steppenwolf Du haust mich vom sockel.
Servus
steppenwolf Du haust mich vom sockel.
Servus
es gibt eben so viele aufdruckstellungen wie es fälschungen gibt ![]()
ZitatOriginal von -steppenwolf
... möchte aber nicht aufdringlich sein und alle zeigen.
Nee, nee - wir verstehen schon. Immer schön den Ball flach halten. ![]()
Interessante Sammlung !
Hallo zusammen,
ich habe drei alte Papierbögen mit aufgeklebten Briefmarken gefunden:
Aufschrift auf den Marken: Commission de Gouvernement; Oberschlesien; Haute Silesie; Gorny Slask
Bogen 1: 5 / 10 / 15 / 20 / 25 / 30 / 40 / 50 / 75 / 80 Pf, 1 / 2 / 3 / 5 Mark
Bogen 2: wie Bogen 1
Bogen 3: 10 / 15 / 20 / 25 / 30 / 40 / 50 / 60 / 80 Pf
Alle Marken sind gestempelt (Rundstempel, 20.3.1921, Pless)
Alle Marken auf Bogen 3 haben zusätzlich den Aufdruck "Plebiscite 20 mars 1921"
Dieser Fund hat für mich einen großen ideellen Wert, da mein Großvater tatsächlich im Rahmen der Volksabstimmung am 20.3.1921 in Oberschlesien in Pless war. Trotzdem interessiert mich natürlich, ob diese Marken auch einen materiellen Wert haben, oder ob es sich um "Massenware" handelt. Für eure Hilfe wäre ich dankbar.
MN
Aufdruckmarken sind (soweit man das am Scan beurteilen kann) echt und nicht gerade billig. Genauen Handelswert müsste ich nachsehen, ist aber im mittleren bis höheren zweistelligen Eurobereich. Schade, dass der Satz nicht komplett ist, die Werte zu 75 Pfennig und 1 Mark fehlen.
Die Sätze 13-29 auf Papier kommen vom Abstimmungstag häufiger vor - da haben sich seinerzeit die Souvenirjäger mit eingedeckt. Entsprechend sind solche Blätter eher Kleinigkeiten.
Hallo Marken-Niete,
der Abschlag Pless **C ist die bessere Variante und wertet nach Gruber 90 Punkte. Leider ist es natürlich (wie oftmals bei diesen Souvernirs) das Datum der Abstimmung. Dadurch halbiert sich der Wert.
Trotzdem kein ganz alltäglicher Stempel !
Die Aufdruckmarken sind besser, wie schon Hangover geschrieben hat, Michelwert ohne die beiden fehlenden Marken 235 EUR.
Wenn die Aufdrucke echt sind, was leider oft nicht der Fall ist, sind das schöne Marken.
Wenn Du noch mehr Abstimmungsmarken hast, solltest Du Dir eine Prüfsendung bei Herrn Gruber BPP überlegen.
Die Stempelbewertungen im Handbuch sind meiner Meinung nach hoffnungslos überzogen - man vergleiche Bewertungen und vorhandes Material sowie Zahl der ernsthaften Sammler mit Danzig -, verschiedentliche Verallgemeinerungen im Buch sind eher irreführend als hilfreich. Beispiel: Stempel vom Abstimmungstag = halber Preis. Es gibt einen Haufen Stempel, die ausser am 20.3.21 in der Abstimmungszeit gar nicht, oder extrem selten zu finden sind. Pless c ist hierfür ein Beispiel. Andere Stempel sind auf losen Marken oder solchen Souvenirblättern häufig, dafür aber auf postalischen Bedarfsbelegen nahezu unbekannt. Oder kommen nur im Februar 1920 vor und danach nicht oder fast nicht.
Im Falle Pless c möchte ich denjenigen sehen, der für so ein Blatt ex 13-29 pro Marke (!) 5-6 Euro bar* auf den Tisch legt. Dem hätte ich dann dutzendweise "teure Stempel" zu verkaufen ![]()
Eine Prüfsendung lohnt m.E. erst, wenn die Sachen zeitnah verkauft werden sollen, ansonsten ist es rausgeworfenes Geld für einen Stempel hintendrauf, über den irgendwann in ferner Zukunft wer weiß wie geurteilt wird - speziell die Oberschlesienphilatelie ist voller verbrannter Namen...
* Erläuterung nach Handbuch: 90 Punkte = 45 Euro, am Abstimmungstag die Hälfte (22,50), davon dann 25-30% Handelswert.
Okay, die Bewertungen sind sicher etwas hoch gegriffen, als Verhältnisgrundlage für die Stempel aber durchaus hilfreich. Und natürlich zahlt niemand für ein "Stempelblatt" mit komplettem Satz den Stempel x 17.... ![]()
Und wenn einzelne Stempel außer am 20.03.21 wenig oder gar nicht vorkommen, ist das auch im Katalog vermerkt.
Sieh den Band doch einfach als Stempelverzeichnis und Tauschgrundlage an.
Und außerdem habe ich die Feststellung gemacht, daß unter 100 gestempelte Marken Oberschlesien, die mir angeboten wurden, vielleicht 8 - 10 wirklich für meine Stempelsammlung brauchbar waren. Die Abschläge sind nämlich meistens verschmiert, verwischt oder unleserlich, vor allem bei Bedarfspost. Insofern freue ich mich immer über diese Gefälligkeitsstücke. Am liebsten natürlich mit anderen Daten ;).
Meine ganz persönliche Einschätzung für diese Blätter mit den Normalmarken liegt bei 10 - 15 EUR.
Natürlich kannst Du Dir die gestempelten Aufdrucke ins Album stecken, aber was bringt es denn ? Sammelst Du Marken oder Fakes ? Wie hälst Du es denn mit der Oppelner Notausgabe ? Bekommst Du für `nen Zehner bei Ebay. Alles echt falsch......
Erst mal vielen Dank für eure Antworten. Die Marken müssen nicht wirklich exakt geprüft werden, es ging mir zunächst mal um die Einschätzung, ob es sich um Ramsch oder Massenware handelt, oder um Marken mit gewissem materiellen Wert. Aufheben will ich sie ohnehin, wie schon oben geschrieben. Weitere Marken habe ich übrigens nicht gefunden.
Ich würde denken, dass die Aufdruckstempel echt sind, weil mein Großvater wie gesagt tatsächlich dort war und die Marken selber gekauft hat - oder ist es denkbar, dass es sich trotzdem um Fälschungen handelt?
Ansonsten verstehe ich von eurer Diskussion eigentlich nichts - was ist denn das Besondere an der Oberschlesienphilatelie?
Nochmals vielen Dank, MN
Tja, Oberschlesien ist schon ein prächtiges Gebiet, sehr vielfältig und würde alleine für ein Sammlerleben ausreichen.
Mich interessieren vor allem die Abstempelungen.
Aber ausser den Marken, Stempeln und Belegen gibt es noch Ganzsachen, Dienstmarken, Provisorien, Poln. Besetzung, die "Grüne Post"...................
Ein Blick in den Michel-Spezial verschafft Die schon einen kleinen Überblick.
Dazu gab es in letzter Zeit in der Fachpresse (Philatelie / DBZ) etliche gute Aufsätze zum Thema.
Es macht Spass......
ZitatErst mal vielen Dank für eure Antworten. Die Marken müssen nicht wirklich exakt geprüft werden, es ging mir zunächst mal um die Einschätzung, ob es sich um Ramsch oder Massenware handelt, oder um Marken mit gewissem materiellen Wert. Aufheben will ich sie ohnehin, wie schon oben geschrieben.
Dann hebe sie auf und erfreue Dich daran. Wenn Dir schon zwei Oberschlesiensammler im Forum sagen, dass die Blätter "schön" sind, kannst Du Dich auch drauf verlassen, dass es so ist
Die Einschätzung um zehn Euro pro Stück für die beiden Blätter mit den Normalmarken teile ich auch - das ist so ungefähr das, was man für solche Souvenirblätter bezahlt.
ZitatIch würde denken, dass die Aufdruckstempel echt sind, weil mein Großvater wie gesagt tatsächlich dort war und die Marken selber gekauft hat - oder ist es denkbar, dass es sich trotzdem um Fälschungen handelt?
Wäre theoretisch möglich, da die ersten Fälschungen dieser Marken bereits kurz nach dem Abstimmungstag auftauchten - die Originale waren schnell das zigfache des Nennwertes wert, und die Urmarken ohne Aufdruck gabs ja noch auf der Post. Halte ich im Falle Deiner Marken aus verschiedenen Gründen für sehr unwahrscheinlich. Über die Fälschungen der Aufdruckmarken, die Merkmale und Chronologie könnte man einen längeren Artikel schreiben...
[quote]Ansonsten verstehe ich von eurer Diskussion eigentlich nichts - was ist denn das Besondere an der Oberschlesienphilatelie?[quote]
Das Besondere:
- Ein an sich kleines Randgebiet, das nur zweieinhalb Jahre existierte. In der Zeit wurde dreimal das Porto geändert = viele interessante Briefe.
- nur 43 Hauptnummern + 20 Dienstmarken, aber eine unglaubliche Menge an Spezialisierungs- und Entdeckungsmöglichkeiten - von Oberschlesien ist längst noch nicht alles bekannt und bis in den letzten Winkel erforscht.
- Vom historischen Standpunkt interessant. In und um die Ereignisse in Oberschlesien zu dieser Zeit wurde, wenn man so mag, die Grundlage für das denkbar schlechte deutsch-polnische Verhältnis gelegt. Streitigkeiten, die bis heute nachhallen. Was heute kaum noch einer weiss: Oberschlesien war 1920-1922 Bürgerkriegsgebiet, in der Zeit sind dort zwei bis dreitausend Menschen durch politisch motivierte Gewalt ums Leben gekommen.
- usw...
Allerdings würde jeder Sammler Dir "sein" Gebiet in den höchsten Tönen empfehlen ![]()
Hallo.
Konnte die Marke irgendwie nicht zuordnen. Im Chat hat Markdo mir dann gesagt das es sich um Oberschlesien C.I.H.S. Nr. 27 handelt.
Die Frage die sich mir nun stellt ist:
Könnte der Stempel und die Marke echt sein?
Das Datum kann ich nicht wirklich lesen. Nur die 18. Aber wenn es sich um das Jahr handelt dann dürfte der Stempel doch dämlich gefälscht sein weil die Marke 1920 erschienen ist oder liege ich da falsche?
Wenn der Stempel falsch ist wieso stempelt man eine Marke die im Spezial als postfrisch oder ungebraucht nicht notiert ist? Ich als Laie gehe davon aus das die Marke ungebraucht/postfrisch nicht bekannt ist.
Schon mal vielen Dank für eure Hilfe.
Wäre ja der Hammer. 10.000 Micheleuro würde sich in meiner Sammlung prima machen. Verkaufen würde ich die nicht von daher lohnt sich eine teure Prüfung auch nicht.
Viele Grüsse
ebo
Stempel und Marke sind schon echt, der Aufdruck aber nicht, weil 1918, wie Du schon selber schon gesagt hast, ein Witz ist.
Ein Beispiel für eine ziemlich dämliche Verfälschung. Der Aufdruck "C.I.H.S." ist natürlich äusserst schlecht imitiert. Aber dann eine Marke zu wählen, die schon 1918 gestempelt wurde ist schon dreist.......
Ist leider nix mit 10.000 Micheleuro......
Tja, hier gilt wieder die Steigerung: dumm, dümmer, Fälscher!
Auch der Stempelort ist sowas von daneben, dass es schon mehr ein Scherzartikel ist als eine Fälschung.
Grüßle
lickle
Dachte ich mir schon.
Habe alle Germania bei einem Sammlertreffen einem älteren Herren aus dem Album nehmen dürfen.
Da war die dann auch dabei und nach dem ganzen sortieren konnte ich diese eine Marke nicht zuordnen.
Schade hätte ja sein können.
lickle wie kannst du den Stempelort erkennen bzw. welcher ist das würd mich nur mal so interessieren.
grüsse
ebo
ZitatOriginal von ebo
lickle wie kannst du den Stempelort erkennen bzw. welcher ist das würd mich nur mal so interessieren.
grüsse
ebo
Guck mal selber, was Du aus dem Stempel lesen kannst. Es ist ganz einfach! Der Ort lag ganz sicher nicht in Oberschlesien.
Grüßle
lickle
Hallo,
als derjenige, der diese Ausgabe prüft, kann ich nur allen Recht geben. Die Oppelner Notausgabe heißt so, weil sie nur in OPPELN vorkam. Daraus folgt: Stempel ist falsch und Aufdruck auch. Sie kam nur zwischen dem 14.2.-19.2.1920 vor.
Gruß
cihs
ZitatOriginal von cihs
Hallo,als derjenige, der diese Ausgabe prüft, kann ich nur allen Recht geben. Die Oppelner Notausgabe heißt so, weil sie nur in OPPELN vorkam. Daraus folgt: Stempel ist falsch und Aufdruck auch. Sie kam nur zwischen dem 14.2.-19.2.1920 vor.
Genau genommen ist der Stempel nicht falsch, sonder eine echt gestempelte Marke wurde mit einem falschen Aufdruck versehen.
Das ist schon richtig, aber es kommt immer auf den Blickwinkel an. Sieht man eine Oppelner Notausgabe, dann ist der Stempel und der Aufdruck falsch. Sieht man eine DR Marke, dann ist der Aufdruck falsch und der Stempel ist echt.
Gruß
cihs