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  5. Feldpost

Sowjetische Feldpost in der DDR

  • Totalo-Flauti
  • 4. April 2016 um 21:14
  • Totalo-Flauti
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    • 4. April 2016 um 21:14
    • #1

    Liebe Sammlerfreunde,

    mein Sammelgebiet, Leipzig, wurde nach Ende des zweiten Weltkrieges mit dem Abzug der amerikanischen Truppen von der Roten Armee besetzt. Bereits ab dem 02.07.1945 zogen die ersten Truppen der sowjetischen Armee ein. Meines Wissens nach waren es Truppen der 58. Garde-Division der sowjetischen 5. Gardearmee. Im Laufe der Zeit waren sicher auch andere Truppenteile in Leipzig stationiert. Die Soldaten und Offiziere standen bestimmt per Feldpost im brieflichen Kontakt mit der Heimat. Als Heimatsammler von Leipzig interessiere ich mich auch für die Post der sowjetischen Armee aus Leipzig. Kennt jemand Quellen über dieses Thema?
    Ich habe bisher ein Beleg finden können, der mit der Feldpostnummer 45365 aus Leipzig stammen soll. Die sowjetische Ganzsache wurde am 21.10.1982 nach Leningrad gesandt. Ich vermute, dass der Dreiecksstempel auf der Vorderseite ein Zensurstempel ist. Genaues weiß ich aber leider eben nicht.
    Vielleicht findet sich ja hier jemand, der sich als Kenner der Materie "outet".

    Mit lieben Sammlergrüßen

    Totalo-Flauti

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    kartenhai
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    • 4. April 2016 um 21:53
    • #2

    Ganz unten rechts auf dieser Seite ist noch ein Beleg von 1966 zum Sammelgebiet abgebildet:


    Gruß kartenhai

  • Briefmarkentor
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    • 5. April 2016 um 12:46
    • #3

    Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich einen Link in ein anderes Forum setzte:


    Ein interessantes, aber kaum beachtetes Thema.

    https://www.dropbox.com/scl/fo/831ungh…t=zbkbzwpv&dl=0

  • Totalo-Flauti
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    • 6. April 2016 um 04:58
    • #4

    Lieber kartenhai, Briefmarkentor,

    vielen Dank für Eure Hilfe. Ich hab mich mal bei der Arge Russland/UdSSR umgesehen. Hier sind einige Aufsätze, wenn auch erst einmal allgemeiner Art, zu dem Thema aufgeführt (Heft 70,71 und 72). Mal sehen ob man die entsprechenden Hefte erhalten kann.

    Mit lieben Sammlergrüßen

    Totalo-Flauti

  • northstar
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    • 16. April 2016 um 12:19
    • #5

    Hallo zusammen,

    passend zum Thema habe ich jetzt eine Karte gefunden – eine Ansichtskarte mit dem Völkerschlachtdenkmal.

    Die Karte ist zum Inlandstarif von 4 Kopeken frankiert und wurde am 01.03.1963 aufgegeben, die Empfängerin wohnte in Leningrad 188. Leider gibt es keinen Ankunftsstempel, aber der Text beinhaltet einen Gruß zum internationalen Frauentag am 8. März. Man kann annehmen, dass die Absenderin entsprechende Erfahrungswerte bezüglich der Laufzeit hatte und die Karte innerhalb einer Woche in Leningrad eintraf. Aus dem Text geht weiterhin indirekt hervor, dass die Absenderin wohl Lehrerin ist, die die Kinder stationierter Zeitsoldaten unterrichtet („…, d.h. Ferien für unsere Schüler, und auch für mich.“)

    Als Absender ist eine Nummer angegeben (F[eld]. P[ost]. 35882m), entsprechend dem Muster, das zuletzt schon im Zweiten Weltkrieg verwendet wurde, sowie der Name der Absenderin.

    Der violette Aufgabestempel mit dem Unterscheidungsbuchstaben „b“ enthält die schlichte Angabe „Feldpost“ ohne weitere präzisierende Angaben, wie es ebenfalls in den letzten Jahren des II. WK üblich war.

    Der Bleistift-Pfeil links neben dem Stempel stammt vermutlich von einem Vorbesitzer - Sammler oder Händler – dieser Karte. :(

    Noch ein paar Worte zum Dreieckstempel auf dem im Eingangspost gezeigten Beleg: dies ist nicht wie vermutet ein Zensurstempel, sondern bezeichnet die Portofreiheit für Wehrdienstleistende.

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    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • Totalo-Flauti
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    • 16. April 2016 um 17:12
    • #6

    Lieber northstar,

    vielen Dank für Deine Antwort.
    Da hab ich gleich noch zwei Fragen. Wenn der Dreiecksstempel Portofreiheit für den Absender bezeichnet, wurden die Ganzsachen wie zum Beispiel bei mir oben im ersten Beitrag dann kostenfrei abgegeben? Waren die "Zivilangestellten" aus Schulen, Kindergärten und russischen Geschäften ebenfalls alle Militärangehörige? Anscheinend durften sie ja die Einrichtungen der Feldpost benutzen.

    Mit lieben Sammlergrüßen

    Totalo-Flauti.

  • northstar
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    • 16. April 2016 um 20:57
    • #7

    Lieber Totalo-Flauti,

    zwei gute Fragen, über die ich mir auch Gedanken gemacht habe, zu denen ich aber noch auf keine Antworten gestoßen bin.

    Die Briefe in meinem Fundus mit Dreieckstempeln für die portofreie Beförderung sind auf Umschlägen ohne Werteindruck. Dafür, das sich ein solcher Stempel auf einer Ganzsache befindet, kann mehrere Gründe haben. Es wäre vielleicht mal grundsätzlich herauszufinden, wie eine Abrechnung der portofreien Sendungen zwischen dem Verteidigungs- und dem Postministerium und die entsprechende Erfassung der Sendungen erfolgte.

    Zum Status der zivilen Mitarbeiter weiß ich leider im Moment auch nichts, ließe sich aber wohl auch recherchieren. Offensichtlich konnten sie aber auch die Feldpost nutzen.

    Mittlerweile habe ich Listen der Einheiten mit ihren Feldpostnummern ausfindig gemacht, u.a. - das Gute liegt so nah - auf Wikipedia (allerdings nur in Russisch):

    Bei der Suche nach der auf der von mir oben geposteten Karte angegebenen Nummer finden wir heraus, dass diese zum Stab der 94. Motorisierten Gardeschützendivision in Schwerin gehört, also recht weit weg von Leipzig. Soviel also zum Thema Rückschluss vom Ansichtskartenmotiv auf den Absendeort :).

    Die Nummer von dem Brief aus dem Eingangspost ist in dieser Liste leider nicht enthalten. Sie lässt sich zwar ergooglen (eryandexen), aber in dem Texten gibt es keine Nennung einer Einheit oder eines Ortes.

    Ich will sehen, was ich noch zum Thema ergründen kann.

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • northstar
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    • 23. April 2016 um 22:35
    • #8

    Etwas Oral-History frisch ins Forum:

    Ich hatte heute Gelegenheit, mit einem ehemaligen Wehrpflichtigen der sowjetischen Armee zu sprechen, der von 1977 bis 1979 seinen Dienst in Luckenwalde ableistete.
    Die Wehrdienstleistenden erhielten ihren Sold in Mark der DDR: 1977 waren es 15 Mark, später dann 25 Mark pro Monat (mit Zulagen für besondere Aufgaben konnte man bis zu 50 und 70 Mark bekommen). Die Kasernenanlage konnte von den Wehrpflichtigen nur in Begleitung eines Offiziers verlassen werden. Offiziere und andere Zeitsoldaten wohnten in separaten Gebäuden.

    In der Anlage gab es zwei Läden (auf Neudeutsch) für Food und für Non-Food. In dem Non-Food-Laden wurden Umschläge ohne eingedrucktes Wertzeichen, aber mit Postleitzahlenfeld für die sechsstellige sowjetische PLZ verkauft. Der Preis betrug der Erinnerung meines Informanten nach ca. 10 Pfenning.

    Die Zahl der Briefe, die ein Wehrpflichtiger kostenlos verschicken konnte, war zu jener Zeit nicht begrenzt! Manche Soldaten machten davon ausgiebig Gebrauch – schrieben jeden Tag einen Brief oder mehrere Briefe an einem Tag.

    Unter Berücksichtigung, dass Wehrpflichtige eine unbegrenzte Zahl an Briefen verschicken konnte, sollten frankierte Sendungen aus jener Zeit von Zeitsoldaten oder zivilen Mitarbeitern (die ja einen wesentlich höheren Sold bzw. eine Gehalt bekamen) stammen.

    Es konnten nur gewöhnliche Briefe verschickt und empfangen werden, keine Großbriefe oder Päckchen. Manche Soldaten ließen sich Geld und Rasierklingen schicken (obwohl es für das Zusenden letzterer nach Ansicht meiner Quelle keine Notwendigkeit gab, er war mit den Rasierklingen aus DDR-Produktion zufrieden).

    Die Briefe wurden in einem Fach beim Diensthabenden im Block gesammelt und einmal täglich von einem Postboten abgeholt. Dieser Bote brachte auch die eingegangene Post. Den Raum, in dem die Post bearbeitet, d.h. auch gestempelt wurde, hat mein Informant leider nicht gesehen.

    Den Wehrpflichtigen wurde eingeschärft, in ihrer Korrespondenz nichts über militärische Geheimnisse zu erwähnen. Abgehende Briefe wurden einer „Vorkontrolle“ unterzogen: ein Offizier sah sich die Adressaten an und die Briefe auf Einlagen geprüft

    (wahrscheinlich, indem sie gegen das Licht gehalten und/oder gebogen wurden). Mein Informant konnte nichts von geöffneten oder verlorengegangenen Briefen berichten. Von einer nachgelagerten Kontrolle war offiziell nichts bekannt, sie wurde aber stark vermutet.

    Mit diesem kleinen Bericht sind zwar längst nicht alle Fragen beantwortet, aber es ist ein Anfang.

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • Totalo-Flauti
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    • 4. Januar 2017 um 14:42
    • #9

    Liebe Sammlerfreunde,

    heute ein neuer russischer Feldpostbrief vom 07.08.1948. Die Nummer in der letzten Zeile des Absenders wird laut Verkäufer mit 11460 gelesen. Falls sich die Zahl als Feldpostnummer so lesen lassen sollte, würde es sich um die Militärkommandantur Leipzig handeln. Der Brief wurde nach Leningrad gesandt. Auf der Rückseite wurde auch dokumentiert (lilafarbener Stempel), dass die Zensur ihre Hände mit im Spiel hatte.

    Mit lieben Sammlergrüßen

    Totalo-Flauti.

    P.S. Lieber northstar kannst Du bitte Deinen Link zu wikipedia prüfen? Wenn ich draufklicke , komme ich zum "und"-Zeichen.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Totalo-Flauti (4. Januar 2017 um 14:44)

  • northstar
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    • 7. Januar 2017 um 11:06
    • #10

    Lieber Totalo-Flauti,

    ich weiß auch nicht, was mit dem Link geschehen ist.

    Hier ist er nochmal


    Die 11460 gehörte laut dieser Liste zur Militärkommandatur Leipzig.

    Zusatz: und wieder kommt das "&". ?( Liegt vermutlich daran, dass dieses Forum keine kyrillischen Buchstaben mag. Also hänge ich den Link in einer Word-Datei an.

    Dateien

    Sowj Truppen in Deutschland.docx 13,07 kB – 326 Downloads

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

    Einmal editiert, zuletzt von northstar (7. Januar 2017 um 11:11)

  • Totalo-Flauti
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    • 11. Februar 2017 um 17:51
    • #11

    Liebe Sammlerfreunde,

    kann jemand die russische Feldpostnummer 15113 aus der Zeit vom Februar 1947 zuordnen? Bei der von northstar zur Verfügung gestellten russischen wikipedia-Seite ist diese nicht vorhanden. Vielen Dank für Eure Hilfe.

    Mit lieben Sammlergrüßen

    Totalo-Flauti.

  • northstar
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    • 11. Februar 2017 um 21:25
    • #12

    Hallo Totalo-Flauti,

    falls die Einheit ihre Nummer auch nach dem Krieg weiterhin behalten hatte, dann unterstand sie lt. dem Abfragesystem auf soldat.ru der Marine.

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    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • Totalo-Flauti
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    • 25. Juli 2017 um 17:05
    • #13

    Liebe Sammlerfreunde,

    hier ist endlich mal die Karte mit der von mir im Frühjahr angefragten russischen Feldpostnummer 15113. Soweit ich es erkennen kann war die Karte in Leningrad. Aber woher sie kam? Aus Leipzig kam die Karte trotz der Abbildung des Leipziger Hauptbahnhofs wohl leider nicht. Geschrieben wurde sie am 29.1.1947.

    Mit lieben Sammlergrüßen

    Totalo-Flauti.

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