herzlichen dank an alle !!!!!!!!!!!
Abstimmungsgebiet Oberschlesien
-
-
Zitat
Original von mx5schmidt
Hier ein aktuelles Angebot dieser Ausgabe bei ebay, das nach meiner persönlichen, unmaßgeblichen Einschätzung ebenfalls gefälschte Aufdrucke beinhaltet.Liebe Grüße
mx5schmidtDer Verkäufer teilt Deine Einschätzung, daher hat er auch das Artikelmerkmal "Reproduktion" gewählt, da ihm die Marken ansonsten als Fälschungen gelöscht würden. Das er trotzdem glaubt, einen Käufer zu diesem Preis zu finden, zeugt schon von einer gesunden Portion Optimismus.
-
Diese blumigen "Echtheitsbeweise" sind doch allerliebst.
Absolut jedem Oberschlesien-Sammler dürfte bekannt sein, dass die Signaturen von Haertel und Müller / Leobschütz in 99,999999 % aller Fälle Aufdruckfälschungen kennzeichnen. Aber eine Echtheitsbestätigung DES SOHNES von Haertel (sic !) ist schon ein Hammer, selten so gelacht.Gruß
KJ -
Zitat
Original von Kontrollratjunkie
... Aber eine Echtheitsbestätigung DES SOHNES von Haertel (sic !) ist schon ein Hammer, selten so gelacht. ...Der Sohn von Max Haertel hatte etliche Atteste ausgestellt. Darin wird auf das nach dem Tod des Vaters vorgefundene Erbe (Briefmarken der Oppelner Notausgabe bogenweise) verwiesen. Ein Teil dieses Nachlasses ist vor wenigen Jahren über eine weitere Verwandte von Max Haertel im Handel aufgetaucht und wurde vom BPP-Prüfer für Oberschlesien, Herrn Gruber erworben; der Posten umfasste u.a. einen Prüfstempel von Max Haertel sowie 2300 (!) Fälschungen der Oppelner Notausgaben:
(siehe Forschungsbericht 4: "Ein Teilnachlaß von Max Haertel?", ziemlich weit unten)Gruß
Pete -
Hallo nochmals,
folgende Frage: wieso klebt man Briefmarken auf Speisekarten, ergibt die Zusammenstellung der Marken einen Sinn? Zum weiterveräußern, falls sie
etwas wert sind, so zusammenlassen oder einzeln ausschneiden?Fragen über Fragen
Und vielen Dank im vorraus fürs anschauen.LG bahjo
-
... ein Foto noch.
-
Der Sammler hatte wohl gerade nichts anderes zum Bekleben gefunden als diese Speisekarte.
Ich würde die Marken drauf lassen, die etwas zerknitterte Speisekarte aus einem Hotel in Ratibor in Oberschlesien passt zu den Stempeln, durch das Ablösen würden auch die schönen Tagesstempel zerstört werden.
Gruß kartenhai
-
Etwas dürftig diese speisekarte... nur eine suppe...
ja, auf jeden fall drauf lassen!hab aus jux mal gegoogelt: das hotel gibt es noch...
ist das erste haus am platz....
gruß
hoomy -
Zitat
Original von Bahjo
Hallo nochmals,folgende Frage: wieso klebt man Briefmarken auf Speisekarten, ergibt die Zusammenstellung der Marken einen Sinn? Zum weiterveräußern, falls sie
etwas wert sind, so zusammenlassen oder einzeln ausschneiden?Fragen über Fragen
Und vielen Dank im vorraus fürs anschauen.LG bahjo
Das Datum vom 20.03.1921 macht einen Sinn. Hierbei handelt es sich um den Tag der Abstimmung vom 20.03.1921, wonach die im Abstimmungsgebiet Oberschlesien ansässige Bevölkerung sowie Wahlberechtigte aus dem Deutschen Reich zur Abstimmung über die zukünftige Landeszugehörigkeit gebeten wurden. Das Abstimmungsgebiet entstand aufgrund von Bestimmungen im Friedensvertrag von Versailles, welcher vom Deutschen Reich als Verlierer des ersten Weltkriegs 1919 unterzeichnet wurde. Das Abstimmungsgebiet beinhaltete auch das "Ruhrgebiet des Ostens", d.h. die Steinkohleförderung und Verarbeitung in Oberschlesien. Zum 12.02.1920 erfolgte die Abtrennung dieses Gebietes vom Deutschen Reich und die Verwaltung durch eine alliierte Kommission (unter der Führung Frankreichs). Die für das Abstimmungsgebiet gedruckten Marken wurden in der staatlichen Druckerei Atélier des timbres in Paris hergestellt und die Briefmarkeninschrift dreisprachig gehalten (deutsch, polnisch und französisch). Ursprünglich sollte die Abstimmungszeit lediglich wenige Monate dauern (wie in Allenstein, Marienwerder und Schleswig) und zog sich u.a. aufgrund von umfangreicher Wahlvorbereitung, Unruhen und Aufständen bis 1922 hin.
Jeder Wahlberechtigte erhielt zwei Wahlscheine (1x für Polen, 1x für das Deutsche Reich) und stimmte mit einem dieser Wahlscheine ab. Im Juni/Juli 1922 wurde das Abstimmungsgebiet Oberschlesien geteilt und die Land- bzw. Stadtkreise dem Deutschen Reich bzw. Polen (die neuen polnischen Kreise als Ostoberschlesien bis 30.04.1923 ein eigenes Briefmarkengebiet) zugewiesen. Bei der Aufteilung wurde das Ergebnis der Abstimmung nicht immer berücksichtigt.Den vorliegenden Artikeln in der Fachliteratur zu den Briefmarken des Abstimmungsgebietes Oberschlesien nach war der Ansturm der Bevölkerung an diesem Wahlsonntag an den Postämtern durchaus hoch (insbesondere in den Hauptpostämtern der Kreisstädte wie dein Beispiel Ratibor), zumal für den Abstimmungstag ein Satz Briefmarken mit anlassbezogenem Aufdruck verausgabt wurde (Mi-Nr. 30-40). Dieser Satz wurde nur teilweise und in begrenzter Stückzahl pro Person abgegeben. Sammler sowie sonstige Interessierte ließen am 20.03.1921 daher auch normale Marken mit dem Datum der Abstimmung abstempeln, um den für Oberschlesien schicksalträchtigen Tag zu dokumentieren. Daher dürfte auch deine Speisekarte mit den Marken stammen. Ich würde das Blatt in diesem Zustand belassen und nicht zerschneiden (und die Marken auch nicht abweichen). In diesem Zustand verweist das Blatt auf ein Stück Zeitgeschichte. Zur Entwertung wurden verwendet: Mi-Nr. 1; 15-16; 18-22; 24-26 und 28.
Gruß
Pete -
hallo kartenhai,
vielen dank fürs anschauen und den Tip.
VG Bahjo
-
Hallo Hoomy,
nette Idee das nachzugooglen und vielen dank fürs anschauen.
VG Bahjo
-
Hallo Pete,
Note 1, setzen.
Spass beiseite, vielen Dank für die umfangreichen Informationen und die Arbeit die du dir gemacht hast das zu recherchiern und hier niederzuschreiben. Danke!VG Bahjo
Da ich leider überhaupt keine kataloge besitze, hat vielleicht noch jemand wertangaben zu den Michel Nummern?
bahjo
-
Hallo,
ich habe gleich noch eine Frage:
Ist jemandem der Aufdruck auf der unten abgebildeten Dienstmarke bekannt ?
Bitte Info, was das bedeutet. Danke.
Gruß
Harald -
Hallo Harald,
das ist eine Dienstmarke aus dem deutschen Abstimmungsgebiet Oberschlesien.
C. G. H. S. = Commission Gouvernement Haute Silésie = Übergangsregierung Oberschlesien
Liebe Grüße
mx5schmidt -
Es handelte sich dabei um die duch die Allierten Siegermächte des I. Weltkrieges eingesetzte Übergangsregierung in Oberschlesien.
-
Hallo, weil ich's gerade auf dem Schreibtisch habe :
Von diesen Aufdrucken gibt es auch allerhand Abarten.
Siehe scangruss tigo
-
Na gut, dann zeige ich hier auch etwas.
-
@ steppi : Mann, mann, mann !! Was hast Du eigentlich NICHT ?

Die Hepburn-Marke UNGEZÄHNT ?

edit : Im Viererblock echt gestempelt auf portogrechtem Brief ?
der tigo -
D A N K E !!!
Harald -
Hallo tigo, mit der Hepburn geschnitten in 4er Einhait auf Brief kann ich nicht dienen. Immerhin habe ich aber einen Beleg von Oberschlesien. (Aufdruck von oben nach unten, linksseitig)
-