie auch nicht bei mir einsortieren. Vielleicht sammle ich auch erstmal im Karton weiter, bis er so groß ist, dass ich ihn verkaufen kann (so viele sind es bisher auch noch nicht).

    Bilder

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  • mx5schmidt
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    • 12. Januar 2017 um 14:29
    • #8

    Das sind alles "ganz normale Postwertzeichen"!

    MfG
    mx5schmidt

  • joker
    aktives Mitglied
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    • 12. Januar 2017 um 14:43
    • #9

    Hallo, ja, wie gesagt, die ganz klaren "Buntwertzeichen" habe ich ja auch weggelassen. Nur: Die auf dem Foto sind ja auch alle mit Gummi und gestempelt, aber eben so auffällig schön in der Ecke oder Mitte gestempelt. Also sind das doch Briefmarken, die so nie für einen Brief gedacht waren? Verlieren sie nicht erheblich an Wert dadurch?

  • kartenhai
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    • 12. Januar 2017 um 14:44
    • #10

    Pseudobriefmarken würde ich die nicht nennen, das sind ganz normale Sondermarken einiger Staaten, die sind meist viel größer und bunter als normale kleine Freimarken und zeigen interessante Motive. Manche Staaten übertreiben es aber mit der Vielzahl der Marken, die manchmal gar nicht ein Postamt sehen, sondern von Agenturen vertrieben werden, um den Sammlern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Besonders wertvoll sind die aber nicht, aber viele Motive werden von den Motivsammlern gesucht.

    Gruß kartenhai

  • wolleauslauf
    Gast
    • 12. Januar 2017 um 14:53
    • #11

    Hallo joker,

    wie bereits beschrieben wurden Deine sogenannten "aufgedruckten" Stempel auch wirklich so aufgebracht !

    Die Devisenblöcke wurden maschinell gleich entwertet und haben somit einen Gummi auf der Rückseite.
    Es gab aber auch händische Massenentertung ( mit Gummi auf der Rückseite ), wo Restbestände oder große Nachfrage mit einem Stempel per Hand versehen, oder nachdatiert wurden ! ( FDC )

    Da Deine gezeigten Marken alles registrierte Postwertzeichen sind, ergibt sich ja der Schluß des Devisengeschäftes, denn kein Afrikaner kauft sich einen Sahara Satz mit Wintersport :D ;) :P Die Morivsammler wollen aber diesen Satz, denn er gehört zum Motiv.

    Da diese Marken eigentlich nie öffentlich verkauft/verwendet wurden, bekommst Du für einen echt gelaufenen Beleg mit Sahara Marke Wintersport wahrscheinlich zig mal mehr als wie für den ganzen Satz ;)

    Grüße von Wolle

  • uli
    Stamm Mitglied
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    • 12. Januar 2017 um 16:11
    • #12
    Zitat

    Also sind das doch Briefmarken, die so nie für einen Brief gedacht waren?


    Die von vornherein gestempelten Marken? Ja!

    Zitat

    Verlieren sie nicht erheblich an Wert dadurch?


    Für den Ausgeber der Marken nicht, ganz im Gegenteil.

    Stellen wir uns mal vor, die Post eines kleinen Staates würde pro Jahr 1 Mio. Briefe befördern. Die von der Post ausgegebenen Marken wären unbegrenzt gültig und die Post hätte freie Hand, um z.B. 2 Mio. Briefmarken pro Jahr drucken zu lassen. Was wäre aus Sicht der Post wirtschaftlich am reizvollsten?

    a) Nur 1 Mio. Marken pro Jahr drucken lassen, alle ungestempelt verkaufen und 1 Mio. Briefe befördern, die mit diesen Marken frankiert wurden?

    b1) Alle 2 Mio Marken drucken lassen, 1 Mio. ungestempelt verkaufen, 1 Mio. Briefe befördern, 1 Mio. Marken im nächsten Jahr verkaufen und nächstes Jahr keine neuen Marken drucken lassen (oder 1 Mio. unverkaufte Marken vernichten)?

    b2) Alle 2 Mio Marken drucken lassen, alle 2 Mio. ungestempelt verkaufen, 1 Mio. Briefe befördern und Gefahr laufen, dass nächstes Jahr die restlichen 1 Mio. Marken (oder ein Teil davon) zum Frankieren benutzt werden? Dann hat man nächstes Jahr quasi Fall b1).

    c) Alle 2 Mio Marken drucken lassen, 1 Mio. ungestempelt verkaufen, 1 Mio. Marken gestempelt verkaufen, 1 Mio. Briefe befördern und nächstes Jahr wieder von vorn beginnen?

    Der Wert einer in üblicher (großer) Stückzahl vorhandenen Marke, die man zum Frankieren eines Briefs verwenden kann, ist der Nominalwert. D.h., dass eine verkaufte Marke, für die der Ausgebende keine Leistung erbringen muss, für diesen mehr Gewinn bedeutet, als eine Marke, für deren Verkauf er neben dem Aushändigen eines kleinen Stück bedruckten Papiers auch eine Gegenleistung erbringen muss. Erst wenn diese Marke nicht mehr zum Frankieren genutzt werden kann (weil ungültig oder gestempelt) verändert sich der Wert. Also hat der Ausgeber dieser Marke ein großes Interesse daran große Mengen von Marken zu verkaufen, die nicht zum Frankieren genutzt werden können.

    Diese Marken wurden also nicht gestempelt, weil man davon zufälligerweise zu viele produziert hatte und man soviele Marken niemals als Frankatur hätte verkaufen können. Diese Marken wurden ganz bewusst in großer Anzahl gedruckt und gestempelt, weil man von vornherein einzig und allein die Absicht hatte, diese an Sammler zu verkaufen. Der Stempelabschlag verhinderte, dass diese Marken doch noch als Frankatur genutzt werden konnten und man für den Kaufpreis eine Gegenleistung (eine postalische Beförderung) erbringen hätte müssen.

    Gruß
    Uli

    Suche Bund-Marken mit Stempel aus Düsseldorf! 
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  • Filli
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    • 12. Januar 2017 um 16:18
    • #13

    Noch zur Ergänzung:

    - Cinderellas (wie schon erklärt) sind wirklich "Scheinausgabe" von "Scheinstaaten"

    - dann gibt es noch die Vignetten. Sie sind ebenfalls keine Briefmarken, waren aber für best. Zwecke gedacht.
    Sie können deshalb Werte zeigen. Mit diesen Kauf hat man - ähnlich wie bei den amtlichen Zuschlagsmarken - Geld für best. Zwecke (Z.B. Fürsorge/TBC o.ä.) gespendet.
    Ohne Wert waren sie einfach nur als Aussage gedacht. In der USA wurden diese reichlich eingesetzt. Man findet sie immer einmal in Sammlungen vor. Für best. Anlässe (auch philatelistische) heraus gegeben, werden sie dort sogar gesammelt und kosten bei einem Erwerb auch Geld. Da dieses Gebiet in Deutschland wenig bekannt (von vielen auch verpönt und belächelt wird) ist, zeige ich einmal einen Teil zur Information. Man beachte, daß diese Vignetten auch in Schulen zur Wissensvermittlung der eigenen Geschichte gedacht waren und (früher ;)) auch von Kindern gesammelt und getauscht wurden.

    Zur Devisenbeschaffung: Die DDR hat nicht nur ganze Bogen maschinell überdruckt, sie hat später auch gleich noch die Gummierung eingespart ;) ;). Der Verkauf an Händler - insbesondere BRD - lief hervorragend. Rumänien hat seine Motivmarken nur noch ganz knapp über eine Ecke entwertet usw.

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von Filli (12. Januar 2017 um 16:19)

  • Filli
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    • 12. Januar 2017 um 16:23
    • #14

    Und hier der Rest der Bilder:

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  • mx5schmidt
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    • 12. Januar 2017 um 16:33
    • #15

    Auch bei der Deutschen Bundespost gab es für die Abonnenten der Versandstelle wunderschön sauber gestempelte Exemplare zu kaufen, bei denen der Stempel gedruckt wurde.

    Am einfachsten zu erkennen sind solche Exemplare anhand von "KBWZ":


    Liebe Grüße
    mx5schmidt

  • wolleauslauf
    Gast
    • 12. Januar 2017 um 19:08
    • #16

    Hallo,

    ja, da wären wir wieder am Thema Wellenstempel mit " weg in die Tonne ", obwohl der Wellenstempel echt gelaufen ist, der gummierte Versandstellenstempel nicht ( auch wenn er schöner aussieht :D :P )

    Grüße von Wolle

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