Guten Tag aus Göppingen.
Auf die Gefahr hin, ein oft behandeltes Thema aufzuwärmen, möchte ich hier im Forum um Ihre geschätzte Hilfe bitten. Ich habe nirgendwo eine befriedigende Antwort auf folgende Frage gefunden:
Wie werden Zusammendrucke, 4er- und andere Blöcke bewertet? Die Frage betrifft auch Randstücke. Nehme ich da einfach Michelwert mal X? Oder gibt es einen griffigen Schlüssel? Besten Dank im Voraus.
Als Beispiel ein Scan:
Wert von 4er Blöcken
-
-
Randstücke bei Briefmarken (darunter auch Eckrand-Viererblöcke oder Stücke mit Bogenrand-Nummern) werden von Spezial-Sammlern gesucht und rechtfertigen auch einen Preisaufschlag, der von 10 - 50 % gehen kann. Ältere Marken mit Rand aus 50er- oder 100er-Bögen sind natürlich viel seltener als die modernen Marken vom Bund, die in Zehnerbögen herauskommen und bei denen jede einzelne Marke mit Rand gesammelt werden kann. Ob im Michel-Spezial-Katalog irgendwo etwas über die Aufschläge steht, weiß ich nicht. Falls man nicht in Vordruck-Alben sammelt, sollte man diese Ränder also immer dranlassen, umknicken ist nicht ratsam, es mindert den Wert und die Marken könnten im Vordruck-Album zusammenkleben.
Der untere ZD-Viererblock stammt aus dem teuren Ostropa-Block von 1935. Wenn so ein Block außen beschädigt ist, trennt man die Marken oft heraus, sie sind ja meist noch unbeschädigt. Preise für diese Einzelmarken sind auch im Katalog notiert.
Hier noch ein kleiner Artikel über das Sammeln von Randstücken:
Gruß kartenhai
-
Naja, der Aufschlag bei moderen Marken dürfte wohl kaum fassbar sein.
Eckrandstücke insbesondere haben dann eine höhere Bewertung, wenn
a) der Großteil der Auflage als Rollenmarken verkauft wurde, siehe Paarwertungen von manchen DS
b) durch den Eckrand wird womöglich das Druckverfahren ersichtlich (bei Platten bzw. Walzendruck)
c) gegebenfalls erhaltene sonstige Randbedrucke, wie Bogennummer, Druckdatum, ...Viererstücke sind mit zentralen Stempel, also im Lochungskreuz begehrt, da zum einem das volle Stempelbild erhalten ist und zum anderen durch den Stempel immer eine andere Ecke der Marke verdeckt ist, das Bild also in seiner Gesamtheit erfassbar bleibt.
Vierstücke sind zudem bei ungezähnten Marken beliebt, da sich dort einwandfrei erschließt, die Zähnung wurde nicht abgeschnitten, selbiges gilt bei Zähnungsfehler (verschobene Zähnung)
Sehr beliebt sind sie natürlich auch bei den klassischen Marken, also bei den Anfangsjahren (bis ca. 1880), da dort selten. Beliebt natürlich auch auf Brief, insbesondere wenn es nicht eine Mache (von Versandstellen) ist.
Wenig darf man sich aber nur erwarten, bei Versanstellenausgaben, bei denen das gang und gäbe war, z.B. Liechtenstein, Schweiz, Vatikan.
-
Zitat
Original von petri25
.................Nehme ich da einfach Michelwert mal X? Oder gibt es einen griffigen Schlüssel? ...............:Pi mal Daumen ohne jegliche Besonderheiten Michelwert mal 5 als Tauschbasis.
Schildescher
-
Danke!
Ihr habt mir sehr geholfen.
Schönen Sonntag noch!